Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDax wittert Morgenluft

16.03.2026, 17:37 Uhr

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben zu Beginn der dritten Woche des Iran-Krieges wieder etwas mutiger agiert. Grund waren unter anderem sinkende Ölpreise, die aber weiter auf hohem Niveau blieben. Nach den jüngsten Verlusten stabilisierte sich der Dax zum Wochenanfang und gewann 0,5 Prozent auf 23.564 Punkte, sein Tageshoch lag bei 23.700 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,7 Prozent fester bei 5755 Zählern.

"Es ist die erste von drei Kriegswochen, die für den Dax ohne deutliche Kursverluste beginnt", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Damit bleibt auch die Vorstellung bestehen, der Iran-Krieg könne in absehbarer Zeit an Schärfe verlieren." Gleichzeitig wachse der Zweifel, ob die Regierung in Teheran den Druck, den die Kontrolle über die Straße von Hormus erzeugt, rasch preisgeben werde.

Der Ölpreis gab nach anfänglichen Zuwächsen im Handelsverlauf nach. Der Preis für die Nordseesorte Brent hielt sich aber weiter über der 100-Dollar-Marke. US-Leichtöl WTI blieb über 95 Dollar pro Barrel. Beide Ölsorten haben sich in diesem Monat um mehr als 40 Prozent verteuert und damit den höchsten Stand seit 2022 erreicht. "Die US-Angriffe am Wochenende auf die Insel Charg haben die Sorgen um die Versorgungslage verstärkt, da der Großteil der iranischen Ölexporte über diese Insel abgewickelt wird", sagten die Rohstoffstrategen von ING.

Bei den Einzelwerten rückte unterdessen die Commerzbank ins Rampenlicht. Mit einem förmlichen Übernahmeangebot will die italienische Unicredit das zweitgrößte börsennotierte deutsche Bankhaus an den Verhandlungstisch bringen. Commerzbank-Aktien schossen um 8,6 Prozent nach oben.

Quelle: ntv.de