Der BörsenDem Dax geht am Ende die Luft aus
Lange Zeit hat der deutsche Aktienmarkt im Plus notiert, doch am späten Nachmittag wurden die Gewinne wieder größtenteils abgegeben. Damit ging die Schaukelbörse der Vorwoche unvermindert weiter. Der Dax, der am Vormittag bis auf 24.382 Punkte geklettert war, schloss an diesem datenarmen Tag 0,2 Prozent leichter bei 24.084 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent tiefer bei 5858 Stellen.
"Hinter den Kulissen ist weiterhin Bewegung in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran", konstatierte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners. Allerdings werde immer klarer, dass diese Verhandlungen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. "Die Hoffnung auf Frieden ist weiterhin da."
Bei den Einzelwerten rückte die Commerzbank ins Rampenlicht. Die Titel des im Visier der italienischen Großbank UniCredit stehenden Geldhauses zogen um 2,4 Prozent an, nachdem die Bank of America die Aktie auf "Buy" von zuvor "Neutral" hochgestuft hat. Die Finanzaufsicht BaFin hatte UniCredit zudem Anti-Commerzbank-Werbung untersagt. Die Bundesregierung habe bei europäischen Kreditinstituten das Interesse sondiert, die Commerzbank gegen das Übernahmeangebot der UniCredit zu verteidigen, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider.
Einen Zugewinn um 5,7 Prozent schafften Nordex. Der Windkraftanlagenbauer übertraf im ersten Quartal die Erwartungen beim Kernergebnis und Umsatz.