Der Börsen-Tag
19. Mai 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

SAP hält Dax hoch

Die wachsende Hoffnung auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran lässt Anleger in Europa bei Aktien zugreifen. So auch an der Frankfurter Börse, wo der Dax bis auf 24.691 Punkte kletterte. Im späten Handel gab der deutsche Leitindex einen Teil seiner Gewinne wieder ab und schloss 0,4 Prozent höher bei 24.401 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent höher bei 5864 Stellen. Die USA hatten nach dem jüngsten Friedensvorschlag Teherans einen Angriff auf den Iran vorerst ausgesetzt. US-Präsident Donald Trump erklärte, es bestehe nun eine "sehr gute Chance" auf ein Abkommen zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms.

Auf Unternehmensseite glänzten SAP-Aktien, die maßgeblich für das deutliche Dax-Plus sorgten. Nach den jüngsten Verlusten bei Software-Konzernen habe schon gestern Abend eine Rotation aus Hardware- in Softwareaktien eingesetzt, kommentierte ein Händler. Die neu erwachte Kauflaune der Anleger trieb die Papiere der Walldorfer um sechs Prozent nach oben und bescherte dem Dax-Schwergewicht damit den höchsten Kurssprung seit mehr als einem Jahr. Bereits zum Wochenauftakt hatten SAP-Aktien 2,6 Prozent zugelegt.

Dagegen brachen die Aktien des Prothesenherstellers Ottobock um elf Prozent ein, nach Vorwürfen des spekulativen Investors Grizzly. Der Leerverkäufer wirft dem Eigentümer hohe Schulden und dem Unternehmen aggressive Bilanzierungsmethoden vor.

SAP hält Dax hoch
17:12 Uhr

Welche Risiken jetzt wirklich zählen

Geopolitische Krisen sorgen an den Börsen oft nur für kurze Ausschläge. Doch es gibt auch Ausnahmen. Welche Risiken in der aktuellen Lage wirklich relevant sind und welche Anlagechancen sich daraus ergeben, darüber spricht Raimund Brichta mit Oliver Schmidt von Metzler Asset Management.

Welche Risiken jetzt wirklich zählen
16:40 Uhr

Worauf es beim Altersvorsorgedepot ankommt

2027 startet das neue staatlich geförderte Altersvorsorgedepot. Schon jetzt werben Banken und andere Anbieter für ihre Finanzprodukte: so auch Trade Republic. Dafür will der Neobroker im großen Stil Fußballtrikots sponsern. Darüber hat Ulrich Reitz mit dem Co-Chef Christian Hecker gesprochen.

Worauf es beim Altersvorsorgedepot ankommt
15:09 Uhr

SAP mit größtem Kurssprung seit mehr als einem Jahr

Anleger greifen bei SAP zu und bescheren dem Dax-Schwergewicht den höchsten Kurssprung seit mehr als einem Jahr. Die Aktien des Softwarekonzerns steigen um 6,4 Prozent auf 157,32 Euro und sind damit die größten Kursgewinner im deutschen Leitindex. Nach den jüngsten Verlusten bei Software-Konzernen habe schon gestern Abend eine Rotation aus Hardware- in Softwareaktien eingesetzt, kommentierte ein Händler in Frankfurt. Nach einer Durststrecke keime bei Europas wertvollstem Softwarekonzern wieder Hoffnung auf, konstatierte Frank Sohlleder, Analyst bei ActivTrades. Seit der Präsentation der jüngsten Geschäftszahlen fassten Marktteilnehmer wieder Vertrauen in die Aktie. Die Walldorfer hatten hatten Ende April ein Quartalsergebnis über den Erwartungen vorgelegt und sich für das laufende Jahr zuversichtlich gezeigt.

SAP mit größtem Kurssprung seit mehr als einem Jahr
14:21 Uhr

"Alarmstufe Rot": Reitz kritisiert Regierung scharf

Die aktuellen Forsa-Zahlen legen eine für die Bundesregierung problematische Entwicklung offen. 82 Prozent der Bürger halten Wirtschaft für das wichtigste Thema, jedoch traut der Regierung gerade hier kaum noch jemand Kompetenzen zu. Uli Reitz, Chefkorrespondent der ntv-Wirtschaft, findet klare Worte.

"Alarmstufe Rot": Reitz kritisiert Regierung scharf
13:52 Uhr

Saab verpasst Milliarden-Order - Aktie legt dennoch zu

Nach einem milliardenschweren Rüstungsgeschäft Schwedens greifen Anleger bei Saab zu. Die Aktien des Rüstungskonzerns steigen in Stockholm um bis zu sechs Prozent. Der schwedische Staat entschied sich zwar für die französische Naval Group beim Auftrag für vier Fregatten im Wert von vier Milliarden Dollar. Saab, das sich mit einem Partner ebenfalls um den Auftrag beworben hatte, ging dabei leer aus. Die neuen Schiffe sollen jedoch mit Waffensystemen des schwedischen Konzerns ausgestattet werden, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Zudem hatte Frankreich zugestimmt, das Frühwarnsystem GlobalEye von Saab zu kaufen.

Saab verpasst Milliarden-Order - Aktie legt dennoch zu
13:27 Uhr

Bosch angelt sich lukrativen Mercedes-Auftrag

Bosch hat einen Auftrag von Mercedes-Benz zur Lieferung von Elektromotoren erhalten. Bis in die 2030er-Jahre soll ein großes Volumen an E-Motoren für die nächste Generation elektrischer Antriebe des Automobilherstellers geliefert werden, teilte der Konzern mit. Angaben zum konkreten Auftragsvolumen machte Bosch nicht. "Der neue Auftrag bekräftigt unsere langjährige Partnerschaft mit Mercedes-Benz und zeigt, dass wir unsere Kompetenzen auch in technologisch anspruchsvollen Projekten erfolgreich einbringen", sagte Markus Heyn, Chef der Autozuliefersparte Bosch Mobility.

Bosch angelt sich lukrativen Mercedes-Auftrag
13:03 Uhr

Standard Chartered ersetzt Tausende Mitarbeiter durch KI

Die britische Großbank Standard Chartered will ihre Profitabilität mit einem umfassenden Stellenabbau steigern und hat dafür ein neues Renditeziel ausgegeben. Bis 2030 sollen mehr als 15 Prozent der Arbeitsplätze wegfallen, was über 7000 Jobs entspricht, wie das auf Asien und Afrika fokussierte Geldinstitut mitteilte.

Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) sollten einfache Arbeiten ersetzen. Die Eigenkapitalrendite (ROTE) solle im Gegenzug bis 2028 auf über 15 Prozent und bis 2030 auf rund 18 Prozent steigen. "Es geht hierbei nicht um reine Kostensenkungen", sagte Bankchef Bill Winters. "Es geht darum, in manchen Fällen weniger wertvolles Humankapital durch das Finanzkapital und das Investitionskapital zu ersetzen, das wir einsetzen."

Standard Chartered ersetzt Tausende Mitarbeiter durch KI
12:48 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Unverändert ruhig geht es am europäischen Geldmarkt zu. Die Sätze tendieren nach der jüngsten Aufwärtsbewegung am längeren Ende der Kurve kaum verändert. Datenseitig bleibt es auch am Berichtstag ruhig und einzig die Reden von EZB-Vertretern finden von den Zinsstrategen der Helaba Beachtung. Gründe für ein Auspreisen von Zinserwartungen seien nicht zu erwarten, auch wenn die Geldpolitiker zumeist noch vorsichtig blieben. Momentan werde fest damit gerechnet, dass die EZB im Juni die Leitzinsen anhebe, heißt es von den Experten.

554690234
(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 1,87 - 2,07 (1,90 - 2,10), Wochengeld: 1,88 - 2,08 (1,91 - 2,11), 1-Monats-Geld: 1,90 - 2,10 (1,92 - 2,17), 3-Monats-Geld: 2,05 - 2,25 (2,05 - 2,25), 6-Monats-Geld: 2,25 - 2,35 (2,25 - 2,35), 12-Monats-Geld: 2,66 - 2,76 (2,68 - 2,80), Euribors: 18.05. 15.05. 3 Monate: 2,2190 2,2320, 6 Monate: 2,5940 2,5520, 12 Monate: 2,8300 2,8150

Neues vom Geldmarkt
12:23 Uhr

OHB verbündet sich mit Helsing - Aktie geht durch die Decke

Die OHB-Aktie ist um 29,3 Prozent hochgeschossen. Der Bremer Raumfahrt-Konzern macht in der militärischen Aufklärung aus dem Weltraum gemeinsame Sache mit dem Münchner Drohnen-Start-up Helsing. Unter dem Arbeitstitel "KIRK – Künstliche Intelligenz und Raumfahrt-Kompetenz" haben die beiden ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, das ein weltraumbasiertes taktisches Überwachungs-, Aufklärungs- und Zielerfassungssystem entwickeln soll, wie OHB mitteilte.

Mit dem Joint Venture tritt OHB auch dem Konsortium um Helsing, den Radar- und Sensor-Spezialisten Hensoldt und den norwegischen Rüstungskonzern Kongsberg bei, das sich um einen milliardenschweren Auftrag der Bundeswehr für das Weltraum-Aufklärungsprojekt mit dem Namen "Spock 2" bewerben will.

OHB verbündet sich mit Helsing - Aktie geht durch die Decke
12:00 Uhr

Dax klar über 24.500

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat seinen gestern begonnen Vormarsch fortgesetzt. Der deutsche Leitindex notierte am Mittag 1,3 Prozent höher bei 24.614 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,6 Prozent auf 5884 Stellen. Der Euro lag 0,3 Prozent leichter bei 1,1620 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um 0,6 beziehungsweise 0,8 Prozent auf 110,28 beziehungsweise 103,19 Dollar.

Dax klar über 24.500
11:41 Uhr

Insider: Verlust von Apple-Auftrag kostet bei Varta 350 Stellen

Der Batteriehersteller Varta muss seine Produktion von Knopfzellen in Nördlingen nach dem Verlust des wichtigsten Kunden aufgeben. Davon betroffen seien rund 350 Arbeitsplätze in Nördlingen und am Firmensitz im nahen Ellwangen, sagte ein Sprecher nach einer Betriebsversammlung. Der Vertrag mit dem - nicht namentlich genannten - Ankerkunden laufe Ende Oktober aus, erklärte Varta, für die neue Produktreihe sei Varta nicht mehr berücksichtigt worden.

Das schwäbische Unternehmen baut in Nördlingen fast ausschließlich die wiederaufladbaren "CoinPower"-Knopfzellen für die "AirPods"-Kopfhörer von Apple. Diese würden künftig von einem Lieferanten aus China geliefert, sagte ein Insider.

Insider: Verlust von Apple-Auftrag kostet bei Varta 350 Stellen
11:24 Uhr

Schuldenentwicklung spricht für höhere Anleiherenditen

Die wachsende Skepsis der Anleger hinsichtlich der steigenden Verschuldung Deutschlands ist ein Faktor, der für einen nachhaltigen Anstieg der Renditen spricht. Davon geht Christian Reicherter von der DZ Bank aus. "Obwohl die Schuldenquote von Bundesanleihen im gesamteuropäischen Vergleich niedrig bleibe, dürften die Anleger eine Entschädigung für die zunehmende Kreditaufnahme verlangen", meint der Analyst. Die DZ Bank halte an ihrer Prognose von 3,20 Prozent für die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen auf Zwölfmonatssicht fest, heißt es weiter. Aktuell liegt sie bei 3,144 Prozent.

Schuldenentwicklung spricht für höhere Anleiherenditen
11:00 Uhr

Renditen am Limit: "Deutsche Sparer können trotz des Zinshammers verlieren"

Die Renditen für mehrjährige Staatsanleihen steigen auf neue Rekordhöhen: in Deutschland, Großbritannien, den USA und sogar in Japan. Warum die hohen Zinsen für Sparer aber nichts Gutes verheißen, erklärt ntv-Börsenreporter Patrick Dewayne.

Renditen am Limit: "Deutsche Sparer können trotz des Zinshammers verlieren"
10:51 Uhr

Hornbach stemmt sich gegen Konsumflaute

Hornbach hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 trotz eines schwierigen Konsumumfelds behauptet. Gestiegene Personal- und Betriebskosten hätten zwar das Ergebnis belastet, teilte die Baumarktkette mit. Hornbach habe aber Marktanteile in Deutschland und Europa hinzugewonnen und von einer verbesserten Handelsspanne profitiert. So kletterte der Umsatz um 3,8 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, während das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) mit 264,7 Millionen Euro nur leicht unter dem Vorjahreswert lag. Die Aktionäre sollen eine stabile Dividende von 2,40 Euro je Aktie erhalten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 rechnet das Management mit einem Umsatz auf oder leicht über dem Niveau des Vorjahres und einem bereinigten Ebit in etwa auf Vorjahreshöhe.

Hornbach stemmt sich gegen Konsumflaute
10:37 Uhr

Gold-Futures durch Zinserwartungen unter Druck

Der Goldpreis hält sich knapp über 4500 US-Dollar je Feinunze und wird von den Erwartungen höherer Zinsen belastet, während der Iran-Konflikt andauert. Die Futures in New York geben um 0,2 Prozent auf 4549,30 Dollar nach. Die Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump einen geplanten Angriff auf den Iran aufgeschoben hat, um mehr Zeit für Verhandlungen zu gewinnen, sorgte für eine gewisse Unterstützung.

Allerdings ist das Edelmetall seit Kriegsbeginn um mehr als 13 Prozent gefallen. "Die Händler konzentrieren sich weiterhin auf die Krise im Nahen Osten und die inflationären Auswirkungen der anhaltend hohen Energiepreise", so die Analysten der Saxo Bank. "Eskalierende Spannungen können den Goldpreis durch höhere Renditen und einen stärkeren Dollar belasten, während jeder glaubwürdige Weg zu einer Deeskalation oder zum Frieden die Preise letztendlich stützen könnte."

Gold-Futures durch Zinserwartungen unter Druck
10:11 Uhr

Warum die Rally weitergehen kann

Rücksetzer gibt es - eine Kehrtwende noch nicht: Die Rekordjagd an der Wall Street geht weiter. Doch wie nachhaltig ist die Rally? Darüber spricht Raimund Brichta mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

Warum die Rally weitergehen kann
09:47 Uhr

Trump beruhigt Ölmarkt

Am Rohstoffmarkt sorgen die versöhnlicheren Töne des US-Präsidenten Donald Trump in Richtung Teheran für eine spürbare Entspannung, auch wenn die Sorgen vor langfristigen Lieferausfällen bleiben. So verbilligt sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,9 Prozent auf 109,91 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,9 Prozent schwächer bei 107,71 Dollar. Beide Sorten liegen damit aber weiterhin deutlich über ihrem Vorkriegsniveau.

Trump beruhigt Ölmarkt
09:28 Uhr

Skandal um "Panzer"-Werbung erschüttert Starbucks

Der Chef von Starbucks in Südkorea ist nach einer umstrittenen Werbekampagne entlassen worden, die schmerzhafte Erinnerungen an die brutale Niederschlagung von Pro-Demokratie-Protesten durch das Militär im Jahr 1980 weckte. Die Shinsegae-Gruppe, die die US-Kaffeehauskette in Südkorea betreibt, teilte mit, sie habe den Leiter von Starbucks Korea, Sohn Jeong-hyun, wegen "unangemessenen Marketings" entlassen. Starbucks hatte am Montag, dem Gedenktag an die Demokratiebewegung, eine Kampagne für eine neue Becher-Serie namens "Tank" (Panzer) gestartet und damit landesweite Empörung ausgelöst.

Bei der Niederschlagung des Gwangju-Aufstands im Mai 1980 setzte die damalige Militärdiktatur Panzer und Soldaten gegen die studentischen Demonstranten ein. Schätzungen zufolge wurden hunderte Menschen getötet oder gelten als vermisst. Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung zeigte sich "wütend" über die Kampagne. Starbucks Korea und die Muttergesellschaft Shinsegae entschuldigten sich öffentlich, die Kampagne wurde zurückgezogen. Die Aktie des Shinsegae-Konzerns, dem Starbucks Korea mehrheitlich gehört, gab an der Börse um 5,5 Prozent nach.

Skandal um "Panzer"-Werbung erschüttert Starbucks
09:10 Uhr

Wohin geht die Dax-Reise?

Der Dax startet kaum verändert in den heutigen Handel. Während der deutsche Börsenleitindex das gestrige Geschäft mit einem Aufschlag von 1,5 Prozent und 24.308 Punkten beendet hatte, notiert er aktuell im Bereich von 24.395 Zählern. Ein schwacher Chipsektor an der Wall Street und ein uneinheitliches Bild an den asiatischen Börsen sorgen ebenso für Zurückhaltung, wie die nach wie vor unsichere Lage rund um die Themen Iran, Straße von Hormus und Öl – sowie die zur Wochenmitte nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen des Börsenschwergewichts und Spezialisten für KI-Chips, Nvidia.

Wohin geht die Dax-Reise?
08:57 Uhr

Vorwürfe eines Leerverkäufers: Ottobock-Aktie schmiert ab

Nach Vorwürfen des spekulativen Investors Grizzly gehen die Aktien des Prothesenherstellers Ottobock auf Talfahrt. Die Titel geben im vorbörslichen Handel mehr als sieben Prozent nach. In einem Bericht wirft Grizzly Research dem Mehrheitseigentümer Hans Georg Näder eine exzessive Verschuldung vor, die ein "Damoklesschwert" über den Minderheitsaktionären darstelle. Zudem kritisiert der Leerverkäufer seiner Ansicht nach aggressive Bilanzierungspraktiken.

Leerverkäufer wie Grizzly wetten auf fallende Kurse, um davon zu profitieren. Ihre Berichte haben in der Vergangenheit wiederholt zu starken Kursverlusten bei den betroffenen Unternehmen geführt. Ottobock war im Oktober 2025 an die Börse gegangen.

Vorwürfe eines Leerverkäufers: Ottobock-Aktie schmiert ab
08:39 Uhr

Chipsektor unter Abgabedruck

An den ostasiatischen Aktienmärkten geht es im Handelsverlauf uneinheitlich zu. Dass US-Präsident Donald Trump einen angeblich für den Berichtstag geplanten Angriff auf den Iran ausgesetzt hat, um dem Friedensprozess eine Chance zu geben, stützt nur teilweise. Laut Trump wurde er dazu von einigen Golfstaaten gebeten, denen zufolge ernsthafte Verhandlungen stattfänden. Allerdings steht weiter die Forderung nach Einstellung des Atomprogramms seitens des Iran im Raum.

Verkauft werden in der gesamten Region ähnlich wie schon in den USA Aktien aus dem Chipsektor. Im Vorfeld der am Mittwoch nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen von Nvidia gehen viele Akteure auf Nummer sicher und nehmen Gewinne mit. Die Zahlen gelten als neuerlicher Test, ob der Hype um KI gerechtfertigt ist. Die Schwäche der Technologieaktien macht sich insbesondere an der Börse in Seoul bemerkbar, wo der Kospi um 2,9 Prozent absackt, im Tagesverlauf aber auch schon um über 5 Prozent zurücklag. Hier dürften auch wieder Gewinnmitnahmen eine Rolle spielen. Der stark techniklastige Index liegt seit Jahresbeginn immer noch über 70 Prozent im Plus.

In Tokio legt der breite Topix um 0,5 Prozent zu. Hier stützt einerseits, dass die japanische Wirtschaft im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent gestiegen ist und damit stärker als mit 1,7 Prozent geschätzt. Allerdings erwarten Ökonomen, dass das BIP-Wachstum im laufenden und im nächsten Quartal zum Stillstand kommen wird. In Hongkong ist die Tendenz gut behauptet, in Schanghai tritt der Composite-Indx auf der Stelle. Deutlicher nach oben geht es in Sydney. Dort legt das Marktbarometer um gut ein Prozent zu.

Chipsektor unter Abgabedruck
08:22 Uhr

Verwerfungen am Anleihemärkten

Europas Börsen dürften wenig verändert in den Handel starten. Aussagen von US-Präsident Donald Trump, ein für heute geplanter Angriff auf den Iran sei zunächst ausgesetzt, wird als Hinweis gedeutet, dass die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA weitergehen. "Ob es hinter den Kulissen tatsächlich Annäherungen (...) gibt, darüber kann nur spekuliert werden. Und solange hier vieles unklar bleibt, solange werden die Kursschwankungen in allen Assetklassen hoch bleiben", glaubt QC Partners.

Weiter im Blick steht der Anleihemarkt, die Renditen geben leicht nach - ein Zeichen der Entspannung. Der jüngste Renditeanstieg auf Mehrjahreshochs hat nicht nur neue Stagflationsängste geschürt, sondern auch Sorgen über die Tragfähigkeit der hohen Staatsschulden ausgelöst. Die Verwerfungen an den Anleihemärkten dürften neben den geopolitschen Unsicherheiten Thema des am Vortag begonnenen Treffen der G7-Finanzminister und Zentralbank-Gouverneure in Paris sein.

Verwerfungen am Anleihemärkten
08:05 Uhr

Regierung bringt Uniper-Wiederverkauf auf den Weg

Die Bundesregierung bringt offenbar den weitgehenden Wiederverkauf des verstaatlichten Energiekonzerns Uniper auf den Weg. Das Privatisierungskonzept des Finanzministeriums sehe vor, dass der Bund seine Beteiligung vom Ende dieses Jahres an von heute 99,1 Prozent auf 25 Prozent plus eine Aktie reduziere, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" vorab. Dabei sei die Regierung außer für den Verkauf eines oder mehrerer Aktienpakete an langfristig orientierte Investoren auch für einen Börsengang sowie für eine Kombination aus beiden Optionen offen. Der Börsenwert von Uniper liegt derzeit bei rund 18 Milliarden Euro.

Regierung bringt Uniper-Wiederverkauf auf den Weg
07:50 Uhr

E-Autos haben ein Gebrauchtwagenproblem 

Das Elektroauto hat derzeit noch ein Gebrauchtwagenproblem. Auch wenn die Stromer inzwischen immer größere Anteile des Neuwagenmarktes für sich erobern, hinken sie auf dem Gebrauchtwagenmarkt hinterher. Doch das könnte sich in den kommenden Jahren bessern, sagt Manuel Schuler vom Beratungsunternehmen Bearingpoint.

Der Trend bei den gebrauchten E-Autos weist zwar nach oben, doch noch immer haben die Elektroautos ein Problem mit dem Wertverlust: Ein typischer drei Jahre alter Stromer kostete beim Autohändler zuletzt etwas mehr als 50 Prozent seines Listenneupreises, wie aus Daten der Deutschen Automobiltreuhand hervorgeht. Für Benziner lag dieser Wert bei 60 Prozent, für Diesel bei gut 59 Prozent.

In Deutschland wurden in den ersten vier Monaten des Jahres knapp 224.000 neue Pkw mit reinem Elektroantrieb (BEV) verkauft, aber nur knapp 120.000 gebrauchte. Dabei ist der Gebrauchtwagenmarkt insgesamt grob doppelt so groß wie der Neuwagenmarkt.

E-Autos haben ein Gebrauchtwagenproblem 
07:28 Uhr

Google und Blackstone planen milliardenschwere KI-Cloud-Firma

Die Alphabet-Tochter Google und der Finanzinvestor Blackstone planen offenbar die Gründung eines gemeinsamen Cloud-Unternehmens für Künstliche Intelligenz (KI). Blackstone werde sich mit fünf Milliarden Dollar an dem noch namenlosen US-Projekt beteiligen und die Mehrheit halten, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Eine offizielle Ankündigung werde in Kürze erwartet. Google solle die Hardware, darunter die als Tensor Processing Units (TPU) bekannten Spezialchips, sowie Software und Dienstleistungen beisteuern. Geleitet werden soll das neue Unternehmen demnach von dem langjährigen Google-Manager Benjamin Treynor Sloss.

Google und Blackstone planen milliardenschwere KI-Cloud-Firma
07:09 Uhr

Asien-Börsen suchen Richtung

Aussichten auf eine Entspannung im Iran-Konflikt locken die asiatischen Anleger am Dienstag nur teilweise aus der Reserve. Während der breiter gefasste Topix in Tokio zu den Gewinnern zählt und 0,4 Prozent höher bei 3840,70 Zählern notiert, gehört der Nikkei-Index mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 60.429,76 Punkte zu den Verlierern. Auch in China überwiegen die Kursabschläge: Der Shanghai Composite verliert 0,1 Prozent auf 4125,40 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,6 Prozent auf 4803,43 Punkte.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor einen geplanten Angriff auf den Iran ausgesetzt und Hoffnungen auf ein Abkommen mit dem Iran geschürt, was die Märkte bewegte. Dennoch blieben die Anleger nach einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten am Wochenende vorsichtig. "Wir haben bereits ein ständiges Hin und Her gesehen", sagte Fabien Yip, Marktanalyst bei IG. Solange es keine echte Entspannung in der Straße von Hormus gebe und der Schiffsverkehr dort nicht wieder zunehme, werde der Markt die Kommentare beider Seiten ignorieren.

In Japan rücken zudem überraschend starke Wirtschaftsdaten in den Fokus, auch wenn die Folgen des Energie-Schocks durch den Iran-Krieg die Unternehmen belasten. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent. "Die heutigen Daten zeigen, dass die Wirtschaft vor dem Iran-Krieg auf einem soliden Fundament stand", erklärt Yoshiki Shinke, Chefökonom beim Dai-ichi Life Research Institute. Um die Energieversorgung künftig besser abzusichern, wollen die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi und der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung einem Zeitungsbericht zufolge eine Kooperation zur gemeinsamen Ölbevorratung beschließen.

Asien-Börsen suchen Richtung
06:55 Uhr

Japans Wirtschaft überrascht

Die japanische Wirtschaft ist im ersten Quartal stärker gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte aufs Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent zu, wie aus offiziellen Regierungsdaten hervorging. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Plus von 1,7 Prozent gerechnet, nach einem revidierten Anstieg von 0,8 Prozent im Vorquartal. Im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr wuchs die Wirtschaft um 0,5 Prozent.

 Getragen wurde der Aufschwung von einem robusten privaten Konsum, der mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung ausmacht und um 0,3 Prozent stieg. Zudem trug die Nettoauslandsnachfrage 0,3 Prozentpunkte zum Wachstum bei. Auch die Investitionen der Unternehmen legten um 0,3 Prozent zu.

Japans Wirtschaft überrascht
06:34 Uhr

Devisenhändler in Alarmbereitschaft

Im asiatischen Devisenhandel profitiert der Dollar weiterhin von der Nachfrage nach sicheren Häfen. Der Greenback gewinnt geringfügig auf 158,96 Yen, was Händler in Tokio wegen möglicher Interventionen zur Stützung der heimischen Währung in Alarmbereitschaft versetzt. Zudem legt der Dollar leicht auf 6,7978 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent höher bei 0,7854 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1643 Dollar und zieht leicht auf 0,9144 Franken an.

Devisenhändler in Alarmbereitschaft
06:18 Uhr

Meta streicht Tausende Stellen

Meta plant einem internen Schreiben zufolge den Abbau von zehn Prozent seiner weltweiten Belegschaft und einen weitreichenden Umbau mit Fokus auf Künstliche Intelligenz (KI). Die Kündigungen sollen am Mittwoch ausgesprochen werden, wie aus einem Dokument hervorgeht. Personalchefin Janelle Gale kündigte darin zudem organisatorische Veränderungen an. So sollen 7000 Beschäftigte in neue KI-Projekte wechseln und Führungspositionen gestrichen werden, um flachere Hierarchien sowie kleinere, agilere Teams zu schaffen. Dies werde das Unternehmen produktiver machen, erklärte Gale.

Insgesamt seien von den Entlassungen und Versetzungen etwa 20 Prozent der Belegschaft betroffen, hieß es in dem Dokument weiter. Zusätzlich zu den Kündigungen habe der Konzern 6000 offene Stellen gestrichen. Ende März beschäftigte das Social-Media-Unternehmen den eigenen Unterlagen zufolge knapp 78.000 Menschen. Die Umstrukturierung ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung, mit der Meta KI-Anwendungen stärker in den Mittelpunkt rücken will. Die betroffenen Mitarbeiter sollen unter anderem in Abteilungen versetzt werden, die KI-Agenten entwickeln. Diese sollen künftig Aufgaben übernehmen, die bislang von Menschen ausgeführt werden.

Meta streicht Tausende Stellen
06:00 Uhr

"Anleger befinden sich in einem Wechselbad der Gefühle"

So sieht ein positiver Wochenstart aus: Der Dax hat die neue Handelswoche mit einem Aufschlag von 1,5 Prozent und einem Schlusskurs von 24.308 Punkten begonnen. Ins Wochenende war der deutsche Börsenleitindex noch mit 23.951 Zählern gegangen, hatte allein im Freitagsgeschäft etwas mehr als zwei Prozent eingebüßt. Ausschlaggebend für das gestrige Plus waren vor allem Entspannungssignale aus Nahost.

"Anleger befinden sich derzeit in einem Wechselbad der Gefühle aus Eskalationssorgen und Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran", so Timo Emden, Analyst bei Emden Research. "Während Drohungen aus Washington die Anleger zunächst verunsicherten, sorgten Berichte über Verhandlungsvorschläge zwischen den USA und dem Iran zwischenzeitlich für Erleichterung." Die USA haben sich einem iranischen Medienbericht zufolge bereiterklärt, die Sanktionen gegen Ölexporte der islamischen Republik für die Dauer der Verhandlungen auszusetzen. Die Ölpreise gaben daraufhin mehr als zwei Prozent nach.

Heute sollten Anleger vor allem zwei Termine im Blick haben .So veranstaltet etwa im Rahmen der neuen strategischen Partnerschaft zwischen Deutschland und der Ukraine das Auswärtige Amt und das Bundeswirtschaftsministerium eine internationale Konferenz zur Energiesicherheit. Im Fokus stehen dabei die Lehren aus den Kriegserfahrungen der Ukraine. Eröffnet wird die Veranstaltung von Außenminister Johann Wadephul. Im Anschluss hält der ukrainische Vize-Regierungschef und Energieminister Denys Schmyhal eine Grundsatzrede. Weitere Teilnehmer sind Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und der Chef des Stromnetzbetreibers 50 Hertz, Stefan Kapferer.

Zudem gibt Bundesumweltminister Carsten Schneider den Startschuss für die neue Förderung von Elektroautos, die ab dann digital beantragt werden kann. Unter bestimmten Bedingungen ist eine staatliche Zuwendung von bis zu 6000 Euro drin - für den Kauf oder auch das Leasing von Neuwagen. Insgesamt stehen drei Milliarden Euro zur Verfügung, die für geschätzt 800.000 neue Fahrzeuge reichen dürften. Die Förderung soll auch rückwirkend für Neuzulassungen ab 1. Januar 2026 möglich sein.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

"Anleger befinden sich in einem Wechselbad der Gefühle"