Der Börsen-Tag
10. Juli 2026
imageHeute mit Diana Dittmer und Wolfram Neidhard
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17:38 Uhr

Dax zum Wochenschluss mit Verlusten

Am deutschen Aktienmarkt haben sich Anleger vor dem Wochenende mit Engagements zurückgehalten. Der Dax verlor an diesem nachrichtenarmen Tag 0,2 Prozent und schloss bei 25.067 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent im Minus bei 6265 Stellen. Der Nahost-Konflikt belaste die Börsen trotz der jüngsten Kampfhandlungen nur begrenzt, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst der Consorsbank. "Die Anleger können sich mit der fragilen Lage arrangieren, solange - wie jetzt auch wieder - der Gesprächsfaden nicht vollends reißt."

Dennoch sorgte der wieder aufgeflammte Konflikt im Nahen Osten für Vorsicht bei den Händlern, obwohl schon wieder "technische Gespräche" zwischen dem Iran und den USA stattfinden sollen. Tendenziell stützende Impulse kamen aus dem Chip-Sektor. Für Beruhigung sorgten Berichte über weiterhin hohe Investitionspläne in die KI-Infrastruktur.

Bei den Einzelwerten gaben Bayer 1,1 Prozent ab. Der Pharmakonzern hat sich eine milliardenschwere Finanzspritze gesichert und holt im Gegenzug den Vermögensverwalter Apollo ins Boot als Minderheitsinvestor eines neu gegründeten Unternehmens für Verhütungsmittel.

Nach der Hausse vom Donnerstag korrigierten Qiagen um 0,7 Prozent auf 36,40 Euro. Wie Bloomberg berichtete, sollen Finanzinvestoren wie EQT, Advent und KKR erneut ein Auge auf das Diagnostikunternehmen geworfen haben. Einige sollen dabei signalisiert haben, dass sie ein Angebot von mindestens 50 US-Dollar pro Aktie in Erwägung ziehen könnten.

Dax zum Wochenschluss mit Verlusten
17:11 Uhr

Euro leichter zum US-Dollar

Der Euro-Kurs ist gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1430 (Donnerstag: 1,1435) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8748 (0,8745) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85155 (0,85363) britische Pfund, 185,02 (185,72) japanische Yen und 0,9223 (0,9227) Schweizer Franken fest.

Euro leichter zum US-Dollar
16:45 Uhr

"Trump-Kurs lässt sich nur durch Insiderhandel erklären"

Die Trump-Administration sorgt mit ihrer erratischen Politik immer wieder für Verwirrung. Auch die jüngsten Iran-Eskalationen trotz schrumpfender Ölreserven der USA stiften Unverständnis. Sandra Navidi von BeyondGlobal sieht in dem Zickzack-Kurs Washingtons "ein klares Zeichen für Insiderhandel".

"Trump-Kurs lässt sich nur durch Insiderhandel erklären"
16:24 Uhr

Wall Street uneinheitlich

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(Foto: picture alliance / Sipa USA)

Die Wall Street findet zum Wochenschluss vorerst keine klare Richtung. Im Fokus der Anleger standen der US-Börsengang des südkoreanischen Chip-Schwergewichts SK Hynix und die Eskalation im Iran-Krieg. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten zur Eröffnung jeweils knapp im Plus bei 52.552 und 7549 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab leicht nach und lag bei 26.184 Zählern. Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller SK Hynix soll an der Technologiebörse Nasdaq debütieren. Der südkoreanische Konzern teilte die ADR-Hinterlegungsscheine für seine Zweitnotiz an der Wall Street zu 149 Dollar zu. Mit einem Volumen von 26,5 Milliarden Dollar ist dies der zweitgrößte Börsengang der Geschichte nach dem des Raumfahrtkonzerns SpaceX.

Bei den Einzelwerten gaben die Aktien der US-Fluggesellschaft Delta Air rund 1,5 Prozent nach. Die höchsten Treibstoffkosten in der Firmengeschichte belasteten das Ergebnis im abgelaufenen Quartal: Der bereinigte Gewinn mit 1,56 Dollar je Aktie übertraf zwar die Analystenprognosen, lag jedoch 26 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die optimistische Prognose des Unternehmens trat damit in den Hintergrund. 

Wall Street uneinheitlich
15:57 Uhr

Dax bald bei 29.000 Punkten?

Trotz des wieder neu entfachten Konflikts im Nahen Osten bleibt der Dax nicht allzu weit von seinem jüngsten Rekordhoch entfernt. Christian Köker von der HSBC sieht dafür vor allem die steigenden Gewinnerwartungen als einen wesentlichen Grund an. Warum unter anderem deshalb sogar die Marke von 29.000 Punkten im Dax möglich ist, darüber hat Friedhelm Tilgen mit ihm gesprochen. 

Dax bald bei 29.000 Punkten?
15:25 Uhr

Gold-Futures leicht im Minus, aber gestützt

Der Goldpreis findet etwas Unterstützung, da die Sorgen vor einer größeren Eskalation im Nahen Osten nachlassen, wie die Analysten von ANZ schreiben. In New York geben die Futures um 0,5 Prozent auf 4103 US-Dollar je Feinunze nach. Das Edelmetall war diese Woche unter Druck geraten, als die Inflationssorgen zunahmen, nachdem Präsident Trump erklärt hatte, der Waffenstillstand mit dem Iran sei beendet. Die Sorge vor einem Wiederanstieg der Ölpreise ließ die Anleger Zinserhöhungen befürchten. Höhere Zinsen belasten zinslose Anlagen wie Gold.

Gold-Futures leicht im Minus, aber gestützt
14:57 Uhr

IEA: Ölnachfrage erholt sich - Eskalation zwischen USA und Iran trübt Ausblick

Die weltweite Ölnachfrage erholt sich nach monatelangen Störungen im Nahen Osten. Ein Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen den USA und dem Iran überschattet jedoch den Ausblick, gerade als sich die Märkte auf eine neue Angebotswelle im nächsten Jahr vorbereiteten, wie die Internationale Energieagentur (IEA) mitteilte. Zwar wird für dieses Jahr ein Rückgang des Verbrauchs um eine Million Barrel pro Tag prognostiziert, doch das Tempo des Rückgangs verlangsamt sich deutlich.

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(Foto: Ali Haider/EPA/dpa)

Die tägliche Nachfrage fiel im zweiten Quartal um 4,8 Millionen Barrel und soll im dritten Quartal um 1,7 Millionen Barrel sinken, bevor sie in den letzten drei Monaten des Jahres mit einem Anstieg des Verbrauchs um 1,2 Millionen Barrel wieder auf Wachstumskurs zurückkehrt. Die IEA prognostiziert für 2027 einen Nachfrageanstieg von 1,9 Millionen Barrel. Gleichzeitig wird erwartet, dass das weltweite Angebot um rund 7,5 Millionen Barrel zunimmt.

IEA: Ölnachfrage erholt sich - Eskalation zwischen USA und Iran trübt Ausblick
14:32 Uhr

"VW hat im Moment zu viele Plattformen"

Der Absatz von Volkswagen sinkt im zweiten Quartal spürbar. Derweil wächst der Druck auf das Unternehmen, die Konzernstrategie steht auf dem Prüfstand: Modelle sollen gestrichen, Varianten gebündelt und Prozesse verschlankt werden. Bei ntv blickt Autoexperte Christoph Stürmer auf die Situation.

"VW hat im Moment zu viele Plattformen"
13:54 Uhr

KI-Boom dürfte langfristige Aktiengewinne fördern

Das Wachstum in der KI-Branche dürfte die langfristigen Renditen von Aktien antreiben, schreiben die Strategen von UBS Global Wealth Management in einer Research Note. Dennoch müssten Anleger bei KI-Investitionen einen diversifizierten Ansatz verfolgen, meinen sie. "Wir favorisieren Halbleiterausrüstung, Foundries, CPU-bezogene Computerinfrastruktur und Speicher", heißt es. Die Strategen bevorzugen zudem defensive Sektoren wie Immobilien-Aktiengesellschaften (REITs) für Rechenzentren und Zahlungsnetzwerke.

KI-Boom dürfte langfristige Aktiengewinne fördern
13:25 Uhr

China untersagt mit sofortiger Wirkung Helium-Export

China hat einen vorübergehenden Exportstopp für Helium beschlossen, um die heimische Lieferkette zu stabilisieren. Das Edelgas ist für die moderne Chipherstellung unerlässlich. Das Verbot von Auslandslieferungen des kritischen Gases gilt mit sofortiger Wirkung, wie das chinesische Handelsministerium und die Zollbehörde in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten.

Die Behörden machten keine Angaben dazu, wann die Beschränkung wieder aufgehoben werden soll. China gilt als großer Importeur von Helium und leidet seit Beginn des Nahostkonflikts unter einer erheblichen Verknappung des Gases. Ein anhaltender Helium-Angebotsengpass bedroht nun die ambitionierte Chipoffensive des Landes.

China untersagt mit sofortiger Wirkung Helium-Export
12:57 Uhr

Dax tritt auf der Stelle

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich bislang nur wenig bewegt. Kurz nach Mittag notierte der deutsche Leitindex kaum verändert bei 25.124 Punkten. Der EuroStoxx50 verlor 0,1 Prozent auf 6281 Zähler. Der Euro lag 0,1 Prozent fester bei 1,1434 US-Dollar.

Dax tritt auf der Stelle
12:35 Uhr

Warum VW ständig Entscheidungen verschleppt

Volkswagen will seine Modellpalette drastisch kürzen. Aber zum diskutierten Jobabbau und zu Werksschließungen äußert sich der Konzern nicht. Hier zeigt sich Grundproblem von VW, kommentiert ntv-Börsenreporter Friedhelm Tilgen.

Warum VW ständig Entscheidungen verschleppt
12:21 Uhr

SK Hynix im Fokus an der Wall Street

Mit leicht negativen Vorzeichen dürfte die Wall Street in den letzten Handelstag der Woche starten. Der Future auf den S&P-500 reduziert sich um 0,1 Prozent. Der Terminkontrakt auf den Nasdaq-100 fällt um 0,5 Prozent. Hier könnte es nach dem kräftigen Plus am Donnerstag zu leichten Gewinnmitnahmen kommen, heißt es. Teilnehmer sprechen allerdings insgesamt von einer abwartenden Haltung, bevor in der kommenden Woche die US-Berichtssaison Fahrt aufnimmt. Wichtige US-Daten stehen zum Wochenausklang nicht auf der Agenda. Keine neuen Entwicklungen gibt es auch im USA-Iran-Krieg, der damit etwas in den Hintergrund rückt.

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(Foto: picture alliance / YONHAPNEWS AGENCY)

Im Technologie-Bereich steht die US-Notierung von SK Hynix im Blickpunkt. Der südkoreanische Chipkonzern hat mit dem Börsengang in den USA insgesamt 26,51 Milliarden US-Dollar eingenommen. Der Erlös stellt den bislang größten IPO eines ausländischen Unternehmens in den USA dar. 

SK Hynix im Fokus an der Wall Street
12:12 Uhr

Sommerrally noch möglich?

Trotz der Unsicherheit durch den Konflikt im Nahen Osten befindet sich der europäische Aktienmarkt seit Monaten im Aufwärtstrend. Wie Anleger diesen Trend mit Zertifikaten nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Peter Bösenberg von der Société Générale.

Sommerrally noch möglich?
11:56 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Wenig verändert zeigen sich die Sätze am europäischen Geldmarkt. In den kurzfristigen Sätzen bewegen sich praktisch nur die Geld-Brief-Spannen. Gesprochen wird über mögliche Entwicklungen bei der EZB-Sitzung in knapp zwei Wochen und den neuen Inflationsdaten Ende kommender Woche. Bei den längerfristigen Terminen ist Gesprächsthema Nummer Eins die Persistenz der erhöhten Renditen: Schon ab dem 3-Monats-Euribor verharren sie auf dem erhöhten Niveau seit den Trump-Aussagen zur Kündigung des Waffenstillstands.

Tagesgeld: 2,13 - 2,35 (2,13 - 2,33), Wochengeld: 2,13 - 2,37 (2,13 - 2,37), 1-Monats-Geld: 2,17 - 2,47 (2,17 - 2,47), 3-Monats-Geld: 2,22 - 2,56 (2,22 - 2,55), 6-Monats-Geld: 2,56 - 2,72 (2,56 - 2,71), 12-Monats-Geld: 2,55 - 2,72 (2,56 - 2,73), Euribors: 09.07. 08.07. 3 Monate: 2,3780 2,3530, 6 Monate: 2,6050 2,5670, 12 Monate: 2,8130 2,7370

Neues vom Geldmarkt
11:34 Uhr

Audi-Absatz deutlich schwächer - massive Probleme in China und USA

Audi hat im zweiten Quartal erneut weniger Autos verkauft. Die Auslieferungen der VW-Tochter sanken um 8,2 Prozent auf 367.139 Fahrzeuge, wie das Unternehmen mitteilt. Vor allem in China und den USA läuft es schlecht. Audi setzt damit seinen Abwärtstrend beim Absatz fort. Noch im zweiten Quartal 2023 hatte der Teilkonzern fast eine halbe Million Autos ausgeliefert. Seither ging es nun dreimal klar nach unten. 

Immerhin weisen die Auftragseingänge in Westeuropa nach oben: Sie lagen sieben Prozent über dem Vorjahreszeitraum und setzten damit ihren Wachstumskurs fort. Besonders beliebt waren die Modelle Audi Q3 und Audi A6 e-tron. Im Vergleich zu seinen beiden großen deutschen Konkurrenten Mercedes und BMW liegt Audi mit den aktuellen Quartalszahlen ein Stück schlechter. Mercedes hatte am Mittwoch für das zweite Quartal einen Rückgang um sechs Prozent auf 511.900 Autos gemeldet.

Audi-Absatz deutlich schwächer - massive Probleme in China und USA
11:28 Uhr

China-Desaster: VW-Absatz bricht ein

Der Absatz von Volkswagen ist im zweiten Quartal weiter deutlich zurückgegangen: Weltweit verkaufte der Dax-Konzern mit knapp 2,1 Millionen Fahrzeugen 8,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie er mitteilte. Demnach brachen die Verkäufe in China - dem wichtigsten Absatzmarkt - um 36,6 Prozent ein, während es insbesondere in Nord- und Südamerika und auch in Europa Zuwächse gab.

China-Desaster: VW-Absatz bricht ein
11:23 Uhr

China haut rein ins BMW-Kontor - Absatz mit dickem Minus

Abstürzende Verkäufe in China drücken die BMW-Absatzzahlen im zweiten Quartal ins Minus. In den vergangenen drei Monaten lieferte der Münchner Konzern 590.962 Autos aus. Das waren 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie BMW weiter mitteilt. Vor einem Jahr hatte BMW für das zweite Quartal noch einen minimal steigenden Absatz vermeldet. Vor allem in China lief es sehr schlecht - mit dem dortigen Markt hatte BMW jüngst auch seine deutliche Gewinnwarnung begründet. Der Absatz sackte um 30 Prozent auf 117.815 Autos ab. Auch der Rest Asiens lief eher schlecht. Das konnten auch Zuwächse um 5,4 Prozent auf 260.173 Autos in Europa und um 9,5 Prozent auf 134.405 Autos in den USA nicht ausgleichen. 

Bei den Konzernmarken zeigte sich vor allem Mini stark. Hier gab es ein Plus von 17 Prozent auf 81.035 Autos. Die Kernmarke schwächelte dagegen mit meinem Minus von 7,7 Prozent auf 508.675 Autos.

China haut rein ins BMW-Kontor - Absatz mit dickem Minus
11:10 Uhr

Zahl der Unternehmensinsolvenzen steigt 

Deutsche Amtsgerichte haben im April 2276 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 7,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor. Von Januar bis April wurden 8.551 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert, 6,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Forderungen der Gläubiger aus den von Januar bis April 2026 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 13,9 Milliarden Euro. Von Januar bis April 2025 hatten die Forderungen bei rund 22,5 Milliarden Euro gelegen. Dieser Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass von Januar bis April 2025 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als von Januar bis April 2026.

Zahl der Unternehmensinsolvenzen steigt 
10:43 Uhr

Milliardärs-Einstieg befeuert Vodafone-Aktie

Der Einstieg des französischen Milliardärs Xavier Niel beflügelt Vodafone. Die Aktie des britischen Mobilfunkers stieg in London um bis zu 13,6 Prozent auf 111,05 Pence und steuerten auf den größten Tagesgewinn seit Anfang 1999 zu.

Der Telekomkonzern E& aus den Vereinigten Arabischen Emiraten teilte mit, seinen Anteil an Vodafone für 112,5 Pence je Aktie beziehungsweise insgesamt umgerechnet rund 5,2 Milliarden Euro an Niel verkauft zu haben. Der Ausstieg sei Teil der Pläne, sich künftig auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Niel ist Gründer des französischen Telekommunikationsunternehmens Iliad. Vodafone begrüßte die Transaktion. "Wir freuen uns darauf, mit ihm als engagiertem, langfristigem Anteilseigner zusammenzuarbeiten." 

Milliardärs-Einstieg befeuert Vodafone-Aktie
10:19 Uhr

Apollo an Bayer-Verhütungssparte beteiligt

Bayer nimmt den Finanzinvestor Apollo als Minderheitsgesellschafter für seine Verhütungsmittel-Sparte an Bord. Apollo investiere drei Milliarden Euro Eigenkapital in eine neue Gesellschaft, in die der Leverkusener Konzern sein Geschäft mit reversiblen Langzeit-Kontrazeptiva (LARC) einbringt, teilte Bayer mit. Es gehe um die Verbesserung der Kapitalstruktur, Bayer behalte die vollständige operative Kontrolle über das Geschäft, das zum Kern der Pharma-Sparte gehöre.

"Wir steigern damit unsere finanzielle Flexibilität angesichts des in diesem Jahr erhöhten Liquiditätsbedarfs durch Anleihefälligkeiten und Rechtsstreitigkeiten", sagte Finanzchefin Judith Hartmann. "Zugleich können wir so unsere langfristigen strategischen Prioritäten weiter konsequent umsetzen."

Apollo an Bayer-Verhütungssparte beteiligt
10:02 Uhr

Deutsche Wirtschaft verschläft KI-Transformation

Die Monopolkommission fällt in ihrem neuen Hauptgutachten, das sie am Donnerstag Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) übergeben hat, ein hartes Urteil: Deutsche Unternehmen zögern beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz, investieren zu wenig und verlieren Zeit im internationalen Wettbewerb.

"Es gibt eine gewisse Trägheit in den Unternehmen, den Schritt zur KI-Adoption zu wagen", sagte Tomaso Duso, Vorsitzender der Monopolkommission, dem „Handelsblatt“. Zugleich verlagere sich die Wertschöpfung aus Deutschland heraus. Heißt: es wird immer weniger in Deutschland hergestellt und stattdessen im Ausland eingekauft. Die Arbeitsplätze und der Gewinn von morgen werden damit nicht mehr in Deutschland geschaffen.

Deutsche Wirtschaft verschläft KI-Transformation
09:41 Uhr

Inflation schwächt sich im Juni ab - Schätzung bestätigt

Der Tankrabatt hat auch im Juni den Anstieg der Verbraucherpreise gedämpft: Die Inflationsrate schwächte sich auf 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ab, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte und damit seine erste Schätzung bestätigte. Auch Nahrungsmittel verteuerten sich nur geringfügig.

Die Preise für Energieprodukte lagen im Juni zwar 3,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat - im Mai lag die Teuerung hier aber noch bei 6,6 Prozent und im April sogar bei rund zehn Prozent. Neben der Rohölmarktentwicklung "dürfte die temporäre Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe" ein Grund für diese Entwicklung sein, erklärte das Statistikamt. Kraftstoffe allein verteuerten sich im Juni um 11,3 Prozent im Vorjahresvergleich - aber im Mai hatte das Plus 18 Prozent betragen, im April rund 26 Prozent.

Inflation schwächt sich im Juni ab - Schätzung bestätigt
09:23 Uhr

Nach Apollo-Gebot: Easyjet-Aktienkurs schießt nach oben

Die Easyjet-Aktie haussiert mit Aufschlägen von 14 Prozent auf 670 Prozent in Reaktion auf ein vorläufiges Übernahmegebot von Apollo für die Fluglinie. Apollo bietet 715 Pence und damit mehr als die 690 Pence von Castlelake. Laut Bernstein wären erhebliche Restrukturierungen notwendig, um den Apollo-Preis rechtfertigen zu können. Analysten sehen hohe kartellrechtliche Hürden.

Nach Apollo-Gebot: Easyjet-Aktienkurs schießt nach oben
09:05 Uhr

Dax leicht rötlich

Der deutsche Aktienmarkt ist mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Der Dax notierte in den ersten Minuten 0,1 Prozent leichter bei 25.082 Punkten. Der MDax gewann 0,1 Prozent. SDax und TecDax sackten um je 0,2 Prozent ab. Der Konflikt im Nahen Osten sowie die Entwicklungen im KI-Sektor bleiben die beiden Hauptimpulsgeber. Im Irankonflikt geht es wieder etwas ruhiger zu. Trotz der jüngsten Militärschläge soll es weiter Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran geben. Das tut auch dem Ölpreis gut - Brent zieht am Morgen zwar leicht an, notiert mit rund 76,50 Dollar das Fass aber auf einem unkritischen Niveau.

Stützende Impulse kommen aus dem Chipsektor. Für Beruhigung sorgen Berichte über weiterhin hohe Investitionspläne in die KI-Infrastruktur. Händler verweisen dazu auf die Ankündigung von Micron Technology, die Investitionen in die US-Speicherchipproduktion bis 2035 auf rund 250 Milliarden Dollar auszubauen.

Dax leicht rötlich
08:34 Uhr

Easyjet einigt sich mit Apollo 

Die britische Billigfluggesellschaft Easyjet hat überraschend ein Übernahmeangebot des Finanzinvestors Apollo Global angenommen. Easyjet habe der Offerte von Apollo Global über 7,15 Pfund je Aktie grundsätzlich zugestimmt, teilte die Fluggesellschaft mit.

Apollo sticht damit den US-Investor Castlelake aus, der 6,90 Pfund je Aktie für Easyjet geboten hatte. Erst am Sonntag hatte Easyjet mitgeteilt, eine Grundsatzvereinbarung mit Castlelake geschlossen zu haben, die die Fluggesellschaft mit bis zu 5,5 Milliarden Pfund (ungerechnet 6,4 Milliarden Euro) bewerte.

Easyjet einigt sich mit Apollo 
07:54 Uhr

Yen legt kräftig zu

Die Aussicht auf zusätzliche Investitionen in japanische Geldanlagen gibt der japanischen Landeswährung Yen Auftrieb. Im Gegenzug verliert der Dollar 0,5 Prozent auf 161,63 Yen. Japanische Anleihen sind ebenfalls gefragt. Dies drückt die Rendite der zehnjährigen Titel um 0,1 Prozentpunkte auf 2,775 Prozent.

Finanzminister Satsuki Katayama plant ein Maßnahmenpaket, das unter anderem den staatlichen Pensionsfonds GPIF ermutigen soll, verstärkt in heimische Wertpapiere zu investieren.

Yen legt kräftig zu
07:39 Uhr

Autobauer und Inflation im Blick

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge wenig verändert in den Handel starten. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex 0,9 Prozent höher bei 25.118,27 Punkten geschlossen. Getragen wurde die Kurserholung in Europa und den USA von einem erneuten Anstieg der Technologiewerte.

Im Fokus der Anleger stehen die Autobauer BMW und Volkswagen, die ihre Absatzzahlen vorlegen. Von besonderem Interesse sind die Verkäufe in China, wo der Markt seit Jahresbeginn unter Druck steht. Bei Volkswagen werden Börsianer die Daten auf Hinweise zum Ausmaß der geplanten drastischen Sparmaßnahmen abklopfen. Daneben stehen die endgültigen deutschen Inflationszahlen für Juni auf der Tagesordnung. Experten rechnen mit einer Teuerungsrate von 2,3 Prozent. Dies entspricht den in der vergangenen Woche veröffentlichten vorläufigen Zahlen.

Autobauer und Inflation im Blick
07:35 Uhr

VW-Aufsichtsrat lässt drängende Fragen offen

Nach der VW-Aufsichtsratssitzung am Donnerstag bleibt mehr unklar als vorher. Das ist das Fazit von Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Konkrete Beschlüsse zu Werken und Beschäftigung habe es nicht gegeben. Kommuniziert worden seien nur allgemeine Ziele, die zum großen Teil schon bekannt waren.

Für Kunden, Mitarbeiter und Kapitalgeber bedeute das: Die Unsicherheit bleibe. Einzig zur Komponentensparte gab es einen Hinweis. Die gehöre nicht mehr zum "automobilen Kerngeschäft" und solle wohl verkauft, so Dudenhöffer, oder an die Börse gebracht werden. Ob das klappt, sei jedoch offen. "Die drängenden Fragen sind durch den Aufsichtsrat nicht beantwortet worden", fasst er zusammen.

VW-Aufsichtsrat lässt drängende Fragen offen
07:09 Uhr

Veto gegen Rüstungsdeal: VW-Aktionär Katar torpediert Pläne für das Werk Osnabrück

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Bei VW könnten deutschlandweit bis zu 100.000 Stellen wegfallen. Der Betriebsrat und die IG Metall kritisieren die drastischen Sparpläne. Konkretes ist bislang jedoch nicht bekannt. (Foto: Jan Woitas/dpa)

Ein Unglück kommt bekanntlich selten allein. Als wäre Volkswagen nicht schon gebeutelt genug, gefährdet der Staatsfonds von Katar, drittgrößter Aktionär des deutschen Automobilherstellers, nun zusätzlich Hunderte VW-Arbeitsplätze in Deutschland.

Die Scheichs sollen nach "Bild"-Informationen ihr Veto gegen ein Abkommen zur alternativen Nutzung des angeschlagenen VW-Werks in Osnabrück eingelegt haben – der mögliche Vertragspartner kommt aus Israel. Katar hat Bedenken und weist auf die belasteten Beziehungen des Golfstaates zu Israel hin. Die staatseigene "Qatar Investment Authority" (QIA) hält 17 Prozent der Stimmrechte und 10,4 Prozent des gesamten Aktienkapitals von Volkswagen und bestimmt daher mit, was in Wolfsburg entschieden wird. 

Wie Volkswagen aus der Krise kommen will, blieb am Donnerstag nach der Aufsichtsratssitzung offen. Beschlüsse gab es offenbar nicht. Darüber soll erst nach der Sommerpause im Gremium gesprochen werden.

Veto gegen Rüstungsdeal: VW-Aktionär Katar torpediert Pläne für das Werk Osnabrück
06:51 Uhr

Micron und SK Hynix befeuern Asien-Börsen

Die Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) hat die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenschluss angetrieben und geopolitische Sorgen in den Hintergrund gedrängt. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Plus von 2,0 Prozent bei 69.121,02 Punkten, während der breiter gefasste Topix um 0,76 Prozent auf 4050,82 Zähler stieg. Auch in Südkorea griffen Investoren zu, was den Kospi um 4,0 Prozent nach oben klettern ließ. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verzeichnete einen Zuwachs von 1,3 Prozent.

In Japan profitierten Technologiewerte von milliardenschweren Investitionsplänen des US-Speicherchip-Herstellers Micron. Zu den größten Gewinnern im Nikkei zählten der Chip-Zulieferer Sumco mit einem Kurssprung von 15,4 Prozent sowie der Halbleiter-Tester Advantest, der 8,5 Prozent gewann. Auch der Technologie-Investor SoftBank legte um 11,3 Prozent zu. "Die japanischen Aktien haben sich an der Rally der US-Technologiewerte orientiert", sagte Marktanalyst Shuutarou Yasuda von Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Zudem stützte die Aussicht, dass staatliche Pensionsfonds künftig mehr in heimische Anlagen investieren könnten, die Stimmung am Markt.

Im Zentrum des KI-Booms stand der südkoreanische Chipkonzern SK Hynix, dessen Aktien in Seoul um 2,8 Prozent stiegen. Das Unternehmen sammelte bei seinem Börsendebüt in den USA rund 26,5 Milliarden Dollar ein. Die Papiere des heimischen Konkurrenten Samsung gewannen 3,0 Prozent. Trotz der starken Kursgewinne im Technologiesektor mahnten Experten zur Vorsicht angesichts der eskalierenden Angriffe zwischen den USA und dem Iran. 

Micron und SK Hynix befeuern Asien-Börsen
06:30 Uhr

Bleibt der Dax auf Erholungskurs?

Angesichts der ungewissen Lage in Nahost haben sich die Dax-Anleger am Donnerstag erst am Ende aus der Deckung getraut. Damit stabilisierte sich der deutsche Leitindex nach den starken Vortagesverlusten. Die Kurse pendelten lange zwischen der Hoffnung auf diplomatische Fortschritte und der Sorge vor einer weiteren Zuspitzung im Iran-Krieg, hieß auf dem Frankfurter Parkett. Doch zum Handelsende hin gewann der Dax an Fahrt.

Bleibt der deutsche Leitindex auf Erholungskurs? BMW legt seine Absatzzahlen für das erste Halbjahr vor. Das Hauptaugenmerk dürfte dabei auf den Daten aus China liegen, wo der Automarkt seit Jahresbeginn unter Druck steht. Erst Mitte Juni hatte BMW deswegen seine Gewinnprognose gesenkt und ein Sparpaket angekündigt. Auch Volkswagen liefert seine Daten. Während das Geschäft in Europa von der starken Nachfrage nach Elektroautos profitieren dürfte, dürfte es in China schlechter laufen. In den USA kommen die Zölle von US-Präsident Donald Trump dazu, die Audi und Porsche das Leben schwer machen.

Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC wird dank einer unverändert robusten Nachfrage voraussichtlich einen erneuten Umsatzsprung bekanntgeben. TSMC hat Erlöse von umgerechnet 33,8 bis 34,8 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. In der kommenden Woche will der wertvollste börsennotierte Konzern Asiens detaillierte Quartalsergebnisse veröffentlichen.

Der Preisauftrieb in Deutschland dürfte im Juni weiter an Kraft verloren haben. Klarheit bringen die endgültigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. In vorläufigen Ergebnissen wurde ein Rückgang der Teuerungsrate auf 2,3 Prozent ermittelt, nach 2,6 Prozent im Mai und 2,9 Prozent im April. Als Gründe für das weitere Abebben der Inflation im Juni gelten fallende Ölpreise und der staatliche Tankrabatt. Ob die Tendenz im Juli anhält, ist jedoch angesichts der mittlerweile ausgelaufenen Rabattregelung und der wieder neu aufgeflammten Kämpfe im Nahost-Konflikt ungewiss.

 

Bleibt der Dax auf Erholungskurs?