Dax rutscht unter psychologisch wichtige Marke
Die aus Sicht von US-Präsident Donald Trump beendete Waffenruhe im Iran-Krieg hat den Dax stark belastet. Nachdem die Rekordjagd bereits am Montag mit dem Test der 25.900er Marke abgebrochen worden war, ging es wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten.
Letztlich stand beim Dax ein Minus von 2,23 Prozent auf 24.897,45 Zähler zu Buche. Der Index der mittelgroßen Werte, der MDax, sackte um 3,40 Prozent auf 31.516,35 Zähler ab.
"Der Iran-Konflikt könnte wieder zum Taktgeber für die Risikobereitschaft der Anleger werden", kommentierte Marktanalyst Timo Emden die Verluste. "Was zuletzt wie ein Hintergrundrisiko wirkte, rückt nun wieder ins Rampenlicht und zwingt Anleger, die geopolitische Risikokarte neu zu bewerten."
Auslöser war, dass Trump die Waffenruhe im Iran-Krieg für beendet erklärt hatte, nachdem es zuvor zu gegenseitigen Angriffen samt einem Abschuss iranischer Raketen auf den Golfstaat Bahrein gekommen war. Die Ölpreise zogen kräftig an, womit die Sorgen vor Inflation, Konjunkturschwäche und Zinserhöhungen der Notenbanken wieder präsent sind.
Verlässt Lagarde die EZB, weil sie Frankreich regieren will?
Christine Lagarde lässt einen vorzeitigen Abschied von der EZB offen und sagt, Frankreich brauche im Wahlkampf eine starke europäische Stimme. In Paris wächst die Spekulation, ob sie als Überraschungskandidatin der politischen Mitte antritt.
Ölpreise steigen um sieben Prozent
Die Ölpreise klettern um mehr als sieben Prozent, nachdem US-Präsident Trump gewarnt hat, die USA würden wahrscheinlich weitere Angriffe auf den Iran durchführen und erwägen, erneut eine Seeblockade gegen Teheran zu verhängen. Brent-Rohöl steigt um 7,3 Prozent auf 79,58 US-Dollar pro Barrel, während WTI-Futures um 7,1 Prozent auf 75,43 US-Dollar pro Barrel zulegen.
Trump sagte, er glaube, sein Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran sei beendet, nachdem beide Seiten eine Reihe von Angriffen ausgetauscht und die USA eine Ausnahmegenehmigung widerrufen hätten, die Teheran den Verkauf von Öl erlaubte. "Die direkten Auswirkungen der Wiedereinführung von US-Sanktionen gegen den Iran werden wahrscheinlich begrenzt sein", sagt Hamad Hussain von Capital Economics. "Die größeren Risiken bestehen darin, dass der Iran den Verkehr durch die Straße von Hormus weiter einschränkt und/oder die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen wieder einführen."
Klassische Branchen gefragt, Tech konsolidiert
Nach dem starken Anstieg der großen Techwerte rücken jetzt auch wieder andere Branchen in den Fokus der Anleger. Was das für Anleger bedeutet, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Benjamin Feingold von Feingold Research.
Viele US-Firmen geben Zollkosten schon an Kunden weiter
Zölle dürften noch eine Weile eine inflationstreibende Kraft bleiben, schreiben Forscher der New Yorker Fed in einer neuen Studie. Umfragen zeigten, dass, obwohl viele Unternehmen die Zölle bereits vollständig an die Kunden weitergegeben hätten und keine weiteren Preiserhöhungen planten, fast die Hälfte der zollpflichtigen Unternehmen noch zusätzliche Anhebungen vorhabe, so die Forscher.
Die Weitergabe könne sich beispielsweise bei Unternehmen verzögern, die mit langfristigen Verträgen arbeiteten und die Preise erst bei einer Neufestsetzung des Vertrags ändern könnten. Einige andere Unternehmen zögen es vor, die Preise schrittweise zu erhöhen, um ihre Kunden nicht zu schockieren. Die Forscher schlussfolgern, dass "der Inflationsdruck aufgr
Energiekonzerne profitieren von steigenden Ölpreisen
Neu entflammte Sorgen über die Lage im Nahen Osten machen der Wall Street zu schaffen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung ein Prozent tiefer bei 52.424 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq büßten jeweils rund ein halbes Prozent auf 7462 und 25.716 Zähler ein. Die Ölpreise kletterten um jeweils rund fünf Prozent auf rund 75 Dollar je Fass (159 Liter). In den vergangenen Tagen waren sie auf dem Vorkriegsniveau von 70 Dollar stagniert.
Von den steigenden Ölpreisen profitierten die Aktien von Energiekonzernen. Die Papiere von Chevron und Exxon Mobil legten um jeweils rund ein Prozent zu. Dagegen belastete die Erwartung steigender Treibstoffpreise die Aktien von Fluggesellschaften und Kreuzfahrtanbietern. Die Titel von Norwegian Cruise, Alaska Air, Carnival und Royal Caribbean gaben jeweils rund drei Prozent nach.
IWF senkt wieder Erwartung für Deutschland
Angesichts der Folgen des Iran-Krieges senkt der Internationale Währungsfonds (IWF) erneut seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft. Bis einschließlich 2027 dürfte sich die Bundesrepublik schwächer entwickeln als gedacht, teilte die Organisation mit Sitz in Washington mit. Für das laufende Jahr rechnen die Experten nun mit einem Plus von 0,7 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als zuvor. Auch das Wachstum 2027 fällt laut Prognose mit 1 Prozent 0,2 Punkte niedriger aus als noch im April erwartet. Angesichts eines Wiederaufflammens des Kriegs drohen allerdings neue Belastungen für die Wirtschaften in aller Welt
Mit seiner gesenkten Prognose folgt der IWF anderen pessimistischen Vorhersagen. Sowohl die Bundesregierung als auch ihr Beratungsgremium, die "Wirtschaftsweisen", rechnen mit mageren 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Auch die Bundesbank erwartet nur noch ein Mini-Wachstum von kalenderbereinigt 0,5 Prozent. 2025 war Deutschland mit einem Mini-Plus von 0,2 Prozent nur knapp am dritten Jahr ohne Wachstum in Folge vorbeigeschrammt. .
BMW kämpft sich im E-Auto-Ranking zurück
BMW hat sich den zweiten Platz bei den Elektroauto-Neuzulassungen in Deutschland zurückgeholt. Im zweiten Quartal lag nur Platzhirsch Volkswagen vor den Münchnern, wie sich aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes errechnen lässt. Tesla, Skoda und Audi verloren dagegen im Ranking.
Klare Nummer eins ist weiter Volkswagen mit 25.600 Neuzulassungen im zweiten Quartal. Dahinter folgen BMW mit gut 19.000 und Skoda mit 18.700 vor Tesla mit 16.000, Mercedes mit 15.700 und Audi mit 12.400. Noch im ersten Quartal hatte das Ranking anders ausgesehen: Damals folgten auf VW die Marken Skoda, Tesla und Audi, BMW schaffte es nur auf den fünften Rang vor Mercedes auf Platz 6.
Nahost-Eskalation dürfte Wall Street drücken
Das von US-Präsident Donald Trump verkündete Ende des Waffenstillands zwischen den USA und dem Iran dürfte zur Wochenmitte die Wall Street erheblich belasten. Der Aktienterminmarkt deutet eine leichtere Handelseröffnung am Kassamarkt an.
Der Aussage von Trump waren neuerliche gegenseitige Angriffe vorausgegangen, offenbar ausgelöst durch iranische Angriffe auf Handelsschiffe. Darauf hatten die USA auch die Sanktionen gegen iranische Ölverkäufe wieder in Kraft gesetzt. "Die Entwicklungen haben die Bedenken hinsichtlich der Energieversorgung und des geopolitischen Risikos neu entfacht. Die jüngste Eskalation stellt die bislang ernsthafteste Bewährungsprobe für die Waffenruhe dar", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.
"Ein Szenario, das den Börsianern gar nicht gefallen wird"
Die neue Eskalation im Nahen Osten lässt den Ölpreis wieder steigen. Nach dem ausgelaufenen Tankrabatt könnte das auch für Autofahrerinnen und Autofahrer an der Zapfsäule spürbar werden. Börsenreporterin Nancy Lanzendörfer erklärt, dass das jedoch nicht die einzige Folge wäre.
Kriegsangst schickt Dax auf Talfahrt
Die Furcht vor einem Wiederaufflammen des Krieges in Nahost hat die Dax-Anleger in die Flucht geschlagen. Der deutsche Leitindex rauschte um bis zu 2,5 Prozent auf 24.830 Punkte in die Tiefe - am Montag hatte er noch eine Rekordmarke von 25.900,10 Zählern markiert.
Der EuroStoxx50 gab 2,2 Prozent nach. Die Ölpreise wiederum zogen merklich an. Nach neuen gegenseitigen Angriffen erklärte US-Präsident Donald Trump die Absichtserklärung zur Beendigung des Konflikts mit dem Iran für hinfällig. Der Nahostkonflikt sei zurück auf der Hauptbühne der Märkte, konstatierte Timo Emden von Emden Research. "Was zuletzt wie ein Hintergrundrisiko wirkte, rückt nun wieder ins Rampenlicht und zwingt Anleger, die geopolitische Risikokarte neu zu bewerten."
Apple lässt über 15 Milliarden Chips in den USA produzieren
Apple will in einem neuen Deal mit dem Halbleiter-Konzern Broadcom mehr als 15 Milliarden Chips in den USA produzieren lassen. Dabei werde es sich um Technik rund um die Anbindung zu Kommunikations-Netzen handeln, wie der iPhone-Konzern mitteilte. Für die mehr als 30 Milliarden Dollar schwere Vereinbarung sollen Broadcom-Anlagen im Bundesstaat Colorado ausgebaut und modernisiert werden. Die Unternehmen machten keine Angaben dazu, wann die neuen Kapazitäten in Betrieb gehen werden.
Die USA - und auch Europa - versuchen schon seit Jahren, mehr Chip-Produktion aus Asien zurückzuholen. Insbesondere Engpässe bei einigen Halbleiter-Produkten zu Beginn der Corona-Pandemie, die zeitweise unter anderem die Autoproduktion lahmlegten, waren ein Weckruf. Die Europäische Union und die vorherige US-Regierung von Präsident Joe Biden setzten auf Milliarden-Subventionen. Sein Nachfolger Donald Trump hingegen versucht, die Unternehmen mit Zolldrohungen zur Chip-Fertigung in den USA zu zwingen.
Nieding: Viele Fragen für Commerzbank-Kunden und Aktionäre
Die Übernahme der Commerzbank durch die Unicredit wird kommen, ist sich DSW-Anlegerschützer Klaus Nieding sicher. Mitarbeiter des Geldhauses könnten "schon mit Italienisch-Kursen anfangen". Für Kunden und Aktionäre sind indes noch viele wichtige Fragen offen.
Mercedes-Benz verkauft weniger Autos
Mercedes-Benz bekommt den Einbruch auf dem chinesischen Automarkt zu spüren. Der Stuttgarter Autobauer verkaufte nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr weltweit 1,01 Millionen Autos, das sind sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Während das Geschäft in Europa und Nordamerika anzog, ging es in China steil abwärts. Hier wurden nur noch 210.000 Autos verkauft, 28 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025.
Mercedes verwies darauf, dass es im zweiten Quartal vor allem bei den Modellen mit Verbrennungsmotor abwärts ging. "China bleibt ein zentraler Markt für Mercedes-Benz und spielt eine Schlüsselrolle in der Lokalisierungs- und Innovationsstrategie des Unternehmens", hieß es dennoch. Hoffnungsträger für das zweite Halbjahr seien neue Modelle wie die S-Klasse und der GLE.
Trotz Plus von drei Prozent außerhalb Chinas und 50 Prozent mehr BEV-Absatz im zweiten Quartal sieht Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer bei Mercedes Handlungsbedarf. "Die ganz große Herausforderung ist China. Mercedes muss schneller chinesisch werden", sagt Dudenhöffer ntv.de. Er empfiehlt dem Konzern, Teile der Entwicklung nach China zu verlagern. Vorbild sei VW mit der "In China für China"-Strategie.
VW unter Druck: Lotet Blume einen China-Deal für deutsche Werke aus?
Morgen kommt der VW-Aufsichtsrat zusammen - und dieses Thema könnte für Unruhe sorgen. Konzernchef Oliver Blume hatte bereits vor Wochen erklärt, dass VW die Produktion chinesischer Autos in deutschen Werken prüft. Auch wenn VW umgehend dementierte, steht die Frage im Raum: Soll das die neue Strategie sein?
Niedersachsens Ministerpräsident und AR-Vize Olaf Lies hatte den Vorstoß gemacht. Ziel: Auslastung der teuren Standorte sichern und Jobs retten, während chinesische Marken mit Macht in den EU-Markt drängen.
Es wäre ein Tabubruch mit Folgen. Kurzfristig würde es Hoffnung für eine bessere Auslastung sein. Auch Zulieferer wie Continental oder Schaeffler könnten davon profitieren. Langfristig jedoch besteht die Gefahr, Know-how und Marktanteile an BYD, Xpeng & Co abzugeben. Ein "Allheilmittel" wäre die Produktion von China-Autos in deutschen Werken aber nicht, wie Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer ntv.de sagt. Grund ist die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Der Standort sei im Vergleich zu Spanien und anderen Produktionsstandorten zu teuer.
An der Börse reagiert VW verhalten: Die Vorzugsaktie notiert im frühen Handel kaum verändert bei rund 102 Euro. Anleger warten ab, was morgen im AR beschlossen wird und ob die Politik mitzieht.
Daimler Truck steigert Verkäufe - doch hinter den Kulissen läuft Sparprogramm
Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck hat mehr Fahrzeuge verkauft. Die Verkäufe legten im zweiten Quartal um 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu, auf insgesamt 86.707 Lastwagen und Busse, wie das Unternehmen in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mitteilte.
Der Absatz in den USA, Kanada und Mexiko stieg um 8 Prozent auf 41.687 Nutzfahrzeuge. Mercedes-Benz Trucks steigerte seine Verkäufe um 10 Prozent auf 38.970 Einheiten. Lediglich beim Bus-Absatz musste das Unternehmen Einbußen hinnehmen. Er sank um 13 Prozent auf 6.132 Busse.
Der Nutzfahrzeughersteller steht unter Druck, weil die Geschäfte zuletzt nicht rund liefen. Der Gewinn war 2025 um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf zwei Milliarden Euro eingebrochen. US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika hatten das Geschäft stark belastet.
Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck bereits im vergangenen Jahr das Sparprogramm "Cost Down Europe" aufgelegt. Bis 2030 sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro sinken.
Unicredit nähert sich Mehrheit bei Commerzbank
Die Unicredit kommt einer Mehrheit bei der Commerzbank näher. Das Übernahmeangebot der Italiener wurde bis Ablauf am 3. Juli für 17,6 Prozent der Commerzbank-Papiere angenommen, teilte die Unicredit mit. Zusammen mit den 26,77 Prozent, die die Großbank aus Mailand schon vor der Offerte hielt, steigt der direkte Unicredit-Anteil an der Commerzbank damit auf gut 44 Prozent.
Zudem haben die Italiener über Kaufoptionen zusätzlich Zugriff auf mehr als drei Prozent der Commerzbank-Aktien und kämen so nach eigenen Angaben auf mehr als 47 Prozent.
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Trotz Ölpreisschub: Airlines halten sich stabil
Als "überraschend stabil" bezeichnen Händler die Kursverluste der europäischen Airlines angesichts des Ölpreisanstiegs. "Das ist ein Zeichen, dass der Markt die erneuten US-Angriffe auf den Iran nur als kurzfristiges Warnsignal an Teheran einstuft", so ein Händler.
IAG verlieren entsprechend nur 1,3 Prozent und Air France-KLM geben 1,8 Prozent nach. Das Minus von 3,7 Prozent bei Lufthansa sei indes ein Sonderfall und gehe auf die negative Studie der Citi zurück. Sie senkte die Aktie auf "Verkaufen". Dazu hat sich auch noch Barclays zurückhaltend zu der Airline geäußert und ihre "Underweight"-Empfehlung bestätigt.
USA verschärfen Iran-Sanktionen - Ölpreis springt an
Washington dreht den Öl-Hahn für den Iran wieder zu. Die Trump-Regierung hat die Ausnahmegenehmigung für iranische Öl-Verkäufe mit sofortiger Wirkung widerrufen. Grund ist der Raketen- und Drohnen-Beschuss auf Schiffe nahe der Straße von Hormus durch die Revolutionsgarden.
Die Ölpreise reagierten umgehend auf die Nachricht. Brent legte nach der Meldung um 2,5 Prozent zu und notierte knapp unter 75 Dollar je Barrel.
Mit dem Entzug der Lizenz vom 21. Juni entfällt der wichtigste Anreiz aus dem vorläufigen Friedensabkommen. Für Ölwerte bedeutet das neuen Rückenwind. Exxon, Chevron, Shell und BP dürften heute profitieren. Für Airlines, Logistik und Chemie wird der Treibstoff dagegen teurer. Eine Übergangsfrist für bereits genehmigte Geschäfte läuft bis 17. Juli.
KI-Zweifel belasten Asien-Börsen
Die Wall-Street-Korrektur bei Tech-Werten schwappt nach Asien über. Der japanische Nikkei-Index rutscht gut zwei Prozent unter die Marke von 67.000 Punkten, der breitere Topix gab 1,4 Prozent nach.
Grund sind Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Rallye. Besonders Chipwerte gerieten unter Druck: Tokyo Electron büßen 3,1 Prozent ein, Advantest 4,7 Prozent.
Das Vertrauen in KI-Aktien ist angeschlagen. Während Japan schwächelt, gab es in China ein anderes Bild. Dort erholten sich Chip-Werte und der CSI Semiconductor Index legte drei Prozent zu. Für den Dax bedeutet das: Auch hierzulande könnten es Tech- und Chipwerte hschwer haben.
Dax verliert zum Auftakt über ein Prozent
Der deutsche Leitindex präsentiert sich zum Handelsstart erwartungsgemäß schwächer. Der Dax verliert gut ein Prozent auf 25.185 Punkte. Die erneuten Angriffe der USA auf den Iran belasten. Auch an der Wall Street ging es am Vorabend abwärts.
Die größten Verlierer sind Deutsche Bank (-2,4 %), Vonovia SE (-2,7 %) und MTU (-3,7 %). Spitzenreiter sind Scout24 (+13 %), Eon (+0,7 %) und Siemens Energy (+0,4 %).
Auftragsschub für deutsche Elektrobranche
Gute Nachrichten für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie. Laut ZVEI sind die Auftragseingänge im Mai um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das ist der stärkste Anstieg seit zwei Jahren.
Treiber war vor allem die Nachfrage aus dem Nicht-Euro-Raum mit einem Plus von 43 Prozent. Auch inländische Kunden bestellten 7,8 Prozent mehr. Nach fünf Monaten liegt die Branche damit 8,7 Prozent über Vorjahr. Die Erlöse stiegen um 3,5 Prozent auf 93,7 Milliarden Euro. Das drüfte vor allem exportstarken Werten wie Siemens, Infineon und Sartorius RÜckenwind geben.
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Diese Aktie werfen viele Anleger vorbörslich aus ihrem Depot
Für die Lufthansa-Aktie geht es am Morgen deutlich bergab. Grund ist eine neue Verkaufsempfehlung der Citigroup. Die Analysten stufen die Aktie von "Neutral" auf "Sell".
Das heißt: Neben den ohnehin hohen Treibstoffkosten durch den gestiegenen Ölpreis kommt jetzt auch noch Druck von Analystenseite. Im frühen Frankfurter Handel verlieren die Titel 5,3 Prozent und bilden damit das Schlusslicht im MDax.
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Viel Rückenwind für Öl-Aktien
Öl- und Energiewerte dürften heute zu den Gewinnern gehören. Auslösen sind erneute US-Angriffe auf den Iran und das Wiederinkrafttreten von US-Sanktionen gegen iranische Ölexporte. Die Folge: Der Brent-Ölpreis zieht um 2,8 Prozent auf 76,22 Dollar an.
An Wall Street profitierten die Sektorwerte bereits deutlich. ExxonMobil und Chevron legten bis zu 3,8 Prozent zu. Auch europäische Titel wie Shell und BP werden mit kräftigen Gewinnen erwartet. Die Eskalation im Nahen Osten gibt dem Ölsektor neuen Schub, während konjunktursensitive Branchen unter Druck bleiben.
Kaufkraftsorgen halten an – trotz steigender Löhne
Die Mehrheit der Bundesbürger hat auch Jahre nach den Inflationsschocks durch die Corona-Pandemie und dem russischen Überfall auf die Ukraine noch das Gefühl, sich weniger leisten zu können als früher. Das geht aus einer neuen Studie des Düsseldorfer Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hervor.
59 Prozent klagen über gesunkene Kaufkraft. Nur 11 Prozent sehen es anders. Bemerkenswert: Die Befragung lief vor Beginn des Iran-Kriegs. Die inflationsbedingten Einbußen durch Gehaltssteigerungen, einen höheren Mindestlohn, eine Anhebung der Renten und eine deutlich nachlassende Teuerung sind zumindest im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt längst wieder wettgemacht. Für die Börse ist das ein Problem. Wenn die Menschen trotz höherer Löhne sparen, fehlt dem Konsum die Dynamik.
Rheinmetall legt nach Fregattenabsage Stellenaufbau auf Eis
Rheinmetall stoppt den geplanten Stellenaufbau bei der Marinesparte Naval Vessels Lürssen. Statt 1.000 neuer Jobs werden es vorerst keine. Grund: die Absage für den Fregatten-Auftrag F126 durch die Bundeswehr.
"Ohne den Auftrag können wir keinen weiteren Mitarbeiter einstellen", zitiert das Magazin "Capital" aus Unternehmenskreisen. Erst im März hatte Rheinmetall die Werft NVL von Lürssen übernommen - in der Hoffnung auf den Milliardenauftrag.
Für den Konzern ist es ein Rückschlag, aber kein Drama. Das Kerngeschäft Munition und Landfahrzeuge boomt weiter. Die Nachricht zeigt aber: Auch im Rüstungs-Boom hängt vieles an einzelnen Großaufträgen. Die Aktie war zuletzt Treiber im Dax. Heute dürfte sie auf die Nachricht reagieren.
Dax schwächer erwartet
Der deutsche Leitindex wird heute aller Voraussicht nach mit Abschlägen in den Handel starten. Grund ist die Kursentwicklung an den Terminmärkten. Am Dienstag hatte der Dax nach seiner jüngsten Rally bereits 1,4 Prozent auf 25.465 Punkte nachgegeben. Auch die Wall Street war schwach.
Neuer Belastungsfaktor ist der Nahe Osten. Nach Angriffen auf drei Tanker in der Straße von Hormus haben die USA Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Teheran hat im Gegenzug eine Öllizenz entzogen. Die Vorfälle gefährden den brüchigen Waffenstillstand.
Die Folge: Der Ölpreis zieht kräftig an. Brent und WTI verteuerten sich seit Dienstag um rund 5,5 Prozent auf 76,12 bzw. 72,31 Dollar. Das setzt vor allem den Chip-Werten und konjunktursensiblen Werten zu.
Im Fokus stehen heute Abend zudem die Fed-Protokolle. Anleger erhoffen sich Hinweise auf den weiteren Zinskurs.
Und so lief es an der Wall Street:
VW verteidigt E-Krone in Deutschland - Tesla und Premium rutschen ab
VW bleibt auch im zweiten Quartal klar die Nummer 1 bei E-Auto-Neuzulassungen in Deutschland. Laut KBA-Daten kamen 25.600 VW-Stromer neu auf die Straße. Damit baut VW den Vorsprung aus.
Dahinter folgen BMW mit 19.000 und Skoda mit 18.700. Die Verlierer: Tesla rutscht mit 16.000 Neuzulassungen auf Platz 4 ab. Auch Audi mit 12.400 und Mercedes mit 15.700 verlieren Plätze. Grund laut Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer: Tesla hat mit Preissenkungen bei Model 3 und Y zwar Volumen geholt, aber an Marge verloren.
Das Ranking dreht sich damit zugunsten der Volumenhersteller: Die Massenmarken gewinnen, die Premium- und Nischenmarken verlieren. Chinesische Marken wie BYD, Leapmotor und MG holen zwar auf, spielen aber noch eine kleine Rolle. Für die Börse: VW profitiert vom Modellfeuerwerk, während Tesla und die deutschen Premium-Marken im E-Markt Marktanteile abgeben.
Hier mehr Lesestoff zu VW vor der mit Spannung erwarteten Aufsichtsratssitzung morgen:
Eskalation im Nahen Osten treibt Ölpreis
Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran treibt heute den Ölpreis in die Höhe. Nach US-Luftangriffen auf Ziele im Iran und der Wiedereinführung von Sanktionen gegen iranische Ölexporte fürchten Anleger eine Störung der Lieferketten im Nahen Osten. "Offensichtlich mag der Markt diese Angriffe nicht, aber es ist auch keine ausgewachsene Panik", sagte Jason Wong, Stratege bei der Bank of New Zealand.
Die Anfälligkeit des Marktes sei jedoch wegen der weltweit niedrigen Reserven hoch. Daten aus dieser Woche zeigten, dass die strategischen Ölreserven der USA auf den niedrigsten Stand seit 1983 gefallen sind.
Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 2,3 Prozent auf 75,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 2,4 Prozent fester bei 72,12 Dollar.
Kriegt der Dax wieder die Kurve?
Negativ aufgenommenen Geschäftszahlen von Samsung haben am Dienstag für schlechte Stimmung an den Börsen gesorgt. An der Frankfurter Börse ging es mit dem Dax nach unten. Nun stelle sich die Frage, ob die jüngste Dax-Rally genügend Substanz für weitere Höchststände hat oder ob zunächst Gewinnmitnahmen den Takt vorgeben, sagte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research. Angesichts der anhaltenden geopolitischen Risiken wirken neue Bestmarken für viele Anleger laut Emden "erklärungsbedürftig".
Kann sich der deutsche Leitindex wieder auf Rekordjagd begeben? Was liegt heute an? Kurzum: nicht viel. Der Internationale Währungsfonds (IWF) will neue Prognosen für die Weltwirtschaft veröffentlichen. Dabei dürfte sich zeigen, wie stark der Nahost-Krieg die Wirtschaft bremst und wie stark er die Inflation anheizt. Neue Technologien wie KI könnten einen Teil davon ausgleichen. Deutschland dürfte 2026 und 2027 angeschoben von staatlichen Investitionen deutlicher wachsen als in den vergangenen Jahren.
Die US-Notenbank Fed veröffentlicht die Protokolle der ersten Zinssitzung unter Leitung des neuen Chefs Kevin Warsh. Anleger hoffen auf Einblicke in die internen Diskussionen über den weiteren geldpolitischen Kurs. Die Währungshüter hatten den Leitzins auf der Sitzung im Juni konstant gehalten, aber eine mögliche Straffung im Jahresverlauf avisiert. Warsh hat sich allerdings nicht an dem von den Notenbankern erstellten Zinsausblick beteiligt. Er hat überdies eine Reform der Fed angekündigt, die in mehreren Arbeitsgruppen vorbereitet werden soll.