Wirtschaft

Drei Plätze gutgemachtBMW springt bei E-Auto-Zulassungen in Deutschland auf Rang zwei

08.07.2026, 07:27 Uhr
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Der iX3 von BMW auf der Münchner Automesse 2025. (Foto: picture alliance / M.i.S.)

Auf dem Spitzenplatz bei neu zugelassenen E-Autos in Deutschland ändert sich nichts - dort thront Volkswagen. Aber dahinter gibt es Bewegung. BMW schiebt sich an Skoda, Tesla und Audi vorbei auf Rang zwei. Dabei dürften gesunkene Preise eine wichtige Rolle spielen.

BMW hat sich den zweiten Platz bei den Elektroauto-Neuzulassungen in Deutschland zurückgeholt. Im zweiten Quartal lag nur Platzhirsch Volkswagen vor den Münchnern, wie sich aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes errechnen lässt. Tesla, Skoda und Audi verloren dagegen im Ranking.

Klare Nummer eins ist weiter Volkswagen mit 25.600 Neuzulassungen im zweiten Quartal. Dahinter folgen BMW mit gut 19.000 und Skoda mit 18.700 vor Tesla mit 16.000, Mercedes mit 15.700 und Audi mit 12.400.

Noch im ersten Quartal hatte das Ranking anders ausgesehen: Damals folgten auf VW die Marken Skoda, Tesla und Audi, BMW schaffte es nur auf den fünften Rang vor Mercedes auf Platz 6. Audi und Skoda gehören ebenfalls zum VW-Konzern.

Auch wenn Tesla aktuell keinen Treppchenplatz mehr einnimmt, schneidet die Marke von Elon Musk dennoch sehr viel besser als vor einem Jahr. Damals hatte sie auch wegen des politischen Engagements von Musk deutlich an Absatz eingebüßt. Nun hat Tesla im ersten Halbjahr schon etwa eineinhalbmal so viele Autos in Deutschland verkauft wie im Gesamtjahr 2025.

Teslas "alte Autos" dank Rabatten konkurrenzfähig

Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer führt das auch auf starke Preissenkungen zurück. Um den Jahreswechsel herum seien Teslas Model 3 und Model Y um mehrere tausend Euro billiger geworden, sagt er. "Das sind relativ alte Autos, aber mit den Preisen sind sie wettbewerbsfähig - das sieht man auch in den Zulassungszahlen."

Preise könnten auch BMW geholfen haben, sagt Dudenhöffer. Bei den Münchnern sehe man derzeit hohe Rabatte. BMWs Neue Klasse zumindest dürfte noch keine Rolle gespielt haben, ihre Auslieferungen sind noch nicht auf breiter Front angelaufen.

Chinesische Hersteller spielen eine noch kleine, aber wachsende Rolle auf dem deutschen Auto- und speziell dem Elektroautomarkt. BYD kommt im zweiten Quartal auf gut 6000 Elektroauto-Neuzulassungen, Leapmotor auf fast 5000 und MG Roewe und XPeng auf mehr als 2000.

Zusammen kommen sie damit in eine ähnliche Dimension wie Mercedes und weisen durch die Bank hohe Wachstumsraten auf. Zumindest im zweiten Quartal musste BYD allerdings einen kleinen Rückschlag einstecken: Die Marke fiel nach Platz 12 im ersten Quartal auf Rang 13. Leapmotor sprang dagegen von 18 auf 15.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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