Was macht der Dax heute?
Der Dax wird der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge heute mit wenig Bewegung in den Handel starten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex seinen Rekordlauf vom Donnerstag fortgesetzt und zwischenzeitlich ein Rekordhoch von 25.826 Zählern erreicht.
Für gute Stimmung an den Börsen sorgten Spekulationen auf vorerst ausbleibende Zinserhöhungen in den USA. Im Mittelpunkt heute steht die Konjunktur. Die Anleger warten unter anderem auf die Einzelhandelsumsätze und die Erzeugerpreise für die Eurozone sowie die Auftragseingänge in der deutschen Industrie im Mai. Diese dürften zeigen, wie stark die Verunsicherung durch den Iran-Krieg und die höheren Energiepreise die Geschäfte gebremst haben.
Zudem steht das Barometer der Beratungsfirma Sentix für Juli auf der Agenda. Dieses zeigt an, wie Börsianer auf die Konjunktur in der Eurozone blicken. In den USA rücken die Einkaufsmanagerindizes für Juni in den Fokus der Anleger. Ebenfalls zum Wochenstart will das Bundeskabinett den Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 und die Finanzplanung bis 2030 beschließen. Verabschiedet wird der Haushalt jedoch erst Ende November vom Bundestag.
SpaceX wird in weiteren Top-Index aufgenommen
Heute und morgen bekommen zahlreiche ETF-Anleger die Aktie von SpaceX in ihr Depot gebucht. Das Papier wird heute in den Index Russell-1000 aufgenommen. Morgen steigt es auf Basis eines neu eingeführten Schnellverfahrens auch in den Nasdaq-100-Index auf. In den breiteren Nasdaq-Composite war das Papier bereits mit dem Börsengang aufgenommen worden. Bis zur nächsten regulären Index-Überprüfung wird der Nasdaq-100-Index nun 101 Werte enthalten.
Südkoreas Aktienmarkt hat einen Lauf
Die Aussicht auf starke US-Quartalszahlen und nachgebende Ölpreise haben den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenstart Auftrieb verliehen. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.
In Südkorea legte der Leitindex Kospi um 2,2 Prozent zu. Anleger setzten vor allem auf Gewinne im Technologiesektor durch den anhaltenden Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI). Präsident Lee Jae Myung hatte eine drastische Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für geplante Mega-Projekte in der Halbleiter- und KI-Industrie gefordert, um die globale Dominanz des Landes zu sichern. "In dieser Situation scheint das Ergebnis davon abzuhängen, wer sich schneller bewegt und wer sich zuerst den Vorsprung sichert", sagte Lee. "Nur die Geschwindigkeit zählt."
Davon profitierte SK Hynix: Die Aktien stiegen um ein Prozent. Der Speicherchip-Hersteller kündigte an, über Bezugsrechte an der US-Technologiebörse Nasdaq Aktien im Wert von rund 28 Milliarden Dollar auszugeben. Auch Samsung Electronics standen vor der Vorlage von Quartalszahlen im Fokus.
In Japan zeigte sich ein gemischtes Bild. In Tokio gab der technologielastige Nikkei-Index leicht um 0,1 Prozent nach. Der breiter gefasste Topix gewann hingegen 0,5 Prozent und verzeichnete damit den sechsten Gewinntag in Folge
"Diese Faktoren, kombiniert mit dem Abwärtstrend bei den Rohölpreisen nach der Opec+-Entscheidung vom Wochenende, die Produktion zu erhöhen, scheinen die Stimmung der Anleger zu stützen", so Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. Zu den Gewinnern zählten Industrie- und Transportwerte: Kawasaki Heavy Industries sprangen um 7,6 Prozent nach oben, Mitsubishi Heavy Industries gewannen 5,9 Prozent.
Öl wird billiger
Die Ölpreise fallen. Grund ist die Entscheidung der OPEC+, die Produktion erneut zu erhöhen.
Nach einem virtuellen Treffen am Sonntag hatte die Gruppe mitgeteilt, sie werde die Produktion im August um etwa 188.000 Barrel pro Tag anheben. Dies ist die fünfte monatliche Erhöhung in Folge.
Die WTI-Rohöl-Futures zur Lieferung im nächsten Monat fallen um 0,6 Prozent auf 68,29 US-Dollar pro Barrel; die Brent-Rohöl-Futures zur Lieferung im nächsten Monat fallen um 0,7 Prozent auf 71,64 US-Dollar pro Barrel.
"Trotz der Wiedereröffnung der Straße [von Hormus] könnten die Mitglieder aufgrund der anhaltenden Risiken für ihre Schiffe Schwierigkeiten haben, die zusätzliche Kapazität zu nutzen", schreiben die Analysten von ANZ Research jedoch in einem Bericht. "Am Wochenende wurde beobachtet, wie mehrere Schiffe plötzlich umkehrten, als sie versuchten, die Meerenge auf der omanischen Route zu durchfahren", stellen die Analysten fest.