Dienstag, 02. April 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Autowerte treiben Dax auf die Überholspur

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(Foto: picture alliance / dpa)

Na, das ist ja heute doch noch etwas geworden mit dem Dax. Der Frankfurter Leitindex fand nach einem lahmen vormittäglichen Handel dann doch noch den richtigen Weg nach oben. Besonders gefragt waren die konjunkturabhängigen Autoaktien.

Der Dax gewann 0,6 Prozent und schloss bei 11.755 Punkten. Der MDax legte um 0,4 Prozent auf 25.155 Zähler zu. Der TecDax stieg um 0,1 Prozent auf 2720 Stellen. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,3 Prozent auf 3396 Punkte. Das Brexit-Drama bremste den deutschen Aktienmarkt damit kaum noch.

Continental verteuerten sich an der Dax-Spitze um 2,3 Prozent, BMW um 2,2 Prozent. Die Verliererseite im Dax wurde von Henkel angeführt. Der Titel fiel um 2,0 Prozent auf 88,80 Euro. Die Analysten von Warburg haben die Kaufempfehlung zurückgezogen und raten nur noch zum "Halten", das Kursziel haben sie auf 97 von 105 Euro zurückgenommen. Auch Deutsche Post standen mit einem Minus von 1,4 Prozent auf der Verliererseite ganz oben. Hier waren es die Analysten der Citibank, die den Titel auf "Halten" von "Kaufen" abgestuft haben.

Das war's für heute. Ich wünschen Ihnen einen entspannten Abend.

17:07 Uhr

Euro gibt nach - türkische Lira unter Druck

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,12

Der Eurokurs ist heute unter die Marke von 1,12 US-Dollar gefallen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,1187 US-Dollar. Das war der niedrigste Stand seit etwa vier Wochen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1200 (Montag: 1,1236) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8929 (0,8900) Euro.

Besonders unter Druck stand die türkische Lira. Gegenüber dem US-Dollar gab sie um knapp zwei Prozent nach. Am Markt wurde die Bewegung mit neuerlichen Spannungen zwischen den USA und der Türkei begründet. Hintergrund ist der Erwerb eines russischen Luftabwehrsystems durch die Türkei. Aus diesem Grund haben die USA die Lieferung von Material für F-35-Kampfjets an die Türkei ausgesetzt.

16:45 Uhr

Zahlen von Delta Air Lines beflügeln Luftfahrtwerte

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(Foto: imago/Rüdiger Wölk)

Überzeugende Zahlen von Delta Air Lines geben der Luftfahrtbranche Auftrieb. Die Aktien der US-Fluggesellschaft stiegen um bis zu 5,5 Prozent und steuerten auf den größten Tagesgewinn seit eineinhalb Jahren zu. In ihrem Windschatten legten die Titel von American Airlines, United Continental und Southwest bis zu 3,5 Prozent zu.

Die Papiere der europäischen Konkurrenten Lufthansa, Air France-KLM und der British Airways-Mutter IAG gewannen jeweils etwa ein Prozent. Vorläufigen Berechnungen zufolge übertraf Deltas Gewinn im ersten Quartal die Erwartungen von Analysten. Der Umsatz sei statt der angepeilten vier bis sechs Prozent wohl um sieben Prozent gestiegen, teilte die zweitgrößte US-Fluggesellschaft mit.

16:27 Uhr

HSBC ist drittgrößte Depotbank in Deutschland

HSBC Holdings
HSBC Holdings 601,60

Die Deutschland-Tochter der britischen Großbank HSBC rechnet mit einem weiterhin kräftig wachsenden Geschäft für Wertpapierdienstleistungen. Der Trend zum Outsourcing verstärke sich, sagte Bereichschefin Gina Slotosch. Schon in den nächsten Monaten werde HSBC Deutschland bei den verwahrten Vermögen die Marke von 250 Milliarden Euro knacken. Im vergangenen Jahr kletterten sie auf 221 Milliarden Euro.

HSBC rückte damit in Deutschland auf den dritten Platz der größten Verwahrstellen hinter BNP und StateStreet vor, nachdem sie 2017 noch auf dem sechsten Platz gelandet war.

16:14 Uhr

Wall Street geht etwas leichter in den Handel

Nach der jüngsten Kursrally scheuen Anleger vorerst weitere Käufe an der New Yorker Wall Street. Die Kursgewinne seien etwas überzogen gewesen, sagte Scott Brown, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Raymond James. Schließlich zeichneten die Konjunkturdaten kein einheitliches Bild der weiteren Wachstumsaussichten. Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 bröckelten zur Eröffnung um bis zu 0,3 Prozent ab.

Die Auftragseingänge für langlebige US-Güter gingen im Februar zwar um 1,6 Prozent zurück. Analysten hatten allerdings ein Minus von 1,8 Prozent erwartet.

Bei den Unternehmen stand Börsen-Debütant Dow im Rampenlicht. Die Aktien der Abspaltung des Chemie-Konzerns DowDuPont stiegen um 3,7 Prozent auf 55,50 Dollar. DowDuPont, 2017 aus der 130 Milliarden Dollar schweren Fusion von Dow Chemical und DuPont hervorgegangen, will sich in drei Unternehmen - Dow, DuPont und Corteva Agriscience - aufteilen.

15:59 Uhr

IWF-Chefin: Weltwirtschaft hat heiklen Punkt erreicht

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Christine Lagarde

(Foto: picture alliance / Christina Sab)

Müssen wir uns Sorgen machen? Die Weltwirtschaft befindet sich nach Darstellung von IWF-Chefin Christine Lagarde in einer heiklen Phase. Die Wachstumsgeschwindigkeit verlangsame sich weiter - unter anderem wegen anhaltender Handelsspannungen, sagte die Französin. Andererseits wirkten sich die geduldigere Notenbankpolitik etwa in den USA sowie die stimulierende Geldpolitik in China positiv auf die Konjunktur aus.

Lagarde warnte vor einer weiteren Verschärfung des Handelskrieges zwischen China und den USA. Sollten die USA Sonderzölle auf alle Warenimporte aus China erheben, würde dies die Wirtschaftsleistung in den USA um 0,6 Prozentpunkte verringern - in China sogar um 1,5 Punkte, wie der IWF errechnete.

15:41 Uhr

n-tv Zertifikate: So viel kostet eine Absicherung

Der Dax ist zuletzt langsam aber sicher immer weiter nach oben geklettert. Aber ist die Erholung von Dauer oder drohen schon bald Rücksetzer? Und wie könnte sich der Anleger davor schützen? Darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Metin Simsek von der UBS.

15:26 Uhr

Rückkehr von Superdry-Gründer missfällt Anlegern

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die mögliche Rückkehr des Firmengründers in den Vorstand der britischen Textilhandelskette Superdry hat für Unruhe bei Aktionären gesorgt. Die Titel verloren an der Börse in London 3,7 Prozent auf 528 Pence und waren einer der schwächsten Werte im britischen Kleinwerteindex.

Der frühere Firmenboss Julian Dunkerton hatte den Hersteller von Kapuzenpullis und Jacken vor rund einem Jahr verlassen, nachdem er sich mit dem restlichen Management wegen der Strategie von Superdry überworfen hatte. Auf der Hauptversammlung des Unternehmens stimmten knapp über die Hälfte der Aktionäre dafür, dass Dunkerton in den Konzern zurückkommt.

15:07 Uhr

Kauf von Unitymedia durch Vodafone würde wohl durchgehen

Die geplante milliardenschwere Übernahme des Kabelkonzerns Unitymedia durch Vodafone trifft Insidern zufolge bei den EU-Kartellwächtern kaum auf Bedenken. Es gebe weder schwerwiegende Befürchtungen für den Wettbewerb im Kabelmarkt in Deutschland noch für das Festnetz- und Mobilfunkgeschäft in Tschechien, hieß es.

Allerdings könne der Deal Auswirkungen auf das Verhältnis zu Rundfunkanstalten, das DSL-Angebot sowie den Wettbewerb auf dem Fernsehmarkt haben. Der Telekomkonzern Vodafone, der bereits Kabel Deutschland betreibt, will Liberty Global deren Kabel-Geschäft in Deutschland und Osteuropa für 18,4 Milliarden Euro abkaufen.

14:46 Uhr

Kommt der No-Deal-Brexit? Ford tätigt bereits Ausgaben

Das Logo von Ford ist an einer Wand zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Das Logo von Ford ist an einer Wand zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Ford steckt nach Angaben seines Europachefs Steven Armstrong bereits zweistellige Millionen-Summen in Vorkehrungen für einen möglichen Brexit ohne Abkommen. Dazu zählten Maßnahmen zum Ausgleich von Währungsschwankungen und die Umschichtung von Lagerbeständen zwischen einzelnen Ländern. Im besten Falle werde man das Geld am Ende umsonst für solche Zwecke ausgegeben haben, sagt Armstrong.

Ford stellt Motoren in Großbritannien und Autos in Deutschland her. Der US-Konzern hat gewarnt, auf ihn könnten bei einem harten Brexit Zollkosten in Höhe von einer Milliarde Dollar zukommen.

14:26 Uhr

Russischer Milliardär kauft Metro-Rivalen Lenta

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Alexej Mordaschow

(Foto: imago images / ITAR-TASS)

Der russische Milliardär Alexej Mordaschow will die größte russische Groß- und Einzelhandelskette Lenta in einem Deal im Volumen von insgesamt 1,75 Milliarden US-Dollar übernehmen. In einem ersten Schritt kauft er über sein Investmentvehikel Severgroup nach eigenen Angaben zunächst einen Anteil von 41 Prozent an dem Metro-Wettbewerber zum Preis von 3,60 Dollar je Global Depository Receipt (GDR) oder 18 Dollar je Aktie. Im Anschluss daran soll den restlichen Aktionären ein Pflichtangebot zum selben Preis je GDR und Aktie gemacht werden.

Eine 34-prozentige Beteiligung an Lenta kauft Severgroup vom US-Private-Equity-Investor TPG Capital und weitere 7 Prozent von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Mordaschow ist Hauptaktionär und Präsident des russischen Stahlriesen Severstal PAO.

14:06 Uhr

Dax zieht an - Autotitel bauen Gewinne aus

Dax
Dax 12.633,60

Die Kurse an den europäischen Aktienmärkten haben den Gang nach oben angetreten. In Frankfurt stieg der Dax am frühen Nachmittag um 0,6 Prozent auf 11.751 Punkte. Der MDax gewann 0,5 Prozent auf 25.188 Zähler, der TecDax um 0,2 Prozent 2721 Stellen. Der EuroStoxx50 legte um 0,4 Prozent auf 33400 Punkte zu.

Gestützt wird die Stimmung auf dem Börsenparkett vom anhaltenden Erholungskurs der Autotitel. So verteuerten sich Continental um 2,9 Prozent. BMW stiegen um 2,4, Daimler und VW um je 1,1 Prozent. Etwas gebremst wurde die Kauflust laut Händlern von der hohen Unsicherheit um den Brexit.

13:38 Uhr

Morgen Warnstreiks bei Deutscher Bank und Coba

Im deutschen Bankensektor spitzt sich der Tarifstreit zu. Vor der dritten Verhandlungsrunde für rund 200.000 Beschäftigte bei den privaten und öffentlichen Banken, die am 11. April stattfindet, hat die Gewerkschaft Verdi Bankbeschäftigte zu Warnstreiks an verschiedenen Orten und Tagen aufgerufen. So werden morgen beispielsweise die Mitarbeiter der Deutschen Bank, Commerzbank und der Hamburger Sparkasse ganztägig die Arbeit niederlegen. Am Freitag wird es Streiks in Berlin und anderen Städten geben.

Wie laufen die Bankenaktien eigentlich? Deutsche Bank legten um 0,6 Prozent zu. Commerzbank verteuerten sich um 0,5 Prozent.

13:10 Uhr

Chaos-Brexit: Brüssel sorgt sich um die Finanzmärkte

Nach den beruhigenden Tönen eines EZB-Ratsmitglieds am Morgen warnt die EU-Kommission nun vor den Folgen eines ungeordneten Brexit für die Finanzmärkte.

  • "Wir werden nicht in der Lage sein, alle möglichen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen abzumildern. Es wird zu Störungen kommen", sagt Finanzdienstleistungskommissar Valdis Dombrovskis im EU-Parlament in Brüssel. "Es könnte auch die Liquidität betreffen."

Auch aus Sicht von Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire steuert Großbritannien auf einen harten Brexit zu.

  • "Die Briten haben die Entscheidung getroffen, die Europäische Union zu verlassen, es liegt an ihnen, Wege zu einem Abkommen zu finden", sagte er.
  • "Im Moment können sie sich nicht auf ein solches Abkommen einigen. Also steuern wir auf einen Brexit ohne Deal zu."
12:53 Uhr

Swatch bekommt im Markenstreit mit Apple Recht

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(Foto: picture alliance / Peter Kneffel)

Das Urteil ist gesprochen: Ein Schweizer Gericht hat Swatch in einem Markenrechtsstreit mit dem US-Technologiekonzern Apple den Rücken gestärkt. Konkret geht es um den Slogan "Tick different", den Swatch als Marke schützen wollte. Das sah Apple jedoch als Angriff auf die Werbekampagne "Think different", die der US-Konzern lanciert hatte und setzte sich dagegen zur Wehr.

Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht erklärte nun, die Marke von Apple sei in der Schweiz nicht ausreichend bekannt, um einen Widerruf des US-Konzerns zuzulassen. "Damit ist die Beschwerde abzuweisen", hieß es.

12:30 Uhr

Leichte Abgaben an der Wall Street erwartet

Nach den kräftigen Gewinnen zu Wochenbeginn dürfte die Wall Street mit einem leichten Minus in den heutigen Handel starten. Überraschend gute Konjunkturdaten aus China hatten den Dow-Jones-Index und den S&P-500 auf neue Jahreshochs geführt. Doch nun fehlen die Impulse für Anschlusskäufe. So wartet der Markt auf die Weiterführung der Handelsgespräche zwischen den USA und China.

Daneben bleibt das Brexit-Chaos weiterhin ungelöst. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell mit einem Minus von 0,1 Prozent.

Bei den Einzelwerten könnte erneut die Boeing-Aktie im Fokus stehen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat von dem Flugzeugbauer Nachbesserungen am Softwareupdate für Maschinen vom Typ 737 Max 8 gefordert. Es sei noch "zusätzliche Arbeit" nötig, erklärte die FAA.

12:05 Uhr

China reformiert Umsatzsteuer - Apple lässt Preise purzeln

Zahlreiche westliche Luxusgüter-Hersteller von Apple bis Luis Vuitton senken in China ihre Preise. Sie reagieren damit auf die zu Monatsbeginn in Kraft getretene Kürzung der Umsatzsteuer. iPhone-Kunden von Apple können sich über Preisabschläge von bis zu 500 Yuan (74,44 Dollar) freuen, wie aus Online-Preislisten des Unternehmens hervorgeht.

Im Januar hatten chinesische Elektronik-Händler iPhones bereits mit Rabatten angeboten, um die Nachfrage anzukurbeln. Örtlichen Medienberichten zufolge sollen nun auch Premium-Produkte von Luis Vuitton und Gucci im Einzelhandel um rund drei Prozent günstiger zu haben sein.

11:52 Uhr

Dauerbrenner Brexit hemmt Börsianer - Bitcoin hebt ab

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(Foto: picture alliance / dpa)

Wie sieht es in Frankfurt aus? Die Lage auf dem dortigen Börsenparkett ist unverändert. Die Händler sind aus Furcht vor einem ungeordneten EU-Ausstieg der Briten weiter mit angezogener Handbremse unterwegs. Dax und EuroStoxx50 kamen am Mittag mit 11.687 beziehungsweise 3387 Punkten kaum vom Fleck.

Das britische Pfund verlor knapp ein halbes Prozent auf 1,3052 US-Dollar. Die Augen auf sich zog die Kryptowährung Bitcoin mit einem Kursgewinn von bis zu 23 Prozent. Erstmals seit November knackte der Kurs der größten und bekanntesten Cyberdevise an der Börse Bitstamp die Marke von 5000 Dollar, bröckelte danach aber wieder etwas ab.

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11:31 Uhr

Salzgitter startet gut ins Jahr - Aktie gesucht

Salzgitter
Salzgitter 16,11

Positiv sind an der Frankfurter Börse die Aussagen von Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann aufgenommen worden. Dieser soll nach Aussage eines Händlers am Rande der Hannover Messe von einem ganz ordentlichen Geschäft im ersten Quartal gesprochen haben.

Bei steigenden Stahlpreisen werden die Aussagen des CEO an der Börse dahingehend gewertet, dass der Ebit-Ausblick möglicherweise etwas konservativ sei. Die Titel legten im MDax um 2,8 Prozent zu.

11:11 Uhr

Türkische Lira fällt nach US-Lieferstopp von Jet-Ausrüstung

Türkische Lira / US-Dollar
Türkische Lira / US-Dollar ,17

Der Streit zwischen der Türkei und den USA über den Kauf eines russischen Luftabwehrsystems lastet auf der türkischen Währung. Ein US-Dollar verteuerte sich am Vormittag um 2,1 Prozent auf 5,60 Lira. Die US-Regierung stoppte wegen des Konflikts die Lieferung von Kampfjet-Ausrüstung an die Türkei.

Es war der erste konkrete Schritt der USA, die Lieferung der F-35-Jets an den Nato-Verbündeten zu unterbinden. Die Regierung in Ankara hat die Kritik der Nato-Verbündeten an dem 2017 angekündigten Kauf zurückgewiesen.

Experten sehen die tief in der Rezession steckende Türkei vor einer ungewissen Zukunft und schließen ein erneutes Börsenbeben nicht aus.

10:50 Uhr

Thyssen und Tata machen Zugeständnisse für Stahlfusion

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 12,96

Der Industriekonzern Thyssenkrupp und der indische Stahlproduzent Tata haben bei den EU-Wettbewerbshütern Zugeständnisse für ihre Stahlfusion gemacht. Diese seien in der vergangenen Nacht eingetroffen, hieß es aus der EU-Kommission in Brüssel. Nähere Details wurden zunächst nicht bekannt. Das Prüfverfahren könnte nun bis Juni dauern. Bislang war von Mitte Mai die Rede.

Die Brüsseler Behörde hatte Ende Oktober eine eingehende Prüfung des Vorhabens eingeleitet. Vor allem bei Stahlzulieferungen an die Automobilindustrie könne es zu Beeinträchtigungen des Wettbewerbs kommen, hieß es.

10:33 Uhr

Singapore Airlines lässt Boeings "Dreamliner" am Boden

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(Foto: AP)

Als ob Boeing mit 737 Max 8 schon genug Probleme hätte: Nun sorgen die beim Langstreckenjet 787 "Dreamliner" die Triebwerke des britischen Herstellers Rolls-Royce für Probleme. Die Fluggesellschaft Singapore Airlines lässt zwei Maschinen des Typs wegen vorzeitiger Abnutzung der Triebwerksschaufeln vorerst am Boden.

Das Unternehmen hatte in Absprache mit Rolls-Royce die Maschinen der Reihe vorsichtshalber genauer untersucht. Die beiden jetzt außer Betrieb genommenen Jets in der Langversion 787-10 sollen nun komplett neue Antriebe erhalten. Den Angaben zufolge hat Singapore Airlines die Überprüfung all ihrer Jets vom Typ 787-10 inzwischen abgeschlossen. Bis morgen sollen die Untersuchungen auch bei der kürzeren Version 787-9 beendet sein.

10:21 Uhr

Dax ruht sich nach starkem Wochenstart aus

Dax
Dax 12.633,60

Frankfurt vermeldet einen ruhigen Handel. Nach seinem starken Wochenstart lässt es der Dax heute etwas langsamer angehen. Binnen der ersten Handelsstunde pendelte der deutsche Leitindex um seinen Vortagesschluss. Zuletzt notierte er mit plus 0,1 Prozent bei 11.689 Punkten. Der EuroStoxx50 kam ebenfalls kaum vom Fleck.

Anders als der gestrige Tag, an dem starke internationale Konjunkturdaten die Börsen angeschoben hatten, sind von dieser Seite im heutigen Handelsverlauf nur wenige Impulse zu erwarten.

10:14 Uhr

Rosenmontag bremst deutschen Automarkt aus

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Pkw-Nachfrage in Deutschland hat einem Brancheninsider zufolge im März an Schwung verloren. Im vergangenen Monat seien die Neuzulassungen um ein halbes Prozent geschrumpft auf rund 345.500 Fahrzeuge, nach einem Plus von fast drei Prozent im Februar, sagte er.

Grund für den überraschenden Rückgang sei vermutlich der Rosenmontag zu Monatsanfang gewesen, durch den einige tausend Fahrzeuge weniger verkauft worden seien. Der Auftragseingang sei besser als die Neuzulassungszahlen besagen, sagte der Insider.

09:52 Uhr

Bitcoin knackt 5000-Dollar-Marke

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Preis für Bitcoin hat erstmals seit November die Marke von 5000 US-Dollar geknackt. Der Kurs der bekanntesten und größten Kryptowährung kletterte an der Luxemburger Börse Bitstamp zeitweise um 23 Prozent auf 5076 Dollar.

Auch andere Cyberdevisen waren gefragt. So zog der Preis für die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum um gut zehn Prozent auf 155 Dollar an. Ein Grund für die stärkere Nachfrage nach den digitalen Münzen war zunächst nicht erkennbar.

*Datenschutz

09:32 Uhr

Euronext und Nasdaq ringen um Börse Oslo

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(Foto: picture alliance / Patrick Pleul)

Im Bieterwettstreit um die Börse Oslo hat die Euronext das eigene Übernahmeangebot bis Anfang Mai verlängert. Aktionäre der Oslo Bors VPS könnten nun ihre Anteile bis zum 6. Mai andienen, teilte die Euronext mit. Die bereits zuvor verlängerte Frist endete gestern. Die restlichen Bestandteile des Angebots, wie der Gebotspreis von 152 Kronen je Aktie, blieben unverändert. Euronext habe bereits Zugriff auf 53,1 Prozent der Börse-Oslo-Anteile.

Die Skandinavier bevorzugen jedoch weiter die Offerte der Nasdaq und begründen dies mit der strategischen Ergänzung beider Börsen. Die Amerikaner bieten ebenfalls 152 Kronen je Aktie. Mit den Offerten wird die Börse Oslo mit knapp 700 Millionen Euro bewertet.

09:22 Uhr

Thales schließt Gemalto-Übernahme ab

Der französische Rüstungskonzern Thales hat die Milliardenübernahme des niederländischen Chipkartenherstellers Gemalto abgeschlossen. Dank des Zukaufs kommt Thales eigenen Angaben zufolge künftig auf einen Jahresumsatz von rund 19 Milliarden Euro. Mit der Übernahme könne es das Unternehmen in den Bereichen digitale Identität und Sicherheit nun auch weltweit mit den führenden Unternehmen aufnehmen, sagte Thales-Chef Patrice Caine.

Die Franzosen hatten die Übernahme für 51 Euro je Aktie beziehungsweise knapp 4,8 Milliarden Euro im Dezember 2017 angekündigt. Gemalto soll bei den Franzosen künftig als siebte Division unter dem Namen Digital Identity and Security firmieren.

09:12 Uhr

Dax hält trotz Brexit-Wirrwarrs den Kopf hoch

Dax
Dax 12.633,60

Brexit-Drama hin, Brexit-Drama her: Der deutsche Aktienmarkt ist mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dax legte 0,1 Prozent auf 10.689 Punkte zu. Der MDax stieg um 0,3 Prozent auf 25.140 Zähler. Der TecDax ging um 0,2 Prozent auf 2722 Stellen hoch.

So ist die Lage, verehrte Leser. Mein Name ist Wolfram Neidhard, und ich begleite Sie durch das heutige Marktgeschehen.

08:48 Uhr

EZB-Ratsmitglied: Finanzbranche auf harten Brexit vorbereitet

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(Foto: REUTERS)

Kommt nun der harte Brexit? Die europäische Finanzbranche ist nach den Worten des französischen Notenbankchefs Francois Villeroy de Galhau dafür gerüstet.

  • "Wir haben alle Vorbereitungen auf europäischer und nationaler Ebene getroffen, auch für den Fall eines No-Deal-Exits, um sicherzustellen, dass die Verträge weiterhin eingehalten werden und die Kunden des Finanzsektors geschützt werden", sagt das EZB-Ratsmitglied dem Sender "France Inter Radio".
08:42 Uhr

Konjunkturoptimismus stützt Asien-Märkte

Nikkei
Nikkei 22.492,68

Konjunkturdaten aus den USA und China haben heute an den asiatischen Börsen für vorsichtigen Optimismus gesorgt. Bereits gestern hatte China mit unerwartet starken Zuwächsen der Industrieunternehmen überrascht. In den USA legten die Bauausgaben und die Einkaufsmanagerindizes der Industrie ebenfalls stärker zu als von Analysten erwartet.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index kaum verändert mit 21.505 Zählern. Der Aktienindex an der chinesischen Börse in Shanghai rückte um 0,2 Prozent vor. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann rund ein Prozent.

08:33 Uhr

Brexit-Drama dürfte Dax in Schach halten

Dax
Dax 12.633,60

Nach den Kursgewinnen zum Wochenstart bleiben Anleger heute voraussichtlich auf der Hut. Der Dax wird nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern wenig verändert in den Handel starten. Gestern hatte er dank Spekulationen auf eine Erholung der Weltwirtschaft um 1,4 Prozent auf 11.682 Punkte zugelegt.

Das Brexit-Drama dürfte auch die kommenden Tage das Geschehen an den Börsen begleiten. Das britische Unterhaus konnte sich erneut auf keine Alternative zum Brexit-Vertrag von Premierministerin Theresa May mit der Europäischen Union einigen. An der Börse ist ein sogenannter harter Brexit weiterhin nicht eingepreist und dürfte zu deutlichen Verwerfungen am Kapitalmarkt führen.

Darüber hinaus schenken Investoren den Auftragseingängen für langlebige US-Güter sowie dem dortigen Autoabsatz besondere Aufmerksamkeit. Außerdem bieten diese Zahlen etwas Ablenkung vom Thema Brexit. An der Wall Street hatten die wichtigsten Aktienindizes deutlich zugelegt. In Asien war die Kauflaune zuletzt dagegen gedämpft.

07:57 Uhr

Lyft-Aktie stürzt nach furiosem Börsendebüt ab

Lyft
Lyft 36,40

Die Aktie des Börsenneulings Lyft hat sich am Morgen im Nachbörsenhandel auf Nasdaq.com nicht erholen können. Nachdem die Aktie des Fahrdienstvermittlers nach ihrem erfolgreichen Börsendebüt am Freitag im regulären Handel am Montag bereits um fast 12 Prozent abgesackt war, gab sie nachbörslich um weitere 0,3 Prozent nach auf 68,80 Dollar.

Wer das Papier als Erstzeichner nicht rasch verkaufte, sitzt damit mittlerweile auf einem Verlust, denn der Ausgabepreis hatte 72 Dollar betragen. Im Hoch war der Kurs am ersten Handelstag bis auf 88,60 Dollar gestiegen, seitdem fällt er zurück.

07:34 Uhr

Wirbelsturm legt Australiens Rohstoff-Giganten lahm

BHP Billiton
BHP Billiton 21,88

Der australisch-britische Rohstoffkonzern BHP muss seine Prognosen anpassen. Der Zyklon Veronica, der jüngst Westaustralien heimgesucht und die für den Erzexport wichtige Hafenstadt Port Hedland teilweise überschwemmt hatte, dürfte nach einer ersten Schätzung die Eisenerzproduktion um etwa 6 bis 8 Millionen Tonnen schmälern, erklärte BHP.

Zwar seien in Port Hedland keine größeren Schäden verursacht worden, allerdings wurden einige Teile der Eisenbahnlinie geflutet. Der Hafen- und Eisenbahnbetrieb in Port Hedland arbeite derzeit mit eingeschränkter Kapazität und dürfte erst Ende dieses Monats wieder voll ausgelastet sein.

Die Eisenerzproduktion von BHP im vergangenen Jahr lag bei 275 Millionen Tonnen, und der Konzern hatte sich für 2019 ein Produktionsziel in einer Bandbreite von 273 bis 283 Millionen Tonnen gegeben.

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IN Gefolge des Zyklons Veronica wurden Teile Westaustraliens überschwemment.

(Foto: DANELL BLISS)

 

07:09 Uhr

Ölpreis springt auf den höchsten Stand des Jahres

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 59,30

Weiter nach oben geht es am Morgen auch mit den Ölpreisen. Ein Barrel der Sorte Brent kostet bereits 69,50 Dollar und damit so viel wie noch nie in diesem Jahr. Der Ölpreis profitiert von den guten Konjunkturdaten aus China und den USA am Vortag - und der in Folge gestiegenen Risikobereitschaft der Investoren.

In den USA stieg der Sektor der Energie-Unternehmen am Vorabend um 1,3 Prozent und liefert damit eine gute Vorlage. Die Entwicklung des Ölpreises könnte heute auch die europäischen Märkte beeinflussen - für den Sektor der europäischen Öl-Multis wird der Anstieg auf jeden Fall positiv gewertet.

06:58 Uhr

Gute Nachrichten aus den USA stützen Asien-Kurse

Nikkei
Nikkei 22.492,68

Nach den meist kräftigen Vortagesgewinnen in Reaktion auf ermutigende Konjunktursignale aus China geht es an den Aktienmärkten in Ostasien und Australien noch ein kleines Stück weiter nach oben. Unterstützung kommt aus den USA in Gestalt ebenfalls günstig ausgefallener Wirtschaftsdaten und fester US-Indizes.

In Tokio geht es für den Nikkei-Index um 0,2 Prozent nach oben auf 21.554 Punkte. In Seoul und Shanghai fallen die Aufschläge etwas höher aus. Hongkong, wo es um 0,1 Prozent vorangeht, ist auf dem Weg zum sechsten Tagesgewinn hintereinander.

In Japan gehört der Finanzsektor zu den größten Gewinnen. Die Aktien profitieren von wieder etwas anziehenden Anleiherenditen. Letztere waren jüngst weltweit stärker gesunken wegen eingetrübter Konjunkturaussichten. Dai-ichi Life gewinnen gut 3 Prozent und Mitsubishi UFJ Financial Group 2,6 Prozent.