Dienstag, 02. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:45 Uhr

Dax robbt sich an Allzeithoch heran

Am Montag schließt der Dax nach einem mehrtägigen zähen Ringen wieder über der 14.000-Punkte-Marke. Am Dienstagmorgen fällt er darunter, markiert bei 13.962 Punkten das Tagestief, rappelt sich im weiteren Handelsverlauf aber wieder auf und etabliert sich über der psychologisch wichtigen Kenngröße. Der Dax gewinnt 0,2 Prozent auf 14.040 Zähler. Im Tageshoch, das der Leitindex bei 14.101 Stellen markiert, lag er nur noch knapp 70 Punkte von seinem Allzeithoch entfernt. Negative Vorzeichen an der Wall Street bremsten im späten Handel die Kauflaune der Anleger hierzulande.

Dax
Dax 15.459,75

"Der Dax befindet sich mit seinem aktuellen Niveau über der 14.000er Marke in einem anspruchsvollen Bereich", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Margraf. "So mancher Anleger dürfte sich mit Käufen vor dem morgigen Lockdown-Treffen zurückgehalten haben. Für einen positiven Impuls haben die Inflationsdaten aus der Eurozone gesorgt, die auf keinen erhöhten Inflationsdruck hinweisen", erläutert sie.


Bei den Einzelwerten präsentieren sich Daimler, Allianz und Münchener Rück mit Kursaufschlägen von jeweils um und mehr als zwei Prozent an der Spitze der Gewinnerliste. Auf der Verliererseite liegen RWE und Adeliger Hero mit Abschlägen von mehr und rund zwei Prozent vorn.

Daimler
Daimler 77,78

17:25 Uhr

Charttechnischer Ausbruch bei BASF?

BASF steigen rund 1,3 Prozent und erreichen ein neues Zwölfmonatshoch. Die Titel beenden so die Konsolidierung unterhalb der 70-Euro-Marke mit einem neuen technischen Kaufsignal. Während Analysten der LBBW und der Citi nur zum Halten raten bei Kurszielen leicht über dem derzeitigen Niveau von 70 Euro, raten Experten von Bernstein und der Deutschen Bank jüngst mit deutlich höheren Zielen zum Kauf.

BASF
BASF 72,50

16:52 Uhr

Deutsche Konzerne versichern Google-Cloud-Nutzer

Allianz und Münchener Rück verbünden sich in der Cyber-Versicherung mit dem Internet-Riesen Google. Die beiden Versicherungsriesen bieten im Zuge der Kooperation Unternehmen, die ihre Daten in der Google-Cloud speichern, einen erweiterten Schutz vor Hacker-Angriffen und anderen Bedrohungen aus dem Internet. Im Gegenzug bekommen sie von Google vor dem Vertragsabschluss Daten über die Anfälligkeit der Systeme und die Schutzmechanismen ihrer künftigen Kunden, wie die Partner mitteilen. "Das ist extrem wichtig. Das sind Daten, zu denen wir als Versicherer traditionell keinen Zugang hatten", sagt Thomas Kang, der bei der Industrieversicherungs-Sparte der Allianz, AGCS, für Cyber-Versicherungen in Nordamerika zuständig ist.

Die beiden Münchner Konzerne sehen die Cyber-Versicherung als Wachstumsfeld. Immer mehr große Unternehmer verlagern ihre Daten und selbst wichtige Anwendungen zur Unternehmenssteuerung von eigenen Servern in die Cloud. Zunächst zielen Allianz und Münchener Rück mit der Google-Kooperation auf Unternehmen aus den USA mit Umsätzen zwischen 500 Millionen und fünf Milliarden Dollar. Über kurz oder lang sollen kleinere und größere Firmen sowie Unternehmen in anderen Ländern hinzukommen.

Die beiden Versicherer decken dabei Cyber-Schäden bis 50 Millionen Dollar ab. Anders als bisher können die Kunden aber Umsatzausfälle von bis zu einem Jahr statt bis zu sechs Monaten absichern. Voraussetzung dafür ist, dass sie eine neue Diagnose-Software von Google mit dem Namen "Risk Manager" nutzen. Die Tarife für die Cyber-Versicherung "Cloud Protection +" richten sich dann auch nach den installierten Schutzmaßnahmen.

Allianz
Allianz 219,05
Munich Re
Munich Re 259,95

16:36 Uhr

Novavax-Kurs sackt ab

Um mehr als zehn Prozent geht es an der Nasdaq für die Anteilsscheine von Novavax abwärts. Die jüngsten Quartalszahlen enttäuschen die Anleger. Vor allem der höher als erwartet ausgefallene Verlust sorge für Verstimmung, heißt es von Analystenseite. Ursächlich dafür waren höhere Forschungskosen des Corona-Impfstoffentwicklers.

Ein weiterer belastender Faktor: mögliche Verzögerungen bei der US-Zulassung seines Corona-Impfstoffs. Sollte die US-Gesundheitsbehörde FDA auf in den USA erhobenen Testergebnissen bestehen, werde das Vakzin dort wohl statt im Mai erst zwei Monate später auf den Markt kommen.

Novavax
Novavax 183,54

16:19 Uhr

Jungheinrich steigen im Fahrwasser von Kion

Jungheinrich ziehen deutlich an. Der Kurs steigt mehr als drei Prozent auf über 38 Euro. "Das sind Käufe nach den guten Kion-Zahlen", sagt ein Marktteilnehmer. Gleichzeitig stehen Jungheinrich-Aktien aber vor stärkeren technischen Widerstandsbereichen, die um 40 Euro gesehen werden, wie ein Händler sagt.

Jungheinrich
Jungheinrich 41,22

16:09 Uhr

Rally an der Wall Street ist vorerst beendet

Nach dem jüngsten Kurssprung halten sich US-Anleger mit weiteren Käufen vorerst zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 bröckeln zur Eröffnung um bis zu 0,4 Prozent, nachdem sie am Montag bis zu drei Prozent zugelegt hatten. Entscheidend für die weitere Entwicklung am Aktienmarkt seien die Anleiherenditen, sagt Anlagestratege Kit Juckes von der Bank Société Générale. "Das Niveau ist nicht das Problem, sondern die Geschwindigkeit des Anstiegs." Die entscheidende Frage sei nun, ob der Renditezuwachs nun für einige Zeit pausiere. Die richtungweisenden zehnjährigen Treasuries rentierten zuletzt bei 1,434 Prozent, nachdem sie in der vergangenen Woche zeitweise auf ein Zwölf-Monats-Hoch von 1,614 Prozent gestiegen waren.

S&P 500
S&P 500 4.179,75


Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählt Zoom mit einem Kursplus von mehr als sieben Prozent. Die Befürchtung, dass sich das Wachstum des Spezialisten für Videokonferenzen verlangsamt, habe sich als unbegründet erwiesen, sagt Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Der Umsatz übertreffe die Markterwartungen deutlich.

Zoom
Zoom 275,95

15:51 Uhr

Kion wird zum Liebling der Anleger

Als stark werden die Geschäftszahlen des Fabrikausrüsters Kion im Handel bezeichnet. Der Boom im Onlinehandel habe sich hier ebenfalls niedergeschlagen. Zudem sei der typische Industriekunde von Kion nicht mehr so stark von der zweiten Coronawelle betroffen gewesen. Kion konnte die hauseigene Prognose für 2020 erreichen und den Auftragseingang sogar weiter um 3,6 Prozent steigern. Der Dividendenvorschlag von 0,41 Euro sei in Ordnung, heißt es im Handel. Für Erleichterung sorge vor allem, dass eine von einigen Marktteilnehmern befürchtete Verschiebung der Mittelfristziele nicht vorgenommen wurde. Kion-Papiere ziehen mehr als neun Prozent an.

Kion
Kion 81,96

15:18 Uhr

Volvo gibt es bald nur noch "auf Strom"

Der zur chinesischen Geely-Gruppe gehörende Autobauer Volvo verabschiedet sich vom Verbrennungsmotor und will ab 2030 nur noch Fahrzeuge mit Elektroantrieb bauen. "Ich bin fest davon überzeugt, dass es keine Kunden geben wird, die wirklich an einem Benzinmotor festhalten wollen", sagt Volvo-Chef Håkan Samuelsson. Bis 2025 sollen bereits 50 Prozent der Erlöse durch den Absatz von Elektroautos kommen und 50 Prozent durch Hybrid-Modelle. Der Manager erklärte zudem, dass Volvo bislang noch nicht vom weltweiten Chip-Mangel betroffen sei. "Bis jetzt, ich klopfe auf Holz, mussten wir kein Fließband anhalten", sagte er. "Aber es könnte jederzeit passieren."

Geely Automobile
Geely Automobile 2,38

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14:50 Uhr

Tesla-Konkurrent aus China fährt hinterher

Der chinesische Elektroautobauer Nio schraubt auch wegen der Halbleiter-Knappheit die Erwartungen herunter. In der ersten Jahreshälfte sei das Unternehmen etwas vorsichtiger, sagt Nio-Chef William Li. Auch Engpässe bei Batterie-Zulieferern spielten dabei eine Rolle. Für das erste Quartal sagte Nio die Auslieferung von 20.000 bis 20.500 Fahrzeugen voraus, das sind 15 bis 18 Prozent mehr als im vierten Quartal 2020. Im Vorquartal hatte der Autobauer aber noch ein Wachstum von 42 Prozent geschafft. Zugleich lag der Tesla-Rivale im Schlussquartal 2020 mit umgerechnet 190 Millionen Euro ungefähr doppelt so tief in den roten Zahlen wie von Analysten vorhergesagt.

Nio
Nio 30,16

14:15 Uhr

Metzler-Szenario treibt VW auf Zwölfmonatshoch

VW-Aktien steigen etwa 1,3 Prozent auf rund 178 Euro und damit auf den höchsten Stand seit gut zwölf Monaten. "Angetrieben wird der Kurs von der Kaufstudie von Metzler", sagt ein Marktteilnehmer. Dabei gehe es allerdings weniger um das neue Kursziel, das auf 225 von 220 Euro erhöht wurde. "Der Clou ist das Szenario eines fairen Werts von 400 Euro." Dieses gelte für den Fall eines möglichen Börsengangs der Porsche-Stammaktien. Porsche-Vorzüge klettern 1,9 Prozent.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 245,05
Porsche SE
Porsche SE 98,56

 

14:04 Uhr

Italienische Anleihen stehen unter Druck

Anleger trennen sich von italienischen Anleihen. Die Rendite der zehnjährigen Papiere steigt in Folge um vier Basispunkte auf 0,71 Prozent. Analysten führten den Anstieg auf einen Bericht zurück, demzufolge die italienische Regierung schon im nächsten Monat eine Genehmigung für weitere Konjunkturausgaben durch das Parlament anstreben könnte.

13:45 Uhr

Drohendes US-Verbot drückt Boohoo-Kurs

Anleger werfen Aktien des Zalando-Konkurrenten Boohoo aus den Depots. Die Aktien des Online-Modehändlers brechen an der Börse in London zeitweise mehr als neun Prozent ein, bevor sie einen Teil der Verluste wieder wettmachen. Hintergrund ist ein Bericht des Senders Sky News, demzufolge dem britischen Unternehmen aufgrund von Vorwürfen über den Einsatz von Zwangsarbeit bei Zulieferfirmen ein Verbot in den USA drohen könnte. "Die Bedenken über die Arbeitsbedingungen in der gesamten Lieferkette der Gruppe halten an und wir sehen nun zum ersten Mal ein größeres Risiko für die Einnahmen", teilten die Experten der Investmentbank Liberum Capital mit.

Boohoo verteidigte seine Lieferantenpraktiken erneut. Die Gruppe, die Kleidung, Schuhe und Accessoires unter eigener Marke verkauft, arbeite mit allen zuständigen Behörden zusammen, um darzulegen, dass die erforderlichen Standards erfüllt würden. Nach den von Medien berichteten Vorwürfen über die Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne waren in einer unabhängigen Untersuchung vergangenen Herbst große Mängel bei Zulieferern in England festgestellt worden. Boohoo hatte damals zugesichert, die Probleme anzugehen.

Boohoo
Boohoo 357,30
Zalando
Zalando 91,56

13:26 Uhr

Steigende Anleiherendite: EZB hat "nötige" Munition

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat laut ihrem Vize-Präsidenten Luis de Guindos genügend Mittel, um jeden unerwünschten Anstieg der Anleiherenditen zu bekämpfen. Die Notenbank besitze die dafür nötige Flexibilität in der Geldpolitik, sagt de Guindos. Die Anleihe-Renditen waren zuletzt nach oben geklettert, was Befürchtungen ausgelöst hatte, die Kreditkosten könnten mitten in der Pandemie steigen und die erhoffte Erholung ausbremsen. "Wir müssen sehen, ob dieser Anstieg der nominalen Renditen negative Auswirkungen auf die Finanzierungsbedingungen hat", so de Guindos.

In dem Interview machte der Stellvertreter von Notenbank-Chefin Christine Lagarde deutlich, dass das billionenschwere Pandemie-Anleihekaufprogramm PEPP im Ernstfall das Hauptwerkzeug der Währungshüter ist. Die EZB sei offen, notfalls das Programm zu rekalibrieren, einschließlich des Kaufrahmens, sagte er. Dieser ist inzwischen auf 1,85 Billionen Euro angelegt. Rund eine Billion Euro ist aber bislang noch ungenutzt. "Wir haben Spielraum und wir haben Munition", sagte d Guindios.

Inflationssorgen hält der Notenbanker derzeit nicht für angebracht. "Alles in allem würde ich sagen, dass wir kurzfristig nicht sehr besorgt sein müssen hinsichtlich der Inflation, und mittelfristig werden wir uns das weiterhin sehr sorgfältig anschauen, was wir immer tun." Kurzfristig, in den nächsten zwölf Monaten, werde die Teuerung unter dem EZB-Ziel von knapp zwei Prozent bleiben. Die EZB strebt diese Marke als Optimalwert für die Wirtschaft an, verfehlt sie aber bereits seit Jahren.

13:04 Uhr

Kleinere Gewinnmitnahmen an der Wall Street?

Kleinere Gewinnmitnahmen dürften am Dienstag das Bild an den US-Börsen prägen, nachdem sich die Kurse am Montag kräftig erholt haben. Die Futures auf die wichtigen Aktienindizes tendieren vorbörslich etwas leichter. Da keine wichtigen Konjunkturdaten auf der Agenda stehen, gilt das Interesse der Anleger den virtuellen Auftritten zweier Vertreterinnen der US-Notenbank, von denen sich die Investoren Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der Federal Reserve erhoffen. Fed-Gouverneurin Lael Brainard wird beim Council of Foreign Relations sprechen und die Präsidentin der Fed-Filiale von San Francisco, Mary Daly, beim Economic Club in New York.

Die Fed hat seit Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr den Markt mit billigem Geld geflutet und auf diese Weise die Renditen am Anleihemarkt niedrig gehalten und gleichzeitig die Aktienmärkte nach oben getrieben.

Doch in den zurückliegenden Wochen funktionierte dies nicht mehr. Vermögensverwalter setzten mehr und mehr auf eine Erholung der Wirtschaft und eine stärkere Inflation. Sie trennten sich in großem Stil von Staatsanleihen und trieben damit die Renditen am Anleihemarkt in kurzer Zeit kräftig nach oben. So überstieg die Rendite zehnjähriger US-Anleihen in der vergangenen Woche zeitweise die Marke von 1,5 Prozent; Anfang des Jahres stand sie noch unter 1,0 Prozent. Mit dem Anstieg der Renditen gerieten an den Aktienmärkten die Kurse heftig unter Druck. An den zurückliegenden beiden Handelstagen kamen die Renditen allerdings wieder zurück, so dass sich die Lage an den Börsen beruhigte.

12:41 Uhr

Inflation im Euroraum wie von Experten erwartet

Die Inflation in der Eurozone hat sich im Februar stabilisiert. Die Teuerungsrate lag wie bereits im Januar bei 0,9 Prozent, wie die Europäische Statistikbehörde (Eurostat) in einer Schnellschätzung mitteilt. Experten hatten damit gerechnet. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht einen Wert von knapp zwei Prozent als ideal für die Konjunktur an, verfehlt dieses Ziel jedoch seit Jahren. Von September bis Dezember 2020 sanken die Preise sogar um jeweils 0,3 Prozent. Auch wenn sie seit Jahresbeginn wieder anziehen, treiben EZB-Vizechef Luis de Guindos keine Inflationssorgen um. In den nächsten zwölf Monaten werde die Teuerung unter dem EZB-Ziel bleiben, so seine Einschätzung.

Energie verbilligte sich im Februar um 1,7 Prozent. Im Januar waren die Energiepreise noch um 4,2 Prozent gefallen. Die Preise für Industriegüter ohne Energie erhöhten sich im Februar um 1,0 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich im Februar um 1,2 Prozent.

11:23 Uhr

Analysten strafen Software AG ab

Anleger trennen sich von Anteilsscheinen der Software AG. Die Aktien des Branchenzweiten in Deutschland hinter SAP geben rund 2,5 Prozent nach. Die Papiere sind damit größter Verlierer im MDax. Die Experten der Barclays Bank stuften die Titel auf "underweight" von zuvor "equal weight". Das Kursziel stutzten sie auf 31,5 Euro von zuvor 37 Euro. Aktuell notieren Software AG um 36,50 Euro.

Software AG
Software AG 36,52

10:58 Uhr

70 auf einen Streich: Airbus und Boeing winkt Großauftrag

Inmitten des Absatzeinbruchs in Folge der Corona-Krise winkt den Flugzeugbauern Airbus und Boeing einem Medienbericht zufolge ein Großauftrag aus Saudi-Arabien. Die staatliche Fluggesellschaft Saudia plane den Kauf von insgesamt 70 Flugzeugen, berichtete das saudische Nachrichtenportal Maaal unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Dabei gehe es um Airbus-Maschinen vom Typ A321 und um Boeing-Maschinen der Typen 777 und 787. Offen blieb, wie viele Flugzeugen welchen Typs bestellt werden sollten.

Nach Angaben des Portals ist Saudia in Gesprächen mit lokalen Banken zur Aufnahme eines Kredits im Volumen von umgerechnet rund drei Milliarden Dollar, mit denen der Kauf der Flugzeug zum Teil finanziert werden solle. Ein Banker sagte Reuters, die Airline führe Gespräche über neue Kredite, um etwa 70 neue Maschinen kaufen zu können.

Airbus
Airbus 103,84
Boeing
Boeing 206,45

 

10:44 Uhr

"Dax spielt keine Rolle"

Von einem orientierungslosen Handel sprechen Marktteilnehmer am Dienstagvormittag. "Es werden nur Einzelstories gespielt, der Dax spielt keine Rolle", sagt ein Händler. Dort habe es einen kurzen Ausreißversuch über 14.000 Punkte gegeben, dieser sei aber ohne großen Nachdruck vor sich gegangen und falle wieder in sich zusammen. "Wichtig sind erst die Inflationsdaten", sagt der Händler.

09:50 Uhr

Deutsche Exporte nach Großbritannien brechen ein

Die deutschen Exporte nach Großbritannien sind im Januar nach Inkrafttreten des Brexit-Handelsabkommens um nahezu ein Drittel eingebrochen. Die Ausfuhren seien nach vorläufigen Berechnungen um rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken, wie das Statistische Bundesamt zu den noch vorläufigen Daten mitteilt. Grund dafür seien "die Auswirkungen des vollzogenen Brexits".

Bereits 2020 waren die deutschen Exporte in das Vereinigte Königreich um 15,5 Prozent auf 66,9 Milliarden Euro eingebrochen, vor allem wegen der Corona-Pandemie. Das war das größte Minus seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009. "Seit dem Jahr 2016 - dem Jahr des Brexit-Referendums – haben die deutschen Exporte in das Vereinigte Königreich stetig abgenommen", so die Statistiker. 2015 hatten die deutschen Exporte dorthin noch 89,0 Milliarden Euro betragen.

Großbritannien ist vergangenes Jahr aus der Europäischen Union ausgetreten. Seit Anfang 2021 gilt vorläufig das erst an Weihnachten ausgehandelte Handels- und Kooperationsabkommen, das für Unternehmen zahlreiche Änderungen bringt. Das führt zu zusätzlicher Zollbürokratie und Problemen in der Logistik, warnen deutsche Wirtschaftsverbände. Hinzu kämen rechtliche Unsicherheiten. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht davon aus, dass deutsche Unternehmen künftig rund zehn Millionen Zollanmeldungen pro Jahr einreichen müssen. Das allein dürfte etwa 400 Millionen Euro kosten.

09:19 Uhr

Dax-Anwärter schließt 2020 mit Rekordquartal ab - Aktienkurs fällt

Der Kochbox-Anbieter Hellofresh hat das vergangene Jahr mit einem Rekord abgeschlossen. Der Umsatz sei im vierten Quartal währungsbereinigt um 126 Prozent auf bisher nie erreichte 1,1 Milliarden Euro geklettert, teilt das Berliner Unternehmen mit, das als Anwärter auf die Aufnahme in den deutschen Leitindex Dax gilt. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) legte auf fast 174 Millionen Euro zu nach 38,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Inzwischen kommt Hellofresh auf 5,3 Millionen aktive Kunden - fast die Hälfte davon leben in den USA.

"Während die Pandemie im Laufe des Jahres hoffentlich abklingen wird, rechnen wir fest damit, dass Verbraucher auch weiterhin auf E-Commerce-Lösungen setzen werden, um Lebensmittel einzukaufen", sagte Firmenchef Dominik Richter. Zuletzt profitierte der Anbieter von Lebensmitteln in Kochboxen, die im Abo-Modell mit Rezepten und abgemessenen Zutaten direkt an die Haustür geliefert werden, von der Corona-Pandemie mit geschlossenen Restaurants, Ausgangsbeschränkungen und dem Trend zum Homeoffice. Nun will Hellofresh im laufenden Jahr an die jüngsten Erfolge anknüpfen. Der währungsbereinigte Umsatz soll 2021 um etwa ein Fünftel bis ein Viertel zulegen. Zudem peilt der Branchenprimus eine Marge auf Basis des bereinigten Betriebsergebnisses (Ebitda) zwischen neun und zwölf Prozent an.

Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz dank der zahlreichen Neukunden in den inzwischen 14 Ländern, in denen Hellofresh tätig ist, währungsbereinigt um 111 Prozent auf fast 3,75 Milliarden Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) legte auf 505 Millionen Euro zu nach 46,5 Millionen Euro im Vorjahr. Dem Aktienkurs, der mehr als drei Prozent nachgibt, setzen laut Marktteilnehmern Gewinnmitnahmen zu.

Hellofresh
Hellofresh 73,64

09:05 Uhr

Dax schenkt die 14.000 wieder her

Der Dax versucht sich nach dem Sprung über die 14.000-Punkte-Marke zum Wochenstart, dieses Niveau zu festigen. Zu Handelsbeginn am Dienstag notiert der deutsche Börsenleitindex 0,3 Prozent im Minus oder knapp 50 Punkte bei 13.965 Zählern. Am Montag hatte er bei einem Stand von 14.013 Stellen geschlossen - ein Aufschlag von deutlichen 1,6 Prozent. Impfstoff-Hoffnungen hatten die Kurse getrieben.

"Das Thema Corona haben die Anleger auch weiterhin im Blick", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Sie schauen auf die morgigen Lockdown-Verhandlungen und halten sich zunächst etwas zurück."

08:49 Uhr

Lockdown bremst Einzelhandel deutlich aus

Der Corona-Lockdown hat den deutschen Einzelhändlern den Start in das Jahr 2021 verdorben. Ihre Einnahmen fielen im Januar um 3,9 Prozent niedriger aus als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Preisbereinigt (real) gab es sogar ein Minus von 4,5 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hier lediglich mit minus 0,3 Prozent gerechnet. "Dieser Rückgang lässt sich mit dem anhaltenden Corona-Lockdown erklären, der eine Schließung vieler Einzelhandelsgeschäfte seit dem 16. Dezember 2020 bedeutete", heißt es. Auch das Ende der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung dürfte dazu beigetragen haben, weil viele Verbraucher größere Anschaffungen noch im alten Jahr machten, um Geld zu sparen.

Die einzelnen Branchen haben sich stark unterschiedlich entwickelt. Der Umsatz im Modehandel brach um 76,3 Prozent im Vergleich zum Januar 2020 ein. Der Lebensmittelhandel - der geöffnet bleiben durfte - kam dagegen auf ein Wachstum von sechs Prozent. Auch der Internet- und Versandhandel lief erneut gut, weil viele Verbraucher Online shoppen gingen. Hier stiegen die Einnahmen um 32,6 Prozent.

08:40 Uhr

Warnung vor Spekulationsblasen verschreckt Asien-Anleger

Eine Warnung aus China vor Spekulationsblasen in ausländischen Märkten hat den Anlegern in Fernost die Kauflaune verdorben. Nach einem zunächst freundlichen Handelsstart gaben die Aktienkurse am Dienstag mehrheitlich nach. In Tokio fiel der Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 29.408 Zähler. "Ich erwarte nicht, dass die Aktien in einen Abwärtstrend eintreten, aber wir sind so weit gestiegen, dass es mindestens einen Monat dauern wird, bis sich die Märkte konsolidieren", sagte Kiyoshi Ishigane, Fondsmanager beim Vermögensverwalter Mitsubishi UFJ Kokusai Asset Management.

Auch auf dem chinesischen Festland und in Hongkong drehten die Kurse ins Minus. Die Börse in Shanghai verlor 1,2 Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gab 1,3 Prozent nach. In Hongkong ging es ebenfalls mehr als ein Prozent nach unten. Für Unruhe sorgte die Äußerung eines hochrangigen Beamten der chinesischen Regulierungsbehörde. Guo Shuqing, Leiter der Regulierungsbehörde für Banken und Versicherungen, zeigte sich besorgt über das Risiko des Platzens von Blasen an ausländischen Märkten. Er kündigte an, dass Maßnahmen zur Steuerung von Kapitalzuflüssen geprüft würden, um Turbulenzen auf dem heimischen Markt zu verhindern. "Die Finanzmärkte werden in Europa, den USA und anderen entwickelten Ländern auf hohem Niveau gehandelt, was der Realwirtschaft zuwiderläuft", sagte Guo Shuqing. Mit Spannung blickten Investoren nun auf die jährliche Parlamentssitzung, die am Freitag beginnt. Erwartet wird ein Fahrplan für die wirtschaftliche Erholung.

08:12 Uhr

Ölpreise geben weiter nach

Die Ölpreise haben am Dienstag an ihre schwache Tendenz der vergangenen Handelstage angeknüpft. Im frühen Handel gaben die Preise moderat nach. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 63,05 US-Dollar. Das waren 64 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) fiel um 56 Cent auf 60,08 US-Dollar.

Wenige Tage vor einem wichtigen Treffen des Ölverbunds Opec+ geht den Ölpreisen etwas die Puste aus. Seit Jahresanfang waren die Erdölpreise deutlich gestiegen, zuletzt sind sie dagegen unter Druck geraten. Über die Entscheidung der Ölstaaten besteht Ungewissheit: Während Saudi-Arabien wegen der coronageschwächten Nachfrage eher für eine knappe Produktion eintritt, scheint der ebenfalls große Anbieter Russland eine höhere Förderung zu befürworten.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 66,48

07:53 Uhr

Eurokurs gibt nach

Der Euro hat am Dienstag weiter nachgegeben und ist in Richtung der runden Marke von 1,20 US-Dollar gefallen. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,2016 US-Dollar und damit so wenig wie letztmalig Anfang Februar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,2053 US-Dollar festgesetzt.

Belastet wurde der Euro vor allem von einem steigenden US-Dollar. Die amerikanische Währung profitierte als Weltreservewährung zum einen von der schlechteren Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten. Zum anderen wird der US-Dollar schon seit einigen Tagen durch solide Konjunkturdaten beflügelt. Zum Wochenauftakt war die Industriestimmung in den USA auf ein Dreijahreshoch gestiegen.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

07:43 Uhr

Seitwärtsbewegung am deutschen Markt hält an

Nach dem kräftigen Plus des Vortages werden die europäischen Aktienmärkte am Dienstag leichter erwartet. "Wir haben gestern zum Beginn des Monats einige Käufe gesehen, die sind nun durch", so ein Aktienhändler am Morgen. So stellt IG den Dax bei 13.930 Zählern nach 14.013 am Montag. Damit dürfte die Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen am deutschen Aktienmarkt weiter anhalten. Für die Einzelwerte wird die laufende Berichtssaison wieder einige Impulse im Köcher bereit halten.

07:31 Uhr

Asiatische Börsen zeigen scharfe Richtungswechsel

Teils scharfe Richtungswechsel zeigen die Börsen in Ostasien und Australien am Dienstag. Nach einem Start in positivem Terrain - gestützt von guten US-Vorgaben - liegen die Indizes im späten Handelsverlauf im Minus. Eine Ausnahme bildet Seoul. Der Kospi liegt zwar noch rund 0,7 Prozent im Plus, hatte aber im Tageshoch aber auch schon einen Aufschlag von deutlich über 2 Prozent gezeigt.

In Tokio gibt der Nikkei-Index um 0,7 Prozent nach auf 29.447 Punkte, an den chinesischen Börsen fallen die Verluste in ähnlicher Größenordnung aus. Die australische Börse schloss ebenfalls im Minus (-0,4%), nachdem es dort phasenweise um 1 Prozent nach oben gegangen war. Unter den Einzelwerten geht es in Tokio für Mercari um 3,8 Prozent nach oben. Die E-Commerce-Seite will sich mit den Seiten Taobao und Xianyu zusammentun, die beide vom Online-Riesen Alibaba (-1,8%) geführt werden.

Kospi
Kospi 3.198,62
Nikkei
Nikkei 29.615,17

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