Dienstag, 20. Juli 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:54 Uhr

Dax nach Ausverkauf stabilisiert

Der deutsche Aktienmarkt hat sich mit einer Erholung nach dem Kurseinbruch gestern schwer getan. Der Dax schloss mit 0,6 Prozent im Plus bei 15.216 Punkten. Corona-Sorgen hatten den Leitindex gestern aus seinen ruhigen Bahnen in Sichtweite des Rekordhochs von 15.810 Punkten geworfen.

DAX
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17:26 Uhr

Geschäft bei Sixt zieht kräftig an

Bei Europas größtem Autovermieter Sixt läuft das Geschäft trotz der Corona-Pandemie besser als gedacht. Der operative Konzernumsatz habe sich im zweiten Quartal auf 498 (2020: 226) Millionen Euro mehr als verdoppelt, teilte Sixt mit. Vor Steuern reichte es mit 78 (minus 118) Millionen Euro wieder zu einem Gewinn. Grund dafür seien die gestiegenen Mietwagenpreise in den USA und Europa sowie die sukzessive Aufhebung vieler Corona-Restriktionen, die zu einer spürbaren Erholung des Geschäfts führten.

Von den Zahlen aus dem Vorkrisen-Jahr 2019 ist Sixt aber noch weit entfernt: Damals hatte der Autovermieter - ohne die 2020 verkaufte Leasing-Sparte - 2,49 Milliarden Euro Umsatz und einen Vorsteuergewinn von 308 Millionen Euro erwirtschaftet.

Sixt
Sixt 104,10

16:56 Uhr

Chipmangel setzt BMW zu - Mehr als 10.000 Autos betroffen

Der Chipmangel macht BMW zu schaffen. In fast allen deutschen Werken, im Mini-Werk im britischen Oxford sowie bei Auftragsfertigern komme es in dieser und in der kommenden Woche zu Produktionsausfällen, sagte eine Sprecherin.

BMW
BMW 71,37

Mehr als 10.000 Autos könnten deswegen derzeit nicht produziert werden. Zum Teil gelte Einschichtbetrieb, zum Teil werde nur an einzelnen Tagen gearbeitet.

Zum Chip-Mangel trägt auch die Corona-Welle in Malaysia bei. Das asiatische Land ist ein wichtiger Standort für die Chipbranche. In Malaysia erreichte die Zahl der Neuinfektionen und die Zahl der Todesopfer zuletzt Rekordwerte.

16:38 Uhr

Batteriehersteller will knapp 11 Milliarden wert sein

Der Autobatteriehersteller Clarios strebt bei seinem Börsengang in den USA eine Bewertung von bis zu 10,7 Milliarden Dollar an. Das Unternehmen mit Sitz in Milwaukee bringt rund 88 Millionen Aktien zu einem Preis von jeweils 17 bis 21 Dollar auf den Markt, wie der Börsenkandidat mitteilte.

Der Batteriehersteller, zu dessen Großaktionären die Vermögensverwaltung Brookfield gehört, hatte im Mai seinen Börsengang angekündigt.

16:19 Uhr

Euro etwas teurer 

Der Kurs des Euro ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1775 (Montag: 1,1766) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8493 (0,8499) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86545 (0,85913) britische Pfund, 129,03 (128,96) japanische Yen und 1,0838 (1,0840) Schweizer Franken fest.

16:03 Uhr

Stagflationsangst geht um

Nach dem jüngsten Ausverkauf starten die US-Börsen im Plus. Der Dow Jones legt um gut 1 Prozent zu, Nasdaq und S&P 500 steigen um jeweils etwa 0,4 Prozent.

Stagflation beziehungsweise die Aussicht darauf dämpfe die Kauflaune allerdings, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Mit diesem Begriff bezeichnen Experten eine stagnierende Wirtschaft bei gleichzeitig anziehender Teuerung. "Die Wachstumsdynamik lässt bereits nach und wegen steigender Coronavirus-Fallzahlen verdüstert sich der Ausblick", so Wilson. "Gleichzeitig steigen die Preise kräftig."

S&P 500
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15:28 Uhr

Bosch haftet nicht für Verluste von VW-Aktionären

Im Dieselskandal hat der Bundesgerichtshof (BGH) Schadenersatzklagen von VW-Aktionären gegen den Zulieferer Bosch endgültig abgewiesen.

Die Aktionäre hatten Bosch vorgeworfen, das Unternehmen habe Beihilfe zur verspäteten Ad-Hoc-Meldung des Autobauers über die Manipulationen bei Dieselmotoren geleistet. Dadurch hätten die Aktionäre hohe Kursverluste erlitten, für die auch Bosch als Zulieferer der illegalen Abschalt-Software hafte.

Wie bereits das Amtsgericht Ludwigsburg und das Landgericht Stuttgart wies der BGH den Beihilfevorwurf zurück.

15:05 Uhr

US-Wohnbau kräftig im Aufwind

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REUTERS

Der Wohnbau in den USA hat im Juni noch mehr Schwung aufgenommen als gedacht. Die Zahl der neu begonnenen Projekte stieg um 6,3 Prozent auf - hochgerechnet auf das gesamte Jahr - rund 1,6 Millionen, wie das Handelsministerium mitteilte. Der im März erreichte Wert von 1,725 Millionen wurde indes nicht erreicht. Er hatte das höchste Niveau seit Juni 2006 markiert.

Der Hausbau in den USA profitiert von niedrigen Hypotheken-Zinsen, auch wenn kräftig gestiegene Kosten für Holz und Baumaterialien Projekte verteuern. Die US-Notenbank Fed hat den Immobilienboom genau im Blick. Er ist Teil des Aufschwungs nach der Corona-Krise, die die Wirtschaft 2020 in die kürzeste und zugleich heftigste Rezession der US-Geschichte stürzte. Sie endete zwar bereits nach zwei Monaten im April vorigen Jahres, wirkt jedoch bis heute nach - insbesondere am Arbeitsmarkt.

Fed-Chef Jerome Powell verwies jüngst darauf, dass die Häuserpreise im gesamten Land zwar rasant stiegen. Doch zeichneten sich keine Gefahren wie zu Beginn der Finanzkrise ab, da der Markt anders als damals nicht von einer riskanten Kreditvergabe angetrieben werde. Dennoch will sich die Notenbank auf ihrer Zinssitzung nächste Woche auch mit der Lage am Häusermarkt beschäftigen.

14:42 Uhr

Immunome-Aktien gehen durch die Decke 

Ermutigende Testergebnisse eines Antikörper-Cocktails gegen die Delta-Variante des Coronavirus bescheren Immunome einen der größten Kurssprünge der Firmengeschichte. Die Aktien der Pharmafirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um gut 30 Prozent. Das Unternehmen will in den kommenden Wochen bei der US-Gesundheitsbehörde FDA die Aufnahme klinischer Tests beantragen.

Immunome
Immunome 3,85

14:16 Uhr

VW verdreifacht Auslieferungen von E-Autos

Volkswagen kommt beim Verkauf seiner neuen Elektroautos immer besser voran. Im zweiten Quartal verdreifachten sich die weltweiten Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf gut 110.000 rein batteriegetriebene Fahrzeuge, wie die Wolfsburger mitteilten.

In den nächsten Monaten solle der Hochlauf der E-Mobilität dank neuer Modelle weiter an Fahrt gewinnen, sagte Vertriebschef Christian Dahlheim. Volkswagen will in diesem Jahr einschließlich Plug-in-Hybriden erstmals rund eine Million elektrifizerte Fahrzeuge ausliefern. So will der Konzern die CO2-Flottenziele in der EU erfüllen, nachdem er im vergangenen Jahr Strafe zahlen musste.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 120,64

14:00 Uhr

Hoffnung auf Turnaround-Tuesday noch nicht vom Tisch

Nach dem Abbröckeln der Kursgewinne in Europa liegt die Hoffnung auf einen "Turnaround-Tuesday" nun auf dem US-Markt. Dort wurden gestern mehr als 89 Prozent des Volumens auf der Verkaufs-Seite gehandelt. "Das bedeutet, dass gestern eine Verkaufspanik stattgefunden hat", sagt Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest. Ein solcher Abwärtstag schaffe die Voraussetzung für ein Tief oder zumindest einen Bounce. Dieser könne allerdings auch mit zwei Tagen Verzögerung auftreten.

13:33 Uhr

Bezos fliegt ins All - Amazon-Aktie im Plus 

Wenige Stunden vor dem Weltraum-Flug des Amazon-Gründers Jeff Bezos steigen Anleger bei dem Online-Händler ein. Die Aktien legen im vorbörslichen US-Geschäft um 0,4 Prozent zu.

Bezos fliegt unter anderem mit seinem Bruder und einer ehemaligen US-Pilotin in einer Rakete seiner Firma Blue Origin in die Schwerelosigkeit. Der britische Milliardär Richard Branson, hatte vor knapp zwei Wochen einen ähnlichen Flug mit einer Maschine von Virgin Galactic absolviert.

12:59 Uhr

Hochwasserkatastrophe trifft Thyssenkrupp

Die Stahlsparte von Thyssenkrupp kämpft nach den Überflutungen mit Engpässen in der Versorgung. Deshalb habe das Unternehmen gegenüber seinen Kunden Höhere Gewalt ("Force Majeure") geltend gemacht, teilte Thyssenkrupp Steel mit.

Die Hochwasserkatastrophe in Deutschland habe bislang "nur sehr geringe direkte Auswirkungen auf die Standorte von Thyssenkrupp", hieß es weiter. Vereinzelt sei es durch das Eindringen von Wasser zu kleineren Schäden gekommen. Durch Beeinträchtigungen der Lieferketten bei einzelnen Zulieferern, Kunden und Logistikpartnern sei Thyssenkrupp jedoch indirekt betroffen. Störungen an Bahnstrecken hätten einzelne Standorte von der Versorgung mit Vormaterial abgeschnitten. Auch der Versand von Gütern zu den Kunden sei getroffen.

12:43 Uhr

Dax-Erholung von Kurseinbruch währt nur kurz

Am deutschen Aktienmarkt ist die Erholung nach dem Kurseinbruch zu Wochenbeginn verpufft. Der Leitindex Dax war im frühen Handel noch um mehr als 1 Prozent in die Höhe geschnellt, bevor der Schwung allmählich nachließ. Am späten Vormittag rutschte das Börsenbarometer minimal ins Minus und notiert derzeit nahezu unverändert bei 15.132 Punkten.

12:02 Uhr

Volvo leidet unter Chipmangel

Die Warnung vor Produktionsausfällen durch den weltweiten Computerchip-Mangel drückt Volvo ins Minus. Die Aktien des Lkw-Bauers fallen in Stockholm um knapp fünf Prozent. Der selbe Grund sei mitverantwortlich für das hinter den Erwartungen zurückgebliebene Quartalsergebnis, schrieben die Analysten von JPMorgan.

Volvo
Volvo 14,72

11:30 Uhr

Bitcoin kracht unter unter 30.000 Dollar

Erstmals seit rund einem Monat fällt Bitcoin unter die 30.000er Marke und verbilligt sich um drei Prozent auf 29.803 Dollar. Bis zum Jahrestief ist es nicht mehr weit. Ethereum büßt ähnlich stark auf 1767 Dollar ein.

Zurzeit gibt es einige Gründe, die eher gegen Kryptoanlagen sprechen. Dazu zählt die harte Haltung Chinas gegenüber den Produzenten von Bitcoin und anderen Internetdevisen. Auch die zuletzt schlechtere Aktienmarktstimmung lastet auf riskanten Anlagewerten, zu denen Bitcoin & Co. zählen. Außerdem verstärken große Zentralbanken wie die EZB ihre Bemühungen, im Rennen um die neuartigen Digitalwährungen nicht ins Hintertreffen zu gelangen.

"Es könnte nun eine längere Phase der Konsolidierung folgen, bevor es zur nächsten Rally kommt", meint Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axi. "In der Zwischenzeit müssen die Anleger akzeptieren, dass eine verstärkte Regulierung dieses Marktes unausweichlich ist."

10:57 Uhr

China stellt schnellste Magnetschwebebahn der Welt fertig

In China hat die schnellste Magnetschwebebahn der Welt die Produktionshallen in der ostchinesischen Stadt Qingdao verlassen. Der Zug des chinesischen Staatskonzerns CRRC soll in der Lage sein, eine Geschwindigkeit von 600 Kilometern pro Stunde zu erreichen. Der Zug soll mehrere Jahre lang getestet werden, bevor er in Dienst gestellt wird. Zudem müssen zunächst Magnetschwebebahn-Strecken gebaut werden.

Erste Züge könnten Chinas Medien zufolge in fünf bis zehn Jahren im Einsatz sein. So könnte beispielsweise die Reisezeit zwischen Peking und Shanghai von derzeit rund fünf Stunden auf rund zweieinhalb Stunden verkürzt werden. Eine ganze Reihe chinesischer Großstädte und Provinzen haben laut Regierungsmitteilung neue Verbindungen per Magnetschwebebahn geplant.

CRRC
CRRC ,36

10:25 Uhr

"AEG"-Mutter auf Talfahrt

Ein Quartalsgewinn unter Markterwartungen brockt Electrolux den größten Kurssturz seit dem Börsen-Crash vom März 2020 ein. Die Aktien des größten europäischen Haushaltsgeräte-Herstellers fallen in Stockholm um 8,4 Prozent auf ein Viereinhalb-Monats-Tief von 217,60 Kronen.

09:57 Uhr

Evergrande rauscht noch tiefer in den Keller

Das sieht nicht gut aus: In Hongkong ging die Talfahrt von Evergrande weiter. Die Aktien des am höchsten verschuldeten chinesischen Immobilien-Entwicklers fielen um fast zehn Prozent.

Die Behörden hatten den Verkauf von zwei Projekten gestoppt. Vor einigen Tagen hatte ein Gericht Guthaben der Firma eingefroren, gestern hatte die Aktie bereits 13 Prozent an Wert verloren. Evergrande ist der zweitgrößte Immobilien-Entwickler Chinas.

09:31 Uhr

Abbau der Corona-Reisebeschränkungen hilft Easyjet

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REUTERS

Mit dem Abbau der Corona-Reisebeschränkungen und der zunehmenden Reiselust ist die Auslastung des britischen Billigfliegers Easyjet kräftig gestiegen. Im Zeitraum April bis Juni erreichte die Kapazitätsauslastung 60 Prozent des Vorkrisenniveaus, wie Easyjet mitteilte. Zum Jahresauftakt hatte diese noch bei 17 Prozent gelegen.

Der Umsatz stieg im dritten Quartal des Bilanzjahres 2020/21 auf rund 213 Millionen Pfund (umgerechnet 246 Millionen Euro) nach 7,2 Millionen vor Jahresfrist.

Easyjet
Easyjet 4,09

09:18 Uhr

Dax setzt zur Erholung an

Und was macht der Dax? Der Leitindex steigt um 0,7 Prozent auf 15.236 Punkte, nachdem er gestern um 2,6 Prozent abgerutscht war.

Dax
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Die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus dämpfe die Kauflaune allerdings, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. "Der Anstieg der Infektionszahlen in aller Welt lässt Anleger zweifeln, dass sich die starke Erholung der Wirtschaft aus dem ersten Halbjahr in den kommenden Monaten fortsetzen wird."

Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt gehört ProSiebenSat1 mit einem Kursplus von 2,7 Prozent. Die TV-Senderkette hatte dank einer starken Erholung des Geschäfts im zweiten Quartal ihre Gesamtjahresziele angehoben. Auf den zweiten Blick seien die neuen Prognosen aber recht glanzlos, sagte ein Börsianer. Daher könne die Rally rasch ins Stocken geraten.

09:07 Uhr

Japans Börse stürzt auf Sechs-Monats-Tief

Aus Furcht vor einem Rückschlag für den weltweiten Aufschwung ziehen sich weitere Anleger aus den asiatischen Aktienmärkten zurück. Der japanische Nikkei-Index fällt zeitweise auf ein Sechs-Monats-Tief von 27.330 Punkten und schloss bei 27.388 Zählern. "Die Abschwächung der wirtschaftlichen Erholung bereitet Investoren zunehmende Sorgen", sagte Shoichi Arisawa, leitender Analyst beim Brokerhaus IwaiCosmo. Der jüngste Ausverkauf an der Wall Street habe die ohnehin angeschlagene Stimmung weiter getrübt.

08:35 Uhr

Inflationsbarometer steigt so stark wie seit 1982 nicht mehr

Die deutschen Produzenten haben ihre Preise im Juni so stark angehoben wie seit annähernd vier Jahrzehnten nicht mehr. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte stiegen um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein größeres Plus gab es zuletzt im Januar 1982, als die Preise wegen der zweiten Ölkrise stark gestiegen waren.

Die Produzentenpreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabrik geführt - also in der Regel bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben. Diese waren im Juni um 2,3 Prozent gestiegen, im Mai mit 2,5 Prozent sogar so kräftig wie seit annähernd zehn Jahren nicht mehr.

08:22 Uhr

Cognac gefragt - Remy Cointreau verdoppelt Umsatz

Die Wiedereröffnung von Hotels und Gaststätten wie auch die anhaltend hohe Nachfrage nach hochwertigem Cognac in den USA und China haben dem Spirituosenhersteller Remy Cointreau einen Umsatzsprung beschert. Die Erlöse schnellten im ersten Quartal des Bilanzjahres 2020/21 um 95,3 Prozent auf rund 293 Millionen Euro. Der Vorstand erwartet "ausgezeichnetes" erstes Halbjahr.

Die schlechte Nachricht: Allerdings gebe es Belastungen durch Währungseffekte zwischen 16 und 20 Millionen Euro.

Remy Cointreau
Remy Cointreau 162,70

08:04 Uhr

Ölpreise stabilisieren sich nach Absturz - zumindest etwas

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REUTERS

Nach ihren kräftigen Verlusten gestern haben die Ölpreise wieder gefangen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 68,84 US-Dollar. Das sind 22 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 29 Cent auf 66,64 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 101,37

Gestern waren die Erdölpreise erheblich unter Druck geraten. In der Spitze gaben die Notierungen um fast fünf Dollar nach. Die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten hatte sich auf die Rohstoffmärkte übertragen und auch der stärkere US-Dollar lastete auf den Preisen, da er das in der amerikanischen Währung gehandelte Öl für viele Interessenten verteuerte.

Der Einfluss der Opec-Entscheidung vom Wochenende auf eine schrittweise höhere Förderung gilt als zwiespältig. Einerseits könnte das höhere Angebot Druck auf die Ölpreise ausüben. Andererseits ist mit der Einigung das Risiko einer Eskalation bis hin zu einem Zerfall des Ölverbunds Opec+ mit unkontrolliert steigendem Angebot gesunken.

07:57 Uhr

Euro hält sich wacker

Der Euro gibt leicht nach und kostet mit 1,1785 Dollar etwas weniger als in der Nacht. Belastet wurde der Euro zuletzt durch die schlechtere Stimmung an den Aktienmärkten. Der US-Dollar und der japanische Yen, die beide als sichere Alternative gelten, erhielten im Gegenzug Auftrieb.

Unter anhaltendem Druck stehen auch der australische und der neuseeländische Dollar. Beide Währungen sind anfällig gegen eine trübere Marktstimmung.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,02

07:46 Uhr

Dax vor festem Start

Nach den jüngsten Kursverlusten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Lang & Schwarz stellen den Leitindex 0,2 Prozent über den Xetra-Schluss von gestern.

Haupt-Gesprächsthemen bleiben die Inflation und die steigenden Coronavirus-Fallzahlen. Investoren befürchten, dass vor allem Letzteres die wirtschaftliche Erholung verlangsamt oder gar abwürgt. Einige Staaten mussten die Lockerung ihrer Pandemie-Restriktionen wegen grassierender Infektionen wieder zurücknehmen.

07:28 Uhr

Virussorgen drücken Asiens Börsen

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REUTERS

Sorgen um die wirtschaftliche Erholung wegen der sich ausbreitenden Delta-Variante lassen die asiatischen Aktien abrutschen. "Trotz der Einführung des Impfstoffs scheinen die Märkte nicht zu lernen, mit Covid-19 zu leben", schrieben Analysten von ANZ. "Die Stimmung scheint sich, zumindest für den Moment, zu der Überzeugung hin verschoben zu haben, dass bisherige Wachstums- und Gewinnerwartungen übertrieben sein könnten."

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt im Verlauf 0,3 Prozent tiefer bei 27.565 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,7 Prozent auf 1893 Punkte. Die Börse in Shanghai liegt 0,5 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verliert 0,6 Prozent. Schwächer zeigt sich der Hang-Seng-Index in Hongkong, der um 1,2 Prozent nachgibt. Hier würden immer noch die Gewinne der vergangenen Woche mitgenommen, heißt es aus dem Handel.

Nikkei
Nikkei 26.486,50

07:05 Uhr

UBS übertrifft Analystenerwartungen

Bei der UBS hält der gute Lauf an. Dank anziehender Erträge steigerte die Schweizer Großbank den Gewinn im zweiten Quartal um 63 Prozent auf 2 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit einem Überschuss von 1,34 Milliarden Dollar gerechnet.

Rund lief es vor allem im Kerngeschäft mit reichen Privatkunden. Im Heimmarkt wirkte sich zudem die Auflösung von Wertberichtigungen für Kreditrisiken positiv aus. "Unsere Geschäftsentwicklung nimmt immer mehr an Fahrt auf, und unsere strategischen Entscheidungen und Initiativen tragen Früchte", sagte Konzernchef Ralph Hamers.

07:01 Uhr

Cloudgeschäft macht IBM glücklich

Ein starkes Cloudgeschäft hat IBM einen Umsatz über Expertenerwartungen beschert. Für das zweite Quartal gab der IT-Traditionskonzern einen um drei Prozent höheren Umsatz von 18,75 Milliarden Dollar bekannt. In der Cloud-Sparte betrug der Anstieg 13 Prozent. Der Nettogewinn fiel dagegen auf 1,33 Milliarden Dollar von 1,36 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

IBM
IBM 135,20

Finanzchef James Kavanaugh verwies auf eine breit angelegte Erholung in vielen Branchen angesichts der Lockerungen von Pandemie-Einschränkungen. Die Kunden gäben zudem mehr Geld für die Digitalisierung ihres Geschäfts aus, sagte er.

Die IBM-Aktie legte nachbörslich zunächst um vier Prozent zu. Der mehr als 100 Jahre alte Konzern will sein IT-Infrastrukturgeschäft abspalten und in eine neue börsennotierte Firma überführen. Der Rumpfkonzern soll sich dann stärker auf seine Hybrid-Cloud-Anwendungen konzentrieren.

06:40 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Der Wochenauftakt an den Börsen war ja nicht besonders erfreulich. Mal sehen, was der Tag heute bringt. Beherrschende Themen werden wohl weiterhin die Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus und die anziehende Inflation sein.

In Sachen Inflation könnten zunächst die deutschen Erzeugerpreise für Juni neue Erkenntnisse liefern. Sie werden um 8 Uhr veröffentlicht.

Außerdem gibt es neue Daten von der EZB. Da Kredite die wichtigste Finanzierungsform im Euroraum sind, sind sie für die Europäische Zentralbank der wichtigste Transmissionsriemen ihrer Geldpolitik. Ein Lagebild geben die vierteljährlichen Daten zur Kreditvergabe. Für das zweite Quartal, für das heute Details veröffentlicht werden, hatten die Banken im April eine abermals leichte Straffung der Standards prognostiziert. Zugleich erwarteten sie aber eine deutlich erholte Kreditnachfrage, vor allem von kleinen und mittelgroßen Unternehmen. In den ersten drei Monaten hatten die Institute ihre Kreditstandards weniger als von ihnen zuvor selbst erwartet gestrafft. Gleichwohl war die Kreditnachfrage von Unternehmen deutlich gesunken.

Derweil geht die Berichtssaison weiter. Am Morgen legt unter anderem Easyjet Quartalszahlen vor, nach US-Börsenschluss ist Netflix an der Reihe.

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