Donnerstag, 12. Dezember 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Trump hievt Dax nach oben

Die Dax-Kurve. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild

Die Dax-Kurve. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild

(Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild)

Und wieder einmal war es ein Tweet von Donald Trump, der das Börsengeschehen maßgeblich beeinflusste. Die Äußerung des US-Präsidenten, einem Handelsdeal mit China nahe zu sein, hat am Nachmittag einem bis dahin lahmen Handel noch mal Würze verliehen. Binnen kurzer Zeit schnellten die Kurse nach oben. Allerdings waren sich die Händler nicht so sicher, welche Halbwertzeit Trumps Ankündigung besitzt, so dass die Gewinne schlussendlich nicht sehr hoch ausfielen. Der erste Auftritt von Christine Lagarde nach der ersten EZB-Zinssitzung unter ihrer Führung geriet in den Hintergrund. Thema an den Märkten war zudem die britische Unterhauswahl und die Frage, ob die Konservativen von Premierminister Boris Johnson die absolute Mehrheit erringen. Morgen wissen wir in dieser Hinsicht mehr.

In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 13.222 Punkte aus dem Handel - sein Tageshoch lag bei 13.288 Zählern. Der MDax gewann ebenfalls 0,6 Prozent auf 27.512 Punkte. Der TecDax legte um 0,5 Prozent auf 3040 Stellen zu. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,5 Prozent auf 3707 Punkte hoch.

An der Dax-Spitze notierte die Aktie der Deutschen Bank mit plus 3,4 Prozent. Am Leitindex-Ende lagen MTU mit minus 3,3 Prozent.

17:18 Uhr

Hoch, runter, hoch: Wirecard-Anleger haben wieder unruhige Tage

Die Anleger von Wirecard kommen einfach nicht zur Ruhe. Auch heute legte das Papier eine Berg- und Talfahrt hin. Nach einer detaillierten Stellungnahme des Online-Zahlungsabwicklers zum jüngsten Bericht der "Financial Times" drehten die Titel ins Plus und stiegen am späten Nachmittag um 2,0 Prozent auf 106,00 Euro. Zuvor waren sie noch das Schlusslicht im Dax gewesen.

Wirecard teilte nun mit, "noch nie eine Überwachung zur Untersuchung oder Verfolgung von Personen" in Auftrag gegeben zu haben. Damit nahm der Konzern Bezug auf einen gestrigen FT-Bericht. Demzufolge soll ein ehemaliger libyscher Geheimdienstmitarbeiter, Rami El Obeidi, hinter einigen Wirecard-Investoren in London hinterherspioniert haben.

Wirecard
Wirecard ,50

17:08 Uhr

Womit Trump die Chinesen angeblich lockt

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(Foto: REUTERS)

Laut "Wall Street Journal" sollen die USA in den Handelsgesprächen angeboten haben, Strafzölle auf chinesische Importe mit einem Volumen von 360 Milliarden Dollar um bis zu 50 Prozent zu reduzieren. Auch sollen keine neuen Zölle am Sonntag eingeführt werden. Im Gegenzug verlangen die USA von China feste Zusagen zum Kauf von Agrar- und anderen Produkten.

16:50 Uhr

Handelsdeal-Hoffnung lässt Ölpreise steigen - Gold billiger

Brent Rohöl
Brent Rohöl 47,74

Die Spekulationen auf ein baldiges Handelsabkommen zwischen den USA und China schlägt auch auf die Rohöl- und Devisenmärkte durch. In der Hoffnung auf einen Schub für die Weltwirtschaft decken sich Anleger mit Rohöl ein. Brent verteuerte sich am Nachmittag um 1,7 Prozent auf 64,79 US-Dollar je Barrel.

Der Dollar-Index gewann 0,2 Prozent. Im Gegenzug verbilligt sich der Euro auf 1,1120 Dollar. Auch aus der "Antikrisen-Währung" Gold zogen sich Investoren zurück. Es verlor 0,6 Prozent auf 1466,46 Dollar je Feinunze.

16:33 Uhr

Moody's sieht Thyssenkrupp-Bonität in Gefahr

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 5,63

Seit geraumer Zeit ist Thyssenkrupp ein Sorgenkind: Die ohnehin schwache Bonität des ehemaligen Dax-Konzerns steht angesichts der zuletzt hohen Liquiditätsabflüsse und der weiterhin schlechten Cashflow-Prognose bei Moody's vor einer weiteren Herabstufung. Die Ratingagentur bestätigte die Ba3-Bewertung zwar, senkte aber den Ausblick von stabil auf negativ.

Eine Herabstufung des Ratings in den Bereich der hochspekulativen Anlage droht laut Moody's, sollten sich die Marktbedingungen erheblich verschlechtern, der Verschuldungsgrad nicht sinken oder im nächsten Geschäftsjahr 2020/21 erneut kein materielle Verbesserung beim Free Cashflow möglich sein.

16:11 Uhr

Hoffnung auf Handelsdeal gibt Wall Street Auftrieb

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(Foto: imago images/Levine-Roberts)

Wieder aufgeflammte Hoffnungen auf eine baldige Entschärfung des Zollstreits mit China geben den US-Börsen Auftrieb. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 legten zur Eröffnung ordentlich zu. S&P und Nasdaq verzeichneten sogar Rekordhochs. Parallel dazu beobachteten Anleger aufmerksam die Parlamentswahl in Großbritannien. Dort entscheiden die britischen Wähler nicht nur über den künftigen Premierminister, sondern auch über die Fortsetzung des Brexit-Dramas. Sollten die Tories um Amtsinhaber Boris Johnson die absolute Mehrheit erringen, erwarten Experten einen geordneten EU-Ausstieg Großbritanniens zum 31. Januar 2020.

Zu den Favoriten an der Wall Street gehörte Delta Air Lines mit einem Kursplus von 1,8 Prozent. Die Fluggesellschaft peilt für 2020 einen Gewinn von 6,75 bis 7,75 Dollar je Aktie an. Analysten hatten bisher im Schnitt mit 7,06 Dollar gerechnet.

16:03 Uhr

Trump-Äußerung zum Handelsstreit lässt Kurse steigen

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(Foto: REUTERS)

Donald Trump hat am Nachmittag für steigende Kurse gesorgt. Der US-Präsident nährte in einem Tweet die Hoffnungen wonach ein Handelsabkommen mit China näher rücke. "Sie wollen es, und wir auch", twitterte Trump.  Ein "großer Deal" komme "sehr nahe". Unklar blieb zunächst, ob die für Sonntag geplante Verschärfung der US-Strafzölle auf chinesische Waren vom Tisch ist.

Der Dax sprang binnen kurzer Zeit um 0,6 Prozent auf 13.230 Punkte nach oben. Mit dem EuroStoxx50 ging es um ebenfalls 0,6 Prozent auf 3707 Stellen hoch.

Dax
Dax 13.286,57

15:56 Uhr

Banker: EZB wird nicht mehr dieselbe sein wie zuvor

Die anfänglichen Aussagen der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde sind laut LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert noch ganz im gewohnten Stil ausgefallen. Mit den kaum veränderten Projektionen und den leicht gesunkenen Abwärtsrisiken sei eine weitere Zinssenkung weniger wahrscheinlich, wenn auch noch nicht ausgeschlossen.

Neu sei die Art, wie Lagarde die Initiative an sich gerissen habe. "Wir werden 2020 eine umfassende Strategiediskussion bekommen. Die EZB wird danach nicht mehr dieselbe sein wie zuvor, wenn man sich den Zielkatalog und den Kreis der Beteiligten anschaut", schreibt Burkert. Das Inflationsziel stehe im Mittelpunkt, soviel sei klar. "Aber Technikfolgen, Klimawandel und Ungleichheit sollen ebenfalls eine Rolle spielen. Zudem wird die EZB nicht nur in Professorenzirkeln Meinungen einholen", so der Experte. Eines sei klar: Die EZB-Beobachter bekämen 2020 eine Menge zu tun.

15:33 Uhr

n-tv Fonds: Was der demografische Wandel für Anleger bedeutet

Während die Bevölkerung hierzulande immer älter wird, wird die Weltbevölkerung immer jünger. Warum das so ist und was dieser demografische Wandel für die Kapitalmärkte und auch für Anleger bedeutet, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Joachim Nareike von Schroders.

15:23 Uhr

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe steigen überraschend stark

Etwas Unerfreuliches gibt es Übersee zu vermelden: Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 7. Dezember überraschend kräftig zugelegt und das höchste Niveau seit mehr als zwei Jahren erreicht. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 49.000 auf 252.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte hatten einen Anstieg auf lediglich 212.000 vorhergesagt.

Die Abweichung wird mit dem diesmal um eine Woche späteren Termin des Thanksgiving-Feiertags in Zusammenhang gebracht und nicht als eine grundsätzliche Wende am US-Arbeitsmarkt gesehen. Die wöchentlichen Zahlen sind üblicherweise volatil. So war der Wert für die Vorwoche mit 203.000 bestätigt worden, was der drittniedrigste Wert in diesem Jahr war und nahe am 50-Jahrestief von 193.000 von April lag.

15:10 Uhr

Probleme in Russland: Metro-Aktie verliert

Metro AG
Metro AG 8,00

Schlechter Tag für die Metro-Aktie: Die Anleger drücken nämlich angesichts des weiter kriselnden Russland-Geschäfts die Verkaufstaste. Der Kurs fiel um bis zu 3,7 Prozent auf ein Vier-Monats-Tief von 13,81 Euro. Am Nachmittag notierte das Papier 3,1 Prozent tiefer bei 13,90 Euro.

Der MDax-Konzern rechnet in seinem Großhandelsgeschäft im Geschäftsjahr 2019/2020 nur mit einem stagnierenden operativen Gewinn. Den Analysten von Baader Helvea zufolge ist im rückläufigen Russland-Geschäft keine Trendwende in Sicht.

14:45 Uhr

Ifo erwartet wieder größeres deutsches Wachstum

Das macht Hoffnung: Nach Ansicht des Münchner Ifo-Instituts wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr langsam wieder Fahrt aufnehmen. Dieses Jahr wachse das Bruttoinlandsprodukt noch um 0,5 Prozent, 2020 dann um 1,1 Prozent und ein Jahr später um 1,5 Prozent, prognostizierten die Ifo-Ökonomen. Die Zahl der Arbeitslosen werde weiter sinken.

Zu dieser allmählichen Erholung trage auch die Finanzpolitik bei, erklärte Ifo-Experte Timo Wollmershäuser. Entlastungen bei Steuern und Sozialbeiträgen, höhere Transferleistungen und steigende öffentliche Ausgaben spülen demnach 25 Milliarden Euro zusätzlich in die Wirtschaft. "Allerdings ist die deutsche Konjunktur weiterhin gespalten", so der Experte. Dienstleistungs- und Bauunternehmen legten weiter zu, die Industrie dagegen stecke in einer Rezession. Es sei aber Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

14:26 Uhr

Palladium-Preis übersteigt Gold-Rekordhoch

Spekulationen auf einen Angebotsengpass treiben den Preis für Palladium von Rekordhoch zu Rekordhoch. Das zur Herstellung von Auto-Katalysatoren für Otto-Motoren benötigte Edelmetall kostet 1938 US-Dollar je Feinunze und ist damit teurer, als Gold es je war. Letzteres erreichte seine Bestmarke von 1920,30 Dollar im September 2011.

Er halte die Palladium-Rally zwar für übertrieben, ein Ende sei dennoch nicht in Sicht, sagt Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann.

Palladium
Palladium 2.392,34

14:05 Uhr

Eon baut Ladesäulennetz für BMW aus

Ein Elektroauto wird an einer Ladesäule geladen. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild

(Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild)

Eon hat sich einen Großauftrag von BMW beim Ausbau der Elektromobilität gesichert. Der Versorger werde mehr als 4100 neue Ladepunkte auf den Parkplätzen von Produktionswerken, Entwicklungszentren und Büro-Standorten des Autobauers errichten und betreiben. Es handle sich um eines der größten betrieblichen Ladenetzwerke in Deutschland, teilte der Versorger mit.

Rund die Hälfte der Ladepunkte soll dabei öffentlich zugänglich sein. Die meisten sollen im Großraum München installiert werden, als weitere Standorte sind Berlin, Leipzig, Regensburg, Landshut, Wackersdorf und Dingolfing geplant. Die ersten Ladesäulen können ab Dezember genutzt werden, bis 2021 soll das Projekt abgeschlossen sein.

13:54 Uhr

Die Null steht - EZB rüttelt nicht am Leitzins

Nichts Neues aus Frankfurt: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erwartungsgemäß nicht an ihren Leitzinsen gerüttelt. Die Währungshüter beließen auf der ersten Sitzung unter der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld auf dem Rekordtief von 0 Prozent. Seit März 2016 liegt er bereits auf diesem Niveau.

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Die EZB tastete auch den Einlagensatz nicht an, der bei minus 0,5 Prozent bleibt. Banken müssen also weiterhin Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der EZB über Nacht überschüssige Liquidität parken.

13:21 Uhr

Rückenwind für Wall Street ist abgeebbt

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Von dem Rückenwind durch die US-Notenbank Fed im späten Vortagesgeschäft der Wall Street scheint heute nichts mehr übrig zu sein. Wie es letztlich mit der US-Wirtschaft weitergeht, hängt auch vom Fortgang des US-chinesischen Handelskonflikts ab. Und da gibt es nichts Neues zu vermelden, was Anleger zunehmend nervös macht. Denn am Sonntag drohen neue US-Zölle auf chinesische Importe, sollte nicht zuvor ein sogenanntes Phase-Eins-Abkommen zwischen den USA und China in trockenen Tüchern sein.

Neben der EZB-Sitzung und der ersten Pressekonferenz mit der neuen Präsidentin Christine Lagarde sorgt aber vor allem die laufende Unterhauswahl in Großbritannien für Verunsicherung. Von der Wahl werden wichtige Impulse in Sachen Brexit und Handel ausgehen.

13:05 Uhr

In Sinne von Erdogan: Türkischer Leitzins sinkt kräftig

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die türkische Zentralbank hat ihren Leitzins zum vierten Mal in diesem Jahr gesenkt. Damit kommt ihr neuer Gouverneur Murat Uysal erneut Forderungen von Präsident Recep Tayyip Erdogan nach, die Geldpolitik weiter zu lockern. Die Notenbanker senkten den Schlüsselzins um 200 Basispunkte auf 12,00 Prozent. Analysten hatten mit einer Zinssenkung zwischen 100 und 200 Basispunkten gerechnet.

Die türkische Wirtschaft hat sich von der Rezession und der Währungskrise des vergangenen Jahres erholt und ist im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent gewachsen. Erdogan hat versprochen, die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen, indem die Zentralbank die Zinsen senkt und die Banken die Kreditpipeline öffnen.

12:38 Uhr

Takeaway.com verlängert Angebot für Just Eat

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(Foto: picture alliance/dpa)

Im Übernahmekampf um den britischen Essens-Lieferdienst Just Eat hat der niederländische Wettbewerber Takeaway.com sein Angebot bis zum 27. Dezember verlängert. Bislang wurde es für 13,53 Prozent des Kapitals angenommen, wie Takeaway.com mitteilte.

Takeaway.com wetteifert um Just Eat mit Prosus, einer niederländischen Gesellschaft, die eine große Beteiligung am chinesischen Tech-Giganten Tencent hält. Prosus hat seine Offerte für Just Eat erst vor wenigen Tagen auf 5,1 Milliarden Pfund oder 740 Pence je Aktie erhöht. Takeaway will Just Eat dagegen im Wege eines reinen Aktientauschs übernehmen. Basierend auf dem Schlusskurs vor Veröffentlichung des Angebots im Juli wird Just Eat mit 731 Pence je Aktie bewertet.

12:18 Uhr

Wizz Air expandiert nach Nahost

Wizz Air
Wizz Air 51,35

Sportliche Pläne von Wizz Air: Der Billigflieger will in den Nahen Osten expandieren. Gemeinsam mit der staatlichen Abu Dhabi Development Holding Company (ADDHC) vereinbarte sie die Gründung einer Airline in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate.

Die neue Fluggesellschaft werde den Namen Wizz Air Abu Dhabi tragen und im Zuge eines Joint Ventures gegründet werden. Der Betrieb werde voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 aufgenommen.

12:04 Uhr

2019 ist maues Jahr bei Börsengängen

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(Foto: imago/Westend61)

Trotz des Mega-Börsengangs des saudiarabischen Ölriesen Aramco war 2019 auch international ein maues Jahr für Börsengänge. Weltweit wagten nur 1115 Unternehmen den Schritt aufs Parkett - 19 Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Unternehmensberatung EY mitteilte. Das Emissionsvolumen sank um vier Prozent auf 198 Milliarden US-Dollar.

Laut EY-Experte Martin Steinbach seien die Handelskonflikte und der Brexit dafür verantwortlich. Zudem sorgten die Eintrübung der Konjunktur und Börsenturbulenzen für Verunsicherung. Einige prominente Börsenneulinge erwiesen sich für die Investoren als schlechtes Geschäft, ihre Aktienkurse brachen nach der Erstnotiz ein. So haben die Papiere des US-Mitfahrdiensts Uber seit dem 8 Milliarden Dollar schweren Börsengang mehr als ein Drittel ihres Werts verloren.

11:44 Uhr

Herber Schlag für Boeing: 737 Max fliegt dieses Jahr nicht

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(Foto: picture alliance/dpa)

Schlechte Nachrichten für Boeing: Die US-Luftfahrtbehörde FAA macht dem Flugzeugbauer keine Hoffnung auf eine schnelle Entscheidung über den umstrittenen Mittelstreckenjet 737 Max. In diesem Jahr werde das Modell keine Starterlaubnis mehr bekommen, sagte FAA-Chef Steve Dickson bei einer Anhörung vor US-Abgeordneten.

Vor einer erneuten Zulassung seien fast ein Dutzend Punkte zu bearbeiten. Boeing drohten zudem Strafzahlungen, falls Informationen über Probleme nicht rechtzeitig weitergegeben worden seien.

11:32 Uhr

Eurozonen-Industrie schwächer als erwartet

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(Foto: dpa)

Negative Überraschung: Die Industrie im Euroraum hat ihre Produktion im Oktober stärker gedrosselt als erwartet. Laut Eurostat sank die Produktion (ohne Bauwirtschaft) gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0,5 Prozent. Volkswirte hatten nur einen Rückgang um 0,3 Prozent prognostiziert.

Die europäische Industrie befindet sich wegen der globalen Konjunkturschwäche, der internationalen Handelskonflikte und der Brexit-Unsicherheit in Großbritannien schon seit längerer Zeit in einer ausgeprägten Flaute. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Industrieproduktion um 2,2 Prozent niedriger. Volkswirte hatten nur mit einem Rückgang um 2,0 Prozent gerechnet.

11:22 Uhr

Dax vor EZB-Sitzung moderat im Plus

Die Anleger haben sich vor den mit Spannung erwarteten geldpolitischen Aussagen der EZB weiter vorgewagt. Der Dax gewann kurz vor Mittag 0,3 Prozent auf 13.186 Punkte - kurze Zeit notierte er oberhalb der 13.200-Punkte-Marke. Der MDax rückte um ebenfalls 0,3 Prozent auf 27.441 Zähler vor. Der TecDax stieg um 0,5 Prozent auf 3041 Stellen. Der EuroStoxx50 gewann 0,3 Prozent auf 3699 Punkte.

Die Anleger blicken zum Frankfurter EZB-Turm, wo am Nachmittag die Währungswächter der Eurozone ihre erste Zinssitzung unter der neuen EZB-Chefin Christine Lagarde abhalten wollten. Es werden weder beim Leitzins noch bei den anderen geldpolitischen Instrumenten Änderungen erwartet. Weiteres Thema auf dem Börsenparkett ist die Unterhauswahl in Großbritannien.

Infineon gewannen an der Dax-Spitze 1,8 Prozent und folgten damit starken Technologiewerten aus den USA und Asien. Schlusslicht im Dax mit minus 1,6 Prozent waren die Papiere des Triebwerkbauers MTU nach einer Abstufung durch die Commerzbank.

Dax
Dax 13.286,57

10:43 Uhr

Aktie von britischem Modehändler unter Druck

Superdry
Superdry 2,67

Ein vorsichtiger Ausblick setzt die britische Modefirma Superdry an der Londoner Börse unter Druck. Die Aktien verloren mehr als 4 Prozent.

Das Unternehmen rechnet im Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Geschäft im ersten Halbjahr habe sich mehr oder weniger so entwickelt wie erwartet, hieß es bei den Analysten von Jefferies.

10:14 Uhr

Devisenhändler hoffen auf Tory-Sieg - Pfund etwas fester

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,33

Die bei einem Wahlsieg der Konservativen sinkende Unsicherheit dürfte prinzipiell dem Pfund Sterling noch etwas Auftrieb geben, so die Analysten der Commerzbank. Ein Erfolg von Premierminister Boris Johnson würde bedeuten, dass er seine Agenda durchziehen könnte, mittels der Verabschiedung des Abkommens Ende Januar geordnet aus der EU-Gemeinschaft auszutreten.

Trotz der Umfragen sei eine Pattsituation im Parlament immer noch möglich, auch wenn die Wahrscheinlichkeit hierfür tendenziell eher gering sei. In diesem Fall würde das Pfund massiv abwerten, da sich die Hoffnungen auf ein "Happy End" sofort zerschlagen würden, heißt es weiter. Die britische Währung legte gegenüber dem US-Dollar etwas zu.

09:53 Uhr

Morphosys-Aktie mit Chartausbruch

Morphosys gewinnen 1,7 Prozent auf 126,50 Euro. Damit steigen sie über das Hoch vom Juli 2018 von 124,90 Euro. Aus charttechnischer Sicht ist nach Angaben eines Händlers der Weg Richtung Allzeithoch von Anfang 2000 frei. Dieses liegt bei gut 148 Euro.

Morphosys
Morphosys 91,54

09:38 Uhr

Brasiliens Leitzins gesenkt - nun auf Rekordtief

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(Foto: picture alliance / dpa)

Brasiliens Notenbank greift der Wirtschaft mit einer weiteren Zinssenkung unter die Arme. Sie senkte den Leitzins um weitere 0,5 Prozentpunkte auf ein Rekordtief von 4,5 Prozent. Es ist bereits der vierte große Zinsschritt um einen halben Prozentpunkt in Folge. International üblich ist eher ein viertel Prozentpunkt. Zudem ließ die Notenbank die Tür für weitere Zinssenkungen offen.

Mit ihrem Schritt reagierte die Notenbank auf die seit langem enttäuschende Entwicklung der brasilianischen Wirtschaft. Die niedrige Inflation, die gegenwärtig unter dem Zielwert der Währungshüter liegt, bietet Spielraum für niedrige Zinsen.

09:15 Uhr

Bei US-Sanktionen gegen Pipeline Gegenmaßnahmen gefordert

Ein blauer Deckel schließt auf der Baustelle der Ostseepipeline Nord Stream 2 ein Rohr ab. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

(Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa)

Die drohenden US-Sanktionen gegen die Ostseepipeline rufen die Die deutsche Wirtschaft auf den Plan. Sie kritisiert die Pläne scharf und fordert Gegenmaßnahmen.

  • "Die Sanktionen gegen Nord Stream 2 sind ein Schlag gegen Europa und den engen Bündnispartner Deutschland", sagte der Präsident der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) und Vorstandschef des Öl- und Gaskonzerns OMV, Rainer Seele.
  • "Es ist an der Zeit, dass Berlin und Brüssel eine klare politische Position beziehen und mit gezielten Gegenmaßnahmen antworten. Auf dem Spiel steht die energiepolitische Unabhängigkeit Europas."
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Ein US-Senatsausschuss hatte gestern ein Gesetz beschlossen, das Sanktionen gegen Unternehmen vorsieht, die sich am Bau der 1200 Kilometer langen Pipeline von Russland bis nach Deutschland beteiligen. Präsident Donald Trump muss das Gesetz noch unterschreiben, dem zuvor beide Kammern des Kongresses zustimmen müssen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

09:10 Uhr

Dax schafft ordentlichen Tagesstart

Dax
Dax 13.286,57

Am Tag der britischen Unterhauswahl ist der deutsche Aktienmarkt fester in den Handel gestartet. Der Dax legte um 0,3 Prozent auf 13.191 Punkte zu. Der MDax gewann 0,4 Prozent auf 27.456 Zähler. Der TecDax kletterte um ebenfalls 0,4 Prozent auf 3038 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,2 Prozent auf 3696 Punkte nach oben.

08:47 Uhr

Aramco knackt Börsenwert von zwei Billionen Dollar

Die Aktien des Börsenneulings Saudi Aramco bleiben an der Börse in Riad auf der Überholspur. Mit einem erneuten Kursplus von zehn Prozent auf 38,70 Riyal knackte der weltgrößte Ölkonzern Refinitiv-Daten zufolge die magische Marke von zwei Billionen Dollar Börsenwert. Schon mit seinem Debut am Mittwoch hatte Aramco die nach Marktkapitalisierung bislang größten Konzerne der Welt, Apple und Microsoft, locker überholt. Die Titel waren am Mittwoch auf 35,20 Riyal gestiegen und hatten damit zehn Prozent über ihrem Ausgabepreis von 32 Riyal (8,53 Dollar) gelegen.

08:36 Uhr

Zollstreit bremst Asien-Märkte

Nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed sind die asiatischen Börsen heute kaum vorangekommen. Vor allem die anstehenden US-Zölle auf chinesische Güter trübten die Stimmung. In Tokio gewann Nikkei 0,1 Prozent auf 23.424 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index fiel hingegen um 0,1 Prozent. Die Börse in Shanghai notierte 0,3 Prozent schwächer, während es an den Handelsplätzen in Hongkong und Südkorea aufwärtsging.

Die Fed beließ die Leitzinsen unverändert und signalisierte zugleich, dass sie einstweilen eine Pause bei erneuten Zinsschritten einlegen wolle. Das weckte bei den Investoren Zuversicht hinsichtlich der Konjunkturentwicklung. Gebremst wurde diese jedoch von der anstehenden Zollerhöhung der USA auf chinesische Konsumgüter am 15. Dezember.

08:19 Uhr

Turbinen-Auftrag aus Chile beflügelt Nordex

Anleger greifen angesichts eines Auftrages für einen Windpark in Chile bei Nordex zu. Die Aktien des Windkraftanlagen-Bauers steigen bei Lang & Schwarz um 2,9 Prozent an die SDax-Spitze. Der internationale Wind- und Solarprojekte-Entwickler Mainstream Renewable Power hat bei Nordex 18 Anlagen der Delta4000-Serie bestellt.

08:13 Uhr

Dax zur Briten-Wahl höher erwartet

Dax
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Zur Parlamentswahl in Großbritannien wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge erneut etwas höher starten. Am Mittwoch hatte er 0,6 Prozent im Plus bei 13.146,74 Punkten geschlossen.

Sollte der britische Premierminister Boris Johnson wie in den Umfragen vorhergesagt die absolute Mehrheit erringen, könne er "durchregieren", sagte Stefan Bielmeier, Chef-Volkswirt der DZ Bank. "Dem EU-Austritt Großbritanniens Ende Januar 2020 dürfte kaum noch etwas im Wege stehen." Bei einem erneuten Patt im Unterhaus befürchten Experten dagegen eine Verlängerung des Brexit-Dramas mit entsprechenden Belastungen für die britische Wirtschaft und das Pfund Sterling.

Die US-Notenbank Fed hatte die Leitzinsen wie erwartet unverändert gelassen und signalisiert, dass sie einstweilen eine Pause bei erneuten Zinsschritten einlegen will.

07:44 Uhr

Insider: Zölle auf chinesische Konsumgüter kommen

Inmitten des Handelstreit zwischen den USA und China werden Insidern zufolge neue Zölle auf chinesische Konsumgüter am 15. Dezember in Kraft treten. US-Präsident Donald Trump werde sich voraussichtlich am Donnerstag mit Beratern treffen, um über die am Sonntag fälligen Zölle unter anderem für chinesische Smartphones und Spielwaren im Wert von 160 Milliarden Dollar zu entscheiden, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

  • Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer, Finanzminister Steven Mnuchin und die Berater des Weißen Hauses Larry Kudlow und Peter Navarro werden an dem Treffen teilnehmen, aber die endgültige Entscheidung wird Trump obliegen, so die Insider.
  • In den letzten Tagen hätten innerhalb einer kleinen Gruppe hochrangiger Beamter E-Mails kursiert, in denen argumentiert werde, dass frühere Zölle einen schwachen Einfluss auf die US-Wirtschaft gehabt hätten, erklärte ein anderer Insider aus Regierungskreisen.
  • Er erwarte, "dass sie die Tarife am Sonntag erhöhen. Die Regierung legt ihre Gespräche darauf aus zu erklären, warum eine Erhöhung richtig ist. Die Botschaft ist, dass es nicht 'schmerzhaft' sein wird."
07:32 Uhr

Ölpreise sind auf Berg- und Talfahrt

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 44,97

Eine Berg- und Talfahrt zeigen die Ölpreise. Zunächst fielen sie, belastet von neuen Vorratsdaten aus den USA. Demnach stiegen die Bestände in der zurückliegenden Woche wider Erwarten. Außerdem drückte auf die Preise, dass laut dem Opec-Monatsbericht das Wachstum der Ölförderung in Staaten außerhalb der Organisation 2020 robust bleiben wird. Später im Handel sorgten dann die konjunkturzuversichtlichen Aussagen der US-Notenbank für wieder anziehende Preise. Zuletzt fiel Öl der US-Sorte WTI um 0,7 Prozent auf 58,85 Dollar je Fass. Brent gab um 0,8 Prozent auf 63,84 Dollar nach. Im asiatischen Handel erholen sich die Ölpreise von den Abgaben leicht.

06:53 Uhr

Fed beschert Markt Freude zur Weihnachtszeit

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen uneinheitlich. Während es in Hongkong und Südkorea aufwärts geht, verzeichnet Sydney leichte Abschläge. Von der Wall Street kamen nach der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank positive Impulse. Die Fed ließ zwar wie erwartet die Leitzinsen stabil, signalisierte aber zugleich, dass sie auf längere Sicht am aktuellen Zinsniveau festhalten will. Zudem fiel die Prognose für das US-Wirtschaftswachstum 2020 ein wenig höher aus als noch im September. "Die Fed hat dem Markt eine überraschende Freude zur Weihnachtszeit bereitet", so Stephen Innes, Chief Asia Market Strategist bei AXI Trader.

Nikkei
Nikkei 26.507,73

In Tokio verbessert sich der Nikkei-Index um 0,2 Prozent. Gegenwind kommt hier von der Konjunkturseite: Die Maschinenbauaufträge sind im Oktober entgegen den Erwartungen um 6,0 Prozent gefallen; während Ökonomen einen Anstieg um 0,9 Prozent erwartet hatten. Deutlich fester zeigen sich da die Aktienmärkte in Seoul und Hongkong mit Aufschlägen von 1,3 bzw. 1,2 Prozent. In Schanghai geht es dagegen leicht um 0,1 Prozent nach unten. Auch der S&P/ASX-200 in Sydney verzeichnet Abgaben von 0,6 Prozent.

06:42 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht