Donnerstag, 17. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax schafft Verlustabbau - Grenke wird aktiv: plus 34 Prozent

Es wurde dann doch nicht so schlimm: Der deutsche Aktienmarkt hat bis zum Handelsschluss einen großen Teil seiner Verluste wieder abbauen können. Grund waren auch die Kurserholungen an der Wall Street. Die Fed hatte am Donnerstag wie erwartet das Zinsniveau und den Umfang der Anleihekäufe bestätigt. Daraufhin herrschte Enttäuschung an den Börsen.

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Der Dax verlor nur noch 0,4 Prozent auf 13.208 Punkte. Auch der MDax gab geringfügig nach. Der TecDax sackte um 0,5 Prozent auf 3101 Zähler ab. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent tiefer bei 3321 Stellen.

Abwärts ging es mit einigen Autowerten wegen schwacher Absatzzahlen für Europa. VW verloren 0,7 und Continental 1,5 Prozent.

Im MDax schossen Grenke nach zweitägiger Prügel wieder hoch - um 33,6 Prozent auf 35,66 Euro. Kurz vor Handelsschluss gab Firmengründer Wolfgang Grenke eine schriftliche Erklärung zu den gegen das MDax-Unternehmen erhobenen Vorwürfen ab. Morgen wird sich der Vorstand gemeinsam mit der Aufsichtsratsspitze zu mehreren Themenkomplexen erklären, um die Vorwürfe im Detail zu widerlegen.

16:55 Uhr

Coba-Aufsichtsratschef ist sehr unzufrieden mit seiner Bank

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Hans-Jörg Vetter (Archivbild)

(Foto: imago images/Wilhelm Mierendorf)

Das wird bei der Commerzbank-Belegschaft nicht gerade die Laune heben: Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter schwört sie nämlich auf harte Einschnitte ein.

  • "Es gibt noch viele althergebrachte Strukturen, die den heutigen Anforderungen und der Größe der Bank nicht mehr angemessen sind", erklärte er in einem im Intranet der Bank veröffentlichten Interview, aus dem Reuters zitiert.
  • "Das zu durchleuchten und die nötigen Anpassungen vorzunehmen, wird Sache des Vorstandschefs sein."

Laut Vetter ist die Commerzbank kein Sanierungsfall. Sie müsse aber Erträge steigern, Kosten senken und den Status Quo hinterfragen. Der Kontrollchef verteidigte die externe Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Vorstandschef Martin Zielke. Ein seriöser Besetzungsprozess gebiete, "dass sich auch die besten internen Kandidaten dem Wettbewerb von außen stellen müssen".

Die Commerzbank-Aktie notierte am späten Nachmittag 2,2 Prozent tiefer.

Commerzbank
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16:36 Uhr

Wie geht es mit den US-Techwerten weiter?

Anlegern fehlten nach der Sitzung der US-Notenbank wichtige Impulse, dementsprechend rutschten die Tech-Aktien ab. Folgt jetzt der Wendepunkt der US-Tech-Rally oder doch die Fortsetzung der Rekordjagd dank Tech-Giganten wie Apple und Tesla? Bianca Thomas spricht mit Christian Köker über die aktuelle Lage und wie Anleger und Trader US-Tech-Strategien umsetzen können.

16:13 Uhr

Zerschlagung von Real: Globus will auch ein paar Krumen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Supermarktkette Globus will sich einen Teil des zerschlagenen Real-Warenhausnetzes einverleiben. Globus habe sein Interesse am Erwerb von 16 Real-Märkten bekundet, sagte eine Sprecherin der Firma mit Sitz im saarländischen Sankt Wendel. Man würde alle Mitarbeiter übernehmen und zusätzliche Arbeitsplätze aufbauen.

Die Metro hatte Real mit seinen rund 270 Märkten im Frühjahr an den russischen Finanzinvestor SCP verkauft, der die Kette zerschlagen will. Bisher griffen Edeka und Kaufland zu und unterschrieben Kaufverträge - Kaufland soll 101 Real-Märkte bekommen und Edeka 72.

Globus hat insgesamt 47 Märkte und ist im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Bayern und in Ostdeutschland präsent. Bekäme Globus die 16 zusätzlichen Märkte von SCP, wäre die Kette auch in Nordrhein-Westfalen vertreten.

15:59 Uhr

US-Indizes starten schwach - Nasdaq wieder tiefrot

Rot ist es zum Start an der Wall Street zugegangen. Der Dow Jones verlor 1,4 Prozent auf 27.652 Punkte, der S&P-500 gab 1,6 Prozent ab und der Nasdaq-Composite 2,1 Prozent. Auf den Dax hatte das keine großen Auswirkungen - er verharrte bei einem Abschlag von 0,6 Prozent bei 13.174 Punkten.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Erneut standen die heißgelaufenen Technologiewerte an der Nasdaq besonders unter Druck. Die Anleger zeigten sich bereits gestern enttäuscht vom Ausblick der US-Notenbank. Hinzu kamen unterschiedliche Signale, wie lange es wohl mit einem tauglichen Corona-Impfstoff dauern wird. Auch ein staatliches Hilfspaket scheint in weite Ferne gerückt zu sein. Neue Konjunkturdaten erbrachten keine Überraschung. Die Jobdaten fielen minimal besser aus als erwartet, der Philly-Fed entsprach den Prognosen, während Immobiliendaten etwas schwächer hereinkamen.

Bei den Einzelwerten sprang der Kurs des Büroausstatters Herman Miller um 22 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat nach eigener Aussage in seinem ersten Geschäftsquartal zwar den Trend zur Heimarbeit zu spüren bekommen, dank Kostensenkungen aber trotz eines Umsatzrückgangs ein höheres Ergebnis erzielt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Biontech kletterten um 2,1 Prozent. Das Biotech-Unternehmen erweitert über den Zukauf einer Produktionsstätte in Marburg die globalen Produktionskapazitäten für den Covid-19-Impfstoff.

15:44 Uhr

Grenke-Kurs springt noch höher - Ermittlungen gegen Unbekannt

Die Anleger hoffen bei Grenke wohl auf eine schnelle Klärung der vom Investor Fraser Perring erhobenen Betrugsvorwürfe. Der Aktienkurs stieg am Nachmittag um rund 28 Prozent auf ein Tageshoch von 34,20 Euro.

Im Zusammenhang mit Perrings Vorwürfen hat die Staatsanwaltschaft Mannheim ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt gestartet. Am Mittwoch waren die Papiere der Leasingfirma um 40 Prozent eingebrochen.

15:22 Uhr

Moderna zu Zwischenergebnissen beim Corona-Impfstoff

Moderna erwartet die ersten Zwischenergebnisse zur Wirksamkeit seines Covid-19-Impfstoffs aus einer Phase-3-Studie im November. Aber Oktober sei auch noch möglich, sagte CEO Stephane Bancel, dem "Wall Street Journal". Der Zeitpunkt werde von den Infektionsraten an den Orten abhängen, an denen die Studie durchgeführt wird. Die Studie vergleiche, ob unter den geimpften Menschen weniger Covid-19-Symptome entwickeln als unter den ungeimpften.

Das US-Biotech-Unternehmen entwickelt einen der führenden Corona-Impfstoffkandidaten. Die Studie testet den Wirkstoff an mehr als 25.000 Menschen und peilt 30.000 an. Bancel zufolge könnten positive Zwischenergebnisse den Antrag auf beschleunigte Zulassung unterstützen.

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14:56 Uhr

Weniger Erstanträge, aber US-Jobmarktlage bleibt angespannt

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(Foto: dpa)

Ermutigendes von jenseits des "großen Teiches": Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe hat in der Woche zum 12. September etwas stärker abgenommen als erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 33.000 auf 860.000, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf 875.000 vorhergesagt.

In der Woche zum 5. September erhielten 12,628 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung. Dies war eine Abnahme gegenüber der Vorwoche um 916.000.

14:33 Uhr

Spekulation um Negativzins setzt Pfund zu

Aus Furcht vor der Einführung negativer Zinsen in Großbritannien haben sich Anleger aus dem Pfund Sterling zurückgezogen. Es verbilligt sich um jeweils etwa ein halbes Prozent auf 1,29 US-Dollar und 1,0930 Euro.

Die Bank of England (BoE) hält zwar an ihrer Geldpolitik fest, hat sich nach eigenen Angaben aber darüber informiert, wie ein negativer Zinssatz effektiv umgesetzt werden könnte.

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(Foto: picture alliance / dpa)

14:08 Uhr

Grenke-Aufsichtsratsmitglied kauft Aktien in großem Stil

Grenke-Aufsichtsratsmitglied Florian Schulte hat den von den Anschuldigungen eines Short-Sellers verursachten Kurseinbruch bei dem MDax-Konzern genutzt und Aktien gekauft. Wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht, hat er für 125.554 Euro Aktien gekauft - zu einem Durchschnittspreis von 35,87 Euro. Die Grenke-Aktie notierte am frühen Nachmittag 19 Prozent höher bei 31,78 Euro.

13:55 Uhr

P&R-Gläubiger könnten erstmals Geld bekommen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Rund zweieinhalb Jahre nach der Milliardenpleite der Containervermietung P&R rücken für die Gläubiger erste Zahlungen in greifbare Nähe. Die Erfolge aus der weiterlaufenden Containerverwertung sollten ihnen "baldmöglichst zugutekommen", erklärte Insolvenzverwalter Michael Jaffé. Sogenannte gut informierte Kreise gehen davon aus, dass es Ende dieses, Anfang des kommenden Jahres zu einer ersten Auszahlung kommen könnte.

P&R hatte Kapitalanlegern Beteiligungen an 1,6 Millionen Containern verkauft, von denen aber nur ein Drittel existierte. Die Staatsanwaltschaft sah "Merkmale eines Schneeballsystems". Die Forderungen der Anleger belaufen sich früheren Aussagen Jaffés zufolge auf "etwas über 3 Milliarden Euro".

13:32 Uhr

Bank of England gibt "äußerst unsicheren Ausblick"

Die britische Notenbank hat ihren Leitzins stabil gehalten und signalisiert, dass sie zu weiteren Hilfen für die Wirtschaft bereit ist, sollte die Erholung ins Stocken geraten. Der Leitzins verharrte auf dem Rekordtief von 0,10 Prozent. Börsianer und Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Auch das Kaufprogramm wurde auf dem aktuellen Niveau von 745 Milliarden Pfund belassen. Die Beschlüsse der Notenbanker fielen einstimmig.

Neben der Pandemie lastet weiterhin das Risiko eines harten Brexits zum Jahresende auf der britischen Wirtschaft. Die Währungshüter der Bank of England (BoE) betonten deshalb, dass der Ausblick "außergewöhnlich unsicher" bleibe.

13:01 Uhr

Bei Opel herrscht dicke Luft

Beim Autobauer Opel haben IG Metall und Betriebsrat empört auf Entlassungsdrohungen des Unternehmens reagiert. Betriebsbedingte Kündigungen seien mit dem gültigen Zukunftstarifvertrag bis Mitte 2025 ausgeschlossen, erklärte der Bezirkschef der IG Metall, Jörg Köhlinger. Man erwarte von dem Unternehmen Vertragstreue.

Gestern hatte die PSA-Tochter Entlassungen für den Fall ins Spiel gebracht, dass sich bei einem vereinbarten Freiwilligenprogramm bis Ende 2021 nicht die angestrebten 2100 Teilnehmer finden lassen. Bislang hätten sich nur rund 500 Beschäftigte für ein Ausscheiden entschieden. Nach Angaben eines Sprechers will Opel die Situation im November bewerten und darauf basierend die Umsetzung betriebsbedingter Kündigungen prüfen. Betroffen ist vor allem der Stammsitz Rüsselsheim.

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(Foto: picture alliance/dpa)

12:43 Uhr

Entspannung bei Ölpreisen

Brent Rohöl
Brent Rohöl 42,54

Die Ölpreise haben ihre Verluste vollständig abbauen können. Die Preise für Brent und WTI stiegen nun ganz leicht. Einerseits stützt der Hurrikan "Sally", der auf den Golf von Mexiko zusteuert und die Förderanlagen dort gefährden könnte.

Daneben wurde am Markt über weitere Kürzungen der Öl-Förderung spekuliert. Einige Förderländer kommen heute zu einem Online-Meeting zusammen.

12:21 Uhr

Fed nimmt "verwöhntem Kind" Wall Street die Süßigkeiten weg

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(Foto: REUTERS)

Mit Abgaben in größerem Ausmaß muss an der Wall Street zum Start gerechnet werden. Die Anleger zeigten sich bereits gestern enttäuscht vom Ausblick der US-Notenbank. Hinzu kommen unterschiedliche Signale, wie lange es wohl mit einem tauglichen Corona-Impfstoff dauern wird. Am Vortag wurden vor allem die Technologiewerte verkauft, was den Nasdaq-Composite auf Monatsbasis weiter in negatives Terrain gedrückt hat.

  • "Die Fed hat gesagt, sie werde die Zinsen lange niedrig halten. Aber das ist nicht genug", sagt James Athey von Aberdeen Standard Investments. Der Markt wolle "mehr, mehr, mehr".
  • Aussagen der Fed zur Zukunft seien "nicht sehr relevant für einen Markt, dessen  Aufmerksamkeitsspanne 24 Stunden beträgt", so Athey, der die Börse vergleicht mit einem "verwöhnten Kind, dem die Süßigkeiten weggenommen wurden".

Zudem sagte Robert Redfield, ein Gesundheitsexperte der Trump-Administration, ein Corona-Impfstoff könnte für die Allgemeinheit erst kommenden Sommer zur Verfügung stehen. Darauf wurde er von US-Präsident Donald Trump zurückgepfiffen.

Im Fokus stehen vor Börsenstart die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Zugleich werden der Philly-Fed Index sowie Immobiliendaten publiziert.

12:08 Uhr

Dax verringert Verlust - Autowerte pfui - Delivery Hero hui

Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Kurse bis zum Mittag wieder etwas erholt. Der Dax verringerte sein Minus auf 0,6 Prozent und wies 13.175 Punkte auf. Der EuroStoxx 50 verlor 0,9 Prozent auf 3310 Stellen.

Unter Druck standen die Autowerte nach schlechten Absatzzahlen in Europa. Die Kursverluste von BMW, Continental, Daimler und Volkswagen reichten von 0,5 bis 1,8 Prozent. Auch Infineon ließen mit einem Abschlag von 1,4 Prozent Federn.

Dass Delivery Hero für bis zu 230 Millionen Euro die lateinamerikanischen Aktivitäten des Konkurrenten Glovo übernimmt, stieß an der Börse auf Zustimmung. Gegen den schwachen Gesamtmarkt stieg der Kurs an der Spitze des Dax um 2,6 Prozent.

11:38 Uhr

Grenke-Stellungnahme am Nachmittag - Kurs steigt kräftig

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Wolfgang Grenke

(Foto: picture alliance / Marijan Murat)

Die unter Beschuss geratene Leasingfirma Grenke setzt sich gegen die Vorwürfe des britischen Investors Fraser Perring zur Wehr. Man habe eine Taskforce gebildet, die sich mit der "detaillierten Widerlegung" der Behauptungen des Investors befasse, teilte das MDax-Unternehmen mit. Am Nachmittag um 16 Uhr werde Firmengründer Wolfgang Grenke ein "kurzes schriftliches Statement" geben. Morgen Nachmittag wollen sich der Vorstand und der Aufsichtsrat dann Fragen von Analysten und Investoren stellen.

Perring wirft Grenke in einem am Dienstag veröffentlichten Dokument unter anderem Betrug, Bilanzfälschung und Geldwäsche vor - parallel dazu wettet er als sogenannter Leerverkäufer auf einen Absturz der Aktien. "Vorstand und Aufsichtsrat sehen alle diese Vorwürfe weiterhin als unbegründet an", erklärte Grenke. Zudem prüfe der Konzern rechtliche Schritte gegen Perring.

Die Grenke-Aktie befand sich heute wieder auf Erholungskurs. Sie verteuerte sich kurz vor Mittag um 16,6 Prozent auf 31,18 Euro.

11:15 Uhr

Deutsche Börse übernimmt Quantitative Brokers

Die Deutsche Börse hat ihr Geschäft mit einer kleineren Übernahme ausgebaut. Der Konzern habe sich die Mehrheit an Quantitative Brokers (QB) gesichert. Das New Yorker Unternehmen sei ein unabhängiger Anbieter von Handelsalgorithmen und datenbasierter Analyse für globale Futures-, Options- und Zinsmärkte, teilte das das Dax-Unternehmen mit.

Einen Kaufpreis für die Mehrheit an dem New Yorker Fintech nannte der Konzern nicht. Quantitative Brokers werde im laufenden Jahr voraussichtlich 25 Millionen Dollar umsetzen.

10:24 Uhr

Europas Automarkt bricht im August erneut ein

Belastet von einer weiter gedämpften Nachfrage infolge der Corona-Krise hat der europäische Automarkt auch im August einen heftigen Dämpfer erlitten. Die Absatzzahlen brachen um 17,6 Prozent auf 884.394 Fahrzeuge ein, wie der Herstellerverband Acea mitteilte. Im Juli sanken die Verkäufe nicht ganz so stark um 3,7 Prozent. Bezogen auf die ersten acht Monate ergibt sich ein Einbruch des Automarktes von einem Drittel.

Mit Ausnahme des kleinen Marktes Zypern verbuchten alle Märkte im August Rückgänge, so der Verband. In Deutschland und Frankreich brachen die Verkäufe im vergangenen Monat um jeweils ein Fünftel ein, in Großbritannien schrumpfte der Absatz um 5,8 Prozent. Italien verbuchte lediglich ein Minus von 0,4 Prozent.

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(Foto: picture alliance / dpa)

10:12 Uhr

Biontech baut Kapazitäten für Corona-Impfstoff aus

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Biontech übernimmt vom Schweizer Pharmariesen Novartis eine Produktionsanlage im hessischen Marburg zur Herstellung seines potenziellen Corona-Impfstoffes. Mit der Anlage könne man bei vollem Betrieb seine Produktionskapazitäten um bis zu 750 Millionen Dosen pro Jahr oder mehr als 60 Millionen Dosen pro Monat erweitern, teilte das Mainzer Biotechunternehmen mit.

Die Anlage soll eine der größten Produktionsstätten in Europa für Boten-RNA (mRNA) werden, auf der der Impfstoff von Biontech basiert. Zum Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben. Das Geschäft soll im vierten Quartal abgeschlossen werden.

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10:00 Uhr

Weiterer Weggang bei Coba: Privatkundenvorstand wirft hin

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Michael Mandel

(Foto: dpa)

Der personelle Aderlass bei der Commerzbank hält an: Wenige Tage nach der Kündigung der Chefin der Konzerntocher Comdirect, Frauke Hegemann, verlässt nun auch Privatkundenchef Michael Mandel das MDax-Unternehmen. Er habe dem Aufsichtsrat eine einvernehmliche Beendigung seines Vertrags angeboten und dieser habe dem zugestimmt, teilte die Commerzbank mit. Mandels Vertrag ende damit am 30. September. Die Verantwortung für das Privat- und Firmenkundengeschäft im Konzernvorstand übernehme vorerst Vorständin Sabine Schmittroth.

Im Ressort von Vorstand Marcus Chromik werde übergangsweise die Verantwortung für Compliance angesiedelt. Die Commerzbank steckt derzeit in einem Umbau und sucht einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Der derzeitige Chef Martin Zielke geht zum Jahresende.

Die Aktie der Commerzbank verbilligte sich am Vormittag um 2,7 Prozent.

09:42 Uhr

Grenke-Aktie zeigt sich nach Kurssturz erholt

Grenke
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Der Aktienkurs der mit Betrugsvorwürfen konfrontierten Leasingfirma Grenke hat sich in der ersten Handelsstunde stabilisiert. Nach zwei Tagen mit dramatischen Verlusten notierte das im MDax notierte Papier 10 Prozent höher.

Das Unternehmen aus Baden-Baden hat die vom Finanzinvestor Fraser Perring gemachten Vorwürfe der Bilanzfälschung und des Betrugs von sich gewiesen.

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09:27 Uhr

Erstmals mehr Karten- als Barzahlungen in Deutschland

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(Foto: picture alliance/dpa)

Hier einmal eine Meldung abseits des Börsengeschehens: Nach Angaben des globalen Marktforschungsunternehmens Euromonitor International übersteigt im in diesem das Kartenzahlungsvolumen erstmals in der Geschichte sämtliche Bargeldtransaktionen im deutschen Einzelhandel sowie im Freizeit-, Gastronomie- und Tourismusbereich. Dem White Paper "Der deutsche Verbraucher: eine rasante Entwicklung inmitten der Krise" zufolge wird prognostiziert, dass der Gesamtwert der Kartentransaktionen in Deutschland im Zeitraum von 2019 bis 2025 um 28 Prozent steigt, während Barzahlungen im gleichen Zeitraum um 34 Prozent zurückgehen.

  • "Als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie zeigten die deutschen Verbraucher eine abrupte Veränderung im Zahlungsverhalten, indem sie aus hygienischen Gründen zunehmend Zahlungen per Karte abwickelten. Ein Großteil von ihnen beginnt zum ersten Mal, die kontaktlose Kartenfunktion und Smartphones für mobile Zahlungen zu verwenden", analysiert Ratna Sita, Head of Research Dach bei Euromonitor International.
09:13 Uhr

Fed-Entscheid bremst auch Asien-Börsen aus

Nikkei
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Die US-Notenbank hat mit dem Verzicht auf eine Ausweitung ihres Wertpapierkaufprogramms auch für lange Gesichter bei den asiatischen Anlegern gesorgt. In Tokio ging der Nikkei 0,7 Prozent tiefer bei 23.319 Punkten aus dem Handel. Der MSCI-Index für die asiatischen Werte außerhalb Japans lag ebenfalls im Minus.

Die Fed hatte angekündigt, die Zinsen so lange nicht anzutasten, bis die Ziele bei Inflation und Arbeitslosigkeit erreicht sind. Ihren Prognosen zufolge ist das nicht vor 2023 der Fall. Zwar müsse man bei Prognosen vorsichtig sein, die derart lange in die Zukunft reichen, sagte Derek Holt, Chefanalyst bei der Scotiabank.

09:06 Uhr

Enttäuscht von der Fed: Dax macht die Fliege

Roter Tagesstart am deutschen Aktienmarkt: Der Dax verlor in den ersten Handelsminuten 1,4 Prozent auf 13.066 Punkte. Der MDax sackte um 1,2 Prozent auf 27.353 Zähler ab, der TecDax um 1,5 Prozent auf 3071 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 1,4 Prozent tiefer bei 3291 Punkten.

Die Fed hat am Mittwoch ihre Tiefzinspolitik für lange Zeit festgeschrieben. Nach den jüngsten Wirtschaftsprojektionen dürften die Zinsen bis mindestens 2023 unverändert bleiben. Die Märkte preisten eine Zinserhöhung sogar frühestens im Herbst 2024 ein, sagte Ulrich Stephan, Chefstratege für Privatkunden bei der Deutschen Bank. Einige Marktteilnehmer hätten vorsichtige Andeutungen zu einer möglichen baldigen Erhöhung der Anleihenkäufe erwartet. Doch diese seien ausgeblieben.

Dax
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08:55 Uhr

Starker Dollar lässt Ölpreise sinken

Mit den Ölpreisen ist es im frühen Handel runtergegangen. Sie gaben damit einen Teil ihrer Aufschläge vom Vortag wieder ab. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 41,71 US-Dollar. Das waren 50 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 55 Cent auf 39,61 Dollar.

Gedrückt wurden die Rohölpreise vor allem durch den stärkeren Dollar. Der Greenback profitierte als Weltreservewährung von den überwiegend schwachen Aktienmärkten in Asien. Eine starke US-Währung verteuert Rohöl für Investoren außerhalb des Dollarraums und lastet damit auf der Erdölnachfrage. An diesem Donnerstag beratschlagt der Ölverbund Opec+ über seine Förderpolitik.

08:45 Uhr

Dax-Future weiter runter - sehr schwacher Autoabsatz

Der Dax-Future hat weiter nachgegeben, der Dax wurde wenige Minuten vor Handelsbeginn nun deutlich unter 13.100 Punkten erwartet. "Der Autoabsatz ist sehr schwach", so ein Händler. Im August zeigten die Zahlen in Europa ein Minus von 17,6 Prozent, im Juli seien es lediglich minus 3,7 Prozent gewesen.

08:33 Uhr

"Fed vermasselt Stimmung" - Dax vorbörslich dick im Minus

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(Foto: picture alliance/dpa)

Mit einer schwächeren Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten rechnen die Händler. Der Dax wird vorbörslich 1 Prozent niedriger erwartet bei 13.120 Punkten, beim Euro-Stoxx-50 sieht es ähnlich aus. "Die US-Notenbank Fed hat die Stimmung erst einmal vermasselt", sagte ein Börsianer. Seit der Sitzung der Fed zogen US-Dollar und Renditen an, Aktien und Rohstoffpreise kamen überwiegend zurück. Der Euro fiel im Gegenzug auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen.

Der Dax dürfte zunächst die Unterstützungsmarke bei 13.100 Punkten testen.

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07:26 Uhr

Fed schickt Euro auf Talfahrt - tiefster Stand seit Wochen

US-Dollar / Euro
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Der Euro ist am Morgen nach der Sitzung der US-Notenbank Fed am Vorabend auf den tiefsten Stand seit Mitte August gefallen. Der Kurs der Gemeinschaftswährung sank im frühen Handel bis auf 1,1738 US-Dollar und baute damit die Verluste der Vortage aus. Der Kurs entfernt sich damit auch deutlich von dem noch Anfang September erreichten Zwischenhoch von etwas mehr als 1,20 US-Dollar.

Der Euro war bereits am Abend während der Pressekonferenz von US-Notenbankchef Jerome Powell unter Druck geraten und zeitweise unter die Marke von 1,18 US-Dollar gerutscht, konnte sich dann aber wieder etwas erholen. Im asiatischen und frühen europäischen Handel geriet der Euro aber wieder stärker unter Druck. Nach Einschätzung von Händlern und Experten belasteten die Aussagen Powells den Euro. Dieser hatte bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Zinssitzung gesagt, dass die aktuelle geldpolitische Ausrichtung der Fed angemessen sei. Allerdings sei voraussichtlich mehr fiskalische Unterstützung notwendig.