Donnerstag, 23. April 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

US-Jobdaten? Einkaufsmanager? Der Dax pfeift drauf

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(Foto: picture alliance / dpa)

Wen interessieren die 4,4 Millionen neuen Arbeitslosen in den USA und die durchweg gruseligen Einkaufsmanagerindizes in Europa und Amerika? Das könnte das Motto des heutigen Handelstages gewesen sein. Der deutsche Aktienmarkt agierte, als gäbe es keine Krise - und er orientierte sich dabei an der Wall Street. Die Anleger schauten lieber auf den Anstieg der Ölpreise nach dem Schock zum Wochenanfang. Brent erholte sich um 12,5 Prozent und WTI um 30 Prozent. Den Handel stützte auch die Hoffnung auf eine Einigung beim Videogipfel der EU-Staats- und Regierungschefs auf Hilfsprogramme im Kampf gegen die Corona-Krise. Und dann präsentierte sich auch noch der Euro noch etwas fester.

So legte der Dax um 0,9 Prozent zu und schloss bei 10.514 Punkten. Der MDax gewann 1,0 Prozent auf 22.507 Zähler, der TecDax 1,7 Prozent auf 2950 Stellen. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,9 Prozent auf 2860 Punkte.

Im Dax erlebte die Wirecard-Aktie mit plus 11,4 Prozent einen wahren Höhenflug - das Papier ist auch für den kräftigen Anstieg des TecDax verantwortlich. Die Tatsache, dass die bis zum 27. April verlängerte Sonderprüfung beim Zahlungsdienstleister durch KPMG bisher keine Hinweise auf Bilanzmanipulation geliefert hat, überzeugt die Anleger wohl. Stark waren heute auch die Autowerte - sicherlich, weil eine staatliche Ankurbelung des Verkaufs anstehen könnte. BMW gewannen 2,6 Prozent, VW 1,7 Prozent. Daimler stiegen trotz Gewinneinbruchs im ersten Quartal um 3,2 Prozent.

17:20 Uhr

Ukraine-Leitzins um 2 Prozentpunkte gesenkt

Nun mal eine Meldung aus der östlichen Ecke Europas: Wussten Sie, wie hoch der ukrainische Leitzins ist? Jetzt 8 Prozent. Die Zentralbank in Kiew hat ihn im Kampf gegen die Folgen der Virus-Krise heute gesenkt. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld lag zuvor bei 10 Prozent.

Bereits im März hatten die ukrainischen Währungshüter den Leitzins nach unten gesetzt. Die Notenbank geht nun davon aus, dass die Wirtschaft des krisengeschüttelten Landes dieses Jahr um 5 Prozent schrumpfen wird. Das wäre der erste Rückgang seit 2015.

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(Foto: imago/EST&OST)

17:12 Uhr

RTL Deutschland meldet Kurzarbeit an

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picture alliance/dpa

Die Mediengruppe RTL Deutschland schickt wegen der Coronavirus-Krise ihre Beschäftigten ab Mai in Kurzarbeit. Die rund 4000 Mitarbeiter seien darüber informiert worden, teilte die zu Bertelsmann gehörende Mediengruppe mit. Man gehe mit dem gesamten Unternehmen in Kurzarbeit von 80 Prozent. Zugleich liefen noch Gespräche, ob bestimmte Bereiche des Unternehmens davon ausgenommen werden. Als wahrscheinlich gilt, dass dies redaktionelle Teile und der Bereich Sende- und Produktionsbetrieb sein könnten. Zu den Sendern der Mediengruppe zählen unter anderem RTL, ntv, Vox, RTLzwei, Nitro, Super RTL und Bezahlsender wie RTL Crime.

 Die Kurzarbeit soll zunächst für vier Monate gelten, wie es weiter hieß. RTL will den Mitarbeitern das Gehalt in der Zeit auf 100 Prozent aufstocken. Das Unternehmen will auch eine interne Maskenpflicht einführen.

17:05 Uhr

Ryanair-Chef schießt gegen Lufthansa

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Michael O'Leary

(Foto: REUTERS)

Na, da versprüht ein Konzernboss aber Gift: Ryanair-Chef Michael O'Leary hat der Lufthansa vorgeworfen, die Corona-Krise zu missbrauchen.

  • "Ich denke, dass Fluggesellschaften wie Lufthansa und Air France die Covid-Krise nutzen, um sich mit unglaublich hohen Summen vom Staat zu bereichern", sagte der Manager dem "Handelsblatt".

Für sein eigenes Unternehmen schloss O'Leary Staatshilfen aus, weil man über ausreichende Bargeldreserven verfüge. Ryanair werde wahrscheinlich deutlich länger als jede andere Airline überleben. Der Manager räumte ein, dass das staatliche Kurzarbeitergeld in vielen europäischen Ländern die finanzielle Situation seines Unternehmens verbessert. Im Winter sei dennoch ein Stellenabbau von 10 bis 20 Prozent "fast unvermeidlich".

16:55 Uhr

Japans Notenbank erwägt unbegrenzte Anleihenkäufe

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(Foto: REUTERS)

Die japanische Notenbank (Bank of Japan) will einem Bericht zufolge bei ihrer nächsten Sitzung am 27. April über einen unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen beraten. Zudem würden deutlich mehr Käufe von Geldmarktpapieren und Firmenanleihen erwogen, berichtete die Wirtschaftszeitung "Nikkei".

16:41 Uhr

Wall Street gibt Dax Schub - Händler: Zucken nach oben

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Die Kursgewinne an der New Yorker Wall Street haben am Nachmittag immer mehr Anleger zum Wiedereinstieg in die europäischen Aktienmärkte ermuntert. Dax und EuroStoxx50 bauten ihre Gewinne aus und stiegen um jeweils 1,5 Prozent auf 10.569 beziehungsweise 2876 Punkte. Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 gewinnen ebenfalls jeweils mehr als ein Prozent.

Ein Frankfurter Händler sagte dazu, mehr als ein Zucken nach oben sei es nicht. Es gebe nichts fundamental Neues.

16:23 Uhr

Markit: Heftigster Einbruch der US-Wirtschaft in Umfragehistorie

Die Aktivität in der US-Wirtschaft ist im April wegen der Auswirkungen der Corona-Krise massiv abgestürzt und auf Tiefststände gefallen. Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 27,4 von 40,9 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, unterhalb der Schwelle eine schrumpfende Wirtschaft.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes ermäßigte sich dabei auf 36,9 von 48,5 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten indes einen noch etwas niedrigeren Stand von 35,0 erwartet. Der Index für den Servicesektor ging auf 27,0 von 39,8 Punkten zurück. Hier hatte die Prognose auf 32,0 gelautet.

16:00 Uhr

"Auto-Länder" streben ökologische Kaufprämie an

Die Ministerpräsidenten der drei "Auto-Länder" wollen nächste Woche über die Zukunft der Automobilindustrie in der aktuellen Corona-Krise und ein ökologische Kaufprämie beraten. Das kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in Ulm nach einem Gespräch mit seinem Kollegen aus Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, an. Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen seien stark von der Automobilindustrie und deren Einbrüche betroffen, erklärte Söder.

  • "Das ist deswegen so schwierig und herausfordernd, weil selbst, wenn man bei uns alles lockert, Automobil noch nicht so funktionieren kann wie vorher. Denn wenn Märkte wie die USA nicht geöffnet (haben), wenn Zulieferketten wie in Italien noch nicht wieder laufen, ergeben sich erheblich Probleme", so der CSU-Politiker.
15:53 Uhr

Wie sich ETFs in der Corona-Krise geschlagen haben

Wenn normale Sparer an der Börse anlegen wollen, fragen Sie sich oft, wie das denn überhaupt geht. Ein recht einfacher Weg sind an der Börse gehandelte Fonds, sogenannte ETFs. Wie sich ETFs in der Corona-Krise geschlagen haben, darüber hat Friedhelm Tilgen mit David Wenicker von Blackrock gesprochen.

15:36 Uhr

Wall Street startet im Plus

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(Foto: AP)

Trotz weiterer schlimmer US-Arbeitsmarktdaten ist die Wall Street mit Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dow Jones legte um 0,3 Prozent auf 23.551 Punkte zu. Der marktbreite S&P-500 gewann 0,4 Prozent auf 2809 Stellen. Allerdings stehen in den USA noch die Einkaufsmanagerindizes an. Die 4,4 Millionen neuen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren im Großen und Ganzen erwartet worden. Analysten hatten mit 4,3 Millionen gerechnet.

In Frankfurt legte der Dax um 0,5 Prozent auf 10.470 Punkte zu. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 0,5 Prozent höher bei 2849 Zählern.

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15:23 Uhr

Nun zittert auch die Modekette Gap

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(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Der US-Modekette Gap droht wegen der Corona-Pandemie in den kommenden zwölf Monaten das Geld auszugehen. Zum Ende des ersten Quartals nannte das Unternehmen seine kurzfristig verfügbare Nettoliquidität mit 750 bis 850 Millionen Dollar. Um auch für die nächsten zwölf Monate ausreichend Liquidität zu haben, müsse Gap Schulden aufnehmen, Arbeitsplätze abbauen, Investitionen verschieben und seine Warenbestellungen verringern.

Seit Anfang April habe Gap schon Mietzahlungen von etwa 115 Millionen Dollar pro Monat für geschlossene Filialen in Nordamerika ausgesetzt, teilte das Unternehmen mit. Man verhandle nun mit den Vermietern über eine Stundung der Mieten oder die Änderung und in einigen Fällen auch die Kündigung von Mietverträgen.

15:04 Uhr

Auch die Schweiz erwartet eine harte Rezession

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Schweizer Regierung hat ihre Wirtschaftsprognose infolge der Coronavirus-Pandemie kräftig nach unten revidiert und rechnet mit der stärksten Rezession seit 45 Jahren. Die Wirtschaftsexperten des Bundes erwarten dieses Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,7 Prozent, wie aus ihrer Prognose hervorgeht.

Vor allem in der ersten Jahreshälfte dürfte die Wirtschaftsleistung wegen der einschneidenden Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Ausbreitung und des sich rapide verschlechterten internationalen Umfelds stark sinken.

14:54 Uhr

Geschlossene Unterhaltungsparks - Disney-Rating sinkt

Standard & Poor's hat das Rating des Unterhaltungskonzerns Walt Disney auf A- von A heruntergestuft. Damit werde darauf reagiert, dass die Pandemie die Unterhaltungsparks des Konzerns schwer belaste, teilte die Ratingagentur mit. Selbst nach dem Ende der Pandemie würden die Themenparks nicht so schnell wieder zu ihrer alten Auslastung zurückfinden, glauben die Ratinganalysten.

Die Einstufung bleibe auf der Beobachtungsliste für eine mögliche weitere Herabstufung, da weiterhin Unsicherheit darüber bestehe, wann die Parks wieder öffnen dürfen.

14:43 Uhr

4,4 Millionen weitere US-Bürger verlieren ihren Job

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(Foto: dpa)

Wegen der Corona-Pandemie haben in den USA die fünfte Woche in Folge Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche bis zum 18. April wurden 4,427 Millionen Neuanträge registriert, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Damit haben innerhalb eines Monats fast 27 Millionen Menschen ihren Job verloren. Allein in der Vorwoche hatten 5,2 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Unterstützung gestellt.

Die Erstanträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt. Sie deuten inzwischen auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch infolge der Corona-Krise hin.

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14:27 Uhr

Eli Lilly mit mehr Umsatz und weniger Gewinn

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat im ersten Quartal von einem starken Geschäft mit seinem Diabetes-Mittel Trulicity und der Bevorratung der Verbraucher mit Arzneien wegen der Coronavirus-Pandemie profitiert. Der Umsatz kletterte um gut 15 Prozent auf 5,86 Milliarden Dollar.

Der Nettogewinn fiel jedoch auf 1,46 Milliarden Dollar von 4,24 Milliarden im Vorjahreszeitraum, als Eli Lilly ein einmaliger Gewinn von 3,86 Milliarden Dollar durch den Verkauf seines Tiermedizingeschäfts Elanco Animal Health zugute gekommen war.

13:59 Uhr

Metro besiegelt Verkauf von China-Geschäftsbeteiligung

Der Handelsriese Metro hat den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an seinem China-Geschäft in trockene Tücher gebracht. Der Mehrheitsanteil gehe für einen Netto-Barerlös von mehr als 1,5 Milliarden Euro an die Wumei Technology Group, teilte der MDax-Konzern mit. Metro behalte wie angekündigt einen Anteil von 20 Prozent an dem China-Geschäft.

Laut Konzernchef Olaf Koch kommt Metro durch den Verkauf einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem reinen Großhandelskonzern voran. Die Gelder aus der Transaktion stärkten die Bilanz, erhöhten die Liquiditätsreserven und verbesserten die Möglichkeiten für Investitionen. Metro will sich zudem von der Supermarktkette Real trennen. Diese soll an den Investor SCP Group gehen. Der Abschluss dieses Geschäfts laufe "wie vorgesehen". Die Metro-Aktie notierte 1,1 Prozent leichter.

13:46 Uhr

Wundertüte Wall Street - mit US-Jobdaten droht Ungemach

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(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Nach den Vortagesaufschlägen scheint die Luft an der Wall Street schon wieder raus zu ein. Der Aktienterminmarkt suggeriert einen gut behaupteten Handelsbeginn am Kassamarkt. Für Ernüchterung und damit wenig Kaufbereitschaft sorgen desaströse Konjunkturdaten aus Europa, die das ganze Ausmaß des wirtschaftlichen Einbruchs verdeutlichen. Die Daten sind in einigen Staaten noch schwächer als ohnehin befürchtet ausgefallen.

Aber auch aus den USA droht Ungemach. Denn auch hier werden Einkaufsmanagerindizes für April im frühen Handel erwartet, die Nichts Gutes verheißen. Und mit den anstehenden wöchentlichen Arbeitsmarktdaten wartet ein weiterer Schlag auf die Anleger noch vor der Startglocke. Denn die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in den vergangenen zwei Wochen dramatisch nach oben geschnellt und hatten das Ausmaß der sich abzeichnenden Massenarbeitslosigkeit in den USA offenbart. Insofern dürfte die endgültige Starttendenz der Wall Street wohl erst nach Veröffentlichung der Daten feststehen.

13:39 Uhr

Britische Wirtschaft erleidet Corona-Schock

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(Foto: picture alliance / Stefan Rousse)

Die britische Wirtschaft hat im April einen regelrechten Kollaps erlitten. Wegen der Corona-Pandemie standen weite Teile der Wirtschaft still. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 12,9 Zähler von 36,0 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut im Zuge der ersten Veröffentlichung mitteilte. Das ist der mit Abstand tiefste Wert in der über 20-jährigen Datenreihe.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes fiel auf das Rekordtief von 32,9 Zähler gegenüber 47,8 im Vormonat. Volkswirte hatten im Mittel nur einen Indexrückgang auf 40,0 prognostiziert. Der Index für den Servicesektor stürzte auf das Rekordtief von 12,3 Punkte nach 34,5 im Vormonat. Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang auf 29,0 erwartet.

13:21 Uhr

BA-Rücklage wegen Kurzarbeit Ende 2020 wohl aufgebraucht

Auf einem transparenten Würfel ist das Logo der "Bundesagentur für Arbeit" zu sehen. Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild

(Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild)

Wegen der zunehmenden Kurzarbeit in der Corona-Krise dürfte die Rücklage der Bundesagentur für Arbeit (BA) nach Ansicht ihres Forschungsinstituts IAB deutlich sinken.

  • "Diese Reserve wird dieses Jahr aus unserer Einschätzung zu Ende gehen", sagt IAB-Chef Bernd Fitzenberger in einer Telefon-Pressekonferenz zu den Auswirkungen der Pandemie auf den Jobmarkt.

Die BA hatte in der Vergangenheit prognostiziert, dass ihre Rücklage Ende 2020 bei rund 26 Milliarden Euro liegen dürfte. Fitzenberger plädierte zudem dafür, Kurzarbeit auf Neueinstellungen und Minijobber auszuweiten.

Sollten etwa drei Millionen Menschen Kurzarbeit beziehen, käme man mit dem Budget der BA "locker über die Runden für dieses Jahr", sagt Arbeitsmarkt-Expertin Anke Hassel von der Hertie School. Bei mehr Kurzarbeitern könnte der BA-Etat schneller als gedacht aufgebraucht sein. Hier würde dann die Bundesregierung einspringen.

13:02 Uhr

Tritt Schweden der europäischen Bankenunion bei?

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(Foto: picture alliance / Jonas Ljungda)

Die schwedische Zentralbank kann einem Beitritt des Landes zur europäischen Bankenunion einiges abgewinnen. Angesichts umfangreicher grenzüberschreitender Geschäfte der heimischen Geldhäuser wäre es sinnvoll Teil davon zu sein, teilte die Riksbank mit.

  • "Die einheitlichen Aufsichts- und Abwicklungsmechanismen der EU sind für den schwedischen Bankensektor mehr angemessen als die entsprechenden nationalen Mechanismen," erklärten die Währungshüter.

Die Entscheidung über einen Betritt obliege aber der Politik. Ein Regierungsausschuss beschäftigte sich mit dieser Frage.

Die europäische Bankenunion besteht aus drei Säulen. Erste Säule ist die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angedockte Bankenaufsicht, der Single Supervisory Mechanism (SSM). Dazu kommt der Single Resolution Board (SRB), die EU-Behörde zur Abwicklung maroder Banken. Dritte Säule soll eine europäische Einlagensicherung sein (EDIS), die aber aufgrund starker politischer Widerstände bislang noch nicht umgesetzt wurde.

12:44 Uhr

Schluckt Vonovia die Deutsche Wohnen?

Der Immobilienriese Vonovia streckt erneut seine Fühler nach dem Rivalen Deutsche Wohnen aus und sucht dafür politische Unterstützung. Vonovia werde immer wieder auf eine etwaige Übernahme der Deutsche Wohnen angesprochen und Zukäufe seien Bestandteil der Strategie des Unternehmens, erklärte der Dax-Konzern.

  • "Eine derartige Transaktion in Berlin wäre aber überhaupt nur realistisch, wenn fundamentale Fragen geklärt wären und sie von einem entsprechenden Willen der Berliner Politik getragen würde."

Die Deutsche Wohnen lehnte einen Kommentar ab. An der Börse regte das dennoch die Fusionsfantasien der Deutsche-Wohnen-Anleger an: Die im Nebenwerteindex MDax notierten Titel legten um 6,0 Prozent zu. Die Aktien von Vonovia verbilligten sich dagegen um 0,5 Prozent.

12:24 Uhr

Bankenpräsident befürchtet Welle an Kreditausfällen

Der neu gewählte Bankenpräsident Martin Zielke hat die Verweigerung von Darlehen an Unternehmen in der Corona-Krise verteidigt und vor steigenden Kreditausfällen gewarnt. Die Geldinstitute könnten und dürften nicht jeden Kreditwunsch erfüllen, sagte der Commerzbank-Chef auf seiner ersten Pressekonferenz als Präsident des Bundesverbands deutscher Banken (BdB).

  • "Wir vergeben jeden Kredit, den wir vergeben können. Wir müssen aber auch Kundenwünsche ablehnen, wenn die regulatorischen Vorgaben uns keinen Spielraum lassen."
  • Das gelte selbst dann, wenn eine Bank nur zehn oder 20 Prozent des Ausfallrisikos trage und der Staat für den Rest aufkomme. "Denn diese Krise wird wirtschaftliche Spuren hinterlassen und zu vielen Kreditausfällen führen."

Laut Zielke steht Deutschland stehe vor einer der schwersten Rezessionen der Nachkriegszeit, wenn nicht darüber hinaus. Es werde entsprechende Ausfälle geben.

12:06 Uhr

Dax hat zu kämpfen - Wirecard-Aktie stark

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Der deutsche Aktienmarkt hat es schwer, er hält sich aber dennoch wacker. Der Dax notierte am Mittag mit 10.417 Stellen kaum verändert, nachdem er nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus Deutschland, Frankreich und der Eurozone ins Minus abgedriftet war. Seit dem Tief des Corona-Crashs Mitte März hat das Börsenbarometer aber immer noch um rund ein Viertel zugelegt. Der EuroStoxx 50 stieg geringfügig um 0,1 Prozent auf 2838 Punkte. Für etwas Zurückhaltung sorgte bei den Anlegern auch der anstehende Video-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs zum Streit über die Aufnahme gemeinsamer Schulden zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise.

An der Dax-Spitze zogen Wirecard um 8,1 Prozent an. Der Zahlungsdienstleister verschiebt die Veröffentlichung einer nach Manipulationsvorwürfen angestoßenen Sonderprüfung der Bilanzen zum zweiten Mal. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG will ihre Ergebnisse demnach am kommenden Montag übermitteln.

11:56 Uhr

Adidas plant wohl Milliarden-Anleihe

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Adidas will den Staatskredit zur Krisenüberbrückung wohl so schnell wie möglich mit einer Anleihe ablösen. Vorstandschef Kasper Rorsted plane die Ausgabe einer milliardenschweren Anleihe, berichtete das "Manager Magazin" ohne Quellenangabe. Der Sportartikelriese hatte sich als erstes Dax-Unternehmen 2,4 Milliarden Euro von der Staatsbank KfW besorgt, um die dramatischen Umsatzausfälle abzufedern. Weitere 600 Millionen Euro kommen von den Banken.

Die Herzogenauracher hatten erklärt, die bis Mitte 2021 laufenden Kredite schnellstmöglich wieder zurückzahlen zu wollen. Für die Anleihe bräuchte Adidas dem Bericht zufolge aber die Bonitätsnote einer der großen Ratingagenturen. Ein solches Kreditrating hatte sich das Unternehmen bisher gespart. Der Kurs der Adidas-Aktie gab am späten Vormittag um 1,0 Prozent nach.

11:32 Uhr

Gold knackt Abwärtstrend - Allzeithoch in Euro

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(Foto: picture alliance/dpa)

Was macht eigentlich das gute Gold? Der Preis für das Edelmetall zog  weiter an und markiert mit 1725 US-Dollar je Unze den höchsten Stand seit einer Woche. Damit hat die Unze nun auch den kurzfristigen Abwärtstrend geknackt. In den Briefen des technischen Analysten Marcel Mußler heißt es trotzdem skeptisch, die überkaufte Lage sei nicht wirklich bereinigt. Nach einem neuen Hoch über 1747 Dollar könnte die Korrektur deshalb erst richtig beginnen.

In Euro markiert das Edelmetall neue Allzeithochs. Die Feinunze wurde soeben erstmals überhaupt mit 1600 Euro bezahlt.

11:14 Uhr

Zoom wächst trotz Sicherheitslücken rasant

Der Videodienst Zoom gewinnt in der Krise trotz Sicherheitsbedenken scharenweise neue Nutzer. Inzwischen telefonieren täglich mehr als 300 Millionen Menschen über die Plattform, wie Zoom mitteilte. Vor dem durch den Ausbruch des Coronavirus bedingten Trend zum Homeoffice kam der US-Konzern auf täglich maximal 10 Millionen Anwender.

Dabei mehren sich die Stimmen, die sich wegen Sicherheitslücken gegen Zoom aussprechen. Zuletzt erteilte der Autokonzern Daimler dem Dienst für den geschäftlichen Gebrauch eine Absage. Nutzer hatten sich immer wieder darüber beschwert, dass der Dienst nicht komplett verschlüsselt ist. Diesbezüglich läuft auch eine Sammelklage gegen den Konzern in den USA.

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(Foto: imago images/Fotoarena)

10:51 Uhr

Österreich droht schwere Rezession

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(Foto: dpa)

Auch Österreichs Wirtschaft leidet massiv: Sie wird Ökonomen zufolge wegen der Corona-Krise noch stärker schrumpfen als bisher gedacht. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) erwartet für 2020 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 5,2 Prozent. Ende März wurde das Minus noch mit 2,5 Prozent prognostiziert. Die Arbeitslosenquote sieht das Wifo 2020 auf 8,7 Prozent steigen.

Unter der Annahme, dass die Ausbreitung der Epidemie unter Kontrolle bleibt, rechnet das Institut ab dem dritten Quartal mit einer stärker werdenden wirtschaftlichen Aktivität. Für 2021 sieht das Wifo ein Wachstum von 3,5 Prozent. In Jahren danach werde sich die Wachstumskurve aber wieder abflachen.

10:35 Uhr

Pandemie gibt auch Eurozonen-Wirtschaft volle Breitseite

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Krise trifft die Wirtschaft in der Eurozone mit voller Wucht. Der Einkaufsmanagerindex, der die Geschäfte von Industrie und Dienstleister zusammenfasst, fiel im April auf 13,5 Punkte und damit auf den tiefsten Wert seit Beginn der Datenerhebung im Juli 1998. Das Barometer lag im März noch bei 29,7 Punkten.

Auch die Indikatoren für Dienstleister und Industrie fielen drastisch. Beim Service-Sektor ging es auf ein Rekordtief von 11,7 (März: 26,4) Punkte bergab und im Verarbeitenden Gewerbe auf 33,6 (März: 44,5) Zähler - das ist der tiefste Wert seit rund elf Jahren. Die Daten fielen spürbar schlechter aus als von Ökonomen ohnehin erwartet.

10:07 Uhr

AstraZeneca testet Diabetesmittel für Einsatz bei Covid-19

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Der Pharmakonzern AstraZeneca testet sein Diabetesmittel Farxiga für den möglichen Einsatz zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Der Wirkstoff soll für die Verringerung von schwerwiegenden Komplikationen und Organversagen bei Patienten mit bestehenden Herz- und Nierenproblemen erprobt werden, teilte das britische Unternehmen mit.

Farxiga ist gegenwärtig zur Behandlung von Diabetes Typ 2, der häufigsten Form der Zuckerkrankheit, zugelassen. AstraZeneca testet damit das zweite Medikament aus seinem Portfolio für den Einsatz bei Covid-19. Das Unternehmen plant auch eine Studie mit seinem Krebsmittel Calquence, um das Potenzial der Arznei zur Kontrolle der überhöhten Reaktion des Immunsystems bei schwer kranken Corona-Patienten zu bewerten.

09:51 Uhr

Virus lässt deutsche Wirtschaft in die Knie gehen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Corona-Pandemie lässt die Geschäfte der deutschen Wirtschaft so stark einbrechen wie noch nie. Der Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, fiel im April auf 17,1 Punkte und damit auf den tiefsten Wert seit Beginn der Datenerhebung vor über 22 Jahren. Dies teilte IHS Markit zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 800 Unternehmen mit. Das Barometer, das im März noch bei 35 Punkten lag, signalisiert erst ab 50 Zählern Wachstum. Auch die Indikatoren für Dienstleister und Industrie fielen drastisch.

Beim Service-Sektor ging es auf ein Rekordtief von 15,9 (März: 31,7) Punkte bergab und im Verarbeitenden Gewerbe auf 34,4 (März: 45,4) Zähler - das ist der tiefste Wert seit über elf Jahren. Die Daten waren noch einmal deutlich schlechter als von Ökonomen erwartet.

09:39 Uhr

Gruselige Einkaufsmanagerindizes drücken Dax nach unten

Das war's vorerst wohl mit dem Plus: Der Dax ist bereits nach wenigen Minuten eingeknickt und verlor nun 0,4 Prozent auf 10.370 Punkte. Grund waren deutlich schlechter als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindizes für Industrie und Dienstleister in Deutschland und Frankreich.

Wegen der Corona-Krise brachen vor allem die Dienstleister auf 15,9 Punkte (Deutschland) und 10,4 Punkte (Frankreich) ein. Ab 50 Punkten wird Wachstum signalisiert.

09:30 Uhr

ProSiebenSat.1 streicht Prognose und Dividende

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 streicht wegen der Corona-Krise seine Prognose und will auf die Ausschüttung einer Dividende verzichten. Für April rechnet der neue Vorstandschef Rainer Beaujean mit einem Einbruch bei den TV-Werbeeinnahmen. Da Dauer und volle Tragweite der Pandemie weiter ungewiss seien, könne man derzeit keinen Ausblick auf das zweite Quartal und für das Gesamtjahr geben, so der Manager. Der Konzern setzt bereits Kurzarbeit bei einigen Firmen der E-Commerce-Tochter NuCom ein und prüft dies auch für das Unterhaltungsgeschäft.

Die Folgen der Coronavirus-Krise machten sich bereits im ersten Quartal bemerkbar. Nach vorläufigen Zahlen stieg der Konzernumsatz binnen Jahresfrist zwar noch leicht um ein Prozent auf 926 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn (bereinigtes Ebitda) sank jedoch um 17 Prozent auf 157 Millionen Euro. Die im MDax notierte Aktie von ProSiebenSat.1 verlor kurz nach Handelsstart 0,2 Prozent.

09:17 Uhr

Dax macht Kletterversuch - heute allerdings viele Untiefen

Der deutsche Aktienmarkt wagt nach den gestrigen Gewinnen erst einmal einen weiteren Ausflug nach oben. Der Dax startete 0,2 Prozent fester auf 10.434 Punkte. Der MDax legte um 0,8 Prozent auf 22.462 Zähler zu, der TecDax 0,9 Prozent auf 2928 Stellen. Der EuroStoxx50 stieg um 0,4 Prozent auf 2846 Punkte.

Heute stehen zahlreiche Konjunkturdaten an. Am Nachmittag wird in den USA die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die abgelaufene Woche veröffentlicht.

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08:43 Uhr

Air Mauritius ist insolvent

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(Foto: imago images/Aviation-Stock)

Die nationale Airline des Touristenparadieses Mauritius gerät inmitten der Corona-Krise in die Insolvenz. Wie die Air Mauritius Limited in einer Erklärung bekanntgab, haben die Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus eine Sanierung der Airline erschwert.

Da zudem unklar sei, wann der eingestellte Flugverkehr wieder aufgenommen werde, könne das Unternehmen seinen finanziellen Verpflichtungen voraussichtlich nicht mehr nachkommen und melde daher eine Insolvenz in Eigenverwaltung an. Ein Insolvenzverwalter soll nun versuchen, das angeschlagene Unternehmen zu sanieren.

08:35 Uhr

Deutsche Verbraucherstimmung auf historischem Tief

Die Verbraucherstimmung in Deutschland ist dem Marktforschungsinstitut GfK zufolge in der Corona-Krise in historischer Weise eingebrochen. Für Mai prognostizieren die Nürnberger Konsumforscher einen Konsumklimaindex von minus 23,4 Punkten. Das ist ein Rückgang um 25,7 Punkte zum für April ohnehin schon erreichten Tief von 2,3 Punkten. Zum Vergleich: Für den Mai 2019 hatte die GfK einen Konsumklimaindex von 10,2 Punkten ermittelt.

Im negativen Bereich war das Barometer bisher überhaupt nur einmal: Nach dem Platzen der sogenannten Dot.com-Blase im Jahr 2003 war der Index auf minus 5 Punkte gefallen.

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08:30 Uhr

Daimler mit massivem Gewinneinbruch

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Daimler 48,20

Die Corona-Krise hinterlässt bei Daimler im ersten Quartal einen drastischen Gewinneinbruch - und macht auch eine genaue Prognose für das Gesamtjahr unmöglich. Von Januar bis März brach das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 78 Prozent auf 617 Millionen Euro ein. Den ursprünglichen Jahresausblick kippte der Dax-Konzern, nachdem der Konzern schon Mitte März auf die nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen der Viruspandemie hingewiesen hatte.

Die Auswirkungen auf Nachfrage, Lieferketten und Produktion könnten nicht sicher und detailliert eingeschätzt werden. Daimler geht aber davon aus, dass Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis in diesem Jahr jeweils unter dem Niveau des Vorjahres liegen werden.

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08:27 Uhr

Vonovia-Interesse pusht Aktien der Deutschen Wohnen

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 43,51

Die Aktien von Deutsche Wohnen legen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz 4,9 Prozent zu. Sie reagieren damit auf einen Bericht, wonach der Immobilienriese Vonovia möglicherweise nach dem Ende der Coronavirus-Pandemie an einer Übernahme interessiert sei. Vonovia erklärte, das Unternehmen werde immer wieder auf eine etwaige Übernahme angesprochen. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Berliner Politik hinter einem Zusammenschluss stehe.

07:37 Uhr

Weitere Erholung des Dax erwartet

Unmittelbar vor einem weiteren EU-Gipfel zur Coronavirus-Krise wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Mittwoch hatte er dank Hoffnungen auf eine baldige Erholung der Weltwirtschaft 1,6 Prozent auf 10.415 Punkte zugelegt.  

Börsianer erwarten von den Beratungen der europäischen Staats- und Regierungschefs die Verabschiedung eines weiteren Hilfspaketes für die Wirtschaft. Allerdings könnte der Streit um die Ausgabe von "Corona-Bonds", die von den Euro-Staaten gemeinsam garantiert werden, die Gespräche belasten, sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank.  

Dax
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Daneben stehen die Stimmungsbarometer der deutschen Verbraucher sowie der deutschen und europäischen Einkaufsmanager auf dem Terminplan. Bei Ersterem erwarten Experten für Mai einen Rückgang auf minus 1,8 Punkten von plus 2,7 Zählern im Vormonat. Die Einkaufsmanager-Indizes für April seien voraussichtlich auf 31 (Deutschland) und 25,7 (Euro-Zone) zurückgegangen und liegen damit weit von der Marke von 50 Punkten entfernt, die Wachstum signalisiert.  

Auf Trab hält Börsianer außerdem die erneute Flut von Firmenbilanzen. Unter anderem öffnet der Chip-Hersteller Intel seine Bücher. Daimler verbuchte wegen der Krise zum Jahresauftakt einen Gewinneinbruch und kippte seine Prognose für das Gesamtjahr. Mit einem Auge schielen Investoren zudem auf den Ölmarkt, dessen Kurskapriolen die Börsen in den vergangenen Tagen in Turbulenzen gestützt hatten.  

06:57 Uhr

VW fährt die Produktion wieder hoch

Zurück ans Band: Nach mehr als fünf Wochen Corona-Stillstand läuft beim Autobauer Volkswagen heute die Fahrzeugproduktion langsam wieder an. Den Anfang macht das Werk im sächsischen Zwickau, wo seit November mit dem ID3 der vollelektrische Hoffnungsträger des Konzerns gebaut wird. Zeitgleich soll auch das Motorenwerk Chemnitz schrittweise wieder hochgefahren werden, teilte das Unternehmen im Vorfeld mit.

Damit können auch die Zulieferer des Autobauers aufatmen. Größte Herausforderung für die rund 800 Automobilzulieferer mit rund 75.000 Mitarbeitern bleibt angesichts internationaler Verflechtungen die Frage jedoch, ob und wann alle Teile verfügbar seien.

06:26 Uhr

US-Konjunkturpaket schürt Hoffnung an Asiens Märkten

Nikkei
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Die Kombination aus einer Erholung der Rohölpreise von historischen Tiefstständen und dem Versprechen weiterer US-Staatshilfen zur Abfederung der vom Coronavirus betroffenen Wirtschaft hat die Anleger an Asiens Märkten beruhigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,7 Prozent höher bei 19.266 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,5 Prozent und lag bei 1414 Punkten. Die Börse in Shanghai lag unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,9 Prozent.

Es wird erwartet, dass das US-Repräsentantenhaus voraussichtlich am Donnerstag ein viertes Coronavirus-Maßnahmenpaket auf den Weg bringt, das bereits einstimmig vom Kongress abgesegnet wurde. Damit würde der Rettungsschirm insgesamt fast drei Billionen Dollar umfassen.