Donnerstag, 06. August 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Zahlenflut in Frankfurt - Dax erschlafft nach starkem Beginn

Es war heute mal wieder eine Achterbahnfahrt an der Frankfurter Börse. Letztendlich hat sich der deutsche Aktienmarkt dann aber doch für einen Gang nach unten entschieden. Zwar flackerte nach den besser als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten noch einmal Hoffnung für einen grünen Schluss auf, letztendlich wollten aber viele Anleger in diesen schweren Zeiten Sicherheit und suchten lieber den sicheren Hafen Gold auf.

Zudem wurde in den USA weiterhin auf die Einigung der US-Politik auf ein neues Konjunkturpaket gewartet. Gelingt Republikanern und Demokraten keine Einigung, könnte die in der vergangenen Woche ausgelaufene Arbeitslosenunterstützung von 600 Dollar pro Woche zu einem starken Einbruch der US-Konsumausgaben führen.

Dax
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Der Dax ging mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 12.592 Punkte aus dem Handel. Am Vormittag hatte sich der Leitindex noch an die Marke von 12.800 Zählern herangerobbt. Der MDax verlor 0,3 Prozent auf 26.803 Stellen, der TecDax 0,6 Prozent auf 2998 Punkte. Der EuroStoxx50 verringerte sich um 0,8 Prozent auf 3244 Stellen.

Ansonsten lief die Berichtssaison auf vollen Touren, eine wahre Zahlenflut brach über die Börsianer herein. Siemens erreichten nach einem starken Quartalsbericht einen Zugewinn von 1,6 Prozent. Der Sportartikelkonzern Adidas überzeugte mit dem Quartalsumsatz und der Aussage, im dritten Jahresviertel einen Betriebsgewinn erzielen zu wollen. Für das Papier der Herzogenauracher ging es um 1,9 Prozent hoch. Zum größten Gewinner im Dax wurden Covestro mit einem Plus von 3,7 Prozent, hier half eine Kaufempfehlung. Dennoch ist der Dax-Verbleib der Leverkusener nicht sicher.

Aber es gab im Dax auch Schatten: Zwischenberichte aus dem Konsumgüter- und Versicherungssektor wurden negativ aufgenommenen. Munich Re verloren angesichts eines weiteren Gewinneinbruchs wegen der Corona-Krise 1,9 Prozent. Beiersdorf verloren nach unbefriedigenden Zahlen sogar 5,6 Prozent und lagen damit am Index-Ende.

Im MDax knüpften Lufthansa erst an ihre jüngste Erholung an, rutschten dann aber ins Minus ab, am Ende stand ein Verlust von 1,2 Prozent. Die Fluggesellschaft rechnet in der Corona-Krise mit einer noch langsameren Erholung des Flugverkehrs und verschärft beim Stellenabbau ihre Gangart.

17:16 Uhr

Sparen mit Aktien-ETFs im Corona-Jahr 2020

Das Sparen mit Aktiensparplänen ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Aber wie sieht es jetzt in der Corona-Krise aus? Wie sollten sich ETF-Sparer auf die 2. Hälfte des Corona-Jahres 2020 vorbereiten? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Thomas Meyer zu Drewer von der Fondsgesellschaft Lyxor und Markus Jordan vom Anlegerportal extraETF.

16:48 Uhr

Dax-Platz von Covestro wackelt

Covestro
Covestro 47,59

Dieses Jahr ist es spannend, was die Dax-Zusammensetzung betrifft. Nach dem Abflug der Lufthansa im Juni und dem erwarteten Abschied von Wirecard in der zweiten Augusthälfte könnte bereits im September ein weiterer Wechsel anstehen. Die Indexstrategen der Commerzbank haben Covestro als potenziellen Abstiegskandidaten ausgemacht.

Per Juli-Rangliste reißen die Titel bei der Marktkapitalisierung die Anforderung, hier könnten sich Covestro im August allerdings noch ein paar Plätze verbessern - und im Leitindex überwintern. Allerdings ist die Auswahl nicht groß, was den Nachrücker betrifft. Allenfalls biete sich momentan Qiagen an, doch hier laufe die Übernahme durch Thermo Fischer.

16:03 Uhr

Goldpreis springt auf neues Allzeithoch

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(Foto: imago images/Jochen Tack)

Die Rekordjagd am Goldmarkt hat den fünften Tag in Folge angehalten. Der Preis der Feinunze klettert in der Spitze am Spotmarkt bis auf knapp 2065 US-Dollar - seit Jahresbeginn hat das Edelmetall 35 Prozent zugelegt.

Mit den etwas besser als befürchtet ausgefallenen wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten setzen Gewinnmitnahmen ein. Am Nachmittag wurde die Feinunze bei 0,8 Prozent über Vortagesniveau bei 2056 Dollar gehandelt.

15:59 Uhr

Zurückhaltung an der Wall Street

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(Foto: AP)

US-Anleger haben sich vor neuen Gesprächen über ein weiteres Corona-Hilfspaket kaum aus der Deckung gewagt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,1 Prozent schwächer bei 27.193 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq notierten unverändert bei 3323 beziehungsweise 10.995 Punkten.

Die Spitzenvertreter der Demokraten und Vertreter des US-Präsidialamts wollen heute einen weiteren Versuch starten, sich doch noch auf ein Hilfspaket zu einigen. Dabei geht es vor allem um die Unterstützung der Millionen von Menschen, die in der Coronakrise ihren Arbeitsplatz verloren haben. Allein in der abgelaufenen Woche meldeten sich rund 1,2 Millionen Menschen arbeitslos, etwas weniger als erwartet.

Zu den größten Verlierern im Nasdaq gehörten die Papiere von Western Digital mit einem Minus von 12,6 Prozent. Der Computerzulieferer setzte im abgelaufenen Quartal weniger um als erwartet und rechnet auch für das laufende Vierteljahr nicht mit Besserung. Auch die Titel des Kreuzfahrtanbieters Norwegian Cruise und des Hotelkonzerns Hilton gehörten ebenfalls zu den Verlierern. Beide Unternehmen leiden massiv unter der Pandemie.

15:36 Uhr

Euro im Höhenflug: Wie schwach wird der US-Dollar?

Die Corona-Krise macht den USA schwer zu schaffen. Dem Euro scheint das einiges an Rückenwind zu verleihen, denn seit dem Corona-Crash im März befindet er sich in einem wahren Höhenflug. Kann es noch höher gehen? Friedhelm Tilgen spricht mit Dirk Heß von der Citigroup darüber, wie Trader auf das Währungspaar setzen können und welche Risiken dabei zu beachten sind.

15:25 Uhr

Zockerfreude spielt viel Geld in Nintendos Kassen

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Nintendo 480,00

Die Corona-Krise hat bei vielen Menschen die Freude an den Spielkonsolen wieder aufleben lassen. Davon profitierte der Hersteller Nintendo und verkaufte von April bis Juni dreimal so viele Spielekonsolen und doppelt so viele Spiele wie im vergangenen Jahr. Der Umsatz des Unternehmens verdoppelte sich auf rund 358 Milliarden Yen. Der Nettogewinn stieg von 16,6 Milliarden Yen auf 106,5 Milliarden Yen (rund 849 Millionen Euro). Das Unternehmen verdiente damit sechsmal so viel wie noch im Vorjahr.

Der Hersteller verkaufte im Corona-Quartal 5,68 Millionen Spielekonsolen, fast dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Für die beliebte Konsole Switch hob Nintendo sein Produktionsziel von 22 auf 25 Millionen Stück im Geschäftsjahr bis Ende März 2021 an. Auch der Absatz von Spielen für die Switch-Konsole verdoppelte sich auf über 50 Millionen Stück. Probleme hatte das Unternehmen nur, weil die Lieferungen für die Herstellung der Konsolen zeitweise stockten.

14:37 Uhr

US-Jobdaten überraschen positiv - Dax baut Verlust ab

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(Foto: picture alliance / dpa)

Aufatmen an den Börsen: Die heutigen Arbeitsmarktdaten in den USA fallen besser aus als erwartet. Die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe betrug 1,186 Millionen. Analysten hatten mit 1,423 Millionen Erstanträgen gerechnet.

Der Dax baute daraufhin einen Teil der seiner Verluste ab. Er fiel nach Bekanntgabe der Daten nur noch um 0,4 Prozent auf 12.615 Punkte.

14:28 Uhr

Türkische Lira fällt auf Rekordtief zum US-Dollar

Unter Druck war einmal mehr die türkische Lira - sie fiel auf ein Rekordtief zum US-Dollar. Der Greenback stieg im Gegenzug in der Spitze bis auf 7,2850 Lira. Dies ist der höchst jemals erreichte Kurs. Der letzte Rekordstand war im Mai erreicht worden. Auch der Euro legte zur Lira deutlich zu und erreichte mit 8,6692 Lira für einen Euro einen neuen Höchststand.

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(Foto: imago images / CHROMORANGE)

Die türkische Notenbank hatte zuletzt erfolglos versucht, die Währung durch Interventionen am Devisenmarkt zu stützen. Die Notenbank verfügt nur noch über geringe Devisenreserven und steht unter hohem politischen Druck. Die Inflation hat sich zuletzt beschleunigt und lag im Juni bei fast 13 Prozent.

14:09 Uhr

Adler Modemärkte durch Corona arg gerupft

Adler Modemärkte
Adler Modemärkte 2,32

Die Corona-Krise hat tiefe Schneiden in der Modebranche hinterlassen. Davon betroffen ist auch die Adler Modemärkte AG, die wegen der Schließung sämtlicher 171 Verkaufsfilialen einen herben Verlust im ersten Halbjahr erlitten hat. Der Umsatz lag mit 138,1 Millionen Euro um mehr als 40 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank auf minus 19,7 Millionen von plus 25 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Wertberichtigungen auf das Anlagevermögen drückten das Konzernergebnis auf minus 49,4 Millionen Euro weiter in die Verlustzone von den minus 4,9 Millionen vor Jahresfrist. Die Adler-Aktie verbilligte sich um 4,2 Prozent.

13:46 Uhr

Lufthansa entscheidet im Herbst über Stilllegung von Flottenteilen

Lufthansa
Lufthansa 8,79

Die Lufthansa will Teile ihrer Flotte stilllegen, benötigt zur genauen Entscheidung aber noch etwas Zeit. Es sei noch zu früh, um zu sagen, welche Teile dies betreffen werde, sagte Vorstandschef Carsten Spohr. Dies werde im dritten Quartal entschieden. Damit einhergehend würden auch Abschreibungen anfallen, die dann ebenfalls veröffentlicht würden.

  • "Wir haben durch Covid jetzt die Chance, unsere ja eh geplante Restrukturierung der Flotte zu beschleunigen", sagte Spohr.

Der MDax-Konzern hat im Zuge dessen laut seinem Geschäftsbericht auf der Langstrecke bereits sechs Airbus A380 und fünf Boeing 747-400 stillgelegt, sowie auf der Kurzstrecke elf A320. Die Airline hat zudem ihre gesamte Airbus-A340-600-Flotte, bestehend aus 17 Flugzeugen, vorübergehend stillgelegt.

Was macht die Lufthansa-Aktie? Sie gab am frühen Nachmittag um 1,6 Prozent nach.

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13:26 Uhr

Dax vor US-Jobdaten mit leichter Schnappatmung

Mit dem Dax ist es am frühen Nachmittag weiter nach unten gegangen, der Leitindex verlor 0,8 Prozent auf 12.557 Punkte. Einem Händler zufolge befindet sich der Dax im Korrekturmodus. Sollten nun die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA enttäuschen, könnte der Markt schnell nach unten durchgereicht werden.

Im Konsens wird mit einem Anstieg der Erstanträge um 1,4 Millionen gerechnet. Der ADP-Bericht am Vortag fiel sehr schwach aus, was möglicherweise einige Anleger mit Vorsicht in die Zahlen geht lässt.

13:15 Uhr

Banger Blick auf US-Jobmarkt - Wall Street noch unentschlossen

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(Foto: AP)

Nachdem die ADP-Arbeitsmarktdaten am Vortag eine herbe Enttäuschung geliefert haben, warten Anleger an der Wall Street heute gespannt auf die wöchentlichen Daten zum US-Arbeitsmarkt. Diese werden noch vor Ertönen der Startglocke veröffentlicht.

Bis dahin dürfte nicht viel passieren. Der Aktienterminmarkt deutet aktuell auf eine kaum veränderte Handelseröffnung am Kassamarkt hin. Die schwache Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist ein Alarmzeichen und signalisiert eher keine schnelle Konjunkturerholung. Die weiterhin sehr hohen Fallzahlen bei Neuinfektionen und regional wieder verschärfte Abriegelungsmaßnahmen in den USA bremsen die Einstellungsbereitschaft erkennbar.

Derweil geht der Dauerzwist zwischen den USA und China in eine weitere Runde: US-Außenminister Mike Pompeo forderte US-Firmen auf, ihre Apps und Anwendungen von Mobiltelefonen des chinesischen Herstellers Huawei fernzuhalten. Zudem sollten US-Unternehmen keine sensiblen Daten in Clouds und Datenzentren der chinesischen Anbieter Tencent, Alibaba und Baidu parken.

12:52 Uhr

Tiktok plant neues Datenzentrum in Irland

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die in den USA von einem Verbot bedrohte chinesische Videoplattform Tiktok plant ein eigenes Zentrum für europäische Nutzerdaten in Irland. Dazu will der Eigentümerkonzern Bytedance nach eigenen Angaben umgerechnet 420 Millionen Euro investieren. Das Datenzentrum soll den Betrieb zu Beginn des Jahres 2022 aufnehmen.

Nach Angaben von Tiktoks internationalem Datenschutzchef Roland Cloutier komme der geplanten Anlage "eine Schlüsselrolle dabei zu, die Sicherung und den Schutz von Tiktok-Nutzerdaten weiter zu stärken". Zudem werde das Zentrum in Irland Arbeitsplätze schaffen und schnellere Ladezeiten ermöglichen. Bislang werden die Nutzerdaten in den USA und Singapur gespeichert.

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12:04 Uhr

Dax gibt alle Gewinne ab - Blick auf US-Jobdaten gerichtet

Der deutsche Aktienmarkt hat seine Anfangsgewinne wieder abgegeben. Der Dax dreht am späten Vormittag ins Minus und verlor 0,1 Prozent auf 12.652 Punkte. Der EuroStoxx50 verlor 0,3 Prozent auf 3257 Stellen. Überraschend ist diese Tatsache allerdings nicht, denn bereits vor Handelsbeginn hatten sich die Börsianer auf einen volatilen Verlauf eingestellt. Damit ist der positive Impuls nach den starken deutschen Auftragseingängen erst einmal vorbei.

Im den Blick rückt nun die Veröffentlichung der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA am Nachmittag. Hier wird im Konsens mit einem Anstieg um 1,4 Millionen gerechnet. Der ADP-Bericht am Vortag fiel sehr schwach aus und drückte auf das Sentiment an den Börsen.

11:46 Uhr

Contango! Neue Ölpreis-Turbulenzen kündigen sich an

Am Ölmarkt braut sich ein Angebotsüberhang zusammen, der bei Experten Erinnerungen an den dramatischen Preiskollaps vom April hochkommen lässt. Auf den ersten Blick liegt der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent derzeit mit rund 45 Dollar je Barrel auf dem Niveau von Anfang März, bevor die Welt im Kampf gegen das Coronavirus zum Stillstand gezwungen wurde. Doch der zweite Blick zeigt: Eine rasche Normalisierung des Ölmarktes und eine Rückkehr zu der Zeit vor der Pandemie zeigt der Preis nicht.

Denn je weiter in der Zukunft die Lieferung liegt, desto mehr sind die Käufer bereit, für den Treibstoff der Weltwirtschaft zu zahlen. Diese Preisstruktur am Ölmarkt - Contango genannt - mit niedrigeren Preisen bei einer raschen Lieferung und höheren bei den späteren Kontrakten - gilt bei Experten als wichtiges Signal, dass die Nachfrage noch länger hinter dem Angebot hinterherhinken dürfte.

Der Ölpreis profitiere im Moment vom schwachen US-Dollar und einer allgemeinen Hoffnung auf eine Konjunkturerholung, erläutert Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. Doch eigentlich steige die Nachfrage nicht mehr so stark, nachdem sie sich nach dem Ende der schärfsten Corona-Restriktionen rasch erholt hatte. Vor allem das Vorkrisenniveau rücke in immer weitere Ferne.

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11:34 Uhr

Immer mehr Beschäftigte von Insolvenzen betroffen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Im vergangenen Monat sind mehr als dreimal so viele Jobs von Firmeninsolvenzen betroffen gewesen wie im Durchschnitt der ersten Monate dieses Jahres. Auch gegenüber dem Juni sei ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, auch wenn die Anzahl der Firmenpleiten insgesamt erneut leicht gesunken sei, teilte das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mit.

Laut dem IWH-Barometer wurden im Juli 895 Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland als insolvent gemeldet. Das waren etwa 3 Prozent weniger als im Vormonat Juni und 11 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Allerdings gingen im Juli mehr größere Unternehmen in die Insolvenz. Die Analyse des IWH zeigt, dass die 10 Prozent der Unternehmen mit den meisten Arbeitnehmern, deren Insolvenz im Juli gemeldet wurde, insgesamt 23.600 Personen beschäftigten. In den ersten Monaten des Jahres waren es hingegen jeweils nur rund 6700 Personen in dem von Pleiten betroffenen oberen Firmensegment.

11:04 Uhr

Zweiter Lockdown in Victoria - Schaden für Australiens Wirtschaft

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Blick auf Melbourne

(Foto: imago images/AAP)

Der australischen Wirtschaft drohen wegen des erneuten strikten Corona-Lockdowns im Bundesstaat Victoria nach Darstellung von Premierminister Scott Morrison deutliche Einbußen. Die Wirtschaftsleistung werde durch die strengen regionalen Beschränkungen des öffentlichen Lebens im dritten Quartal landesweit um 7 bis 9 Milliarden australische Dollar (4,2 bis 5,5 Milliarden Euro) zurückgehen, sagte errstag. Morrison sprach vpon einem "schweren Schlag".

Besonders schwer von der zweiten Corona-Welle ist die Millionenmetropole Melbourne betroffen, die die Hauptstadt von Victoria ist. Am Wochenende hatte die Regionalregierung den Katastrophenzustand erklärt.

10:41 Uhr

Bezos verkauft Amazon-Aktien in großem Stil

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Amazon-Gründer Jeff Bezos stößt eine Million Aktien seines Tech-Unternehmens für mehr als 3,1 Milliarden US-Dollar ab. Das berichtet die Wirtschaftsagentur Bloomberg.

Der Erlös, den der Chef des E-Commerce-Riesen einfährt, ist allerdings nur ein Bruchteil des Betrages, den seine Anteile an Amazon in diesem Jahr erhöht haben. Denn die Corona-Krise hat die Nachfrage nach den E-Commerce-Dienstleistungen explodieren lassen. Damit steht Bezos mit einem Vermögen von über 200 Milliarden Dollar an der Schwelle zu einem weiteren Rekord.

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10:26 Uhr

Gewinneinbruch bei Munich Re - Aktie unter Druck

Munich Re
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Der Ausfall von Großveranstaltungen und die Schließung von Betrieben haben dem Rückversicherer Munich Re in der Corona-Krise einen weiteren Gewinneinbruch eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 580 Millionen Euro und damit 42 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern in München mitteilte. Damit fiel der Überschuss noch etwas niedriger aus als vom Unternehmen vorab mitgeteilt.

Zu einer neuen Gewinnprognose für das laufende Jahr sieht sich der Vorstand um Vorstandschef Joachim Wenning wegen der hohen Unsicherheiten rund um den weiteren Verlauf der Pandemie weiterhin nicht in der Lage. Sein ursprüngliches Gewinnziel von 2,8 Milliarden Euro hatte der Vorstand wegen der Auswirkungen des Virus auf sein Geschäft und die Weltwirtschaft Ende März zurückgezogen.

Der Aktienkurs von Munich Re gab am Vormittag um 2,7 Prozent nach.

10:17 Uhr

Industrie-Auftragsgänge bei 88 Prozent des Vorkrisenniveaus

Der Commerzbank-Bericht zu den Auftragseingängen der deutschen Industrie klingt sehr optimistisch. "Das war eine äußerst positive Überraschung", erklärt Coba-Volkswirt Ralph Solveen zu dem überaus kräftigen Anstieg im Juni. Dies zeige, dass sich die Geschäfte der Industrie nach der Aufhebung der Beschränkungen wieder spürbar belebten.

Beinahe alle Branchen hätten weitere Fortschritte bei der Erholung von dem vorhergehenden Einbruch gemacht. Besonders eindrucksvoll sei dies in der Automobilindustrie, wo die Auftragseingänge im Juni fast 90 Prozent des Vorkrisenniveaus entsprachen, nach nur 37 Prozent im April. Insgesamt entsprachen die Auftragseingänge im Juni 88 Prozent des Vorkrisenniveaus. Solveen geht allerdings davon aus, dass es noch eine beträchtliche Zeit dauern wird, bis die deutsche Wirtschaft den coronabedingten Einbruch vollständig wettgemacht hat.

Ein Schweißer schweißt Maschinenteile zusammen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

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10:10 Uhr

Corona schickt Rheinmetall in die roten Zahlen

Rheinmetall
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Auch die Rüstungsindustrie leidet unter Corona-Husten: Rheinmetall hat die Pandemie im zweiten Quartal deutlich zu spüren bekommen. Unter dem Strich stand ein auf die Aktionäre entfallender Verlust von 248 Millionen Euro, nachdem der MDax-Konzern, der auch Autozulieferer ist, im Vorjahreszeitraum noch einen Gewinn von 73 Millionen Euro erwirtschaftet hatte. Wie Rheinmetall mitteilte, sank der Konzernumsatz um rund 16 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro. Die Düsseldorfer bestätigten damit vorläufige Zahlen von Ende Juli.

Bei seiner Jahresprognose für die Rüstungssparte ist Rheinmetall wegen gut laufender Geschäfte nun etwas optimistischer. Demnach erwarten die Düsseldorfer in der Sparte für 2020 nun ein Umsatzplus zwischen 6 und 7 Prozent, nachdem bisher eine Spanne zwischen 5 und 7 Prozent erwartet worden war. Für die operative Marge strebt Rheinmetall jetzt einen Wert von rund 10 Prozent an und damit das obere Ende der zuvor in Aussicht gestellten Spanne zwischen 9 und 10 Prozent.

09:52 Uhr

Corona schlaucht Beiersdorf - Aktie deutlich billiger

Und schon wieder Corona: Der Gewinn von Beiersdorf ist wegen der Auswirkungen der Pandemie auf den Konsum deutlich geschrumpft. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen fiel in der ersten Jahreshälfte um fast ein Viertel auf 441 Millionen Euro, wie der Hamburger Dax-Konzern mitteilte. Der Konzernumsatz sank im gleichen Zeitraum organisch um 10,7 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Dadurch fiel die operative Rendite nach Sondereffekten auf 12,8 Prozent von 15,2 Prozent vor einem Jahr.

Für das Gesamtjahr rechnet der Nivea-Hersteller mit sinkenden Umsatzerlösen und einer Ebit-Marge "signifikant" unter der des Vorjahres. Die Beiersdorf-Aktie notierte in der ersten Handelsstunde 3,5 Prozent tiefer.

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09:43 Uhr

Angst vor zweiter Corona-Welle - großes Zittern im Einzelhandel

Ein EC-Kartengerät steht an einer Kasse in einem Supermarkt. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

(Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild)

Die Sorgenfalten bei den deutschen Einzelhändlern werden wieder größer. Sie fürchten angesichts zunehmender Neuinfektionen eine zweite Corona-Welle.

  • "Die steigenden Infektionszahlen machen uns große Sorgen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth.
  • "Der Handel appelliert deshalb an alle Kunden, die Corona-Regeln zu beachten. Maske tragen, Abstand wahren und die Hygienemaßnahmen einhalten - das muss jetzt erste Bürgerpflicht sein."

Laut Genth muss "eine zweite Welle muss unbedingt verhindert werden". Schon der bisherige Verlauf der Pandemie habe viele Nicht-Lebensmittelhändler an den Rand der Insolvenz gebracht.

09:22 Uhr

Dax zum Beginn im Plus - Aktien von Siemens und Lufthansa stark

Nach kurzem Zögern hat sich der deutsche Aktienmarkt zum Handelsbeginn zu einem kleinen Gang nach oben entschieden. Der Dax legte um 0,4 Prozent auf 12.715 Punkte zu. Der MDax gewann 0,3 Prozent auf 26.965 Zähler, der TecDax 0,5 Prozent auf 3034 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert bei 3270 Punkten.

Siemens schnellten nach besser als erwartet ausgefallenen Zahlen um 4,3 Prozent nach oben. Adidas gewannen nach einem sehr schwierigen Quartal 2,8 Prozent.

Im MDax verteuerten sich Lufthansa um 4,9 Prozent. Der Verlust der von der Corona-Krise gebeutelten Airlines war geringer als befürchtet.

Dax
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08:59 Uhr

Anklage gegen vier weitere Audi-Manager in Diesel-Skandal

Im Dieselskandal bei Audi hat die Staatsanwaltschaft München II Anklage gegen vier weitere Manager des Autobauers erhoben. Die Anklage gegen drei frühere Vorstandsmitglieder und einen im Ruhestand befindlichen Hauptabteilungsleiter wurde bei der Wirtschaftskammer des Landgerichts München II eingereicht, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Den vier Beschuldigten würden Betrug, mittelbare Falschbeurkundung sowie strafbare Werbung vorgeworfen.

08:54 Uhr

Deutsche Industrie mit Auftragsplus in Rekordhöhe

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(Foto: dpa)

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie füllen sich nach dem Ende der harten Corona-Beschränkungen in Rekordgeschwindigkeit. Die Bestellungen stiegen im Juni um 27,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Volkswirte hatten nur mit einem Plus von 10,1 Prozent gerechnet. Im Mai hatte es bereits ein Plus von 10,4 Prozent gegeben, das allerdings auf einen Einbruch von 26,1 Prozent im April folgte.

Die Erholung komme "einen großen Schritt voran", betonte das Ministerium. Die Auftragseingänge hätten bereits wieder ein Niveau von 90,7 Prozent der Bestellungen vor Ausbruch der Pandemie im vierten Quartal 2019 erreicht. "Allerdings hinken die Aufträge aus dem Ausland der Entwicklung im Inland hinterher", so das Ministerium.

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08:41 Uhr

Siemens hält sich wacker - Ergebnis besser als erwartet

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(Foto: REUTERS)

Positives gibt es München zu berichten: Siemens hat nämlich im dritten Geschäftsquartal deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Das lag vor allem an einem höheren Ergebnisbeitrag aus der Sparte "Digital Industries", wie das Dax-Unternehmen mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis der Industriegeschäfte (Ebita) stieg daher um 8 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro. Einsparungen wirkten ebenfalls positiv. Analysten hatten hier mit einem Rückgang gerechnet.

Die Corona-Pandemie belastete aber die Auftragslage, das Neugeschäft ging in den drei Monaten per Ende Juni um 7 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz nahm um 5 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro ab. Auch hier schnitt Siemens besser ab als befürchtet. Wegen hoher Verluste beim Windanlagenbauer Gamesa sowie einer höheren Steuerquote brach der Nettogewinn von rund 1 Milliarde auf 539 Millionen Euro ein.

08:20 Uhr

Corona-Krise brockt Adidas dreistelligen Millionenverlust ein

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Adidas ist infolge monatelanger Ladenschließungen in der Corona-Krise tief in die roten Zahlen gerutscht. Im zweiten Quartal summierte sich der Nettoverlust auf 306 Millionen Euro, wie der Sportausrüster mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Adidas noch 462 Millionen Euro Gewinn geschrieben. Operativ wies der Konzern nun einen Fehlbetrag von 333 Millionen Euro aus, nach einem Betriebsgewinn von 643 Millionen Euro vor Jahresfrist.

"Das vergangene Quartal, in dem weite Teile der Welt lahmgelegt waren, hat beispiellose Herausforderungen an das Unternehmen gestellt", sagte Vorstandschef Kasper Rorsted. Im Zuge der Eindämmung der Pandemie mussten weltweit zeitweise 70 Prozent der Adidas-Läden schließen. Seit dem Höhepunkt im April entspannte sich die Lage für den Konzern im Quartalsverlauf. Ende Juni waren noch 17 Prozent der Geschäfte geschlossen.

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07:53 Uhr

Schwacher Dax-Start erwartet - ist heute noch mehr drin?

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Dax 13.223,27

Wie könnte es heute für den deutschen Aktienmarkt laufen? Der Dax dürfte laut Berechnungen von Banken und Brokerhäusern niedriger starten. Gestern war der deutsche Leitindex 0,5 Prozent höher aus dem Handel gegangen. An der Wall Street war der technologielastige Nasdaq erstmals im Handelsverlauf über 11.000 Punkte gesprungen, bevor der Index 0,5 Prozent höher mit 10.998 Zählern aus dem Handel ging. Sowohl in den USA als auch in Europa hatten positiv aufgenommene Quartalszahlen Investoren zuletzt zu Aktien greifen lassen.

Erneut erhoffen sich Anleger Impulse von Quartalszahlen der Unternehmen. Nach Siemens öffnen auch die Dax-Konzerne Münchener Rück, Adidas, Beiersdorf, Merck und Henkel ihre Bücher. Die erst kürzlich in den MDax abgestiegene Lufthansa hat das zweite, von der Corona-Krise besonders belastete Quartal wie erwartet mit einem milliardenschweren Verlust abgeschlossen.

Hinweise zur Konjunkturerholung erhoffen sich Anleger von den Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Auftragseingang der Industrie im Juni. In den USA steht die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Ende Juli an. US-Firmen hatten im Juli weit weniger Stellen geschaffen als erwartet worden war, wie aus der monatlichen Umfrage des Personaldienstleisters ADP hervorging.

07:15 Uhr

Corona-Krise brockt Lufthansa Milliardenverlust ein

Lufthansa
Lufthansa 8,79

Die Lufthansa hat das zweite, von der Corona-Krise besonders belastete Quartal wie erwartet mit einem milliardenschweren Verlust abgeschlossen. Um Sonderfaktoren bereinigt sei trotz Kostensenkungen um fast 60 Prozent ein Betriebsverlust (Ebit) von 1,7 Milliarden Euro nach einem operativen Gewinn von 754 Millionen Euro im Vorjahr angefallen, teilte die deutsche Airline mit. Der Nettoverlust belief sich auf 1,5 Milliarden Euro.

Bei nur noch vier Prozent der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum brach der Umsatz um 80 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro ein. Von Lufthansa befragte Analysten hatten mit einem Betriebsverlust von fast zwei Milliarden Euro gerechnet.

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"Wir erleben eine Zäsur des globalen Luftverkehrs", erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

(Foto: imago images/Hollandse Hoogte)

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06:54 Uhr

Aufschwung im Herbst? Industriepräsident: "Beim besten Willen nicht"

Die deutsche Industrie erwartet wegen der weiterhin schweren Folgen der Corona-Krise keine schnelle Erholung der Wirtschaft und fordert Nachbesserungen bei staatlichen Hilfen. "Ohne mehr und zielgerichtetere Hilfen befürchten wir einen deutlichen Anstieg der Insolvenzen ab Herbst", sagte Industriepräsident Dieter Kempf. "Die Liquidität muss verbessert werden, die Firmen brauchen Eigenkapital. Das kann zu einem großen Problem werden, wenn nicht gegengesteuert wird. Die Unternehmen sind sehr stark bankenfinanziert."

Kempf sagte, er teile den Optimismus von Wirtschaftsminister Peter Altmaier nicht, dass es im Oktober wieder aufwärts gehe. "Ich gehe davon aus, dass es deutlich länger dauert." Das Wachstum werde 2021 und möglicherweise auch 2022 noch verhalten sein, wobei dies von Branche zu Branche unterschiedlich sei. "Aber einen Aufschwung im Herbst 2020 sehe ich beim besten Willen nicht."

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Wirtschaftsminister Altmaier rechnet damit, dass im Herbst die Wirtschaft in der ganzen Breite der Wirtschaft wieder wächst.

(Foto: imago images/blickwinkel)

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06:39 Uhr

US-Streit über Corona-Hilfen lähmt Asiens Börsen

Die Börsen in Asien trauen sich mangels Fortschritten bei den Verhandlungen in den USA über neue Corona-Hilfen nicht nach oben. Im US-Kongress schienen sich die Stadtpunkte der Republikaner und Demokraten zu verschärfen. Investoren interpretierten die Bemerkung des republikanischen Senators Roy Blunt, dass "wenn es bis Freitag keinen Deal gibt, wird es keinen Deal geben", als Zeichen, dass es auf einen Kompromiss hinauslaufen werde.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt im Verlauf 0,3 Prozent tiefer bei 22.441 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,3 Prozent und liegt bei 1550 Punkten. Die Börse in Shanghai notiert 0,6 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verliert 1 Prozent. Nur der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans steigen um 0,9 Prozent auf ein neues Hoch innerhalb der vergangenen sechseinhalb Monate.

06:24 Uhr

Deutsche Bank bei Ermittlungen zu Trump vorgeladen

Deutsche Bank
Deutsche Bank 7,70

Die Deutsche Bank gehört zu den größten Gläubigern von US-Präsident Donald Trump und hat ihm vor seiner Präsidentschaft hohe Kredite gewährt - nun wird sie immer tiefer in die Ermittlungen zu Geschäftspraktiken von Trump hineingezogen. Das größte deutsche Finanzinstitut sei im Streit um die Herausgabe von Trumps Steuerunterlagen an Ausschüsse des US-Kongresses vorgeladen worden, berichtete die "New York Times".

Die Deutsche Bank sei laut dem Bericht der Vorladung nachgekommen und habe den Staatsanwälten "detaillierte Aufzeichnungen, einschließlich Finanzberichte und andere Unterlagen" zur Verfügung gestellt, die Trump bei der Beantragung von Krediten der Bank vorgelegt hatte. Das Büro des Bezirksstaatsanwalts von Manhattan, Cyrus Vance, lehnte es ab, den Bericht zu bestätigen oder zurückzuweisen. Die Deutsche Bank und das Weiße Haus reagierten nicht sofort auf Anfragen der zur Stellungnahme.