Donnerstag, 16. Januar 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Schwache Autowerte deckeln den Dax

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(Foto: imago/Sven Simon)

Trotz starker US-Konjunkturdaten sind die europäischen Aktienmärkte heute auf der Stelle getreten. Börsianer erklärten die vergleichsweise schwachen europäischen Märkte mit so genannten Spread-Positionen. Anleger setzten auf steigende Kurse am US-Markt und hätten sich mit terminmarktorientierten Positionen auf fallende Kurse in Europa abgesichert, hieß es. Der Dax schloss mit 13.429 Punkten kaum verändert. Der MDax gewann 0,2 Prozent auf 28.470 Zähler, der TecDax 0,8 Prozent auf 3130 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,2 Prozent auf 3775 Punkte nach oben.

Schwache Auto-Aktien drückten auf den Dax. Händler verwiesen auf Drohungen von US-Präsident Donald Trump. Der hat laut mehreren Berichten den europäischen Ländern mit 25 Prozent Strafzoll auf Auto-Importe gedroht, falls sie nicht auf seinen Kurs in der Iran-Atompolitik einschwenken. VW verloren 1,5 Prozent, Continental 1,4 Prozent. Daimler und BMW verbilligten sich um 0,8 beziehungsweise 1,4 Prozent.

Ins Haus stehende Milliardenentschädigungen für den Kohleausstieg sorgten für Zugewinne bei den Versorgern. RWE stiegen um 2,1 und Eon um 0,7 Prozent.

17:10 Uhr

Lufthansa und Ufo kommen nicht zusammen - wieder Streiks?

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(Foto: dpa)

Ein weiterer Versuch zwischen der Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo zur friedlichen Beilegung des Tarifstreits ist gescheitert. Gespräche zwischen den Schlichterkandidaten und Ufo zu einer möglichen Mediation sind heute erfolglos beendet worden, wie die Gewerkschaft mitteilte. Ufo wolle sich in den kommenden Tagen mit Details zur weiteren Vorgehensweise nach einer Abstimmung auch mit Rechtsexperten äußern.

Ufo hatte im Vorfeld von einem "letzten Versuch" zur friedlichen Beilegung des Streits gesprochen. Sollte dabei eine Mediation zu verschiedenen Themen zustande kommen, würde die Gewerkschaft auf Streiks verzichten, andernfalls hatte sie mit einem unbefristeten Arbeitskampf gedroht.

17:00 Uhr

Coba-Wertpapierverlagerung verzögert sich

Commerzbank
Commerzbank 6,75

Die Commerzbank braucht mehr Zeit für die Auslagerung ihrer Wertpapierabwicklung an die britische Großbank HSBC. Das Projekt verzögere sich, bestätigte eine Coba-Sprecherin einen Bericht der "Wirtschaftswoche". Mit der im vergangenen Jahr beschlossenen neuen Strategie ergäben sich zusätzliche Anforderungen, etwa durch die geplante Komplettübernahme der Direktbanktochter Comdirect. Ursprünglich sollte das für die Wertpapierabwicklung gegründete Gemeinschaftsunternehmen von Commerzbank und HSBC Anfang 2020 operativ starten.

Die Commerzbank erhofft sich davon Einsparungen, die HSBC will in der Wertpapierabwicklung wachsen und hat dafür viel Geld investiert.

16:34 Uhr

Bombardier mit vielen Problemen - Kurs rauscht in den Keller

Es läuft wahrlich nicht rund bei Bombardier: Probleme mit Eisenbahnprojekten und ein Fragezeichen hinter der Beteiligung am Airbus A220. Deshalb hat der Flugzeug- und Zug-Hersteller seine Aktionäre mit negativen Nachrichten aufgeschreckt. Die Kanadier dampften ihre Gewinnprognose um fast die Hälfte auf 400 (bisher: 700 bis 800) Millionen US-Dollar vor Zinsen und Steuern ein. Die Aktie brach daraufhin an der Börse Toronto um 38 Prozent ein - so stark wie noch nie an einem Tag.

Womöglich werde zudem eine Abschreibung auf das Gemeinschaftsunternehmen fällig, das für das kleinste Airbus-Flugzeug verantwortlich zeichnet, hieß es in der Mitteilung. Bombardier überprüfe seine "andauernde Beteiligung an dem Projekt". Der europäische Flugzeugbauer hatte vor zwei Jahren die Mehrheit an dem A220-Programm übernommen, für das Bombardier allein vorher kaum Kunden gefunden hatte.

Bombardier
Bombardier 1,21

16:17 Uhr

Wall Street bleibt in Allzeithoch-Phase

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Rally an den US-Börsen hält an. Beflügelt vom ersten Teil-Abkommen im Handelsstreit mit China und von guten Firmenbilanzen erklommen die Aktienindizes erneut Rekordhochs. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,3 Prozent auf 29.204 Punkte, der breiter gefasste S&P 500 legte 0,4 Prozent zu und sprang erstmals über die Marke von 3300 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent auf 9323 Punkte.

Die Großbank Morgan Stanley verbuchte im Schlussquartal einen Gewinnsprung. Die Aktien kletterten um 6,5 Prozent. Halbleiterwerte wie Micron und AMD profitierten von einem optimistischen Ausblick des Chipherstellers TSMC. Für gute Stimmung am Gesamtmarkt sorgte zudem, dass die Umsätze der US-Einzelhändler im Dezember den dritten Monat in Folge gestiegen waren.

15:53 Uhr

Kohleausstieg: RWE erwartet nun massiven Jobabbau

Der Versorger RWE hat nach der Vereinbarung mit der Bundesregierung zum Kohleausstieg einen beschleunigten Stellenabbau in den Braunkohletagebauen und Kraftwerken angekündigt. Man gehe davon aus, dass bereits kurzfristig über 3000 Jobs wegfallen werden, teilte das Dax-Unternehmen mit. Bis 2030 würden es insgesamt etwa 6000 sein. Damit reduziere sich die Zahl der Gesamtbeschäftigten im Braunkohlesystem in nur zehn Jahren um über 60 Prozent.

  • "Das zeigt die volle Tragweite, mit der RWE und ihre Beschäftigten von diesem Ausstieg betroffen sind", sagte RWE-Chef Rolf-Martin Schmitz.
  • Zwar habe die Bundesregierung dem Unternehmen eine Entschädigung in Höhe von 2,6 Mrd. Euro zugesagt, die über die kommenden 15 Jahre ausgezahlt werden soll.
  • "Dieser Betrag liegt aber deutlich unterhalb des tatsächlich für RWE entstehenden Schadens von rund 3,5 Milliarden Euro."
15:30 Uhr

Bericht über drei mögliche Käufer für Condor

Im Rennen um die Übernahme der ehemaligen Thomas-Cook-Tochter Condor zeichnen sich drei Favoriten ab. Das berichtet der "Spiegel". Neben dem US-Finanzinvestor Apollo zählt die polnische Airline Lot sowie die britische Investmentfirma Greybull zu den ernsthaften Interessenten. Apollo wolle Condor gemeinsam mit deutschen Reiseveranstaltern kaufen, schreibt das Nachrichtenmagazin unter Verweis auf Insider.

Kommende Woche müssen bindende Angebote abgegeben werden, dann erfolgt eine verschärfte Einzelprüfung der Kandidaten. Die beiden Finanzinvestoren wollen die Vorgänge nicht kommentieren, Lot reagierte auf eine "Spiegel"-Anfrage nicht.

15:05 Uhr

Dax duckt sich weg - Autoaktien im Minus

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In Frankfurt nicht viel Neues: Der Dax verharrte im Minusbereich und verlor am Nachmittag 0,1 Prozent auf 13.418 Punkte. Der MDax verringerte seinen Gewinn und stieg nur noch um 0,1 Prozent auf 28.426 Zähler. Der TecDax gewann 0,6 Prozent auf 3122 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert bei 3768 Punkten.

Im Dax präsentierten sich wegen der Drohung von US-Präsident Donald Trump die Autowerte schwach - sie verloren 0,7 bis 1,8 Prozent. Dagegen legten die Versorger RWE und Eon um 1,4 beziehungsweise 0,6 Prozent zu. Grund sind die Milliarden-Entschädigungen der Bundesregierung für den Kohleausstieg.

14:53 Uhr

VW-Boss: "Der Sturm geht erst richtig los"

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Herbert Diess

(Foto: imago images / Sven Simon)

Volkswagen stehen unruhige Zeiten bevor - das weiß auch Vorstandschef Herbert Diess. Der Autobauer muss seiner Ansicht nach beim Wandel zu einem Anbieter von Elektromobilität deutlich schneller werden.

  • "Wir werden die Synergien im Konzernverbund deutlich konsequenter nutzen und müssen die Komplexität noch deutlicher reduzieren", sagte Diess auf einer Management-Tagung in Berlin.
  • "Was uns fehlt, das sind vor allem Schnelligkeit und der Mut zu kraftvollem, wenn es sein muss radikalem Umsteuern."

Laut Diess kommen die Wolfsburger zwar voran, Umsatz und Ertrag wüchsen schneller als der Absatz. Die Konkurrenz mit Tesla und anderen Technologieunternehmen um die Vorherrschaft in der Automobilindustrie nehme aber zu.

  • "Der Sturm geht erst richtig los."
14:24 Uhr

Grüne Vorzeichen an der Wall Street

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Die jüngsten Fortschritte bei der Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China dürften die US-Börsen heute weiter nach oben tragen. Die Futures auf die wichtigen US-Aktienindizes deuten eine etwas festere Eröffnung an der Wall Street an. Die Mehrzahl der Marktteilnehmer scheint jedoch zuversichtlich, dass diesem ersten Schritt bald weitere folgen werden, und konzentriert sich auf die positiven Seiten. Für die Weltwirtschaft bedeute das Abkommen eine Erleichterung, heißt es etwa bei der Citigroup.

Damit können die Anleger können das Thema Handelsstreit erst einmal abhaken und sich auf Wirtschaftsdaten und Unternehmenszahlen konzentrieren. An Konjunkturdaten werden vorbörslich der Philadelphia-Fed-Index für Januar, die Einzelhandelsumsätze aus dem Dezember, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Import- und Exportpreise veröffentlicht. Nach der Startglocke folgen Daten zu den Lagerbeständen aus dem November.

14:03 Uhr

Palladium wird immer teurer - Preis auf Rekordhoch

Die Furcht vor Engpässen hat den Preis für Palladium auf neue Höchststände getrieben. Das Edelmetall verteuerte sich heute in der Spitze um 5,8 Prozent und kostete mit rund 2393 US-Dollar je Feinunze so viel wie nie zuvor.

Palladium wird unter anderem für Katalysatoren und Brennstoffzellen benötigt und stammt überwiegend aus Minen in Russland und Südafrika. Die Liquidität am Markt in Zürich sei nahezu ausgetrocknet, sagte ein Experte.

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13:45 Uhr

Superzahlen von Morgan Stanley - Anleger greifen zu

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(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Gewinnanstieg im vierten Quartal in Höhe von 53 Prozent hat Anleger zum Kauf von Morgan-Stanley-Aktien veranlasst. Ihr Kurs legte vorbörslich um 2,5 Prozent zu.

Das Geldinstitut berichtete über ein Wachstum des Nettoergebnisses auf 2,2 Milliarden US-Dollar oder 1,30 Dollar je Aktie gegenüber einem Nettogewinn von 1,5 Milliarden Dollar oder 0,80 Dollar je Anteilsschein im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

13:26 Uhr

Erdogan hat türkische Notenbank im Griff - Zinssenkung

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(Foto: via REUTERS)

Die türkische Zentralbank hat zum fünften Mal innerhalb von sechs Monaten ihren Leitzins gesenkt. Damit unterwarf sich das Geldinstitut, das eigentlich unabhängig agieren soll, der Linie von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Der Schlüsselzins wurde um 75 Basispunkte auf 11,25 Prozent reduziert.

Erdogan hatte versprochen, dass die Zinssätze der Zentralbank schnell unter 10 Prozent fallen würden, als Teil seines Ziels, in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 5 Prozent zu erreichen. Nach der Entscheidung notierte die türkische Lira gegenüber dem US-Dollar um 0,1 Prozent höher bei 5,8640, gegenüber 5,8770 vor der Entscheidung.

13:02 Uhr

Condor mit Gewerkschaften einig über Einsparungen

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(Foto: imago images/Reichwein)

Condor ist in seinem Überlebenskampf nach der Pleite des Mutterkonzerns Thomas Cook einen Schritt weitergekommen. Die Airline schloss mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo einen Tarifvertrag zum Abbau von 150 der 2400 Arbeitsplätze in der Kabine. Zuvor hatte die größere Gewerkschaft Verdi bereits grünes Licht zur Streichung gegeben.

Condor will die Kosten kräftig senken, um neue Eigentümer zu finden. Verdi und der Betriebsrat von Condor hatten bereits dem Wegfall von 170 Stellen in der Verwaltung zugestimmt. Im Cockpit gibt es keinen Personalabbau.

12:35 Uhr

Trump drückt mit Drohung Autokurse runter

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(Foto: imago images/ZUMA Press)

Die Autowerte haben bislang trotz des US-China-Deals weiter geschwächelt. Der Sektorindex im Stoxx600 gab um 1,2 Prozent nach. "Die Trump-Story wiegt schwerer selbst als die guten Acea-Zahlen", so ein Händler mit Blick auf die Neuzulassungen. Sie waren im Dezember in der EU deutlich stärker angesprungen als erwartet.

Allerdings belastet ein Bericht der "Washington Post". Demnach solle der US-Präsident Donald Trump die europäischen Länder mit 25 Prozent Strafzoll gedroht haben, falls sie nicht auf seinen Kurs in der Iran-Atompolitik einschwenken. Die Auto-Aktien müssten daher künftig mit dem Risiko leben, für jeden politischen Wunsch Trumps in Geiselhaft genommen zu werden.

Entsprechend war die Reaktion auch in Frankfurt: VW fielen um 1,8 Prozent, BMW um 1,9 Prozent und Daimler um 0,9 Prozent.

12:15 Uhr

Klimaschützer kleben an Eingang zu Siemens-Gebäude

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(Foto: dpa)

Klimaaktivisten haben aus Protest gegen die umstrittene Siemens-Lieferung an ein Kohlebergwerk in Australien ein Firmengebäude am Siemens-Standort Erlangen blockiert. Umweltschützer der Gruppe "Extinction Rebellion" hefteten sich mit Klebstoff an einen Eingang des Gebäudes, wie die Polizei mitteilte. Demnach nahmen 10 bis 15 Aktivisten an der Protestaktion teil.

Die Erlanger Aktion reiht sich ein in eine Vielzahl ähnlicher Proteste und Boykottaufrufe gegen Siemens in ganz Deutschland. Mit Lösungsmittel entfernten sich die Aktivisten selbst wieder von den Scheiben des Eingangs. Es seien keine Schäden entstanden, sagte ein Siemens-Sprecher. Das Unternehmen werde keine rechtlichen Schritte einleiten.

11:57 Uhr

Deutsche Agrarexporte nach Afrika und Asien steigen

Deutsche Unternehmen haben im vergangenen Jahr mehr Agrarprodukte und Landtechnik exportiert. Die Ausfuhren erreichten einen Wert von 79,5 Milliarden Euro, 2,1 Prozent mehr als 2018, wie die Exportförderorganisation Gefa vor der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin mitteilte. Besonders stark wuchs demnach das Geschäft mit Kunden in Afrika und Asien - jedoch noch auf vergleichsweise geringem Niveau. In Afrika machten die Unternehmen etwa jeden 50. Euro, in Asien rund jeden elften.

Gut drei Viertel der Agrarexporte gehen nach wie vor in Länder der Europäischen Union. Mit 46,6 Milliarden Euro lag dieser Wert jedoch 0,6 Prozent unter dem Vorjahr. Die Grüne Woche beginnt am Freitag.

11:30 Uhr

Dax dreht ins Minus - Versorger-Aktien gewinnen

Der deutsche Aktienmarkt ist nach einem kleinen Ausbruch nach oben wieder zurückgekommen. Der Dax büßte seinen Gewinn vollständig ein und notierte kurz vor Mittag 0,2 Prozent tiefer bei 13.410 Punkten. Der MDax gewann 0,2 Prozent auf 28.470 Zähler, der TecDax 0,8 Prozent auf 3129 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,1 Prozent auf 3766 Punkte nach unten. Die Unterzeichnung des ersten Handelsabkommens zwischen den USA und China ist auf dem Markt durch.

Die vorgesehenen Milliarden-Entschädigungen für das vorzeitige Abschalten von Kraftwerken treiben die Kurse der Versorger. RWE legten um 2,9 Prozent zu, Eon verteuerten sich um 0,9 Prozent.

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11:10 Uhr

Erstes Video vom frei fliegenden Flugtaxi

Airbus
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Der City-Airbus hat in Donauwörth einen Testflug ohne Sicherungsseile absolviert (untethered flight), wie man in einem Unternehmensvideo von Airbus sehen kann.

Anfang Dezember 2019 war das Flugtaxi bereits acht Minuten in der Luft, und zwar autonom, ohne einen Piloten an Bord. Damals war das Fluggerät aber noch mit Seilen gesichert.

Das Fluggerät ist ein viersitziges, elektrisches Luftfahrzeug mit acht Rotoren, das senkrecht starten und landen kann (auch VTOL genannt). Es soll bis zu vier Passagiere in Großstädten auf festen Routen zu bestimmten Zielen bringen - beispielsweise von der Stadtmitte zum Flughafen. Das 2,2 Tonnen schwere Fluggerät hat eine Reichweite von maximal 15 Kilometern.

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10:51 Uhr

Kräftiger Short-Squeeze bei Wirecard

Wirecard
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Warum geht es am Vormittag mit dem Kurs von Wirecard so kräftig nach oben? Händler sehen keine Nachricht hinter dem derzeitigen Kursplus von 4,1 Prozent beim Zahlungsdienstleister. Im frühen Handel war der Kurs um fast 8 Prozent gestiegen.

  • "Es sieht so aus, als wäre einigen Leerverkäufern einen Tag vor Optionsverfall die Wertpapierleihe gekündigt worden", sagt ein Händler. Dies scheine die plausibelste Erklärung zu sein, denn auch bei Varta laufe mit über 6 Prozent Plus ein Short-Squeeze.
10:31 Uhr

Geringerer deutscher Preisanstieg - Gemüse deutlich teurer

Ein Mitarbeiter der Tafel sortiert in der Lagerhalle Gemüse. Foto: Danny Gohlke/dpa/Archivbild

(Foto: Danny Gohlke/dpa/Archivbild)

Der Verbraucherpreisanstieg in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr abgeschwächt: Die Preise für Waren und Dienstleistungen kletterten 2019 um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte und erste Schätzungen bestätigte. 2018 lag die Jahresteuerung noch bei 1,8 Prozent.

Deutlich teurer wurde im vergangenen Jahr vor allem Gemüse: Hier stiegen die Preise um 6,3 Prozent. Billiger im Vergleich zum Vorjahr waren Heizöl sowie Benzin und Diesel: Der Preis für leichtes Heizöl sank um 2,5 Prozent, der für Kraftstoffe um 1,6 Prozent. Teurer wurden dagegen Gas (um knapp 4 Prozent) und Strom um 3,4 Prozent.

10:14 Uhr

Niedrige Zinsen treiben Goldpreis

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(Foto: picture alliance / dpa)

Mit der Aussicht auf weiter niedrige Zinsen ist es mit dem Goldpreis heute weiter nach oben gegangen. Die Feinunze verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 1556 US-Dollar.

Daneben hätten die Aussagen der US-Regierung, trotz des Teilabkommens mit China die bestehenden Zölle auf Importe aus China vorerst nicht senken zu wollen, weiter für Skepsis bei den Investoren gesorgt und für Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold, so die Analysten von Zaner Metals.

10:04 Uhr

Absatzeinbruch bei Opel-Mutter PSA

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(Foto: picture alliance / Frank Rumpenh)

Schwierige Zeiten für PSA: Der Absatz des Opel-Mutterkonzerns ist im vergangenen Jahr um zehn Prozent eingebrochen. Der Hersteller mit den französischen Traditionsmarken Peugeot und Citroën verkaufte nach eigenen Angaben weltweit 3,49 Millionen Fahrzeuge. Im Jahr 2018 waren es noch 3,88 Millionen Fahrzeuge gewesen.

Der Absatz von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall schrumpfte um 5,9 Prozent auf 977.000 Fahrzeuge. PSA setzte auf dem Stammmarkt Europa im vergangenen Jahr gut 3 Millionen Fahrzeuge ab, das war ein Minus von 2,5 Prozent. Erhebliche Rückgänge gab es in Lateinamerika, Afrika, China und dem Mittleren Osten.

09:43 Uhr

Hellofresh-Aktie macht kräftigen Satz nach oben

Guter Tag für die Aktie von Hellofresh - ihr Kurs stieg am Vormittag um 12,1 Prozent auf 23,20 Euro. Der Kochboxen-Versender konnte seine hauseigene Umsatzerwartung im vergangenen Jahr deutlich übertreffen. Statt erwarteter 31 bis 33 Prozent wurden 36 Prozent realisiert.

Das seien rund 13 Prozent über dem Mittel der eigenen Prognose, sagte ein Händler. Daher liege auch der bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) deutlich über den Erwartungen.

Hellofresh
Hellofresh 24,10

09:27 Uhr

Türkische Lira gibt vor Zinsentscheid Vortagesgewinn ab

Die türkische Lira ist im Vorfeld der am Mittag anstehenden Zinsentscheidung der Notenbank etwas unter Druck geraten. Der US-Dollar zog von 5,8775 auf 5,8921 Lira an. Moderate Lira-Gewinne vom Vortag gingen damit wieder mehr als verloren.

Die Analysten der Commerzbank erwarten, dass der Referenz-Reposatz um weitere 50 Basispunkte gesenkt wird. Präsident Tayyip Erdogan übe starken Druck auf die Zentralbank aus, die Zinssenkungen fortzusetzen, bis die Zinsen im einstelligen Bereich lägen, sagte Coba-Devisenexperte Tatha Ghose.

09:10 Uhr

Dax geht gestärkt in den Handel

Der deutsche Aktienmarkt ist etwas fester in den Handel gestartet. Der Dax gewann 0,2 Prozent auf 13.465 Punkte. Der MDax kletterte um 0,3 Prozent auf 28.486 Zähler. Mit dem TecDax ging es um 0,5 Prozent auf 3119 Stellen nach oben.

Am Dax-Ende notierten Beiersdorf mit minus 1,0 Prozent. Der Nivea-Hersteller hat mit einem organischen Wachstum von 4,1 Prozent die Erwartung von 4,3 Prozent nicht erreicht. Allerdings liegen die Hamburger damit noch immer über der Mitte ihrer hauseigenen Prognose von 3 bis 5 Prozent.

Dax
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08:59 Uhr

Deutsche Banken verdienen nur wenig mehr als griechische

Die von der EZB beaufsichtigten Banken in Deutschland haben in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 nur knapp mehr Gewinn erzielt als die krisengeplagten Institute Griechenlands. Dies geht aus neuen Daten der EZB-Bankenaufsicht hervor. Demnach schrumpften die zusammengefassten Gewinne der großen Institute in der Eurozone aufgrund gestiegener Verwaltungskosten und Abschreibungen binnen Jahresfrist um acht Prozent auf 66,44 Milliarden Euro.

Besonders schlecht schnitten dabei die große Banken in Deutschland ab. Ihr zusammengefasster Überschuss lag den Daten zufolge mit 668,32 Millionen Euro nur rund 12 Millionen Euro über den zusammengefassten Nettogewinnen griechischer Institute.

08:40 Uhr

Asiens Märkte stecken trotz Handelsabkommens fest

Die Unterzeichnung des ersten Teilabkommens zwischen den USA und China hat Asiens Börsen nicht zu neuem Schwung verholfen. In Tokio verharrte der Nikkei-Index bei 23.933 Zählern und lag damit weiterhin in etwa auf dem höchsten Niveau seit Herbst 2018. In China ging es sogar um knapp ein halbes Prozent abwärts.

US-Präsident Donald Trump und der chinesische Vize-Ministerpräsident Liu He hatten gestern in Washington die Vereinbarung unterzeichnet, mit der einige Zölle zurückgenommen werden. Zudem kauft China mehr Güter und Dienstleistungen in den USA ein.

08:36 Uhr

Ölpreise gehen wieder hoch

Brent Rohöl
Brent Rohöl 57,65

Die Ölpreise haben im frühen Handel ihre Abschläge vom Vortag weitgehend ausgeglichen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 64,50 US-Dollar. Das waren 50 Cent mehr als gestern. Der Preis für US-Rohöl der Sorte WTI stieg um 47 Cent auf 58,28 Dollar.

Für Auftrieb am Erdölmarkt sorgte die Unterzeichnung eines ersten Handelsabkommens zwischen den USA und China. Zum einen weckt dies die Hoffnung, dass die Weltwirtschaft und die Ölnachfrage wieder etwas stärker wachsen werden. Zum anderen hat China zugesichert, mehr US-Rohöl und -Ölprodukte wie Benzin zu kaufen.

08:25 Uhr

Vor EZB-Empfang mit Lagarde: Euro hält Gewinne

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,08

Der Euro kann seine am Vortag erzielten Gewinne weitgehend halten. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1150 US-Dollar und damit kaum weniger als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1142 Dollar festgesetzt.

Am Donnerstag stehen besonders in den USA zahlreiche Konjunkturdaten auf dem Kalender. Besonderes Augenmerk dürften Marktteilnehmer auf monatliche Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel werfen. Die Daten sind ein Gradmesser für die Konsumfreude der Verbraucher, die wichtig für die US-Wirtschaft ist. Aus der Eurozone kommen dagegen nur wenige Zahlen. Allerdings wird sich am Abend EZB-Präsidentin Christine Lagarde im Rahmen eines öffentlichen Empfangs in Frankfurt am Main zu Wort melden. Außerdem veröffentlicht die EZB die schriftliche Zusammenfassung ihrer Zinssitzung von Dezember. Es war die erste unter Lagardes Leitung.

08:02 Uhr

Dax trotz latenter Unsicherheit höher erwartet

Dax
Dax 13.783,89

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Mittwoch hatte der deutsche Leit-Index 0,2 Prozent auf 13.432,30 Punkte abgegeben. Auf der Konjunkturagenda stehen Verbraucherpreise aus Deutschland, sowie aus den USA die Einzelhandelsumsätze sowie der Philly-Fed Konjunkturindex. Von Firmenseite legt der Konsumgüterhersteller Beiersdorf seine Umsatzzahlen vor, daneben erlaubt die US-Großbank Morgan Stanley einen Einblick in ihre Bücher.

Für verhaltene Reaktionen sorgt dagegen die Unterzeichnung des US-China-Handelsdeals. Die erste Vereinbarung entfachte kein neues Freudenfeuerwerk. Anleger fragen sich stattdessen, was danach kommt. US-Präsident Donald Trump habe schon klar gemacht, "dass der Phase-2-Deal erst nach seiner Wahl zu erwarten ist", sagte ein Händler. Der Markt müsse also bis dahin mit einer latenten Unsicherheit rechnen. Zudem werde immer mehr die Substanz des ersten Schrittes angezweifelt und die alten Strafzölle blieben zumeist bestehen. Dazu kommen neue Unsicherheitsfaktoren, wie die Behandlung von Huawei beim global anstehenden 5G-Netzausbau.

07:32 Uhr

Hellofresh überrascht sich mit Zahlen selbst

Hellofresh
Hellofresh 24,10

Der Kochboxenversender Hellofresh hat im abgelaufenen Jahr bei Umsatz und Gewinn die eigenen Erwartungen übertroffen. Der Umsatz werde vorläufigen Berechnungen zufolge bei 1,808 bis 1,811 Milliarden Euro liegen, teilte das im SDax notierte Unternehmen in Berlin mit. Dies entspreche einem währungsbereinigten Plus von etwa 36 Prozent. Zuletzt hatte Hellofresh hier mit 31 bis 33 Prozent gerechnet. Das bereinigte Ebitda dürfte zwischen 45 und 48 Millionen Euro liegen und die entsprechende Marge zwischen 2,5 und 2,7 Prozent (letzte Prognose: 0,50 bis 1,75 Prozent).

Aufgrund der Veröffentlichung wird Hellofresh anders als bislang geplant am 21. Januar 2020 kein Trading Update für das Geschäftsjahr 2019 veröffentlichen. Die Gesellschaft wird jedoch den vollständigen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2019 wie geplant am 3. März 2020 bekanntmachen. Die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 können dabei von den nun publizierten Spannen abweichen.

07:14 Uhr

Asiens Anleger reagieren verschnupft auf Handelsdeal

Nikkei
Nikkei 23.523,24

Das lang erwartete Abkommen zwischen den USA und China im Handelstreit sorgt an den asiatischen Börsen für durchwachsene Reaktionen. Nach monatelangen zähen Verhandlungen unterzeichneten US-Präsident Donald Trump und der chinesische Vize-Ministerpräsident Liu He eine erste Vereinbarung. Diese sieht zwar die Abschaffung einiger Zölle vor, Trump machte aber deutlich, dass erst dann alle Zölle abgeschafft werden, wenn eine zweite Vereinbarung geschlossen sei. Außerdem hat sich die Volksrepublik dazu verpflichtet, deutlich mehr Waren und Dienstleistungen aus den USA zu beziehen. "Während das Handelsabkommen für eine Erleichterung gesorgt hat, gab es keine positiven Überraschungen für die Märkte. Damit die Aktien weiter steigen, brauchen wir mehr Belege für eine Verbesserung der Wirtschaft und Gewinne", sagte Hirokazu Kabeya, Chef-Globalstratege bei Daiwa Securities.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent höher bei 23.951 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,2 Prozent und lag bei 1728 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,3 Prozent.

 

06:38 Uhr

Tesla-Neuzulassungen in Kalifornien eingebrochen

Tesla
Tesla 730,00

Tesla hat bei Neuzulassungen in Kalifornien massive Einbußen einstecken müssen. Der am Mittwoch veröffentlichte Bericht des KfZ-Marktdaten-Analysten Dominion Cross-Sell zeigte, dass die Zulassungen in Kalifornien im Quartal um 46,5 Prozent auf 13.584 gesunken sind von 25.402 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der massive Rückgang sei laut Bericht auf die ausgelaufene Steuergutschrift im Jahr 2019 für Tesla-Käufer zurückzuführen. Eine bestehende Steuergutschrift in Höhe von 7500 US-Dollar für Elektrofahrzeuge (EVs), läuft über 15 Monate aus, sobald ein Autohersteller 200.000 Verkäufe erzielt hat. Tesla erreichte dies im Juli 2018.

06:20 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht