Donnerstag, 02. Januar 2020Der Börsen-Tag

17:49 Uhr

Dax mit bestem Jahresstart seit 2017

Der deutsche Aktienmarkt hat am ersten Handelstag 2020 den besten Jahresstart seit drei Jahren hingelegt. Vor allem Hoffnungen auf eine Konjunkturbelebung beflügelten die Kurse. Dafür hatte unter anderem die chinesische Regierung mit ihrer Ankündigung einer leichteren Kreditvergabe gesorgt.

Am Ende schloss der Leitindex Dax ein Prozent fester bei 13.386 Stellen. Der MDax legte ebenfalls um ein Prozent auf 28.603 Stellen zu. Der TecDax erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 3062 Zähler. Optimisten setzen darauf, dass schon bald das Dax-Allzeithoch vom 28. Januar 2018 bei 13.597 Punkten erreicht ist. Momentan sind die Umsätze an den Börsen noch vergleichsweise dünn, da sich viele Marktteilnehmer in den Weihnachtsferien befinden. Erst in der kommenden Woche dürfte sich zeigen, ob die gute Stimmung noch weiter trägt.

Dax
Dax 13.312,00

Gesucht waren in der ersten Reihe allen voran Deutsche Bank, die sich mit der Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung um 6,2 Prozent verteuerten. Außerdem seien Fonds inm Sektor untergewichtet, hieß es. Wirecard kletterten um 4,6 Prozent und Volkswagen gingen 2,4 Prozent fester aus dem Handel. Federn lassen mussten am anderen Ende RWE, Henkel, Beiersdorf, Linde sowie beide Fresenius-Titel. Im MDax waren Commerzbank gesucht, die 6,9 Prozent zulegten. Auch hier ließen die Konjunkturhoffnungen Anleger zugreifen.

Satte Zugewinne verbuchten mit Aumann und Leonie zwei große Verlierer des vergangenen Jahres. Beide Zulieferer legten zwischenzeitlich jeweils zweistellig zu und gingen am Ende deutlich fester aus dem Handel

16:25 Uhr

"Neckermann Reisen" hat neuen Eigentümer

125874218.jpg

Künftig in türkischen Händen.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

Die traditionsreiche Tourismusmarke "Neckermann Reisen" kommt in türkische Hände. Der türkische Reiseveranstalter Anex habe die Markenrechte sowie diverse Internet-Domains aus der Insolvenzmasse der deutschen Thomas Cook erworben, teilte die Kanzlei hww als Insolvenzverwaltung mit.

Damit sei es innerhalb weniger Monate gelungen, sämtliche werthaltigen Vermögenswerte der deutschen Thomas Cook gewinnbringend zu veräußern. Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt einer wettbewerbsrechtlichen Kartellprüfung. Angaben zum Erlös wurden nicht gemacht. Das Geld fließt nach Abzug der Verfahrenskosten den Gläubigern der Thomas Cook zu. Die deutsche Thomas Cook war in den Sog der Pleite des britischen Mutterkonzerns geraten und hatte im Herbst Insolvenz angemeldet.

Anex ist nach eigenen Angaben 1996 gegründet worden und beschäftigt rund 6500 Mitarbeiter. Jährlich würden mehr als vier Millionen Gäste betreut. Das Unternehmen hatte aus dem Nachlass der zahlungsunfähigen Thomas Cook bereits den Türkeispezialisten Öger Tours und den Last-Minute-Anbieter Bucher Reisen mit insgesamt 84 Mitarbeitern übernommen.

15:50 Uhr

Wall Street schraubt sich in Rekordhöhen

Die US-Börsen setzen den Reigen der überaus freundlichen Jahresbeginne an den Handelsplätzen fort. Einmal mehr schürten die Teileinigung im Handelsstreit mit China sowie die Konjukturstimuli von Peking Hoffnungen auf eine Belebung des weltweiten Wirtschaftswachstums.

Dow Jones
Dow Jones 28.707,84

Der Dow-Jones-Index klettert im frühen Handel um 0,6 Prozent. Der breiter gefasste S&P 500 legt ebenso um 0,6 Prozent zu. beide Indizes markieren damit neue Allzeithochs. Der technologiebasierte Nasdaq gewinnt 0,9 Prozent.

15:22 Uhr

Setzt dieser Zulieferer zur Aufholjagd an?

Einen guten Start in das Jahr hat die Aktie des Maschinenbauers Aumann. Für sie geht es um elf Prozent auf 17,18 Euro nach oben. Damit hat die Aktie die rund sechs Monate dauernde Bodenbildung unter 16 Euro abgeschlossen.

Aumann AG
Aumann AG 15,68

Analysten hatten jüngst erste positive Signale in den Auftragseingängen gesehen. Hier wird vor allem auf Orders von den Automobilherstellern gesetzt, die nun die Produktion der E-Autos langsam nach oben fahren. Nächstes charttechnisches Ziel ist die Gap-Oberkante vom 10. Juli 2019 bei 17,80 Euro.

Aumann war Frühjahr 2017 mit 42 Euro an die Börse gegangen. Nachdem sich der Kurs zunächst verdoppelte, achtelte er sich in der Folge. Die langfristige Story ist intakt, allerdings lässt sich die Nachfrage nach Autos mit Elektroantrieb weltweit auf sich warten. Nun dürften die Milliarden der Industrie für den Aufbau einer europäischen Batterie-Produktion sowie die Gelder für eine Infrastruktur mit Ladesäulen die E-Mobilität ankurbeln. Aumann haben im vergangenen Jahr mehr als 47 Prozent nachgegeben.

14:44 Uhr

Chiphersteller-Aktie gewann 148 Prozent - und steigt weiter

Für die Aktien des Chipherstellers Advanced Micro Devices beginnt das neue Jahr so wie das alte aufgehört hat. Nach einem positiven Kommentar der Analysten von Nomura marschieren die Titel im vorbörslichen Handel um weitere 2,2 Prozent nach oben in Richtung ihres 20-Jahreshochs.

AMD
AMD 45,35

 

Mit einem Plus von 148 Prozent waren AMD 2019 größter Gewinner im S&P-500, die Titel führten auch den Halbleiterindex PHLX an. Nomura traut der AMD-Aktie noch mehr zu. Die Analysten der japanischen Bank erhöhten das Kursziel auf 58 von 40 Dollar und bekräftigten die Einstufung Buy.

14:32 Uhr

Dax baut sein Plus aus

Am deutschen Aktienmarkt geben weiter die Käufer den Ton an. Ermutigt von Aussicht auf eine Entschärfung des Zollstreits zwischen den USA und China und neue Konjunkturhilfen der chinesischen Notenbank greifen sie zu und treiben damit die Indizes.

Am frühen Nachmittag baut der Dax sein Plus auf 1,0 Prozent bei 13.382 Punkte aus. Der MDax zieht 0,8 Prozent an auf 28.530 Stellen. Der TecDax klettert 1,4 Prozent auf 3056 Zähler.

In der ersten Reihe sind allen voran Wirecard, Deutsche Bank und Infineon gefragt. Die Titel legen zwischen 4,8 und 2,6 Prozent zu. Billiger sind am anderen Ende RWE und Henkel mit einem Abschlag von je 0,9 Prozent. In der zweiten Reihe liegen Commerzbank mit einem Plus von 5,7 Prozent ganz vorn.

"Die Hoffnung lebt weiter, dass die Handels- und Geldpolitik zukünftig zu besseren konjunkturellen Rahmenbedingungen führen wird", sagt Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Chris Williamson, Chef-Volkswirt des Research-Hauses IHS Markit, warnte allerdings vor überzogenen Erwartungen. Zwar beurteile auch er die wirtschaftlichen Aussichten etwas optimistischer. "Bis zur Rückkehr zu Wachstum ist es aber noch ein langer Weg."

14:20 Uhr

Unternehmen werden bei Einstellungen zurückhaltender

Angesichts der Konjunkturschwäche ist die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland zum Jahresende deutlich gesunken. Das Stellenbarometer der Bundesagentur für Arbeit (BA), der BA-X, ging im Dezember den zehnten Monat in Folge zurück und lag 31 Punkte unter dem Vorjahreswert. "Im längerfristigen Vergleich befindet sich der Kräftebedarf aber nach wie vor auf hohem Niveau", teilte die BA mit.

  • Die Nachfrage nach Arbeitskräften lässt laut BA vor allem in konjunkturnahen Bereichen wie Verkehr und Logistik, dem Verarbeitenden Gewerbe und der Zeitarbeit nach.
  • Dagegen steigt die Nachfrage in Bereichen wie Erziehung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen, die unabhängiger vom Wirtschaftsverlauf sind.
  • Arbeitskräfte sind weiter knapp.

"Die Industrie leidet unter der abgeschwächten Exportnachfrage", erklärte das IAB-Forschungsinstitut der BA zur Jahreswende. "Angesichts der Arbeitskräfteknappheit bleiben gravierende Konsequenzen bei der Arbeitslosigkeit aber aus", sagte IAB-Prognosechef Enzo Weber. Für das neue Jahr rechnet das IAB trotz der konjunkturellen Schwäche mit einem robusten Arbeitsmarkt.

13:04 Uhr

Britischer Minister: Bahn-Tochter "komplett inakzeptabel"

Mit harschen Worten vom Auftraggeber droht der Bahn eine bittere Pleite in Nordengland. Der Service der von der Bahn-Tochter Arriva betriebenen Zuggesellschaft Northern Rail sei "komplett inakzeptabel", sagte der britische Verkehrsminister Grant Shapps der BBC. Man sei nicht länger bereit, die zahlreichen Verspätungen und Zugausfälle zu tolerieren. So könne es nicht weitergehen. "Ich werde handeln."

RTX67GZR.jpg

Verkehrsminister Shapps will der Bahn-Tochter den Auftrag entziehen.

(Foto: REUTERS)

Auf die Frage, ob er Northern das Geschäft entziehen wolle, sagte er: "Auf jeden Fall. Ich glaube nicht, dass der Service von Northern auch nur annähernd akzeptabel ist."

Die Bahn-Tochter Arriva hatte 2015 die Ausschreibung zum Betrieb von Northern Rail bis zum Jahr 2025 gewonnen. Das Unternehmen versprach damals unter anderem neue und modernisierte Züge sowie einen verbesserten Service.

Der drohende Lizenzentzug in Nordengland wirft einen Schatten auf den für dieses Jahr geplanten Börsengang von Arriva. Früheren Angaben zufolge soll die internationale Nahverkehrstochter der Bahn im zweiten Quartal an der Börse in Amsterdam mit einem Minderheitsanteil von etwa 25 Prozent gelistet werden.

12:35 Uhr

Das sind die wirtschaftsstärksten Regionen

117782714.jpg

Der Osten - hier eine Werft in MV - ist unter den Top 50 lediglich einmal vertreten.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

Die wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands liegen nach einer Rangliste von "Focus Money" einmal mehr im Süden der Republik. Von den 50 am besten bewerteten Landkreisen und Städten liegen nur 5 nicht in Bayern oder Baden-Württemberg.

Angeführt wird die Liste vom oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, gefolgt vom baden-württembergischen Kreis Biberach. Die Plätze drei und vier belegen die bayerischen Städte Regensburg und München.

Schlusslichter der Tabelle sind der Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt, die nordrhein-westfälische Stadt Oberhausen und die Stadt Pirmasens in Rheinland-Pfalz. Der brandenburgische Landkreis Teltow-Fläming ist mit Platz 24 des Rankings der einzige ostdeutsche Kreis unter den Top 50.

Die Berechnung basiert auf sieben Faktoren, darunter das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, die Arbeitslosenquote, das Bevölkerungswachstum und die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigem.

12:29 Uhr

Wall Street mit grünen Vorzeichen erwartet

Auch für die US-Börsen zeichnet sich ein positiver Start in das neue Jahr ab. Die Futures auf die wichtigen US-Aktienindizes tendieren vorbörslich freundlich. Eine neue geldpolitische Lockerung der chinesischen Notenbank befeuere auch in den USA Konjunkturoptimismus, heißt es aus dem Handel.

In den USA steht noch vor der Startglocke die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche zur Veröffentlichung an. Kurz nach Handelsbeginn wird der Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA veröffentlicht. Wichtige Unternehmenstermine stehen nicht auf der Agenda.

11:54 Uhr

"Der Dax tanzt zur Zukunftsmusik"

Mit frischen Konjunkturhilfen der chinesischen Regierung und der Aussicht auf ein erstes Abkommen im Handelsstreit zwischen Peking und Washington im Rücken beginnt das neue Börsenjahr freundlich. Der Dax baut bis zum Mittag sein Plus auf 0,9 Prozent auf 13.368 Punkte aus. Der MDax legt 0,8 Prozent auf 28.532 Stellen zu. Der TecDax klettert um 1,2 Prozent auf 3050 Zähler. Der EuroStoxx50 gewinnt ebenso 1,2 Prozent auf 3786 Punkte.

Dax
Dax 13.312,00

Die Hoffnung auf bessere konjunkturelle Rahmenbedingungen durch die Handels- und Geldpolitik lebe weiter, sagt Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. "Der Dax tanzt zu dieser Zukunftsmusik ins neue Jahr."

Die Hoffnung auf eine anziehende Weltwirtschaft hilft auch den Ölpreisen nach oben. Zudem spekulierten Investoren aufgrund der politischen Spannungen zwischen den USA und dem Irak zunehmend auf mögliche Versorgungsengpässe. Die Nordseesorte Brent verteuert sich leicht auf 66,21 Dollar je Barrel.

Mit der Hoffnung auf eine anziehende Konjunktur sinkt zugleich das Interesse der Investoren an sicheren Anlagehäfen wie Anleihen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen stieg auf minus 0,166 Prozent. Das ist der höchste Stand seit sieben Monaten. Die Rendite der fünfzehnjährigen Titel kletterte erstmals seit einem halben Jahr knapp über null.

Europaweit zählen die Aktien von Banken zu den größten Gewinnern: Der Branchenindex stieg um 1,7 Prozent. An der Dax-Spitze kletterten die Titel der Deutschen Bank um bis zu 5,2 Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch von 7,28 Euro. Bei den deutschen Nebenwerten stieg die Commerzbank um mehr als sieben Prozent.

11:38 Uhr

Britische Wirtschaft humpelt ans Jahresende

Die Regierung gibt sich optimistisch - doch die Wirtschaftsdaten sprechen eine andere Sprache. Das vergangene Jahr ist für die britische Wirtschaft enttäuschend zu Ende gegangen, wie der Handelskammerverband BCC mitteilte. "Die britische Wirtschaft ist durch das letzte Quartal 2019 gehumpelt", sagte BCC-Chefökonom Suren Thiru.

127703231.jpg

Optimist Johnson.

(Foto: picture alliance/dpa)

So verschlechterten sich im letzten Quartal 2019 alle wichtigen Wachstumsindikatoren im Dienstleistungsbereich, der 80 Prozent der britischen Wirtschaftsleistung ausmacht. In der fertigenden Industrie verzeichneten die Auftragsbücher zwar einen leichten Anstieg, doch der Anteil der inländischen Bestellungen lag bereits zum zweiten Quartal in Folge über dem der Aufträge aus dem Ausland. Verhalten blieben auch die Investitionsabsichten.

Premierminister Boris Johnson hatte bei seiner Neujahrsansprache von einer "Flut angestauter Investitionen" gesprochen, die durch die Gewissheit über den EU-Austritt am 31. Januar ausgelöst werde.

11:12 Uhr

So viel Gold lagert bei der Deutschen Börse

Der Goldbestand bei der Deutschen Börse ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Inzwischen lagern gut 203 Tonnen des Edelmetalls in den Tresoren - nach 181,5 Tonnen vor zwölf Monaten. Neues Gold kommt immer dann hinzu, wenn Anleger die sogenannte Xetra-Gold-Anleihe erwerben. Für jeden Anteilschein wird ein Gramm des Edelmetalls hinterlegt. Derzeit hat der Goldbestand einen Wert von 8,8 Milliarden Euro - ebenfalls ein Höchststand.

  • Gold gilt in turbulenten Zeiten für Anleger als sicherer Hafen.
  • Zudem werfen Sparbuch oder Tagesgeld wegen der extrem niedrigen Zinsen kaum noch etwas ab.
  • Obendrein verunsichern geopolitische Risiken wie Handelskonflikte die Anleger.
Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.568,88

2019 hat Gold in US-Dollar gerechnet rund 18 Prozent zugelegt, der deutsche Leitindex Dax stieg um mehr als 25 Prozent. "Mit dem deutlichen Plus an den Aktienmärkten haben institutionelle und private Investoren auch ihren Goldbestand zur Absicherung aufgestockt", sagt Michael König, Geschäftsführer der Deutsche Börse Commodities, der Emittentin von Xetra-Gold.

Mancher Anleger aber lässt sich sein Gold auch nach Hause liefern: Seit der Einführung von Xetra-Gold 2007 haben Anleger davon 1065 Mal Gebrauch gemacht und sich 5,2 Tonnen Gold liefern lassen.

10:30 Uhr

Kommt die Entschädigung für VW-Kunden?

Europas größter Autobauer Volkswagen geht im Streit um Schadenersatz für Hunderttausende Besitzer von manipulierten Diesel-Fahrzeugen auf die Kläger zu. Der Konzern habe sich mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) geeinigt, Gespräche über einen möglichen Vergleich aufzunehmen, teilte der Dax-Konzern mit. Die Gespräche befänden sich in einem sehr frühen Stadium. Ziel sei "eine pragmatische Lösung im Sinne der Kunden", hieß es.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 172,16

Während VW in den USA bereits Milliarden für die Entschädigung von Kunden ausgegeben hat, war der Autobauer dazu in Deutschland bisher nicht bereit. Seit Ende September verhandelt das Oberlandesgericht Braunschweig in einem Musterverfahren über die Sammelklage von Hunderttausenden Dieselkunden. Es geht um Schadenersatz für mindestens 400.000 Käufer von manipulierten Diesel-Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Seat und Skoda. In der sogenannten Musterfeststellungsklage ist der vzbv stellvertretend für die Autokäufer vor Gericht gezogen.

Mehr zum Thema finden Sie hier.

10:22 Uhr

Deswegen sind Bankenwerte gefragt

An die Spitze der Gewinner setzen sich sowohl im Dax als auch im Nebenwerteindex MDax Bankentitel. Grund ist die Ankündigung Chinas, seine Geldpolitik zu lockern. Dies wiederum schürt Hoffnungen auf eine weltweite Konjunkturbelebung. Zudem steht die Unterzeichnung einer ersten Teileinigung im Handelsstreit zwischen den USA und China an.

Und besonders stark reagieren Banken auf konjunkturelle Nachrichten. Für die Papiere der Deutschen Bank geht es an der Dax-Spitze um 4,6 Prozent in die Höhe. Klarer Favorit im MDax sind die Anteilsscheine des Wettbewerbers Commerzbank, die um fast 6 Prozent anspringen.

10:02 Uhr

Gerry Weber verlässt den Insolvenzmodus

Der Modekonzern Gerry Weber beginnt das neue Jahr im Normalbetrieb. Wie die Gerry Weber International AG mitteilte, hat das Amtsgericht Bielefeld das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung nach neun Monaten zum Jahresende aufgehoben. Die Gläubiger erhielten überdurchschnittliche Befriedigungsquoten. Zudem sei mit rund 3600 die große Mehrheit der Arbeitsplätze bei Gerry Weber und der früheren Tochter Hallhuber gesichert worden.

Gerry Weber hatte vor gut einem Jahr Insolvenz angemeldet, wenige Monate später wurde das Verfahren in Eigenverwaltung begonnen. Seit Oktober wird der Insolvenzplan umgesetzt. Der Insolvenzverwalter holte Investoren an Bord, die gegen eine Finanzspritze 100 Prozent des Aktienkapitals übernahmen. Dadurch verschwand Gerry Weber von der Börse. Zudem wurde die Mehrheit der Tochter Hallhuber verkauft.

09:46 Uhr

Airbus-Papiere bleiben im Steigflug

Anleger greifen bei Airbus zu. Der europäische Flugzeugbauer ist im Aufwind, nachdem der Konzern im abgelaufenen Jahr den krisengeschüttelten Erzrivalen Boeing als weltweit größten Flugzeugbauer abgelöst hat. Für die Papiere geht es zunächst um fast drei Prozent nach oben auf 134,82 Euro.

52232742.jpg

Der A320neo füllt Airbus die Kassen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Unter Berufung auf Branchenkreise hatte Reuters gemeldet, dass der europäische Konzern 863 Maschinen ausgeliefert habe - fast acht Prozent mehr als 2018. Damit übertraf Airbus auch das im Oktober gekürzte Ziel des Managements von 860 Flugzeugen. US-Konkurrent Boeing leidet massiv unter dem Flugverbot für das Unglücksmodell 737 Max.

Damit schließen die Papiere an ihre außerordentlich gute Performance im Vorjahr an. Pralle Auftragsbücher, die Einstellung der A380-Produktion und mit dem Verkaufsschlager A320neo im Programm war es für die Aktien um mehr als 60 Prozent nach oben gegangen.

09:26 Uhr

Dax streckt sich ins neue Jahr

Der deutsche Aktienmarkt beginnt das neue Handelsjahr im Plus. In den ersten Minuten legt der Leitindex Dax um 0,3 Prozent zu. Der MDax erhöht sich um 0,7 Prozent und der TecDax legt 0,6 Prozent zu. "Das hervorragende Börsenjahr 2019 ist Vergangenheit. Heute werden die Uhren auf Null gestellt", schreibt Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die kommenden zwölf Monate könnten herausfordernd werden: Aktien seien bereits hoch bewertet und gleichzeitig schwächele die Wirtschaft. "Vieles spricht da für hohe Schwankungen anstatt hoher Kursgewinne", prognostiziert der Analyst.

Dax
Dax 13.312,00

Im Mittelpunkt des neuen Börsenjahrs steht weiterhin der Handelskonflikt zwischen den USA und China. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, den ersten Teil eines Handelsabkommens am 15. Januar im Weißen Haus in Washington unterzeichnen zu wollen.

An den chinesischen Börsen ging es deswegen am Donnerstag aufwärts. Zusätzlichen Rückenwind lieferte die Entscheidung der chinesischen Zentralbank, die Reserveanforderungen für die Geldhäuser weiter zu senken. Damit lässt sie mehr Spielraum für Kredite, um die lahmende Konjunktur anzukurbeln.

09:12 Uhr

AMS sammelt kaum mehr Osram-Aktien ein

Der österreichische Sensor-Spezialist AMS hat kaum weitere Osram-Aktionäre zum Verkauf ihrer Aktien bewegen können. Zum Ende der zweiwöchigen Nachfrist kommt AMS auf 59,9 Prozent an dem Münchner Lichttechnik-Konzern, wie die Österreicher mitteilten. Das ist nur wenig mehr als die 59,3 Prozent, die AMS sich schon während der regulären Frist gesichert hatte. Der Vollzug der Transaktion werde im zweiten Quartal dieses Jahres erwartet.

Osram
Osram 45,50

Normalerweise nutzen passive Investoren wie Indexfonds die Nachfrist, um ihre Papiere anzudienen. Doch lag die Osram-Aktie während der gesamten zwei Wochen deutlich über den von AMS gebotenen 41 Euro, so dass es für die Anleger deutlich lukrativer war, am Markt zu verkaufen. Am Montag schlossen Osram bei 44,15 Euro.

AMS braucht mittelfristig 75 Prozent an Osram, um Zugriff auf die Finanzmittel des Münchner Traditionskonzerns zu erhalten und damit die Kredite für die rund 4,6 Milliarden Euro teure Übernahme tilgen zu können. Doch horten Hedgefonds Osram-Aktien, um die Österreicher später zu einem höheren Abfindungsangebot zu zwingen.

08:35 Uhr

Ölpreis trotzt den Spannungen in Nahost

11d6e1a378c089ddf04fc1d24ee325bc.jpg

Zahlreiche Demonstranten versammelten sich vor der US-Botschaft in Bagdad, schließlich drangen einige in das Gelände ein.

(Foto: REUTERS)

Die Ölpreise steigen am ersten Handelstag des neuen Jahres leicht. Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 66,23 US-Dollar. Das sind 23 Cent mehr als am Dienstag, dem letzten Handelstag 2019. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 16 Cent auf 61,22 Dollar.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 59,84

Die jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran wirkten sich am Rohölmarkt zunächst nur wenig aus. Hintergrund ist ein Angriff militanter Demonstranten auf die US-Botschaft in Bagdad. Die USA machen den Iran für die versuchte Erstürmung verantwortlich. Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran sind seit längerem stark belastet. Hauptgrund ist der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit der islamischen Republik, die Mitglied des Erdölkartells Opec ist.

08:17 Uhr

Euro gibt leicht nach

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Euro startet etwas schwächer ins neue Jahr. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,1205 US-Dollar und damit etwas weniger als am letzten Handelstag 2019. Am Neujahrstag fand faktisch kein Handel statt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstag auf 1,1234 Dollar festgesetzt.

07:46 Uhr

Dax ist noch in Urlaubsstimmung

Der deutsche Aktienmarkt dürfte verhalten ins neue Börsenjahr starten. Den Dax-Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge wird der Index zur Eröffnung etwas niedriger notieren. Das Handelsvolumen dürfte urlaubsbedingt noch gering sein. Die Aktienmärkte in Tokio und der Schweiz bleiben feiertagsbedingt geschlossen.

Dax
Dax 13.312,38

Den letzten Handelstag des abgelaufenen Jahres hatten Investoren genutzt, um Kasse zu machen. Der Dax war um 0,7 Prozent auf 13.249,01 Punkte abgesackt. Binnen Jahresfrist hat der Leitindex mit einem Plus von 26,3 Prozent 2019 allerdings so stark zugelegt wie seit sieben Jahren nicht mehr.

Am Donnerstag stehen im Euroraum, in Großbritannien und in den USA die Einkaufsmanagerindizes des Markit-Instituts zur Veröffentlichung an. Die Unternehmensumfrage für den Industriesektor gibt Hinweise auf den Zustand der Konjunktur. Zudem werden in den USA wöchentliche Daten vom Arbeitsmarkt erwartet. Ansonsten sind wenige Ereignisse absehbar, die am Devisenmarkt für Bewegung sorgen könnten.

Im Mittelpunkt steht auch im neuen Börsenjahr der Handelskonflikt zwischen den USA und China. US-Präsident Trump hatte am Dienstag angekündigt, den ersten Teil eines Handelsabkommens am 15. Januar im Weißen Haus in Washington unterzeichnen zu wollen. Es wird erwartet, dass im Rahmen dessen Zölle gesenkt werden und sich China verpflichtet, mehr Agrarprodukte und andere Waren in den USA zu erwerben.

07:32 Uhr

Trump sorgt an den Börsen für gute Stimmung

Am Donnerstag zeigen sich die Börsen im späten Geschäft in Ostasien durch die Bank mit Aufschlägen. Am ersten Handelstag des Jahres gibt es gleich eine Reihe positiver Nachrichten zu verarbeiten: Für gute Stimmung sorgt laut Händlern, dass US-Präsident Trump am 15. Januar im Weißen Haus das "Phase-1-Abkommen" mit China zur Eindämmung des Handelsstreits unterzeichnen will.

Darüber hinaus wartete die chinesische Notenbank am Mittwoch mit einer Senkung der Mindestreserveanforderung für gewerbliche Banken auf. Mit dem Schritt werden 800 Milliarden Yuan (115 Milliarden US-Dollar) freigesetzt und ins Finanzsystem gepumpt. Derweil hat sich die Aktivität in der chinesischen Industrie gemäß neuer Daten im Dezember leicht verlangsamt. Der von Caixin Media Co und Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor verringerte sich auf 51,5 (November: 51,8) Punkte.

Während in Japan der Handel noch ruht, steigen die chinesischen Börsen mit den positiven Schlagzeilen besonders deutlich. Der Shanghai-Composite klettert um 1,1 Prozent, der HSI in Hongkong trotz der jüngsten Massenproteste gegen die Regierung um 0,8 Prozent. Unter den Einzelwerten ziehen Tencent in Hongkong um 1,7 Prozent an. Der französische Vivendi SA hat einen 10-prozentigen Anteil seiner Musiktochter Universal Music Group (UMG) an ein Konsortium, welches vom chinesischen Internetriesen Tencent Holdings Ltd angeführt wird, veräußert. Der Käufer besitzet eine Option zum Erwerb weiterer 10 Prozent an UMG bis zum 15. Januar 2021.