Freitag, 20. Dezember 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

Dax schafft am Hexensabbat einen ordentlichen Gewinn

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(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Es ist doch noch alles gut gegangen: Der deutsche Aktienmarkt hat sich am sogenannten Hexensabbat noch einmal von seiner guten Seite gezeigt. Dabei gab Rückenwind von der New Yorker Wall Street. Der Dax stieg um deutsche Leitindex stieg um 0,8 Prozent und ging mit 13.319 Punkten ins Wochenende. Der MDax legte um 0,4 Prozent auf 28.441 Zähler zu. Der TecDax kletterte um 0,1 Prozent auf 3051 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,9 Prozent auf 3773 Punkte nach oben. Am Mittag waren an der Derivatebörse Eurex Terminkontrakte auf die großen Aktienindizes ausgelaufen, wie die auf den Dax und den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50. Gegen Handelsschluss laufen dann die Optionen und Futures auf die einzelnen Aktien aus.

An der Dax-Spitze lag heute die Aktie der Deutschen Börse mit plus 2,7 Prozent. Am Ende rangierten Heidelbergcement mit minus 1,4 Prozent.

16:30 Uhr

Bei Condor und Eurowings drohen Stellenstreichungen

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(Foto: imago images/Arnulf Hettrich)

Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings und dem Ferienflieger Condor stehen größere Stellenstreichungen bevor. Condor will sich von etwa 150 der insgesamt etwa 2500 Flugbegleiter trennen, wie aus einem Mitarbeiterbrief der Gewerkschaft Verdi hervorgeht. In der Verwaltung müssen bereits 170 Mitarbeiter gehen. Bei Eurowings, die in den roten Zahlen steckt, dürfte allein in der Verwaltung eine dreistellige Zahl von Stellen auf der Streichliste stehen.

Condor hält sich derzeit mit einem staatlichen Überbrückungskredit in der Luft und sucht nach einem neuen Eigentümer. Airline-Chef Ralf Teckentrup will die Gewinnaussichten des Ferienfliegers mit Kostensenkungen in die Höhe treiben, um Käufer von der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu überzeugen.

16:08 Uhr

Wall Street startet mit neuen Bestmarken

Die Aussicht auf eine baldige Unterzeichnung des Handelsabkommens zwischen den USA und China hält die Anleger an der Wall Street bei Laune. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 legten erneut leicht zu und markierten mit 28.609 Punkten, 8926 Zählern und 3226 Stellen jeweils neue Bestmarken. Hoffnung schöpften Börsianer aus Äußerungen des US-Finanzministers Steven Mnuchin, denen zufolge der Handelsdeal Anfang Januar unterzeichnet wird.

Gegen den Trend rutschten die Aktien von US Steel um fast zehn Prozent ab. Der Stahlkocher rechnet für das vierte Quartal mit einem Verlust von 1,15 Dollar je Aktie, fast doppelt so viel wie erwartet. Vor diesem Hintergrund kürzte das Unternehmen die Quartalsdividende auf 0,01 von 0,05 Dollar je Aktie.

15:47 Uhr

n-tv Zertifikate: Anleger glauben immer mehr an Aufwärtstrend

Die zuletzt gestiegenen Aktienmärkte haben offenbar die Stimmung der Anleger verändert. Das zumindest lässt sich aus dem aktuellen Citi-Investmentbarometer herauslesen. Gefragt wurden die Anleger dabei nicht nur nach den Erwartungen zum Aktienmarkt, sondern auch zu Gold, Rohöl und Zinsen. Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Dirk Heß von der Citigroup.

15:33 Uhr

Rubel legt bei Steuer-Ultimo ordentlich zu

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Rubel ist heute in: Der nahende Stichtag für Steuerzahlungen in Russland schürt Nachfrage nach der russischen Währung. Im Gegenzug fallen US-Dollar und Euro um jeweils ein knappes Prozent auf Eineinhalb-Jahres-Tiefs von 62,48 beziehungsweise 69,44 Rubel.

Um bis zum Jahresende fällige Steuern zu zahlen, tauschen zahlreiche russische Firmen ihre Devisen in die heimische Währung um. Wegen der anstehenden Feiertage erwarten Börsianer aber keine weitere größere Rubel-Aufwertung.

15:05 Uhr

US-Wirtschaft mit gutem Wachstum

Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal 2019 moderat gewachsen. Die Leistung der US-Wirtschaft stieg nach den Daten der dritten Veröffentlichung auf das Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das US-Handelsministerium bestätigte damit - wie von Ökonomen erwartet - seine zweite Schätzung. Im zweiten Quartal war für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Zuwachs von 2,0 Prozent verzeichnet worden, im ersten um 3,1 Prozent.

Die Konsumausgaben, die mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen, stiegen im dritten Quartal mit einer Jahresrate von 3,2 (zunächst: 2,9) Prozent. Die Investitionen der Unternehmen sanken dagegen um 2,3 (zunächst: 2,7) Prozent.

14:32 Uhr

Kleinanlegergemeinschaft sorgt sich um Deutsche Bank

Auch die Kleinanleger machen sich Gedanken zum neuen Jahr. Ihre Gemeinschaft SdK sieht im kommenden Jahr die größten Probleme bei den Banken. Das größte Risiko sei bei der Deutschen Bank, sagte SdK-Vorstandsvorsitzender Daniel Bauer.

Warnzeichen ist nach Einschätzung der SdK die Lage der Banken südlich der Alpen: "In Italien ist es schon wieder so weit, dass Banken Hilfe benötigen", sagte Bauer unter Verweis auf die Rettung der Banca Popolare di Bari, die von der Regierung in Rom vor wenigen Tagen mit einer Kapitalspritze von 900 Millionen Euro vor der Pleite gerettet wurde.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 7,86

14:04 Uhr

Bailey wird Chef der Bank of England

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Andrew Bailey

(Foto: dpa)

Chefwechsel bei der Bank of England (BoE): Der ehemalige Vizechef Andrew Bailey wird laut Finanzminister Sajid Javid die britische Notenbank führen. Der 60-jährige Bailey löst im März den Kanadier Mark Carney ab.

Carney hatte den Posten 2013 übernommen und ihn wegen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union verlängert. Bailey hatte von 2013 bis 2016 als Vizechef bei der Bank of England gearbeitet. Er ist zurzeit Chef der britischen Finanzaufsicht FCA.

13:34 Uhr

Erdogan will 2020 einstelligen Zinssatz in der Türkei

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(Foto: Via REUTERS)

In der Türkei hält die präsidiale Einmischung in die dortige Zinspolitik an. Auch nach mehreren Zinssenkungen macht Präsident Recep Tayyip Erdogan weiter Druck auf die Notenbank. Der Schlüsselzins liege derzeit bei 12 Prozent und zeige die Entschlossenheit der Zentralbanker, sagte Erdogan.

  • "Sie haben die Zinsen spürbar gesenkt. Wir werden diese gleiche Entschlossenheit auch weiter 2020 sehen."

Der seit Langem auf eine lockerere Geldpolitik dringende Staatschef hatte im Sommer Zentralbank-Gouverneur Murat Cetinkaya abberufen und dessen Vize Murat Uysal auf den Chefsessel gehievt. Dieser gilt als Befürworter einer lockeren Geldpolitik. Erdogan hat jüngst in Aussicht gestellt, dass die Zinsen nächstes Jahr auf eine einstellige Rate sinken dürften.

13:17 Uhr

Just Eat empfiehlt Übernahme-Angebot von Takeaway

Der britische Essenslieferdienst Just Eat hat sich im Übernahmekampf zwischen der Naspers-Tochter Prosus und der Lieferando-Mutter Takeaway für die Annahme der endgültigen Takeaway-Offerte ausgesprochen. Das teilte Just Eat in einer Pflichtmitteilung an der Londoner Börse mit. Das Unternehmen gehe weiterhin davon aus, dass der Zusammenschluss mit Takeaway "strategisch zwingend" sei und das Takeaway-Angebot einen höheren Wert für die Anteilseigner biete als die Prosus-Offerte, hieß es weiter.

Daher sollten die Aktionäre die finale Takeaway-Offerte annehmen und jene von Prosus ablehnen. Am Donnerstag hatten sowohl Prosus als auch Takeaway ihre Angebote nochmals erhöht. Während Prosus 800 Pence je Just-Eat-Aktie in bar bot, legte Takeaway ebenfalls nach und bietet nun je Just-Eat-Anteilsschein etwa 0,12 eigene Papiere an. Dies entspreche einem Wert von 916 Pence. Allerdings solle die Übernahme weiterhin per Aktientausch stattfinden.

12:52 Uhr

DIW erwartet sinkendes deutsches BIP

Ein Bauarbeiter arbeitet auf einer Baustelle. Foto: Kay Nietfeld/Archivbild

Ein Bauarbeiter arbeitet auf einer Baustelle. Foto: Kay Nietfeld/Archivbild

(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet mit einem voraussichtlichen Rückgang des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) im vierten Quartal um 0,1 Prozent. DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen verwies in dieser Hinsicht auf die Industrie, "auch im Schlussquartal stärker als noch im November erwartet im Rückwärtsgang" bleibe.

Die Zeichen stünden indes auf Besserung, denn die Unternehmen schauten - vor allem mit Blick auf das Auslandsgeschäft - "wieder zuversichtlicher in die Zukunft". Nach Angaben des DIW stieg das von dem Institut berechnete Konjunkturbarometer auch im Dezember. Es erhöhte sich um anderthalb Punkte auf nun 93 Zähler. Damit bleibe es allerdings weiter deutlich unter der 100-Punkte-Marke, die für einen durchschnittlichen Anstieg der Wirtschaftsleistung stehe.

12:34 Uhr

Kaum Veränderung an der Wall Street erwartet

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Mit einer kaum veränderten Tendenz dürfte die Wall Street in den letzten Handelstag der Woche starten. Die Investoren würden so langsam ihre Bücher schließen, so ein Teilnehmer. Dies dürfte zu einem deutlicheren Umsatzrückgang führen. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell unverändert.

Vor der Startglocke wird das US-BIP für das dritte Quartal veröffentlicht, allerdings bereits in der dritten Lesung. Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn folgen der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für Dezember in der zweiten Veröffentlichung sowie die persönlichen Einkommen und Ausgaben für November. Bei den Einzelwerten dürfte die Nike-Aktie im Fokus stehen, nachdem das Unternehmen nach Handelsende am Donnerstag Quartalsergebnisse bekannt gegeben hat.

12:24 Uhr

Google soll in Frankreich Strafe zahlen - will aber nicht

Frankreichs Wettbewerbshüter haben ein Bußgeld von 150 Millionen Euro gegen den US-Internetkonzern Google verhängt. Mit einem Marktanteil von rund 90 Prozent sei die Dominanz der Amerikaner im Geschäft mit Online-Werbung "außerordentlich", sagte die Chefin der französischen Kartellbehörde, Isabelle de Silva. Google kündigte an, in Berufung zu gehen.

12:09 Uhr

Dax nimmt noch einmal Fahrt auf

Die Dax-Kurve. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild

Die Dax-Kurve. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild

(Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild)

Die europäischen Anleger haben am letzten Verfallstag des Jahres, dem sogenannten Hexensabbat, bei Aktien zugegriffen. Allerdings waren die Umsätze in der Vorweihnachtszeit ruhig. In Frankfurt vergrößerte der Dax noch einmal seinen bereits zuvor erzielten Gewinn und stieg um 0,7 Prozent auf 13.298 Punkte. Der EuroStoxx50 legte um ebenfalls um 0,7 Prozent auf 3766 Stellen zu. Am Hexensabbat wollen viele Anleger die Kurse noch in eine für sie günstige Richtung lenken - Kursausschläge sind daher nicht ungewöhnlich.

Am Dax-Ende notierten am Mittag die Aktien der Deutschen Bank mit minus 1,0 Prozent. Adidas verließen den Minusbereich und gewannen 0,5 Prozent. Der wichtigste Adidas-Rivale Nike hatte im abgelaufenen Quartal zwar Gewinn und Umsatz gesteigert. In Nordamerika, dem wichtigsten Markt, blieb das Wachstum aber hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

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11:51 Uhr

Bericht: VW-Manager kommt in den USA vorzeitig frei

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James Liang

(Foto: AP)

Der ehemalige VW-Manager James Liang, in den USA als erster Verantwortlicher des Dieselskandals zu 40 Monaten Haft verurteilt, ist vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Wie der "Spiegel" unter Berufung auf Liangs Anwalt berichtet, ist er bereits seit Donnerstagmorgen auf freiem Fuß. Damit sei das letzte Drittel von Liangs Freiheitsstrafe ausgesetzt worden.

Liang war im August 2017 zudem zu einer Geldstrafe in Höhe von 200.000 Dollar verurteilt worden. Der damals 63-Jährige hatte sich schuldig bekannt, die Betrugssoftware in VW-Dieselwagen mit entwickelt zu haben.

11:36 Uhr

China-Geschäft lässt Nike jubeln

Die wachsende Begeisterung der Chinesen für seine Produkte hat dem weltgrößten Sportartikelhersteller Nike ein Gewinnplus von fast einem Drittel eingebracht. Im zweiten Geschäftsquartal fuhr der US-Konzern unter dem Strich insgesamt 1,1 Milliarden Dollar ein - knapp 32 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz erhöhte sich in den drei Monaten bis Ende November um etwa zehn Prozent auf rund 10,3 Milliarden Dollar.

Nike versucht verstärkt, Konkurrenten wie Adidas und Vans Marktanteile abzujagen. Dafür setzt man auf mehr Werbung mit Sport-Prominenz und rund um Großereignisse.

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11:20 Uhr

Europas Nutzfahrzeugmarkt schwächelt stark

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt ist im November den dritten Monat in Folge geschrumpft. In der EU und der Freihandelszone Efta wurden im November 204.964 Fahrzeuge neu zugelassen, wie der Herstellerverband Acea mitteilte. Das war ein Minus von 9,3 Prozent. Auf Sicht der ersten elf Monate ergab sich noch ein Plus von 2,2 Prozent.

Der November legte jedoch bei allen Fahrzeugkategorien und großen Märkten den Rückwärtsgang ein. Deutschland schlug sich mit einem Minus von 6,1 Prozent noch vergleichsweise gut. In Frankreich sanken die Neuzulassungen schon um 7,1 Prozent und in Großbritannien um 10,7 Prozent.

11:00 Uhr

Wasser auf Johnsons Brexit-Mühle - UK-BIP steigt stärker

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(Foto: REUTERS)

Die britische Wirtschaft hat im Sommer kräftiger zugelegt als bisher angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) kletterte zwischen Juli und September um 0,4 Prozent zum Vorquartal, wie das nationale Statistikamt ONS nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Bisher hatte die Experten nur 0,3 Prozent Wachstum veranschlagt. Vor allem bei den Dienstleistern und in der Bauwirtschaft lief es besser als gedacht.

Nach dem deutlichen Wahlsieg der Konservativen von Premierminister Boris Johnson dürfte der Brexit nun voraussichtlich bis Ende Januar über die Bühne gehen. Auch danach sind noch knifflige Fragen offen. Denn dann müssen Großbritannien und die Europäische Union ihre künftigen Beziehungen - etwa im Handel - genau definieren.

10:17 Uhr

Hexe im Anflug - Dax befindet sich im Plus

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(Foto: picture alliance / dpa)

Nach einem lahmen Beginn in den deutschen Aktienmarkt etwas Dynamik gekommen. Der Dax kletterte am Vormittag um 0,3 Prozent auf 13.257 Punkte. MDax und TecDax stiegen um je 0,2 Prozent auf 28.379 beziehungsweise 3052 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent höher bei 3750 Zählern.

Nach den eher ruhigen vergangenen Handelstagen könnte es im weiteren Verlauf an der Börse sogar noch etwas hektischer werden: Denn der Hexensabbat genannte große Verfall von Terminkontrakten von Aktien und Indizes an den Terminbörsen steht noch an. Vor allem spekulative Anleger versuchen dann, die Kurse in eine für sie günstige Richtung zu bewegen.

09:56 Uhr

Tesla knackt die Marke von 500 Ladestationen in Europa

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat seine 500. Schnellladestation in Europa eröffnet. Der sogenannte "Supercharger" in London hat zugleich als erster außerhalb Nordamerikas Ladesäulen der neuen Generation, die eine Leistung von bis zu 250 Kilowatt ermöglichen, wie Tesla mitteilte. Insgesamt habe die Firma nun in Europa 4700 Ladesäulen in 24 Ländern. Eine Station hat aktuell bis zu 44 Ladesäulen.

Tesla hatte angekündigt, bis Jahresende 2019 Ladestationen in Reichweite für 99 Prozent der europäischen Bevölkerung zu haben.

09:20 Uhr

Shell erwartet Milliardenabschreibung

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die schwache Weltwirtschaft zehrt beim Ölkonzern Shell im vierten Quartal am Gewinn. Wegen der gesamtwirtschaftlichen Aussichten rechnet das Management mit Abschreibungen von 1,7 bis 2,3 Milliarden US-Dollar nach Steuern, teilte das britisch-niederländische Unternehmen in Den Haag mit. Bei seinen Investitionen hält sich der Konzern - gemessen an den bisherigen Plänen - eher zurück. Sie dürften im Gesamtjahr am unteren Ende der Spanne von 24 bis 29 Milliarden Dollar liegen, hieß es.

Die Gewinnspannen im Raffinerie-Geschäft würden wie schon im dritten Quartal von der schwachen Wirtschaftslage beeinträchtigt, teilte Shell weiter mit. Die endgültigen Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2019 will Shell am 30. Januar 2020 vorlegen.

09:15 Uhr

Dax klebt vor Hexensabbat fest

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Vor den Weihnachtstagen ist auf dem Frankfurter Börsenparkett im Großen und Ganzen Ruhe eingekehrt. Der Dax ging kaum verändert bei 13.230 Zählern in den Handel. Bewegung erwarten viele Börsianer erst dann, wenn die Dax-Optionen am Verfallstag auslaufen - dem sogenannten Hexensabbat.

Die Adidas-Titel gaben 0,6 Prozent nach. Sie folgten damit den Papieren von Nike ins Minus: Der US-Rivale hat Gewinn und Umsatz im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres stärker gesteigert als Experten erwartet hatten. Allerdings blieb eine Marge etwas hinter den Erwartungen zurück.

09:00 Uhr

GfK-Konsumklima erleidet unerwarteten Dämpfer

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(Foto: imago/Ralph Peters)

Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich entgegen den Erwartungen etwas eingetrübt. Die Konsumforscher der GfK ermittelten für Januar eine Abnahme ihres Indikators zum Konsumklima auf 9,6 Zähler von 9,7 Punkten im Vormonat. Ökonomen hatten hingegen eine Zunahme auf 9,8 Zähler erwartet. Der konjunkturelle Gegenwind in Deutschland und vor allem die gesunkene Einkommenserwartung sorgen laut GfK dafür, dass das Konsumklima leicht verliere. Dagegen stemme sich jedoch die Anschaffungsneigung, die leicht zulege.

  • "In einem stürmischer werdenden konjunkturellen Umfeld erweist sich die Anschaffungsneigung auch zum Jahresende 2019 als ein Fels in der Brandung", erklärte GfK-Experte Rolf Bürkl.
  • "Die Verbraucher lassen sich ihre Kauflaune bislang nicht verderben."
08:50 Uhr

Gewinnmitnahmen lassen Nikkei leicht fallen

Nikkei
Nikkei 23.215,71

Asiens Anleger haben kurz vor Weihnachten noch einmal Kasse gemacht. In Tokio ging Nikkei 0,2 Prozent schwächer bei knapp 23.817 Punkten aus dem Handel. Damit verbleibt auf Jahressicht ein Plus von knapp einem Fünftel, und erst vor wenigen Tagen hatte er den höchsten Stand seit 14 Monaten erreicht. Auch in China gaben die Kurse etwas nach.

Für gute Stimmung sorgte US-Finanzminister Steven Mnuchin: Er kündigte an, dass die USA und China Anfang Januar die kürzlich erzielte Vereinbarung im Handelsstreit unterzeichnen wollten.

08:34 Uhr

Nestle tritt Herta-Wurstgeschäft an spanischen Konzern ab

Nestle
Nestle 100,80

Der Nahrungsmittelkonzern Nestle hat einen Mehrheitsanteil an seiner Wurstmarke Herta an den spanischen Lebensmittelkonzern Casa Tarradellas verkauft. Einen Minderheitsanteil von 40 Prozent wolle das Schweizer Unternehmen jedoch behalten, teilte Nestle mit. Zugleich gründeten Nestle und die Spanier ein Gemeinschaftsunternehmen. Nestle und Casa Tarradellas brächten dabei ihre jeweiligen Herta-Anteile von 40 und 60 Prozent in das Joint Venture ein. Dieses beinhaltet die in sechs europäischen Ländern erhältliche Herta-Charcuterie (Wurstwaren und Fleischwaren) und Teigprodukte der Marke in Frankreich und Belgien.

Nestle behält nach eigenen Angaben das Geschäft mit vegetarischen Produkten von Herta und will dieses weiterentwickeln. Mit dem Verkauf will sich Nestle den geänderten Konsumgewohnheiten anpassen: In vielen Ländern sinkt die Nachfrage nach Fleisch, weil die Kunden verstärkt zu vegetarischen Produkten greifen.

08:01 Uhr

Euro startet etwas wackelig in den Tag

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Euro kann sich trotz leichter Kursverluste über der Marke von 1,11 US-Dollar halten. Momentan kostet die europäische Gemeinschaftswährung 1,1115 Dollar und damit etwas weniger als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1117 Dollar festgesetzt.

07:48 Uhr

Australisches Gericht brummt VW Millionenstrafe auf

VW Vorzüge
VW Vorzüge 172,22

Ein australisches Gericht hat dem deutschen Autobauer Volkswagen im Diesel-Skandal eine Strafe von 125 Millionen AU-Dollar (etwa 77,4 Mio Euro) auferlegt. Dies sei die höchste jemals verhängte Strafe wegen eines Verstoßes gegen das Verbraucherschutzgesetz, teilte die Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde ACCC mit. Volkswagen teilte mit, das Unternehmen werde in den kommenden Wochen prüfen, ob es die Entscheidung des Gerichts anfechten wird.

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07:16 Uhr

Trump will noch heute Sanktionen wegen Nord Stream 2 beschließen

Das Sanktionsgesetz der USA gegen die umstrittene Gaspipeline Nord Stream 2 soll noch heute Abend in Kraft treten.

Gazprom
Gazprom 6,80

  • US-Präsident Donald Trump werde heute (19.30 Ortszeit/1.30 MEZ Samstag) das Gesetzespaket zum Verteidigungshaushalt (NDAA) bei einer Zeremonie  auf der Luftwaffenbasis Andrews bei Washington unterzeichnen, teilte das Weiße Haus mit.
  • Das Sanktionsgesetz gegen Nord Stream 2 war vor der Verabschiedung durch den US-Kongress in das Gesetzespaket aufgenommen worden.
  • Die USA wollen Nord Stream 2 damit auf den letzten Metern noch stoppen.
  • Die Strafmaßnahmen des "Gesetzes zum Schutz von Europas Energiesicherheit" zielen auf die Betreiberfirmen der hoch spezialisierten Schiffe ab, mit denen die Rohre für die Pipeline durch die Ostsee verlegt werden.