Freitag, 25. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax beendet rote Woche - rund 650 Punkte verloren

Die Furcht vor neuerlichen Einschränkungen für das öffentliche Leben in Europa wegen der grassierenden Coronavirus-Pandemie hat Europas Anleger zum Wochenschluss verschreckt. "Neben Reisewarnungen ist es vor allem die Gefahr von Lockdowns, welche die Wirtschaft ausbremsen könnte", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Für Gesprächsstoff sorgten die Bemühungen um ein weiteres Konjunkturpaket in den USA.

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In Frankfurt ging der Dax auf Tauchstation und schloss mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 12.469 Punkten. Damit verlor der Leitindex in dieser Woche rund 650 Punkte. Um Mittag hatte der Dax mit 12.342 Zählern sein Tagestief erreicht. MDax und TecDax legten um je 0,1 Prozent auf 26.453 beziehungsweise 3016 Zähler zu. Der EuroStoxx50 notierte 1,0 Prozent tiefer bei 3129 Punkten.

Die Aussicht auf dauerhaft niedrige Zinsen und geringe Gewinnmargen im Kreditgeschäft vertrieb Anleger aus Finanzwerten. Der europäische Banken-Index fiel auf ein Rekordtief. Die Papiere der Deutschen Bank notierten 2,5 Prozent schwächer, Commerzbank verbilligten sich um 2,2 Prozent.

In dem Umfeld mit Corona bluteten erneut die Luftfahrtwerte. Die Lufthansa will nun Hunderte Pilotenstellen mehr als geplant abbauen. Das im MDax notierte Papier verlor 3,3 Prozent.

Hensoldt legte ein enttäuschendes Börsendebüt hin. Die Aktie des Rüstungselektronik-Anbieters notierte mit 10,57 Euro zeitweise 12 Prozent unter ihrem Ausgabepreis von 12 Euro.

17:02 Uhr

Langfristig weniger Beschäftigte in Daimler-Antriebswerken

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Daimler-Werk in Untertürkheim.

(Foto: dpa)

Der Umschwung zu Elektromobilität wird bei Daimler nach den Worten von Entwicklungs- und Produktionschef Markus Schäfer zu Stellenverlusten in den auf Verbrennungsmotoren spezialisierten Komponentenwerken führen.

  • "Am Ende wird die Veränderung mit geringerem Arbeitskräftebedarf einhergehen", sagte der Manager. "Wir haben keine Zahlen genannt."

Betriebsräte der Werke Untertürkheim und Berlin hatten in dieser Woche Alarm geschlagen, weil nach den Umbauplänen des Unternehmens insgesamt rund 5000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollten. Schäfer widersprach jedoch Aussagen, nach denen das Motorenwerk in Berlin-Marienfelde ganz geschlossen werden soll. Er bestätigte allerdings, dass die Fertigung des 6-Zylinder-Dieselmotors dort im kommenden Jahr eingestellt wird.

16:44 Uhr

Kann die Börse Corona 2.0 wegstecken?

Der Dax hat in dieser Handelswoche ein gutes Stück von dem verloren, was er seit dem Crash so rasant wieder aufgeholt hatte. Die weltweit ansteigenden Corona-Infektionen haben die Anleger wieder etwas nervöser werden lassen. Wie Discountzertifikate das Risiko vermindern können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Christian Köker von der HSBC.

16:16 Uhr

Konjunktursorgen bremsen Wall Street aus

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(Foto: AP)

Die Furcht vor einer Konjunkturabkühlung angesichts der anhaltenden Coronavirus-Pandemie macht den US-Börsen zum Wochenschluss zu schaffen. Der Dow Jones eröffnete 0,4 Prozent schwächer bei 26.707 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,3 Prozent auf 3237 Zähler und steuert damit auf seine längste Verlustserie seit gut einem Jahr zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag kaum verändert bei 10.676 Punkten.

Gefragt waren die Aktien der Tech-Riesen wie Facebook, Alphabet, Amazon, Apple oder Netflix, die zwischen 0,2 und 1,1 Prozent zulegten. Auch die Boeing-Aktien waren mit einem Aufschlag von 0,5 Prozent gefragt. Die europäische Luftfahrtaufsicht hatte in Aussicht gestellt, dass der Unglücksflieger 737 MAX im November wieder eine Starterlaubnis erhalten und bis zum Jahresende in Betrieb genommen werden könnte.

16:02 Uhr

Lufthansa-Streichorgie bei Piloten

Lufthansa
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Die Lufthansa will im Zuge ihres verschärften Schrumpfkurses bei ihrer Kernairline Hunderte Pilotenstellen mehr abbauen als zunächst angekündigt.

  • "Vor dem Hintergrund der angepassten Flottenplanung beläuft sich der Personalüberhang für den Cockpit-Bereich von Lufthansa Airlines auf mindestens 1100 Stellen ab dem Jahr 2022", teilte ein Konzernsprecher mit und bestätigte damit einen "Spiegel"-Bericht. Im Juni hatte der MDax-Konzern den geplanten Abbau von Pilotenstellen bei der Lufthansa auf 600 beziffert.
  • "Ziel der Verhandlungen ist eine möglichst sozialverträgliche Lösung für den nun notwendigen Personalabbau."

Lufthansa hatte Anfang der Woche angekündigt, die Konzernflotte wegen des Nachfrageeinbruchs in der Corona-Krise ab Mitte des Jahrzehnts dauerhaft um 150 Flugzeuge statt um 100 Maschinen zu verkleinern. Die Lufthansa-Aktie notierte am Nachmittag 2,2 Prozent leichter.

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15:18 Uhr

Europas Bankenindex fällt auf Rekordtief

Die Aussicht auf dauerhaft niedrige Zinsen und geringe Gewinnmargen im Kreditgeschäft hat die Anleger aus Finanzwerten vertrieben. Der europäische Bankenindex fiel um 1,7 Prozent auf ein Rekordtief von 78,89 Punkten. Sein Pendant für die Eurozone rutschte um gut 2 Prozent auf 52,75 Zähler ab.

Auch die deutschen Bankenwerte notierten im Minus. Deutsche Bank verbilligten sich um 1,7 Prozent, Commerzbank gaben 1,4 Prozent ab.

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14:47 Uhr

Fortschritt bei Corona-Impfstoff treibt Pharma-Aktie

Der Beginn in die nächste Testphase für einen Coronavirus-Impfstoff hat die Anleger zum Einstieg bei Novavax ermuntert. Der Aktienkurs der Pharmafirma stieg im vorbörslichen US-Geschäft um gut 6 Prozent. Den Angaben zufolge sollen in den kommen vier bis sechs Wochen bis zu 10.000 Personen in Großbritannien mit dem Mittel geimpft werden.

14:35 Uhr

Wirtschaftliche Lage für deutsche Airports spitzt sich zu

Die wirtschaftliche Lage der deutschen Flughäfen hat sich nach Einschätzung ihres Verbandes ADV weiter verschlechtert. Die Betreiber rechnen auch für die kommenden Jahre mit hohen Verlusten, wie Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel anlässlich des Welttourismustages in Berlin erklärte.

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Für die Flughäfen setze sich der Lockdown faktisch fort, wenn weiterhin nur rund 20 Prozent der Vorjahrespassagiere unterwegs seien. Jeder zweite der rund 1,1 Millionen Jobs in der deutschen Luftverkehrswirtschaft sei bedroht. Beisel bezifferte den erwarteten Einnahmerückgang der Flughäfen auf bis zu 4 Milliarden Euro im laufenden und bis zu 2 Milliarden Euro im kommenden Jahr bei einem Gesamtumsatz von 6,5 Milliarden Euro im coronafreien Vorjahr 2019.

Ohne Zugang zu frischem Kapital drohe zahlreichen Flughäfen die Insolvenz, warnte der Verband. Die Erstattung der in der Krise aufgelaufenen Vorhaltekosten sei daher das Mindeste, was an staatlicher Unterstützung erwartet werde.  Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat ein Konzept für die Regionalflughäfen angekündigt, um die Infrastruktur zu erhalten.

14:14 Uhr

BMW eröffnet neue Denkfabrik in München

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Oliver Zipse bei der Eröffnung.

(Foto: dpa)

BMW macht einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung der Autobranche: Der Autobauer eröffnete das neue Zentrum seines weltweiten Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks in München. Vorstandschef Oliver Zipse sagte, das Projekt falle in die Kategorie "Mega, Giga, Einzigartig" und sei mit einer Investition von einer Milliarde Euro "eines der größten Projekte dieser Dekade" im Dax-Konzern.

Im Münchner Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW arbeiten heute 27.000 Mitarbeiter, alle Modelle von BMW, Mini- und Rolls-Royce entstehen dort. Im neuen FIZ Nord werden künftig 5000 Fahrzeugentwickler arbeiten.

13:48 Uhr

"Pleiten-Tsunami"? Coba-Experten äußern sich dazu

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Commerzbank erwartet trotz der gesetzlich verordneten Bremsung des Insolvenzgeschehens in Deutschland nicht, dass es nach der weitgehenden Aufhebung dieser Maßnahmen ab Oktober zu einem "Pleiten-Tsunami" kommen wird. Die Volkswirte Jörg Krämer und Marco Wagner rechnen vor, dass laut ihrem Modell dann zwar ein Stau von rund 2700 aufgeschobenen Insolvenzen abzubauen sein dürfte. Sie nehmen aber zugleich an, dass die Gerichte diesen Stau erst nach und nach abbauen werden.

  • "Deshalb gehen wir davon aus, dass sich die Insolvenzwelle in der Statistik bis in das dritte Quartal 2021 hinein erstrecken wird. Danach sollte die Zahl der Insolvenzen wegen der Erholung der Wirtschaft wieder sinken", schreiben Krämer und Wagner.

Als weiteren insolvenzdämpfenden Faktor nennen sie den vergleichsweise guten Zustand der Unternehmensbilanzen.

13:26 Uhr

Wall Street im Minus erwartet

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(Foto: REUTERS)

An der Wall Street zeichnen sich zum Ende der Handelswoche leichte Verluste ab. Der Terminkontrakt auf den S&P-500 gibt 0,2 Prozent nach, ebenso der Future auf den technologielastigen Nasdaq. Vor allem die erneut rasant steigende Zahl an Corona-Neuinfektionen in Europa und die damit verbundenen Risiken für die Weltwirtschaft verunsichern die Anleger. Hinzu kommen der anhaltende Konflikt zwischen den USA und China und der an Schärfe zunehmende US-Präsidentschaftswahlkampf. Immerhin scheint es etwas Bewegung bei einem zuletzt stockenden neuen staatlichen Stimulierungspaket für die angeschlagene US-Wirtschaft zu geben.

Konjunkturseitig ist die Agenda übersichtlich. Lediglich der Auftragseingang bei langlebigen Wirtschaftsgütern für den August wird noch vor der Börsenglocke veröffentlicht.

13:02 Uhr

Dax erleidet Schwächeanfall - minus 2 Prozent

Der deutsche Aktienmarkt ist kurz nach Mittag massiv unter Abgabedruck geraten. Der Dax verlor 2 Prozent auf 12353 Punkte. Der EuroStoxx50 gab um 1,9 Prozent auf 3100 Stellen nach.

Die Anleger würden vor dem nahenden Wochenende vorsichtiger, Abgabebereitschaft treffe auf Kaufzurückhaltung, hieß es in Frankfurt. Jüngst hätten die Hochzinsanleihen ein Warnsignal für die Risikoaversion der Anleger geliefert, heißt es zum einen. Und zum anderen: Die Bemühungen der US-Demokraten um ein neues Fiskalpaket könnten ins Leere laufen und die Nominierung für die freie Stelle am Supreme Court durch US-Präsident Trump am Wochenende die politischen Lager vor den Präsidentschaftswahlen Anfang November weiter entzweien.

Dax
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12:36 Uhr

Großbritannien auf dem Weg zu einem Mega-Defizit

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(Foto: imago images/Westend61)

Die Corona-Pandemie reißt riesige Löcher in die britische Staatskasse. Bis einschließlich August ist in dem seit April laufenden Haushaltsjahr mit 173,7 Milliarden Pfund bereits ein größeres Etatdefizit aufgelaufen als in einem gesamten Budgetjahr in der Finanzkrise. Dies geht aus Zahlen des Nationalen Statistikamts hervor.

Der bisherige Rekordwert datierte aus dem Haushaltsjahr bis Ende März 2010 mit damals 157,7 Milliarden Pfund. In Prognosen ist bereits davon die Rede, dass im laufenden Fiskaljahr ein Fehlbetrag von 372 Milliarden Pfund auflaufen könnte, der durch neue Schulden gedeckt werden muss. Damit würde das Defizit auf 18,9 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung steigen - der höchste Fehlbetrag seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

12:11 Uhr

Corona malträtiert den Schiffbau - Tausende Jobs in Gefahr

Die IG Metall hat vor einem massiven Verlust von Arbeitsplätzen im Schiffbau gewarnt. Die Corona-Krise gehe "an die Substanz des Schiffbaus in Deutschland", sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich.

  • "Nach den Ankündigungen der Unternehmen sehen wir mehr als ein Drittel der 18.000 Arbeitsplätze auf den deutschen Werften als akut gefährdet an."

In einer Umfrage unter Betriebsräten von 39 Werften habe sich ein überwiegend negatives Bild gezeigt. Rund die Hälfte der Betriebsräte gehe davon aus, dass in den nächsten Monaten in ihren Unternehmen weitere Arbeitsplätze abgebaut werden.

Rund 7500 Beschäftigte seien in Kurzarbeit, berichtete Friedrich. Im Passagier- und Spezialschiffbau habe sich die Einschätzung zur zukünftigen Marktentwicklung deutlich eingetrübt. Etwas positiver sehe die Einschätzung im Marineschiffbau aus. Dort würden aber dringend neue Aufträge benötigt. Hier sei auch die Bundesregierung gefordert.

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(Foto: dpa)

12:00 Uhr

Arnault-Einstieg befeuert Aktie von Lagardere

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Bernard Arnault

(Foto: REUTERS)

Der direkte Einstieg des Milliardärs Bernard Arnault beschert Lagardere den größten Kurssprung seit 24 Jahren. Die Aktien des angeschlagenen Herausgebers der Zeitschrift "Paris Match" verteuerten sich an der Pariser Börse zeitweise um fast 30 Prozent auf ein Neun-Monats-Hoch von 19,63 Euro.

Der reichste Mann Frankreichs, zu dessen Imperium der Luxusgüter-Hersteller LVMH gehört, hält den Angaben zufolge nun mehr als fünf Prozent direkt an Lagardere. Darüber hinaus sei er über ein Investment-Vehikel des Firmenchefs Arnaud Lagardere mit knapp 13 Prozent an dem Unternehmen beteiligt.

11:43 Uhr

Corona-Sorgen drücken Dax runter - Hensoldt-IPO ganz schwach

Aus Furcht vor einem Rückschlag für die Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Corona-Pandemie haben sich Anleger aus den europäischen Aktienmärkten zurückgezogen. Neben Reisewarnungen sei es vor allem die Gefahr von Lockdowns, welche die Wirtschaft ausbremsen könnte, sagte ein Analyst. Der Dax verlor zum Mittag 1,2 Prozent auf 12.450 Punkte. MDax und TecDax sackten um je 0,9 Prozent ab. Der EuroStoxx50 notierte 1,2 Prozent tiefer bei 3120 Stellen. Die Bemühungen um zusätzliche US-Konjunkturhilfen würden einen noch größeren Ausverkauf verhindern, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.

Im Dax schnitten die Autobauer schlecht ab. VW verloren 2,9, Daimler 1,0 und BMW 1,7 Prozent. Ganz schwach waren auch MTU und Infineon mit deutlich mehr als 2 Prozent Verlust.

Hensoldt legte ein enttäuschendes Börsendebüt hin. Die Aktien des Rüstungselektronik-Anbieters notierten mit 10,57 Euro zeitweise 12 Prozent unter ihrem Ausgabepreis von 12 Euro, der schon am unteren Ende der Angebotsspanne gelegen hatte.

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11:29 Uhr

Auch Deutsche Bank kommt mit BIP-Prognose um die Ecke

Die Deutsche Bank hat ihre Prognose für die Entwicklung der deutschen Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr angehoben. Die Analysten dieses Hauses rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur um 5,5 (bisher: 9) Prozent sinken wird.

  • "Auch wenn es im August wahrscheinlich zu einer kurzfristigen Abschwächung gekommen sein dürfte, erwarten wir nun im dritten Quartal einen Anstieg des BIP um 6,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal", schreiben sie in einem Kommentar.

Zusammen mit einem Wachstum von 2,5 Prozent im vierten Quartal werde das zu einem jährlichen BIP-Rückgang von "nur" 5,5 Prozent führen. Für 2021 erwarten die Deutsche-Bank-Analysten einen BIP-Anstieg von 4,5 Prozent.

10:54 Uhr

Aktienkurs von Zalando-Rivalen schießt hoch

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(Foto: REUTERS)

Die Veröffentlichung eines unabhängigen Untersuchungsberichts zu den Arbeitsbedingungen bei einem Zulieferer beschert Boohoo den größten Kurssprung seit zweieinhalb Monaten. Die Aktien des Online-Modehändlers an der Londoner Börse um mehr als 21 Prozent und lagen mit 394 Pence wieder auf dem Niveau vor Bekanntwerden der Affäre.

Dem Zalando-Rivalen zufolge zeigt der Bericht, dass das Unternehmen die geringe Bezahlung bei dem Zulieferer weder gefördert noch bewusst davon profitiert habe. Das Geschäftsmodell basiere nicht auf der Ausbeutung von Mitarbeitern. Boohoo kündigte an, Zulieferer künftig genauer überprüfen zu wollen.

10:37 Uhr

BMW einigt sich in den USA auf Strafzahlung

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BMW hat sich in den USA im Streit mit der Börsenaufsicht um geschönte Absatzzahlen auf einen Vergleich geeinigt. Der Autokonzern zahlt laut Angaben der US-Börsenaufsicht SEC dafür 18 Millionen US-Dollar. Der Vergleich betrifft den Mutterkonzern und zwei seiner US-Töchter.

Die Behörde hat BMW vorgeworfen, die Verkaufszahlen im Zeitraum 2015 bis 2019 künstlich aufgebläht zu haben, während gleichzeitig von Anleiheinvestoren mit den irreführenden Angaben rund 18 Milliarden Dollar eingesammelt worden seien.

Die BMW-Aktie verbilligte sich um 1,3 Prozent.

10:14 Uhr

Auf dem britischen Automarkt sieht's finster aus

Die Automobilproduktion in Großbritannien ist auch im August trotz Unterstützungsmaßnahmen deutlich gesunken. Wie der Herstellerverband Society of Motor Manufacturers (SMMT) mitteilte, fiel die Zahl der produzierten Autos auf lediglich 51.039 Fahrzeuge, ein Einbruch um 44,6 Prozent.

Grund sei die schwache Nachfrage sowohl in Großbritannien als auch aus dem Ausland. Allerdings, so der Verband, sei die Produktion im Vorjahresmonat besonders stark gewesen. In den ersten acht Monaten 2020 sank die Produktion um 40,2 Prozent.

09:58 Uhr

Schwaches Börsendebüt von Hensoldt - Kurs unter Ausgabepreis

Die Zeiten für erfolgreiche Börsengänge bleiben in Deutschland schwierig. Nach dem eher schlechten als rechten Börsendebüt des Wohnmobilherstellers Knaus Tabbert am Mittwoch, sieht es heute für die Aktie des Rüstungsunternehmens Hensoldt nicht viel anders aus. Mit 12 Euro bereits am unteren Rand der Angebotsspanne von 12 bis 16 Euro ausgegeben, wurde der erste Kurs auch exakt auf diesem Niveau festgestellt. Seitdem fällt er tendenziell. Zuletzt kostete die Aktie um Xetra-Handel nur noch 11,50 Euro. Die Marktkapitalisierung beläuft auf Basis des Ausgabepreises auf 1,26 Milliarden Euro.

Der Radar-Spezialist bringt vorbehaltlich der Vollausübung des sogenannten Greenshoes gut 38,3 Millionen Aktien an den Mann, davon 25 Millionen neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung und gut 13,3 Millionen bestehende Aktien aus dem Besitz des veräußernden Anteilseigners KKR.

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Tarnfarbe an der Frankfurter Börse.

(Foto: Foto: Sabrina Marggraf)

 

09:40 Uhr

Ifo: Erwartungen der Exporteure so gut wie seit 2018 nicht mehr

Die Exporterwartungen der deutschen Unternehmen sind erneut gestiegen. Im September lagen sie mit 10,4 Punkten so hoch wie seit Oktober 2018 nicht mehr, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Im Vergleich zum August verbesserte sich die Stimmung um 4,9 Punkte. Der "Aufschwung der Industrieproduktion in vielen wichtigen Abnehmerländern" komme der deutschen Exportwirtschaft zu Gute, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Zahlen. Auch die Automobilbranche rechne mit Umsatzzuwächsen beim Auslandsgeschäft.

Die Sonne geht hinter den hochgeklappten Containerbrückenkränen, die normalerweise Schiffe entladen, im Hamburger Hafen unter. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild

(Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild)

09:22 Uhr

Plus in Japan und Australien, Minus in China

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Wieder aufkeimende Hoffnung auf weitere US-Konjunkturhilfen hat die Anleger an die asiatischen Aktienmärkte zurückgelockt. In Tokio stieg der Nikkei um 0,6 Prozent auf 23.217 Punkte. Die Börse in Shanghai bröckelte dagegen um 0,3 Prozent auf 3215 Zähler ab. Da der dortige Handel in der kommenden Woche wegen des Nationalfeiertags ruhe, scheuten Investoren neue Engagements. Die anhaltenden Spannungen Chinas mit den USA und im Konflikt mit Taiwan bereiteten ihnen Sorgen.

Gestützt auf Kursgewinne der Finanzwerte gewann der australische Leitindex 1,3 Prozent. Investoren honorierten eine Lockerung der Kreditvergaberegeln, mit der die Regierung der von der Corona-Pandemie gebeutelten Wirtschaft unter die Arme greifen will. Der australische Bankenindex stieg um 3,4 Prozent. Spitzenreiter war hier Westpac Bank mit einem Kursplus von gut 7 Prozent.

09:12 Uhr

Julius Bär muss in Fall von verschollenen DDR-Geldern zahlen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das höchste Schweizer Gericht hat einen jahrzehntealten, in die Zeiten der DDR zurückreichenden Rechtsstreit entschieden. Das Schweizerische Bundesgericht hat die Privatbank Julius Bär in Bezug auf die Klage der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) letztinstanzlich zu einer Zahlung im Umfang von rund 150 Millionen Franken verurteilt. Dieser Betrag sei vollumfänglich durch eine bereits im Dezember 2019 gebuchte Rückstellung gedeckt.

In dem Rechtsstreit ging es um Auszahlungen von einem Konto, das von ehemaligen DDR-Beamten bei der Bank Cantrade eingerichtet wurde, die Julius Bär 2005 von der UBS gekauft hatte. Die BvS ist eine Regierungsbehörde, die versucht, ostdeutsche Vermögenswerte zurückzugewinnen, die nach dem Fall der Berliner Mauer verloren gegangen sind.

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09:06 Uhr

Dax bewegt sich kaum - Hensoldt debütiert

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Verhaltener Start am deutschen Aktienmarkt: Die Indizes sind kaum verändert in den letzten Handelstag der Woche gegangen.

Hensoldt gibt heute sein Börsendebüt. Der Rüstungselektronik-Anbieter hatte 38,3 Millionen Aktien zu je zwölf Euro und damit am unteren Ende der bis 16 Euro reichenden Angebotsspanne zugeteilt. Das ist nach dem Wohnmobil-Hersteller Knaus Tabbert das zweite Debüt am deutschen Aktienmarkt binnen weniger Tage.

08:54 Uhr

Bayer von Fortschritten bei Glyphosat-Vergleichen gestützt

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(Foto: imago images/Action Pictures)

Fortschritte bei den Vergleichsverhandlungen im US-Streit um den mutmaßlich krebserregenden Unkraut-Vernichter Glyphosat ermuntern Anleger zum Einstieg bei Bayer. Der Aktienkurs des Pharma- und Agrarchemiekonzerns stieg vorbörslich um 1,7 Prozent.

Damit dürften sich die Chancen erhöhen, dass der Rechtsstreit mit einem 11 Milliarden US-Dollar schweren Vergleichspaket beendet wird.

08:33 Uhr

Ölpreise gehen leicht hoch

Die Ölpreise haben sich etwas von ihren zuletzt erlittenen Verlusten erholt. Händler nannten die etwas bessere Stimmung an den Finanzmärkten als Grund. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 42,13 US-Dollar. Das waren 19 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 21 Cent auf 40,52 Dollar.

Die Preisentwicklung am Rohölmarkt ist in den vergangenen Tagen stark durch die allgemeine Marktstimmung gekennzeichnet gewesen. Verschlechtert sich die Stimmung der Anleger, werden dadurch meist auch die Ölnotierungen belastet. Bessert sich die Stimmung wie zuletzt, profitieren davon viele riskante Anlageklassen, zu denen auch Erdöl zählt.

08:13 Uhr

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält einen schnellen Erfolg des Elektroautos in Deutschland für unwahrscheinlich. "Trotz der ganzen Transformation werden wir auch 2030 noch einen hohen Anteil an Verbrennern und Hybridfahrzeugen haben", sagte Kretschmann der "Wirtschaftswoche". Das Fortführen dieser Produktionslinien sichere auch das Überleben der Zulieferindustrie. "Die Deckungsbeiträge beim Verbrenner sind eben ganz anders als beim Elektrofahrzeug", sagte der Grünen-Politiker.

Kretschmann sieht auch strategische Gründe, an Verbrennungsmotoren und Hybridfahrzeugen festzuhalten. "So lange wir bei den Batterien noch von Asien abhängen, ist es industriepolitisch gesehen nicht ratsam, nur auf einem Bein zu stehen." Der Regierungschef verwies überdies auf die kritische Ökobilanz reiner Elektrofahrzeuge. "Die Elektrifizierung des Verkehrs macht nur Sinn, wenn der Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommt." Davon sei man aber noch weit entfernt. Das gelte erst recht, wenn künftig auch Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe breiter eingesetzt werden. "Denn die brauchen ja noch mehr Energie in der Herstellung."

07:39 Uhr

US-Konjunkturhilfen sollen Dax antreiben

Dax
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Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Donnerstag hatte 0,3 Prozent im Minus bei 12.606,57 Punkten geschlossen. Hauptgesprächsthema auf dem Börsenparkett bleibt das Wiederaufflammen der Coronavirus-Pandemie. Investoren versuchen abzuschätzen, wie stark die in einigen Staaten wieder verschärften Restriktionen die Erholung der Weltwirtschaft abbremsen werden. Gleichzeitig erhält die Hoffnung auf zusätzliche US-Konjunkturhilfen neue Nahrung.

Einem Abgeordneten zufolge arbeiten die Demokraten im US-Repräsentantenhaus an einem 2,2 Billionen Dollar schweren Paket. Unabhängig davon debütiert Hensoldt auf den Kurszetteln. Der Rüstungselektronik-Anbieter hatte 38,3 Millionen Aktien zu je zwölf Euro und damit am unteren Ende der bis 16 Euro reichenden Angebotsspanne zugeteilt. Das ist nach dem Wohnmobil-Hersteller Knaus Tabbert das zweite Debüt am deutschen Aktienmarkt binnen weniger Tage.