Freitag, 14. August 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Wieder mehr Corona-Nervosität: Dax mit Minus ins Wochenende

Vor dem Wochenende sind die Anleger am deutschen Aktienmarkt vorsichtig geblieben. Belastet hatten heute neben enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus China auch europaweit steigende Corona-Zahlen und damit verbunden neue Quarantäne-Maßnahmen, vor allem in Großbritannien. Am Nachmittag kam dann die Meldung, dass die Bundesregierung entschieden habe, dass Spanien bis auf die Kanaren als Risikogebiet eingestuft werden soll.

Der Dax, der zeitweise unter die Marke von 12.800 Punkten gerutscht war, dämmte in der zweiten Handelshälfte seine Verluste etwas ein. Der Leitindex ging mit einem Abschlag von 0,7 Prozent auf 12.901 Punkte ins Wochenende, damit machte er in der abgelaufenen Woche mehr als 200 Punkte gut. Der MDax sackte um 1,4 Prozent auf 27.313 Zähler, der TecDax um ebenfalls 1,4 Prozent auf 3080 Stellen ab. Der EuroStoxx50 notierte 1,0 Prozent tiefer bei 3309 Punkten.

Unternehmenszahlen lieferten nur sehr geringe Impulse. Hier lohnt ein Blick in die zweite und dritte Reihe: Der Batteriehersteller Varta hatte am Vorabend nach Börsenschluss die Prognose erhöht. Bereits im späten Xetra-Handel waren die Papiere auf ein Rekordhoch geklettert. Heute nahmen Anleger nun Gewinne mit - die Aktie verbilligte sich um 10 Prozent.

Klöckner & Co gaben nach Zahlen um 2,7 Prozent nach. Händler sprachen aber von einem soliden Quartal des Stahlhändlers. Die Titel des Scheinwerfer-Produzenten Hella verloren nach endgültigen Jahreszahlen 1,4 Prozent.

Positiv reagierten die Anleger auf die Meldung der Aareal Bank, wonach der Immobilienfinanzierer einen Anteil an seiner IT-Tochter Aareon an den Finanzinvestor Advent veräußert. Die Aareal-Aktie gewann 1,9 Prozent.

17:02 Uhr

Was die US-Wahl für den Ölpreis bedeutet

Nach seinem Absturz im April kämpft sich der Ölpreis langsam wieder nach oben. Wer auf den Rohstoff setzt, sollte den Wechselkurs von Euro und Dollar im Blick behalten, denn Öl wird in der US-Währung gehandelt. Wie sich die Präsidentschaftswahlen in den USA auf den Ölpreis auswirken könnten und worauf gerade Trader achten sollten, darüber spricht Bianca Thomas mit Christian Köker von der HSBC.

16:35 Uhr

Curevac-IPO: "Um 20 Uhr unserer Zeit wird die Glocke geläutet"

Das Logo von CureVac. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild)

Im Blick steht auch das Börsendebüt des deutschen Pharmaunternehmens Curevac an der Nasdaq. Das Unternehmen forscht an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Curevac hat den Preis seiner Aktien im Rahmen seines Börsengangs in New York auf 16 US-Dollar festgesetzt. Die Einnahmen aus der Emission von gut 13,3 Millionen Stammaktien werden sich damit auf rund 213,3 Millionen Dollar belaufen.

"Um 20 Uhr unserer Zeit wird die Glocke geläutet", sagte der Geschäftsführer des Hauptinvestors Dievini, Christof Hettich, dem "Mannheimer Morgen". Hettich ist demnach unter anderem mit dem SAP-Mitgründer Dietmar Hopp Geschäftsführer der Heidelberger Beteiligungsgesellschaft, die die Hauptanteile von Curevac hält.

16:25 Uhr

US-Industrie rappelt sich nach Corona-Shock auf

Die US-Industrie hat ihre Produktion nach dem Corona-bedingten Einbruch den dritten Monat in Folge erhöht. Die Firmen stellten im Juli 3,4 Prozent mehr her als im Vormonat, wie die Notenbank Fed mitteilte. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg von 3,0 Prozent erwartet. Im Juni hatten die Industrieunternehmen ihre Produktion um 7,4 Prozent hochgefahren.

Die Gesamtproduktion - zu der auch Versorger und Bergbau zählen - nahm im Juli um 3,0 Prozent zu nach einem Plus von 5,7 Prozent im Juni.

16:03 Uhr

Konjunkturpessimisten prägen Stimmung an der Wall Street

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(Foto: AP)

Wachsende Zweifel an einer kraftvollen Erholung der Wirtschaft von den Corona-Folgen setzen der Wall Street zu. Die Leitindizes Dow Jones und S&P 500 fielen zur Eröffnung am Freitag um jeweils etwa 0,2 Prozent. Der technologielastige Nasdaq hielt sich noch knapp im Plus. Genährt wurde der Konjunkturpessimismus durch überraschend schwache Zahlen zur chinesischen Industrieproduktion. Auch die US-Einzelhandelsumsätze enttäuschten. Gleichzeitig warteten Börsianer weiterhin vergeblich auf Bewegung im Streit um neue US-Konjunkturhilfen.

Zu den größten Verlierern am US-Aktienmarkt zählte iQIYI mit einem Kursminus von fast 13 Prozent. Die chinesische Online-Videothek ist ins Visier der US-Börsenaufsicht SEC geraten, nachdem der Firma in einer Analystenstudie Bilanztricksereien vorgeworfen worden waren. Im Sog von iQIYI rutschten die Titel des Mutterkonzerns, des Google-Rivalen Baido um sechs Prozent ab.

Für die Papiere von Applied Materials ging es dagegen 3,6 Prozent bergauf. Der Chipindustrie-Zulieferer hatte ein überraschend starkes Quartalsergebnis und einen optimistischen Ausblick vorgelegt.

15:33 Uhr

Commerzbank öffnet 200 derzeit geschlossene Filialen nicht mehr

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(Foto: dpa)

Die Commerzbank beschleunigt noch vor dem Wechsel an der Vorstandsspitze die Verkleinerung ihres Filialnetzes. Das Geldhaus werde 200 Geschäftsstellen, die wegen der Corona-Pandemie ohnehin geschlossen sind, nicht wieder öffnen, sagte ein Sprecher. Dabei handle es sich um genau die Filialen, die die Bank bis Ende des Jahres 2023 schließen wollte. Die betroffenen Mitarbeiter sollten an andere Standorte in der Nähe wechseln.

Die Bank verkleinert ihre Präsenz in Deutschland damit von 1000 auf 800 Geschäftsstellen - allerdings gut drei Jahre früher als geplant. Der bereits beschlossene Stellenabbau wird dem Sprecher zufolge nicht beschleunigt. 150 andere Filialen, die derzeit wegen der Pandemie geschlossen sind, will die Commerzbank bis Mitte September wieder öffnen, wie der Sprecher weiter sagte.

14:53 Uhr

Finanzministerium zu Aktiengeschäften von Bafin-Mitarbeitern

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(Foto: dpa)

Das Bundesfinanzministerium stört sich nicht an den jüngst bekanntgewordenen Wirecard-Aktiengeschäften von Mitarbeitern der Finanzaufsicht Bafin. Es gebe hier ein umfassendes Kontrollsystem, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Dadurch werde gewährleistet, dass keine Insider-Informationen für Aktien-Transaktionen genutzt werden könnten. Das interne Kontrollsystem sei "streng und angemessen". Aktiengeschäfte müssten Vorgesetzten stets offengelegt werden.

Im milliardenschweren Wirecard-Bilanzskandal stehen sowohl die Bafin als auch das Finanzministerium in der Kritik. Im ersten Halbjahr 2020 entfielen 2,4 Prozent aller gemeldeten privaten Finanzgeschäfte von Bafin-Mitarbeitern auf Wirecard-Papiere oder -Aktienderivate. Im Gesamtjahr 2018 lag der Anteil nur bei 1,2 Prozent, 2019 bei 1,7 Prozent.

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14:35 Uhr

BayernLB baut Hunderte Stellen ab

Hier mal eine Meldung aus dem Landesbankenbereich: Die unter der Corona-Pandemie, Niedrigzinsen und den Kosten der Bankenregulierung leidende BayernLB will insgesamt 800 Stellen abbauen. Zusätzlich zu den bereits 2019 angekündigten 400 Stellenstreichungen sollen weitere Kürzungen in vergleichbarer Größenordnung kommen, wie das Geldinstitut mitteilte. Betriebsbedingte Kündigungen werde es aber nicht geben, der Abbau solle sozialverträglich über die Bühne gehen.

Im ersten Halbjahr schrumpfte das Vorsteuerergebnis der BayernLB im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte auf 158 Millionen Euro. Der Nettogewinn brach sogar um fast zwei Drittel auf 101 Millionen Euro ein, weil die Bank erheblich mehr Ertragsteuern zahlte als ein Jahr zuvor. Allerdings konnte die Landesbank ungeachtet der Dauerniedrigzinsen ihren Zinsüberschuss leicht und den Provisionsüberschuss sogar ziemlich kräftig steigern. Beides zusammen belief sich auf eine gute Milliarde Euro.

Das Logo der Bayerischen Landesbank (BayernLB) ist an der Zentrale zu sehen. Foto: Andreas Gebert/dpa/Archivbild

(Foto: Andreas Gebert/dpa/Archivbild)

13:41 Uhr

Curevac setzt Preis für Erst-Emission fest

Das Tübinger Pharmaunternehmen Curevac hat den Preis seiner Aktien im Rahmen seines Börsengangs in New York auf 16 US-Dollar festgesetzt. Die Einnahmen aus der Emission von gut 13,3 Millionen Stammaktien werden sich damit auf rund 213,3 Millionen Dollar belaufen, wie Curevac mitteilte. Sollten die Zeichner die zusätzlich gewährte 30-tägige Option zum Kauf von 1.999.999 weiteren Aktien vollständig in Anspruch nehmen, fließen dem Unternehmen, das derzeit einen Impfstoff gegen Covid-19 entwickelt, insgesamt rund 245,3 Millionen Dollar zu.

Die Aktien sollen heute an der Nasdaq unter dem Tickersymbol "CVAC" in den Handel aufgenommen werden. Das Angebot werde, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen, voraussichtlich am 18. August abgeschlossen.

13:23 Uhr

Polen erstmals seit dem Ende des Kommunismus in Rezession

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Blick auf die polnische Hauptstadt Warschau.

(Foto: imago images/Westend61)

Was damals die Finanzkrise nicht geschafft hat, macht nun Corona möglich: Die polnische Wirtschaft ist im zweiten Quartal deutlich geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 8,9 Prozent zum Vorquartal zurück, wie das nationale Statistikbüro in Warschau mitteilte. Im ersten Quartal hatte sich die Wirtschaftsleistung bereits um 0,4 Prozent verringert - damit befindet sich Polen erstmals seit dem Ende des Kommunismus vor mehr als drei Jahrzehnten in einer Rezession.

In der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 und 2009 war Polen das einzige EU-Land gewesen, das eine Rezession vermeiden konnte. 2019 hatte das polnische BIP um 4,1 Prozent zugelegt, 2018 mit 5,3 Prozent noch etwas mehr.

12:44 Uhr

An der Wall Street blinkt rotes Signal - Curevac-IPO im Blickpunkt

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(Foto: REUTERS)

Die Wall Street dürfte mit Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Vor den am Wochenende stattfindenden Gesprächen zwischen Delegationen aus China und den USA herrscht eine erhöhte Zurückhaltung, wenngleich die Erwartungen an wirkliche Fortschritte zur Beilegung des Handelsstreits zwischen den beiden Wirtschaftsgiganten eher gering sind. Dazu kommen die weiter festgefahrenen Gespräche zwischen Republikanern und Demokraten um ein neues Konjunkturprogramm. Der Markt geht hier immer noch von einer Einigung aus.

Einen stärkeren Impuls dürften auch die Einzelhandelsumsätze für Juli liefern. Investoren sehen darin einen wichtigen Hinweis auf den Zustand der US-Konjunktur, für die der Einzelhandel eine entscheidende Rolle spielt. Daneben steht noch eine Reihe weiterer Konjunkturdaten auf der Agenda. Der Future für den S&P-500 verliert aktuell 0,4 Prozent.

Im Blick steht auch das Börsendebüt des deutschen Pharmaunternehmens Curevac an der Nasdaq. Das Heidelberger Unternehmen forscht an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Curevac hatte mitgeteilt, dass es gut 13,3 Millionen Stammaktien anbieten wolle. Der Ausgabepreis soll zwischen 14 und 16 Dollar pro Aktie liegen.

12:20 Uhr

Lira-Kurs fällt weiter - Türkei-Notenbank scheut Zinsanhebung

Wie lange bleibt die türkische Zentralbank noch untätig? Die Lira ist weiter gefallen, ein US-Dollar kostete im Gegenzug mit 7,3690 Lira so viel wie nie zuvor.

Die Notenbank hat bereits einige Schritte eingeleitet, um den Kursrutsch der Währung zu bremsen - bislang erfolglos. Vor einer Zinserhöhung scheut sie jedoch zurück. Präsident Recep Tayyip Erdogan ist strikt dagegen.

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(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

12:01 Uhr

VW-Absatz fast auf Vorjahresniveau - China stützt

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Volkswagen sieht Licht am Ende des Tunnels: Der Wolfsburger Autobauer hat im Juli konzernweit zwar weiterhin einen Rückgang der Auslieferungen zu verzeichnen gehabt. Mit minus 0,2 Prozent auf 885.700 Einheiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel der Rückgang aber nicht mehr sehr groß aus. Auf Sicht der ersten sieben Monate betrug das Minus 23,6 Prozent.

In China legten die Auslieferungen schon wieder um 4,8 Prozent auf 328.500 Fahrzeuge zu, während es in Nordamerika noch um 16 Prozent auf 67.800 Einheiten abwärts ging. In Westeuropa kam der Konzern auf ein Minus von 1,9 Prozent und 321.300 Fahrzeuge.

Unter den einzelnen Marken entwickelte sich Porsche mit einem Plus von 17,8 Prozent auf 27.200 Fahrzeuge am besten. Audi und Skoda setzten etwas mehr Fahrzeuge als ein Jahr zuvor ab, Seat kam auf ein Minus von 12,7 Prozent. Die Kernmarke Volkswagen verzeichnet ein Minus von 1,1 Prozent. Lkw der Marke Scania wurden 28 Prozent weniger ausgeliefert als vor Jahresfrist.

In einem schwierigen Umfeld verbilligte sich die VW-Aktie um 0,7 Prozent.

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(Foto: picture alliance/dpa)

11:42 Uhr

Britische Quarantäne-Vorschriften prügeln Reisewerte runter

Der Sektor der europäischen Reise-Unternehmen und Fluggesellschaften hat mit einem Minus von 2,2 Prozent den Verlierer im frühen Handel gestellt. Auffallend schwach waren die britischen Werte, so verloren Easyjet 5,8, IAG 4,5 und Carnival 4 Prozent. Auch Tui handelte 5,2 Prozent im Minus.

  • "Mit der Aufnahme Frankreichs in die Quarantäneliste Großbritanniens gerät der Bereich Reisen und Freizeit unter Druck", so Neil Wilson, Marktstratege bei Markets.com.

Er erwartet, dass es nun ausgerechnet in der Urlaubssaison zu vielen Stornierungen kommen wird. Es sei davon auszugehen, dass sich momentan einen halbe Millionen Briten in Frankreich aufhielten.

11:18 Uhr

BIP-Einbruch in der Eurozone - Deutschland steht noch gut da

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Wirtschaft in der Eurozone ist im zweiten Quartal wegen der Corona-Pandemie regelrecht abgestürzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) brach von April bis Juni um 12,1 Prozent zum Vorquartal ein, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte und damit eine Schätzung von Ende Juli bestätigte. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik 1995.

Alle Euro-Staaten meldeten einen Rückgang ihrer Wirtschaftsleistung, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Deutschland kam mit einem Minus von 10,1 Prozent noch vergleichsweise glimpflich davon, ebenso die Niederlande mit minus 8,5 Prozent. Dagegen meldeten Italien einen Einbruch von 12,4 Prozent, Frankreich von 13,8 Prozent und Spanien sogar von 18,5 Prozent. Für das Sommerquartal rechnen die meisten Experten wegen der gelockerten Corona-Beschränkungen mit einer Rückkehr zum Wachstum.

10:58 Uhr

"Angry Birds"-Anbieter mit kräftigem Gewinnsprung

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(Foto: picture alliance / dpa)

Eine höhere Nachfrage nach Video-Spielen in Zeiten der Corona-Pandemie hat dem finnischen Handyspiele-Hersteller Rovio ein Gewinnwachstum von 160 Prozent beschert. Während der operative Gewinn im zweiten Quartal auf 13,8 Millionen Euro von 5,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal nach oben schoss, fiel jedoch der Umsatz aufgrund geringerer Einnahmen aus dem neuen Angry-Birds-Film um 3,6 Prozent auf 69,2 Millionen Euro.

  • "Wir erreichten rekordhohe Spieleinnahmen, die durch die starke Leistung unserer wichtigsten Spiele getrieben wurden", erklärte Rovio-Chefin Kati Levoranta.
  • "Die Gesamtauswirkung von Covid-19, die sich in einer höheren Anzahl von Downloads, täglich aktiven Nutzern und einem höheren Spielerengagement zeigte, erreichte Ende April ihren Höhepunkt."
10:29 Uhr

Easyjet verkauft Flugzeuge

Flugzeuge der britischen Fluggesellschaft Easyjet. Foto: Nick Ansell/PA Wire/dpa

(Foto: Nick Ansell/PA Wire/dpa)

Easyjet hat den Verkauf und das Zurückmieten (Leaseback) von 23 Flugzeugen für insgesamt 608 Millionen britische Pfund abgeschlossen. Wie der britische Billigflieger mitteilte, hat die jüngste derartige Transaktion mit der Jin Shan 37 Ireland Company stattgefunden, bei der es um fünf A321neo und den Betrag von 266 Millionen US-Dollar ging. Die Flugzeuge werden zurückgeleast, bis sie zehn Jahre alt sind. Im Schnitt seien die Maschinen derzeit fünf bis neun Monate alt.

Mit der Ankündigung der Pläne im Mai hatte Easyjet erwartet, durch die Transaktion zwischen 500 Millionen und 650 Millionen Pfund zu erhalten. Der Betrag soll verwendet werden, um "die Liquidität zu maximieren und Easyjets finanzielle Position weiter zu stärken".

10:03 Uhr

China-Daten und Gewinnmitnahmen drücken Dax

An der Frankfurter Börse sind die Kurse noch weiter nach unten gegangen. Der Dax verlor am Vormittag 0,8 Prozent auf 12.888 Punkte. Der EuroStoxx50 gab um 1,1 Prozent auf 3306 Zähler nach. Schwache China-Daten und Gewinnmitnahmen belasteten das Handelsgeschehen. Unternehmenszahlen lieferten deutlich weniger Impulse als an den Tagen zuvor.

Außer Continental befanden sich sämtliche Dax-Werte in der Verlustzone.

09:55 Uhr

Hapag-Lloyd gelingt Gewinnsteigerung

Die Container-Reederei Hapag-Lloyd hat den Gewinn im ersten Halbjahr gesteigert. Nach einem ordentlichen Start ins neue Geschäftsjahr seien die Transportmengen im zweiten Quartal wegen der Corona-Pandemie zwar deutlich zurückgegangen, dennoch verbesserte sich das Konzernergebnis in den ersten sechs Monaten auf 285 Millionen Euro - das war fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Der Konzern verwies in diesem Zusammenhang auf niedrigere Kosten und Sparmaßnahmen.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im selben Zeitraum um 31 Prozent auf 511 Millionen Euro. Der Umsatz hielt sich mit 6,4 Milliarden Euro fast stabil. Hapag-Lloyd Konzern hält an seiner Ergebnisprognose für das laufende Jahr fest, verwies aber darauf, dass der Ausblick mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sei.

09:38 Uhr

Gewinnmitnahmen drücken Varta-Kurs kräftig nach unten

Rasant bergab ist es mit der Aktie von Varta gegangen. Das im MDax notierte Papier verlor am Vormittag 9,6 Prozent. Ein Händler sprach von Gewinnmitnahmen. Nach dem jüngst guten Lauf in der Aktie hätten die eher "soliden" Zahlen kein weiteres Kaufargument geliefert. Der Umsatz im ersten Halbjahr sei knapp über und das Nettoergebnis knapp unter dem Konsens der Analysten ausgefallen.

Beim Ausblick habe das Ebitda überzeugt, das 5 Prozent oberhalb des Konsens liege. Nach einem ersten Verkaufsdruck rechnet der Börsianer mit einer kleinen Erholung in dem Wert.

Varta AG
Varta AG 120,00

09:27 Uhr

Windeln.de erreicht die Gewinnschwelle

Windeln.de
Windeln.de 1,81

Der Versandhändler für Baby- und Kinderartikel, windeln.de, ist im zweiten Quartal robust gewachsen und hat mit dem bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) die Gewinnschwelle erreicht. Das Unternehmen erzielte im Quartal einen Umsatz von 28,8 Millionen Euro, vor allem dank des China-Geschäfts eine Steigerung von 68 Prozent zum Vorjahr. Das bereinigte Ebit war ausgeglichen, nach einem Minus von 2,4 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Windeln.de profitierte dabei von einer Senkung der Marketingkosten sowie einer chinesischen Umsatzsteuerrückerstattung von 2 Millionen Euro. Das Ziel, Anfang 2021 die Gewinnschwelle auf Basis des bereinigten Ebit zu erreichen, bleibt laut Windeln.de bestehen.

09:15 Uhr

Stahlhändler Klöckner & Co schreibt rote Zahlen

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Stahlhändler Klöckner & Co hat weiter Verluste geschrieben. Die Corona-Krise belaste das Ergebnis, teilte der Konzern mit. Der Verlust lag im zweiten Quartal unterm Strich bei 111 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand an dieser Stelle noch ein Gewinn in Höhe von 28 Millionen Euro. Bereits im ersten Quartal stand unter dem Strich allerdings ein Minus. Das operative Ergebnis vor wesentlichen Sondereffekten lag bei 11 Millionen Euro. Damit liegt der Wert etwas über den konzerneigenen Erwartungen.

Im Vorjahreszeitraum waren es mit 51 Millionen Euro noch deutlich mehr. Wegen der Corona-Krise rechnet der KlöCo für das Gesamtjahr mit einem erheblichen Rückgang der Stahlnachfrage und einem bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 50 bis 70 Millionen Euro.

09:08 Uhr

Dax geht geschwächt in den Handel

Dax
Dax 13.210,69

Der deutsche Aktienmarkt hat sich erst einmal für den Gang nach unten angetreten. Der Dax fiel in den ersten Handelsminuten um 0,3 Prozent auf 12.961 Punkte. Der MDax verlor 0,7 Prozent auf 27.526 Zähler, der TecDax 0,6 Prozent auf 3014 Stellen. Der EuroStoxx50 gab um 0,7 Prozent auf 3321 Punkte nach.

Auf der Konjunkturseite erwarten Börsianer die Daten zur Produktivität in den USA sowie den Index für das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.

08:52 Uhr

Rückgang der US-Reserven treibt Ölpreis nach oben

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 43,54

Die Ölpreise legen etwas zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 45,13 US-Dollar. Das waren 17 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 15 Cent auf 42,39 Dollar.

Damit steuert der Ölmarkt auf die zweite Handelswoche in Folge mit steigenden Preisen zu. Seit Montag ist die Notierung für Nordsee-Öl um mehr als ein Prozent gestiegen. Als Preistreiber gilt unter anderem ein unerwartet starker Rückgang der Ölreserven in den USA. Marktbeobachter verwiesen auf eine Erholung der Nachfrage nach Rohöl in den USA. Dies habe die jüngste Nachfrageprognose der Internationalen Energieagentur (IEA) überlagert. Die IEA hatte am Donnerstag ihre Prognose für die weltweite Nachfrage nach Rohöl in diesem Jahr wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise gesenkt.

08:42 Uhr

Konjunkturdaten sorgen für Impulse am Devisenmarkt

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,18

Der Kurs des Euro bewegt sich nur wenig. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1816 Dollar gehandelt und damit nahezu zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1833 Dollar festgesetzt. Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel.

Im Tagesverlauf stehen allerdings wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, die für mehr Kursbewegung sorgten dürften. In der Eurozone werden Daten zur Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal erwartet, die das Ausmaß des Rückschlags durch die Corona-Krise deutlich machen. Außerdem könnten am Nachmittag Daten zur Umsatzentwicklung im amerikanischen Einzelhandel, zur US-Industrieproduktion und zur Konsumlaune der Amerikaner für Impulse am Devisenmarkt sorgen.

08:23 Uhr

Curevac macht mit Börsengang in New York Kasse

Das Tübinger Pharmaunternehmen Curevac wird ab heute an der US-Börse Nasdaq gelistet sein. "Um 20 Uhr unserer Zeit wird die Glocke geläutet", sagte der Geschäftsführer des Hauptinvestors Dievini, Christof Hettich, dem "Mannheimer Morgen". Das Unternehmen forscht an einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

Einem Insider zufolge nahm Curevac mit dem Börsengang 213 Millionen Dollar ein. 13,33 Millionen Aktien wurden zu je 16 Dollar, also dem obersten Ende der Preisspanne, ausgegeben, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte. Das Unternehmen will mit dem Geld vor allem die Entwicklung seines Corona-Impfstoffkandidaten bis zum Abschluss der entscheidenden klinischen Phase-3-Studie und die Erweiterung seiner Produktionskapazitäten finanzieren. Aber auch andere Projekte aus den Laboren von Curevac sollen damit vorangebracht werden. Das Deutsche Aktieninstitut kritisierte am Mittwoch, der Curevac-Börsengang in den USA zeige, dass Deutschland noch immer kein attraktiver Standort für Börsengänge junger Wachstumsunternehmen sei. Hier müsse die Politik handeln.

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08:08 Uhr

Dax kaum verändert - Börsianer suchen nach Anzeichen für Belebung

Dax
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Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Am Donnerstag war er 0,5 Prozent schwächer bei 12.993,71 Punkten aus dem Handel gegangen. Unter anderem mit Varta, Hapag Lloyd und Kloeckner stehen mehrere Geschäftsergebnisse von Unternehmen aus der zweiten Reihe an. Im Frühjahr, das von den Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Pandemie geprägt war, brachen die Geschäfte der meisten Firmen deutlich ein - der Rückgang war aber häufig nicht ganz so stark, wie es Analysten befürchtet hatten.

Börsianer dürften vor allem darauf achten, ob es nun Anzeichen für eine Belebung gibt. "Der Markt setzt darauf, dass sich die Unternehmensgewinne wieder erholen werden", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets. "Dass ein großer Teil dieser Kursgewinne allerdings auf der Erwartungshaltung fußt, dass zukünftige Gewinnsteigerungen auf Kosteneinsparungen und Entlassungen zurückzuführen sind, kann der Börse als bloßes Taxameter ökonomischer Balancen dabei nicht zur Last gelegt werden." Auf der Konjunkturseite erwarten Börsianer die Daten zur Produktivität in den USA sowie den Index für das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.

07:40 Uhr

USA ziehen positive Zwischenbilanz von Handelsabkommen mit China

Die US-Regierung hat eine positive Zwischenbilanz des im Januar unterzeichneten Handelsabkommens mit China gezogen. Er sei zufrieden damit, wie China seinen Verpflichtungen zum Kauf von US-Importen zunehmend nachkomme, sagte Larry Kudlow, der Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, vor Journalisten in Washington. Am Samstag steht erstmals die halbjährliche Überprüfung des "Phase 1"-Abkommens hinsichtlich seiner Umsetzung an.

Dazu ist eine Videokonferenz des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Chinas Vize-Ministerpräsidenten Liu He angesetzt. Mit dem Abkommen war ein jahrelanger Zollstreit zwischen den USA und China entschärft worden. Gleichzeitig verschlechterten sich aber die diplomatischen Beziehungen in den vergangenen Monaten dramatisch. Kudlow räumte ein, dass beide Staaten bei mehreren Themen uneins seien. Das gelte aber nicht mit Blick auf das "Phase 1"-Abkommen.

07:00 Uhr

Apple wirft "Fortnite" aus App Store - Entwickler reagiert mit Klage

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Nachdem Apple "Fortnite" aus seinem App Store geworfen hat, verklagt der Entwickler des Videospiels den US-Technologieriesen. Epic Games wirft dem iPhone-Hersteller vor, er missbrauche seine Marktstellung. Mit der bei einem Gericht in Kalifornien eingereichten Klage strebt das Unternehmen keinen Schadenersatz an, sondern eine einstweilige Verfügung, die Konsequenzen für einige von Apples App-Store-Praktiken haben könnte.

Apple streicht in der Regel einen Anteil der Umsätze ein, die mit Anwendungen in seinem App-Store gemacht werden. Epic hatte eine neue Bezahlmethode bei "Fortnite" eingeführt, was Apple als Verstoß gegen seine App-Store-Richtlinien wertet. Auch Google entfernte "Fortnite" aus seinem Play Store. Epic äußerte sich zunächst nicht zu der Frage, wie es zum Vorgehen Googles stehe.

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06:40 Uhr

Maue Konjunkturdaten aus China belasten Asien-Börse

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Jüngste Konjunkturdaten aus China dämpfen die Stimmung der Anleger in Asien. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,2 Prozent schwächer. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio verbuchte ein Plus von 0,1 Prozent. Er stieg auf 23.275 Punkte. Doch der breiter gefasste Topix-Index kam nicht recht vom Fleck. Er stand nahezu unverändert bei 1624 Zählern. Für die chinesische Industrieproduktion ging es auch im Juli zwar weiter aufwärts. Die Zuwächse sind aber nicht ganz so hoch ausgefallen wie von Experten erwartet. Die Industrieproduktion legte nach Angaben des Statistikamts im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,8 Prozent zu. Volkswirte hatten allerdings mit einem Plus von 5,2 Prozent gerechnet. Im Juni war die Industrieproduktion ebenfalls um 4,8 Prozent gestiegen.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 106,93 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,9483 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9099 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1809 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0747 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,3057 Dollar.