Freitag, 05. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:40 Uhr

Bulle oder Bär: Dax zerreißt sich unter der 14.000

Zum Wochenschluss geht es beim Dax noch einmal heiß her: Der deutsche Börsenleitindex rauscht zum Start in den Freitagshandel zunächst unter die 14.000er Marke. Dann sackt er bis auf ein Tagestief von 13.868 Zähler ab, dreht und zieht bis auf ein Tageshoch 200 Punkte darüber. Am Ende verabschiedet sich der Dax mit einem Stand von 13.921 Stellen und einem Minus von 1,0 Prozent ins Wochenende.

"Der Markt ist angeschlagen, die Konsolidierung läuft", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Zins- und Inflationsgespenster treiben ihr Unwesen. Steigende Anleihepreise, womöglich anziehende Zinsen - das verunsichert die Anleger. Sie schichten um, nehmen Gewinne mit", erläutert er. "Auf der anderen Seite stützt die Hoffnung auf eine mögliche stärkere Konjunkturerholung die Kurse. Typisch wieder mal: Bullen und Bären liefern sich ihre Kämpfe."

Dax
Dax 15.320,52

Bei den Einzelwerten im Dax setzen sich die Titel von RWE zunächst an die Spitze der Gewinner, werden dann von VW abgelöst, die wiederum am Ende der Deutschen Bank den Vortritt lassen müssen. Die Aufschläge der drei Topwerte reichen von knapp zwei bis rund drei Prozent. Auf der Verliererseite finden sich die Papiere von MTU ganz oben wieder: Sie büßen mehr als fünf Prozent ein.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 9,79
MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 196,00

17:30 Uhr

Pharmafirma erwägt milliardenschweren Börsengang

Der nordostdeutsche Arzneimittel-Hersteller Cheplapharm erwägt einem Agenturbericht zufolge einen milliardenschweren Börsengang noch in diesem Jahr. Das Familienunternehmen aus Greifswald könnte dabei mit sieben bis acht Milliarden Euro bewertet werden, berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Die Überlegungen seien noch in einem frühen Stadium, Cheplapharm spreche aber bereits mit Beratern. Das Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Cheplapharm hatte zu Jahresbeginn seine nach eigenen Angaben größte Übernahme unter Dach und Fach gebracht: ein Portfolio von Mitteln gegen Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen des japanischen Pharmakonzerns Takeda. Das Unternehmen, das der Braun Beteiligungs GmbH des früheren Pharma-Managers Norbert Braun gehört, war in den vergangenen Jahren massiv auf Einkaufstour und hat sich bisher vor allem mit Hochzinsanleihen finanziert. Braun hatte zuvor die Riemser Pharma AG geführt und später an einen Finanzinvestor verkauft.

Laut Ratingagentur Fitch peilte Cheplapharm für das vergangene Jahr einen Umsatz von 659 Millionen Euro an, bei einer operativen Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von mehr als 50 Prozent. 2021 soll der Umsatz demnach dank der Zukäufe um 88 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro steigen, bei einer leicht steigenden Rendite.

16:50 Uhr

Chipriese Broadcom überzeugt Anleger nicht

Aktien von Broadcom geben knapp ein Prozent nach. Die Geschäftszahlen des Halbleiterunternehmens hätten nicht in allen Punkten überzeugt, so dass Anleger nach dem guten Lauf der Aktie Gewinne mitnehmen, heißt es aus dem Handel. Das Unternehmen geht für das laufende zweite Quartal nach eigenen Angaben von einem Umsatz von rund 6,5 Milliarden Dollar aus und rechnet mit einer höheren Nachfrage nach seinen Chips, die in Datenzentren und bei der 5G-Technologie zum Einsatz kommen. Im abgelaufenen Quartal erhöhten sich die Erlöse auf 6,66 Milliarden Dollar von 5,86 Milliarden Dollar im selben Vorjahreszeitraum. Analysten hatten 6,62 Milliarden Dollar prognostiziert.

16:13 Uhr

Starke Payrolls: Wall Street startet freundlich

Etwas erholt von den Vortagesverlusten starten die US-Aktienmärkte in den Freitagshandel, nachdem der offizielle Arbeitsmarktbericht ("Payrolls") für Februar überraschend stark ausgefallen ist. Demnach wurden im vergangenen Monat mit 379.000 Stellen erheblich mehr geschaffen als die von Volkswirten prognostizierten 210.000. Zugleich wurde der Januar-Wert deutlich nach oben revidiert. Das zeitgleich veröffentlichte Handelsbilanzdefizit war im Januar etwas größer als erwartet, fällt aber nicht ins Gewicht.

S&P 500
S&P 500 4.139,00

Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,7 Prozent auf 31.148 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,6 Prozent zu. Der Nasdaq-Composite bleibt mit einem Plus von 0,2 Prozent zurück.

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 13.826,62

Während der unerwartet deutliche Beschäftigungsaufbau von der Erholung der US-Wirtschaft zeugt, schürt er gleichzeitig auch Inflationsängste und treibt die in jüngster Zeit kräftig gestiegenen Anleiherenditen weiter nach oben. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen stieg am Freitag bis auf 1,61 Prozent. Vor Veröffentlichung der Daten waren es 1,57 Prozent.

Schon am Donnerstag hatten die Anleiherenditen stark zugelegt, nachdem US-Notenbankchef Jerome Powell Hoffnungen auf eine verbale Intervention gegen den Zinsanstieg enttäuscht hatte. Erwartungen, dass die Wirtschaft sich im Zuge der Erholung von der Corona-Krise überhitzen und die Inflation zunehmen könnte, hatten in jüngster Zeit zu einem Ausverkauf von Staatsanleihen geführt und im Gegenzug die Renditen nach oben getrieben. Am Aktienmarkt waren daraufhin vor allem die Technologiewerte unter Druck geraten. Der Sektor reagiert wegen seines hohen Fremdkapitalanteils besonders sensibel auf steigende Zinsen.

16:01 Uhr

US-Exporte steigen zu Jahresbeginn

Die US-Exporte sind zu Jahresbeginn ungeachtet der zweiten Corona-Welle bei vielen Handelspartnern gestiegen. Sie erhöhten sich um 1,0 Prozent zum Vormonat auf knapp 192 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium mitteilt. Damit verlangsamte sich das Tempo allerdings: Im Dezember hatte es noch ein Plus von 3,4 Prozent gegeben. Die Importe wuchsen im Januar um 1,2 auf mehr als 260 Milliarden Dollar. Dadurch erhöhte sich das Defizit in der US-Handelsbilanz. Es summierte sich zum Jahresauftakt auf 68,2 Milliarden Dollar.

Die Chancen auf eine Belebung des Exportgeschäftes im weiteren Jahresverlauf stehen nicht schlecht. Experten rechnen mit einem deutlich besseren Welthandel nach dem Corona-Jahr 2020. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Pandemie in den Griff bekommen wird.

Einer Studie des Ifo-Instituts zufolge hielten die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr einen Anteil am Warenhandel von rund 8,5 Prozent. Damit lagen sie klar hinter China (14,5 Prozent), aber noch vor Deutschland (acht Prozent).

15:22 Uhr

Stellenaufbau am US-Arbeitsmarkt zieht kräftig an - 379.000 neue Jobs im Februar

Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich im Februar unerwartet deutlich aufgehellt. Es entstanden 379.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft, wie die Regierung mitteilt. Ökonomen lagen mit ihrer Prognose von 182.000 weit darunter - nach einem Jobaufbau von revidiert 166.000 im Januar. In einer ersten Schätzung war von 49.000 die Rede.

Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote fiel im Februar um einen Tick auf 6,2 Prozent. In der Krise gingen in den USA an die zehn Millionen Jobs verloren. Laut Fed-Chef Jerome Powell ist dieses Jahr nicht mehr mit der angestrebten Rückkehr zur Vollbeschäftigung zu rechnen.  

14:46 Uhr

Gewinneinbruch bringt Kurs von Kampfjetbauer ins Trudeln

Ein Gewinneinbruch setzt Dassault Aviation zu. Die Aktien des Anbieters von Falcon- und Rafale-Kampfjets fallen in Paris um zeitweise mehr als drei Prozent. Wegen der Coronavirus-Pandemie brach das operative Ergebnis 2020 den Angaben zufolge auf 261 von 765 Millionen Euro ein.

Dassault Aviation S.A.
Dassault Aviation S.A. 912,00

14:28 Uhr

Boeing führt Gespräche über neuen Milliarden-Kredit

Der US-Flugzeugbauer Boeing führt nach Informationen eines Insiders Gespräche über einen neuen Milliarden-Kredit. Der Airbus-Konkurrent sei an eine Gruppe von Banken herangetreten, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Dabei gehe es um eine revolvierende Kreditfazilität über zwei Jahre im Volumen von vier Milliarden Dollar. Boeing erhalte womöglich die Option, diese auf bis zu sechs Milliarden Dollar zu erhöhen. Ein Boeing-Sprecher lehnte einen Kommentar dazu ab.

Boeing
Boeing 195,22

14:04 Uhr

Porsche-Ausblick lässt VW-Kurs rasant steigen

Porsche rechnet trotz Pandemie zu Jahresbeginn mit hohen Wachstumsraten bei den Auslieferungen. Schon heute sei absehbar, dass das erste Quartal "sehr positiv" ausfallen werde, sagt Detlev von Platen, Vertriebschef der Sportwagentochter des Wolfsburger VW-Konzerns. "Wir sind per Ende Februar prozentual zweistellig unterwegs gegenüber Vorjahr, sowohl in den Auslieferungen als auch in den Auftragseingängen." Das gelte für alle Modellreihen und alle Regionen, inklusive Europa. Im vergangenen Jahr hatte Porsche weltweit 272.162 Fahrzeuge ausliefert, minus drei Prozent. Porsche-Aktien klettern in einem negativen Marktumfeld 1,7 Prozent und VW-Titel sogar mehr als drei Prozent.

Porsche SE
Porsche SE 92,96
VW Vorzüge
VW Vorzüge 231,05

 

13:48 Uhr

Analysten und Bundesregierung schieben RWE an

Mit einem Aufschlag von rund 2,5 Prozent setzen sich RWE-Aktien in die Spitzengruppe der Dax-Gewinner. Neben einer Kaufempfehlung von Seiten der Deutschen Bank, die den Kurs anschiebt, stützt auch die Nachricht, dass der Bund für den beschleunigten Atom-Ausstieg stärker in die Tasche greifen muss: Die Bundesregierung zahlt den Akw-Betreibern gut 2,4 Milliarden Euro für den Atom-Ausstieg vor zehn Jahren. Damit werde der Rechtsstreit mit den vier Unternehmen beigelegt, teilte die Bundesregierung mit. Damit setzt die Regierung ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2016 um, das den Unternehmen Ausgleichszahlungen für Reststrommengen und Investitionen zusprach. Vattenfall soll 1,425 Milliarden Euro bekommen, RWE 880 Millionen, EnBW rund 80 Millionen und E.ON 42,5 Millionen Euro.

Im Gegenzug würden die Unternehmen Klagen zurücknehmen und Prozesse beenden. Das schließe die milliardenschwere Klage von Vattenfall vor dem Internationalen Schiedsgerichtshof in Washington ein, erklärten die Ministerien für Umwelt, Wirtschaft und Finanzen. Die Regelungen sollen in Gesetzesform gegossen und möglichst 2021 umgesetzt werden. Die Gremien der Unternehmen müssten allerdings noch zustimmen. Gleiches gelte für die EU-Kommission.

Die damalige Bundesregierung hatte sich nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima 2011 für einen beschleunigten Atomausstieg entschieden. So wurden ältere Meiler vorzeitig abgeschaltet. Das Verfassungsgericht hatte dies als rechtmäßig beurteilt. sofern die Konzerne entschädigt würden.

RWE
RWE 34,04

13:23 Uhr

Opec+ lockert: Ölwerte bei Anlegern gefragt

Der steigende Ölpreis ermuntert Investoren zum Einstieg bei Öl- und Gaskonzernen. Der europäische Branchenindex legt knapp ein Prozent auf ein Zwölfmonatshoch von 263,57 Punkten zu. Dank des Verzichts der Opec+ auf eine Lockerung der Förderbremse gewinnt die Nordsee-Ölsorte Brent 2,4 Prozent und ist mit 68,32 Dollar je Barrel so teuer wie zuletzt vor 14 Monaten.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 65,25
Rohöl WTI
Rohöl WTI 61,63

 

13:08 Uhr

Hohe Anleiherenditen ist US-Anlegern Dorn im Auge

Zum Wochenausklang zeichnet sich an den US-Börsen eine knapp behauptete Eröffnung ab. Erneut kräftig gestiegene Anleiherenditen dürften eine Erholung der Aktienkurse von ihren Vortagesverlusten verhindern. Im Blick steht der Arbeitsmarktbericht für Februar. Volkswirte schätzen im Konsens, dass sich der Stellenaufbau im vergangenen Monat auf 210.000 beschleunigt hat, nachdem im Januar ein moderater Zuwachs von 49.000 verzeichnet worden war. Daneben wird die Handelsbilanz aus dem Januar veröffentlicht.

Am Donnerstag hatten die Anleiherenditen stark zugelegt, nachdem US-Notenbankchef Jerome Powell am Donnerstag Hoffnungen auf eine verbale Intervention gegen den Zinsanstieg enttäuscht hatte. Erwartungen, dass die Wirtschaft im Zuge der Erholung von der Corona-Krise überhitzen und die Inflation zunehmen könnte, hatten in jüngster Zeit zu einem Ausverkauf von Staatsanleihen geführt und im Gegenzug die Renditen nach oben getrieben. Am Aktienmarkt waren daraufhin vor allem die Technologiewerte unter Druck geraten. Der Sektor reagiert wegen seines hohen Fremdkapitalanteils besonders sensibel auf steigende Zinsen.

 

12:28 Uhr

Trotz Gewinn- und Dividendenplus: LSE-Aktie steht unter Druck

Mit einem Gewinnanstieg und einer höheren Dividende kann die LSE bei Anlegern nicht Punkten. Die Aktien des Londoner Börsenbetreibers fallen mehr als sieben Prozent. Offenbar zweifelten Investoren an den ehrgeizigen Wachstumszielen des Unternehmens nach Übernahme des Informationsanbieters Refinitiv, sagt Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Die Titel des Konkurrenten Deutsche Börse geben in einem negativen Marktumfeld 1,5 Prozent ab.

LSE
LSE 90,00
Deutsche Börse
Deutsche Börse 146,80

 

11:53 Uhr

Bitcoin setzt Tesla und Microstrategy unter Druck

Im Sog des fallenden Bitcoin-Kurses rutschen auch die Aktien von Tesla und Microstrategy ins Minus. Die Titel des Elektroauto-Bauers und der Softwarefirma fallen im vorbörslichen US-Geschäft fast fünf Prozent. Beide haben Milliarden in die wichtigste Cyber-Devise gesteckt. "Aktienanleger lernen nun die Kehrseite der Medaille der Bitcoin-Abhängigkeit kennen", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Ein Bitcoin ist derzeit etwa 47.000 Dollar wert.

Bitcoin
Bitcoin 53.327,24
Tesla
Tesla 598,50

 

11:22 Uhr

Übernahmeofferte beflügelt Maschinen-Vermieter

Eine umgerechnet 2,7 Milliarden Euro schwere Übernahmeofferte des Finanzinvestors TDR hievt die Aktien von Aggreko an die Spitze des Londoner Auswahlindex FTSE. Die Aktien des Maschinen-Vermieters steigen gut zwei Prozent und sind mit 905 Pence so teuer wie zuletzt vor knapp dreieinhalb Jahren. TDR bietet 880 Pence je Aktie. Eine Gegenofferte hielten sie trotz gegenteiliger Spekulationen für unwahrscheinlich, so die Analysten der Investmentbank Peel Hunt.

10:56 Uhr

Powell-Aussagen schicken Gold auf Talfahrt

 Wegen steigender Anleihe-Renditen ziehen sich Anleger verstärkt aus Gold zurück. Das Edelmetall, das keine Zinsen zahlt, verbilligt sich 0,3 Prozent auf 1691 Dollar je Feinunze. Da sich US-Notenbankchef Jerome Powell bei seinem jüngsten Auftritt dem Anstieg der Bond-Renditen nicht den Kampf angesagt habe, sei mit einer Fortsetzung dieses Trends zu rechnen, prognostiziert Analyst Jeffrey Halley vom Brokerhaus Oanda. Er halte einen Goldpreis von etwa 1600 Dollar für möglich.

Gold in USD
Gold in USD 1.783,35

 



10:33 Uhr

UBS-Geldsegen: Boni steigen um fast ein Viertel

Der gute Geschäftsverlauf treibt die Gehälter bei der Schweizer Großbank UBS hoch. Der konzernweite Bonus-Pool wuchs für das vergangene Jahr um 24 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar, wie aus dem Geschäftsbericht des weltgrößten Vermögensverwalters für reiche Privatkunden hervorgeht. Konzernchef Sergio Ermotti, der das Steuer Ende Oktober abgab, strich eine Gesamtvergütung von 13,3 Millionen Franken ein, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Sein Nachfolger Ralph Hamers bekam für seinen viermonatigen Einsatz bei der Bank 4,2 Millionen Franken. Als Chef der niederländischen ING hatte er wesentlich schlechter verdient.

10:11 Uhr

Analysten schicken Evotec-Kurs abwärts

Eine Herabstufung setzt Evotec unter Druck. Die Aktien des Biotechnologieunternehmens fallen knapp 2,5 Prozent. Die Experten der Citigroup haben die Titel auf "Neutral" von "Buy" heruntergestuft, das Kursziel aber auf 32,50 von 28,50 Euro angehoben.

Evotec
Evotec 34,08

09:50 Uhr

Dollar wird zum "sicheren Hafen"

Die Verkäufe an den internationalen Aktien- und Anleihemärkten treiben Anleger in die Weltleitwährung. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, steigt 0,1 Prozent auf ein Dreimonatshoch von 91,74 Punkten. US-Notenbankchef Jerome Powell schüre mit seinem Bekenntnis zu einer ultra-lockeren Geldpolitik Inflationssorgen, sagt Analyst Joseph Capruso von der Commonwealth Bank.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,20
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,83

 

09:29 Uhr

Nordex trotzt Abgabedruck: Kurs steigt

Die Vorlage vorläufiger Geschäftszahlen für 2020 gibt Nordex Auftrieb. Die Aktien des Windkraftanlagen-Bauers steigen in einem negativen Marktumfeld rund ein Prozent. Dem Unternehmen zufolge stieg der Umsatz 2020 nach vorläufigen Zahlen um 42 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank dagegen um 24 Prozent auf 94 Millionen Euro. Damit reduzierte sich die EBITDA-Marge auf 2,0 von 3,8 Prozent. Nordex hatte eine Marge in dieser Höhe als Ziel ausgegeben. Beim Umsatz hatte der Konzern 4,4 Milliarden in Aussicht gestellt.

Nordex
Nordex 25,04

09:04 Uhr

Abverkaufsdruck schickt Dax unter die 14.000

Am Donnerstag reißt der Dax zum Start die 14.000er Marke, kann sie im Verlauf aber wieder zurückerobern und geht mit einem Minus von 0,2 Prozent und 14.056 Zählern aus dem Handel. Das gleiche Szenario winkt nun auch zum Wochenschluss, zumindest rauscht der deutsche Börsenleitindex erneut zum Start unter die psychologisch wichtige Marke - er verliert 0,7 Prozent auf 13.963 Stellen. Durchwachsene Vorgaben aus Asien und von der Wall Street, wo der Dow-Jones-Index nur knapp über der 30.000-Zähler-Marke geschlossen hat, belasten. "Die große Sorge der Anleger gilt steigenden Preisen und Zinsen, das verunsichert", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Zwar sagt Fed-Chef Jerome Powell, man beobachte das alles sehr genau und er versichert zudem - wie schon die EZB, dass die Geldpolitik der Notenbank weiterhin locker bleibe. Für Ruhe an den Aktienmärkten sorgen seine Worte dennoch nicht."

08:51 Uhr

Asien-Börsen folgen Wall Street ins Minus

Aus Furcht vor Gewinneinbußen der Unternehmen durch steigende Finanzierungskosten ziehen sich Anleger aus den asiatischen Aktienmärkten zurück. Der japanische Nikkei-Index fiel am Freitag um 0,2 Prozent auf 28.864 Punkte. Die Börse Shanghai zeigte sich kaum verändert bei 3502 Zählern. Börsianer äußerten sich enttäuscht über die jüngsten Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell. Er bekannte sich zwar zu einer ultra-lockeren Geldpolitik und zu einer Fortsetzung der Anleihekäufe. Investoren hätten aber gehofft, dass er stärker Stellung gegen den Anstieg der Bond-Renditen beziehe, sagte Ray Attrill, leitender Anlagestratege der National Australia Bank.

Die richtungweisenden zehnjährigen US-Treasuries rentierten bei 1,564 Prozent, mehr als einen halben Prozentpunkt über dem Niveau vom Jahreswechsel. Steigende Anleihe-Renditen bedeuten höhere Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen. Sollte dieser Anstieg außer Kontrolle geraten, müsse - angeführt von den Technologiewerten - mit einem weiteren Ausverkauf am japanischen Aktienmarkt gerechnet werden, warnte Yoshihiro Takeshige, Manager beim Vermögensverwalter Asahi Life. Der Sektor, der die Aktienrally der vergangenen Monat getrieben hatte, stand am Freitag bereits unter Verkaufsdruck. Chipwerte wie Tokyo Electron, Advantest oder Fanuc fielen um bis zu 2,5 Prozent.

Nikkei
Nikkei 29.188,17

08:16 Uhr

China setzt sich neues Wachstumsziel

Auf der jährlichen Sitzung des Nationalen Volkskongresses hat China sein Wirtschaftswachstumsziel wieder auf über sechs Prozent gesetzt. "Bei der Festlegung dieses Ziels haben wir die Erholung der wirtschaftlichen Aktivität berücksichtigt," erklärt Ministerpräsident Li Keqiang in seinem Arbeitsbericht für 2021. Er betonte, die Pandemie habe die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt verwüstet. In seinem Arbeitsbericht sagte er weiter, dass China zum ersten Mal seit 2002 sein Wachstumsziel für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2020 fallen gelassen hätte. Trotz der Pandemie wuchs das BIP des Landes im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent.

China war damit die einzige große Volkswirtschaft, die ein Wachstum verzeichnen konnte. Das Land strebt an, in den Städten nun mehr als 11 Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen. Im Einklang mit der sich erholenden Wirtschaft will China für 2021 ein Haushaltsdefizit von etwa 3,2 Prozent des BIP erreichen, weniger als das Ziel von über 3,6 Prozent in 2020. Für die Verbraucherpreisinflation hat sich die Regierung für dieses Jahr auf etwa drei Prozent festgelegt. Im vergangenen Jahr waren es noch etwa 3,5 Prozent.

08:05 Uhr

Dax dürfte unter 14.000 Punkten starten

Zur Eröffnung am Freitag zeichnen sich Abgaben an Europas Börsen ab. Die mit Spannung erwartete Rede von Fed-Präsident Jerome Powell am Vorabend hat die Anleihemärkte nicht beruhigt. Im Gegenteil: Die Rendite der 10-jährigen US-Treasurys schoss nach oben und liegt am Morgen bei 1,58 Prozent und damit nur knapp unter dem Jahreshoch. Während Powell es ablehnte, sich zu spezifischen Renditeniveaus zu äußern, sagte er, dass der Renditeanstieg der letzten Woche "bemerkenswert war und meine Aufmerksamkeit erregt hat". Das reicht aus Sicht der Börsen nicht aus.

"Die steigenden Zinsen bleiben das große Schreckgespenst an den Börsen", so QC Partners. Nach der EZB habe jetzt auch die Fed deutlich gemacht, dass sie den Zinsanstieg nicht unmittelbar stoppen wolle. Die große Frage sei jetzt, wo die Schmerzgrenze der Notenbanken liege. QC Partners hält es für gut möglich, dass einige austesten wollten, wann die Notenbanken tatsächlich eingriffen. "Aber niemand weiß, wie weit die Zinsen bis zu diesem Punkt noch ansteigen müssen."

07:46 Uhr

Verlängerung der Förderbremse treibt Ölpreis

Der Verzicht der Opec+ auf eine Ausweitung der Fördermengen gibt dem Ölpreis am Freitag erneut Auftrieb. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 1,2 Prozent auf 67,54 US-Dollar je Barrel und notiert damit nur knapp unter dem 14-Monats-Hoch, den sie am Donnerstag als Reaktion auf den Entscheid erreicht hatte.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 65,55

Opec+ einigte sich darauf, die Produktion im kommenden Monat weitgehend konstant zu halten. Ausgenommen davon sind Russland und Kasachstan, die ihre Fördermenge im April wegen der saisonal dann üblicherweise höheren Nachfrage um 130.000 beziehungsweise 20.000 Barrel pro Tag ausweiten dürfen. Die Commerzbank war im Vorfeld von einer Ausweitung der Produktion von 500.000 Barrel ausgegangen. Weiter anziehende Energiepreise und damit verbunden weiter steigende Renditen an den Anleihemärkten könnten für die Börsen insgesamt zunehmend zum Problem werden.

07:22 Uhr

Steigende Renditen drücken Aktienkurse

Die Aktienbörsen in Ostasien und Australien präsentieren sich am Freitag im späten Verlauf überwiegend im Minus. Allerdings erholen sich die Märkte zum Teil deutlich von ihren Tagestiefs. Anleger zeigen sich verunsichert über die in den USA und auch in der Region wieder anziehenden Rentenrenditen. Die Zehnjahresrendite bei US-Staatsanleihen war am Vorabend wieder über die Marke von 1,50 Prozent geklettert und hatte in der Folge die Wall Street belastet. Im asiatisch geprägten Handel steigt die Benchmarkrendite auf 1,58 Prozent.

In China geben die Kurse moderat nach - in Schanghai um 0,4 und in Hongkong um 0,7 Prozent. Analysten sprechen von einer gewissen Zurückhaltung angesichts des am Freitag beginnenden jährlichen Volkskongresses. In diesem Zusammenhang hat die chinesische Führung der Wirtschaft des Landes ein relativ moderates Wachstumsziel verordnet. Wie Premierminister Li Keqiang mitteilte, soll das Bruttoinlandsprodukt 2021 um 6 Prozent oder mehr wachsen. Das Ziel liegt unter den Erwartungen der meisten Ökonomen, die für die chinesische Wirtschaft dieses Jahr ein Plus von 8 Prozent oder mehr prognostiziert haben.

In Tokio fällt der Nikkei-225 um 1 Prozent - trotz einer Dollarrally. Auch hier stehen Technologietitel auf den Verkaufszetteln. Lasertec verlieren 4,6 und Softbank 2,5 Prozent. Im Einklang mit US-Anleihen steigen die Renditen am japanischen Rentenmarkt.

Nikkei
Nikkei 29.188,17

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