Mittwoch, 19. Februar 2020Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
Kai Stoppel
17:57 Uhr

Neuer Dax-Rekord - höchster Schlusskurs der Geschichte

Dax
Dax 9.935,84

Ein neues Allzeithoch verpasst der Dax um gerade mal 7 Punkte. Dennoch verbucht der deutsche Leitindex zur Wochenmitte einen weiteren Rekord: den höchsten Schlussstand seiner Geschichte. Zum Handelsende schiebt sich der Dax um 0,8 Prozent auf 13.789 Punkte. Das Allzeithoch im Verlauf, aufgestellt am Montag bei 13.795 Zählern, hat jedoch weiterhin Bestand.

Hauptthema am Markt bleibt das Coronavirus. Hier soll die Zahl der Neuerkrankungen abnehmen. Stützend wirken auch die zahlreichen Aktivitäten der chinesischen Regierung. Sie greift aktuell den Fluggesellschaften unter die Arme, dürfte dies aber nach Händleransicht auch auf andere Branchen ausdehnen.

"Mit ihren massiven Unterstützungen bis hin zur Geld- und Steuerpolitik machen die Chinesen unmissverständlich klar, dass sie ihre Wirtschaft nicht fallen lassen", heißt es am Markt. Dies sichere auch die Aktienkurse nach unten ab. Auch an der Wall Street geht es entsprechend nach oben.

Größter Dax-Gewinner sind die Aktien der Deutschen Telekom, die 4,2 Prozent zulegen. "Die Zahlen sind besser als erwartet ausgefallen, und auch der Ausblick ist gut", sagt ein Händler. Das Wachstum habe sich zuletzt beschleunigt, und die operative Ertragskraft habe sich stärker verbessert als erwartet. Der Ausblick liege am oberen Rand der Erwartungen.

Ebenfalls stark schließen Covestro mit einem Aufschlag von 2,9 Prozent. Zwar wird am Markt der Cashflow des Kunststoffherstellers kritisiert, allerdings gibt es auch hier Sondereinflüsse durch das Virus. Die Dividende liege über der Erwartung, und die Autoindustrie als großer Covestro-Kunde zeige eine Bodenbildung, heißt es.

Verlierer gibt es heute nur wenige im Dax. Dazu zählen Linde und Deutsche Bank mit Verlusten von je etwa einem halben Prozent. Schwerer erwischt es die Aktie von MTU, die um 1,3 Prozent nachgibt.

Rekorde, Rekorde, Rekord. Wie lange kann das noch weitergehen? Wir bleiben weiter dran am Börsengeschehen - doch für heute soll es das erstmal gewesen sein. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend.

Ihr Kai Stoppel

16:53 Uhr

Daimler holt Telekom-Chef in Aufsichtsrat

Daimler
Daimler 27,00

Der Autobauer Daimler holt den Chef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, in den Aufsichtsrat. Er werde als Vertreter der Anteilseigner der Hauptversammlung am 1. April vorgeschlagen, teilte das Unternehmen mit.

Als ausgewiesener Fachmann für Digitalisierung in der Telekommunikation passe Höttges hervorragend in den Daimler-Aufsichtsrat, erklärte dessen Vorsitzender Manfred Bischoff. IT-Expertise wird mit immer stärker vernetzten und zunehmend automatisiert fahrenden Autos in der Branche immer wichtiger.

Höttges nimmt den Platz des Deutsche-Bank-Aufsichtsratschefs Paul Achleitner im Aufsichtsgremium des Stuttgarter Dax-Konzerns ein. Dieser scheidet nach zwei Amtszeiten auf eigenen Wunsch aus.

16:31 Uhr

Warum der MDax dem Dax schon lange davonläuft

Der Dax hat jetzt mehrere Rekorde hintereinander hingelegt. Wenn man die Entwicklung allerdings mit dem MDax, dem Index der mittelgroßen Unternehmen, vergleicht, relativiert sich das Bild. Hier geht es schon lange stetig aufwärts. Was ist beim MDax anders? Friedhelm Tilgen fragt nach bei Benjamin Weisbarth von der Citigroup.

 

16:08 Uhr

Schon wieder!? Tesla-Aktie ist nicht von dieser Welt

Es tut mir leid, wenn Sie der täglichen Sensations-Meldungen zu Tesla im Allgemeinen und zum Kurs der Aktie im Besonderen schon überdrüssig sind. Aber man darf es nicht verschweigen: Erneut schießt die Tesla-Aktie nach Handelsbeginn in den USA nach oben, im Hoch auf bis 925 Dollar. Zuletzt kann das Papier 5,6 Prozent zulegen, seit Montag summiert sich der Aufschlag auf fast 13 Prozent. Das bisherige Allzeithoch bei 969 Dollar von vor zwei Wochen ist damit nicht mehr weit.

Tesla
Tesla 482,65

 

15:58 Uhr

Nasdaq-Index steigt auf neues Rekordhoch

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 7.720,15

In der Hoffnung auf frischen Rückenwind für die Konjunktur kehren Anleger in die US-Aktienmärkte zurück. Die Leitindizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq steigen zur Eröffnung um bis zu 0,7 Prozent. Dabei markierte Letzterer mit 9801,04 Punkten ein Rekordhoch.

Genährt wird der Optimismus von den Plänen der chinesischen Regierung für ein Konjunkturprogramm zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. "Es kursieren Gerüchte, die chinesische Zentralbank werde zur Ankurbelung der Konjunktur heute Nacht die kurzfristigen Zinsen senken", sagt John Brady, Manager beim Brokerhaus R.J. O'Brien & Associates.

Die Aktien des iPhone-Herstellers Apple, dessen von der Epidemie ausgelöste Umsatzwarnung den internationalen Börsen am Dienstag zugesetzt hatte, legen 0,6 Prozent zu. Gefragt sind auch die Papiere von Garmin, die sich um 7,4 Prozent verteuern. Der Anbieter von Navigationsgeräten und Fitness-Uhren übertraf mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen.

15:28 Uhr

Studie: Corona-Pandemie könnte Welt 1,1 Billionen kosten

Für den Fall einer weltweiten Pandemie des neu in China aufgetretenen Coronavirus rechnen die Experten von Oxford Economics für die Weltwirtschaft mit einem Billionenschaden. Das globale Bruttoinlandsprodukt würde eine derartige Verbreitung des Virus bis zu 1,1 Billionen Dollar kosten, wie das gravierendere von zwei ausgearbeiteten Szenarien zu ökonomischen Schäden einer weiteren Virusausbreitung ergab.

Ein alternatives Berechnungsmodell, bei dem die derzeitige Lage sich in eine auf Asien begrenzte Pandemie wandele, habe für die Weltwirtschaft eine Belastung von 400 Milliarden Dollar ergeben. Beide Szenarien gehen bei einer pandemischen Situation von schweren Folgen beim persönlichen Konsum sowie in der Reise- und Tourismusbranche aus, erklärt Adam Slater von Oxford Economics.

14:14 Uhr

China-Investoren - Fluch für deutsche Firmen? Das sagt eine Studie

Es ist eine der großen Fragen: Schadet es deutschen Unternehmen, wenn sie von chinesischen Investoren übernommen werden? Eine Untersuchung kommt zu dem Schluss: nein. "Die bisher vorliegende Evidenz unterstützt nicht die Vermutung, dass chinesische Direktinvestitionen in Deutschland zu einer Schwächung der wirtschaftlichen Leistungskraft der betroffenen Unternehmen geführt haben", heißt es in einer Untersuchung der Expertenkommission Forschung und Innovation.

Allerdings seien Unternehmensbeteiligungen und -übernahmen durch chinesische Investoren "grundsätzlich mit der Möglichkeit einer politstrategischen Einflussnahme verbunden". Umgekehrt sei die Volksrepublik für deutsche Direktinvestitionen im Vergleich zu anderen Ländern schwer zugänglich. Die Bundesregierung sollte sich daher für gleiche Wettbewerbsbedingungen und Chancengleichheit einsetzen.

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13:23 Uhr

"Kleiner Bruder" des Dax steigt auf neues Rekordhoch

Der Dax legt zuletzt weiter munter zu und steigt um 0,5 Prozent auf 13.756 Punkte. Allerdings fehlt noch ein Stück zum bisherigen Rekordstand vom Montag, der erst bei 13.795 Punkten eingestellt werden würde.

Anders sieht es beim "kleineren Bruder" des Dax aus, dem MDax: Dieser erreicht im heutigen Handelsverlauf bei 29.340 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte. Zuletzt notiert er 0,8 Prozent im Plus auf 29.281 Punkten.

MDax
MDax 21.040,71

 

13:16 Uhr

US-Präsident Trump begnadigt Wall-Street-Betrüger

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Michael Milken zeigte sich in einer ersten Reaktion dem Präsidenten gegenüber "sehr dankbar".

(Foto: AP)

Er wurde nur der "Junk Bond King" (auf Deutsch: Ramschanleihen-König) genannt: Michael Milken, eine schillernde Figur der Wall Street in den 1980er Jahren. Er wurde im Jahr 1990 wegen Finanzbetrugs - zu dem er sich schuldig bekannte - zu einer zehnjährige Haftstrafe verurteilt. Doch Milken kann sich freuen: US-Präsident Donald Trump sprach ihm nun eine Begnadigung aus, wie mehrere US-Medien berichten.

Allerdings ist Milken schon lange aus dem Gefängnis entlassen - er hatte ohnehin nur 22 Monate seiner Strafe abgesessen und war bereits im Jahr 1993 wieder ein freier Mann. Die Begnadigung des Präsidenten dient in solchen Fällen lediglich dazu, die Ehre des Verurteilten wiederherzustellen.

Milken habe seither gute Arbeit geleistet und einen "hohen Preis" gezahlt, erläuterte Trump seinen Schritt. Der frühere Betrüger Milken hat sich seit seiner Entlassung unter anderem als Großspender für die Krebsforschung einen Namen gemacht.

12:54 Uhr

Nach Durststrecke - US-Börsen dürften wieder zulegen

Die Wall Street dürfte heute mit einem leichten Plus in den Handel starten. Damit könnte eine dreitägige Durststrecke zumindest des Dow-Jones-Index enden. Große Sprünge trauen Händler der US-Börse jedoch nicht zu.

Anleger konzentrieren sich wieder auf positive Schlagzeilen und klammern die negativen aus. Zu den positiven zählen, dass die chinesische Regierung mit neuen Maßnahmen versucht, die wirtschaftlichen Folgen durch die Coronavirus-Epidemie einzudämmen. So werden etwa Finanzhilfen oder Fusionsprojekte für die großen Fluglinien des Landes in Erwägung gezogen.

12:38 Uhr

Weltall-Tourismus vor Start? Virgin-Aktie steigt wie Rakete

Virgin Galactic
Virgin Galactic 14,81

Mit seinem Unternehmen Virgin Galactic will der exzentrische britische Milliardär Richard Branson eine Fluglinie ins All etablieren - und dem Weltraum-Tourismus zum Durchbruch verhelfen.

Vergangene Woche hatte Virgin Galactic nun angekündigt, ein für Passagiere ausgelegtes Raumschiff der Klasse "SpaceShipTwo" - die VSS Unity - zum kommerzielen Hauptquartier im US-Bundesstaat New Mexico zu verlegen, wie CNN berichtet. Dies sei ein weiterer Schritt in Richtung erster kommerzieller Raumflüge für zahlende Kunden.

An der Börse sind Anleger Feuer und Flamme. Bereits gestern legte die seit vergangenem Oktober gelistete Aktie zwischenzeitlich mehr als 20 Prozent zu. Zwar gab das Papier einen Großteil der Gewinne später wieder ab. Seit Jahresbeginn hat es dennoch bereits rund 160 Prozent an Wert zugelegt.

*Datenschutz

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Das Raumflug-Konzept von Virgin Galactic sieht so aus: Das große "WhiteKnightTwo"-Transportflugzeug soll Passagiere im kleineren "SpaceShipTwo" (Mitte) in Richtung Weltall transportieren.

(Foto: REUTERS)

12:09 Uhr

SDax-Konzern zieht "Corona-Joker" - Aktie bricht dennoch ein

Adva
Adva 4,95

Tiefrot blinkt gegen Mittag der Aktienkurs von Adva Optical von den Terminals der Börsianer - der im SDax gelistete Wert bricht um dramatische 11 Prozent ein auf 7,20 Euro. Im Tief waren es sogar 6,94 Euro. Damit sind die Adva-Aktien mit großem Abstand Schlusslicht in dem deutschen Kleinstwerte-Index.

Dem Netzwerkausrüster setzen Lieferengpässe durch die Coronavirus-Epidemie in China zu. Das Unternehmen hatte am Vortag wegen der Epidemie vor einer negativen Ergebnismarge im ersten Quartal gewarnt. Im Ausblick auf 2020 rechnet das Unternehmen jedoch damit, diese in den kommenden Quartalen aufzuholen. "Adva reiht sich in die Liste der Unternehmen ein, die bei schlechten Zahlen den Joker mit der Virus-Begründung ziehen", kommentierte dies ein Händler.

12:01 Uhr

Überraschend hohe Inflation treibt Pfund an

Das britische Pfund zieht nach den jüngsten Inflationsdaten an, die Währung verteuert sich um 0,2 Prozent auf 1,3025 Dollar, nach 1,2989 Dollar vor der Veröffentlichung. Zuletzt notiert die Devise bei 1,2984 Dollar.

Die Teuerungsrate erreichte im Januar überraschend mit 1,8 Prozent den höchsten Stand seit sechs Monaten. Dabei spielten höhere Treibstoffpreise und ein ungewöhnlich geringer Rückgang der Flugticket-Preise eine Rolle. Analysten hatten eine Rate von 1,6 Prozent erwartet.

US-Dollar / Britisches Pfund
US-Dollar / Britisches Pfund ,81

 

11:16 Uhr

Experten sagen Goldpreis neuen Fabel-Rekord voraus

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.589,22

Die Gedanken des einen oder anderen dürften zuletzt öfter um die Schatulle mit dem alten Goldschmuck kreisen, die Großtante Frieda - oder Liselotte oder Erika - hinterlassen hatte. Denn der in Euro ermittelte Goldpreis knackt derzeit einen Rekord nach dem anderen.

Heute geht es erneut nach oben mit dem Edelmetall - in Euro gerechnet notiert das Gold mit 1489 Euro die Feinunze (31,1 Gramm) so hoch wie nie zuvor. In Dollar gerechnet wurde mit 1609 Dollar - ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortag - der höchste Stand seit 2013 erreicht.

Aber auch die "ewige" Dollar-Bestmarke - 1921 Dollar für die Feinunze Gold, erreicht im September 2011 - könnte in nicht allzu ferner Zukunft fallen, glaubt man bei der Citigroup. Es sei damit zu rechnen, dass neue Hochs von 2000 Dollar in den nächsten 12 bis 24 Monaten erreicht werden, prophezeien die Goldexperten der US-Großbank. 2000 Dollar pro Feinunze Gold - es wäre ein neuer Fabel-Rekord.

 

10:38 Uhr

"Bestes Jahr der Geschichte" - Puma springen gen Allzeithoch

Puma
Puma 54,15

Die Puma-Aktie ist heute der große Renner am deutschen Prime-Standard-Aktienmarkt: Im MDax legen die Papiere des deutschen Sportartikelherstellers um mehr als acht Prozent zu und steigen auf 78,80 Euro - nur noch 20 Cent entfernt vom bisherigen Allzeithoch.

Vor allem die starken Zahlen des Unternehmens begeistern die Anleger. "Die Zahlen liegen auf breiter Front über den Erwartungen", sagt ein Marktteilnehmer. Im laufenden Jahr will Puma weiter wachsen, die Jahresziele seien trotz eines Corona-Effekts im ersten Quartal erreichbar.

Und für das vergangene Jahr übertreffen operativer Gewinn und Umsatz die Erwartungen. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 262 Millionen Euro, ein Anstieg um 40 Prozent. Die Dividende soll deshalb auf 50 (2018: 35) Cent je Aktie angehoben werden. Vorstandschef Björn Gulden sprach vom "besten Jahr unserer Firmengeschichte".

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China und Indien waren 2019 erneut die Treiber des Wachstums. In der Region Asien/Pazifik schnellten die Umsätze um 26 Prozent nach oben.

(Foto: picture alliance / Daniel Karman)

 

10:02 Uhr

Analyst: Tesla hat noch mehr zu bieten als Autos

Tesla
Tesla 482,65

Die Tesla-Aktie ist derzeit außer Rand und Band: Gestern legte das Papier an der Nasdaq wieder um mehr als 7 Prozent zu und steht jetzt bei 858 Dollar. Der Wert hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt, seit vergangenem Juni sogar mehr als vervierfacht.

Doch es könnte für die Aktie des E-Autobauers noch weiter nach oben gehen, glaubt man bei der Investmentbank Piper Sandler. Deren Analysten weisen darauf hin, dass Tesla noch mehr zu bieten habe als nur Elektroautos: "Man vergisst leicht, dass Tesla auch Batterien und Solarenergie-Produkte verkauft", schreiben die Analysten Alexander Potter and Winnie Dong laut Bloomberg.

Zwar habe dieses Segment im Jahr 2019 nur 6 Prozent des Umsatzes ausgemacht, so die Analysten. "Aber das Management betont, dass das Solarenergie- und Speicher-Geschäft eines Tages mit dem Automobil-Segment konkurrieren werde. Und wenn das stimmt, dann sollten Anleger dem Beachtung schenken." Piper Sandler hat die Zielmarke für die Tesla-Aktie auf 928 Dollar angehoben - von zuvor 729 Dollar.

09:24 Uhr

Dax klettert in Richtung neues Allzeithoch

Dax
Dax 9.935,84

Nach einem kleinen Rücksetzer an Vortag marschiert der Dax zur Wochenmitte bereits wieder in Richtung seines am Montag markierten Allzeithochs. Am Morgen legt der deutsche Leitindex 0,3 Prozent zu auf 13.730 Zähler - zum Rekordstand fehlen damit nur noch etwa 65 Punkte.

Für Erleichterung sorgte, dass die Zahl der Neuinfektionen auf dem chinesischen Festland laut Behörden erneut niedriger ausfiel und die Regierung weitere Unterstützung für Unternehmen ankündigten. "Dies hält bei den Anlegern die Hoffnung aufrecht, dass es nur zu einem kurzfristigen Konjunkturabschwung kommt, von dem sich die Weltwirtschaft relativ schnell wieder erholen kann", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic von AxiTrader.

Bei den Einzelwerten sorgt die Deutsche Telekom mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn für gute Stimmung. Telekom-Aktien führen zu Handelsbeginn mit einem Plus von 2,6 Prozent die Dax-Gewinnerliste an.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel, und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

08:45 Uhr

Ölpreise steigen spürbar

Ölpreis
Ölpreis 22,72

Die Ölpreise sind im frühen Handel spürbar gestiegen. Händler nannten neue Angebotsrisiken als Grund für den Anstieg. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 58,17 US-Dollar. Das waren 42 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um 45 Cent auf 52,50 Dollar.

Am Markt wurden vor allem zwei Gründe für die höheren Erdölpreise genannt. Zum einen wurde auf US-Sanktionen gegen ein Tochterunternehmen des russischen Öl-Riesen Rosneft verwiesen. Das Unternehmen namens Rosneft Trading soll dem venezolanischen Regime von Nicolas Maduro beim Ölexport geholfen haben. Die USA liegen mit dem Regime im Clinch und unterstützen die Ablösung Maduros. Darüber hinaus wurde auf die zunehmend angespannte Lage im Bürgerkriegsland Libyen verwiesen. Die Ölförderung in dem nordafrikanischen Staat wird seit langem durch die kriegerischen Auseinandersetzungen belastet. Hinzu kommt in jüngster Zeit eine Blockade wichtiger Häfen durch Truppen des Militärmachthabers Chalifa Haftar.

08:14 Uhr

Euro bleibt unter 1,08 US-Dollar

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Euro hat weiter unter der Marke von 1,08 US-Dollar notiert. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,0795 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Zurzeit ist der Euro so wenig wert wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Ein Grund dafür ist die schwache Verfassung der Euroraum-Konjunktur. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,0816 Dollar festgelegt.

Zur Wochenmitte stehen in der Eurozone nur wenige Wirtschaftsdaten an, die für Kursbewegung sorgen könnten. Aus den USA werden Preisdaten und Zahlen vom Immobilienmarkt erwartet. Außerdem treten einige Notenbanker mit Reden in Erscheinung. Am Abend veröffentlicht die amerikanische Zentralbank das Protokoll zu ihrer jüngsten Zinssitzung. Die Mitschrift wird auf Hinweise zum geldpolitischen Kurs abgeklopft.

07:46 Uhr

Dax höher erwartet

Dax
Dax 9.935,84

In Erwartung einer weiteren Welle von Firmenbilanzen wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Dienstag hatte er 0,8 Prozent im Minus bei 13.681,19 Prozent geschlossen. Börsianer werden aufmerksam verfolgen, ob nach Apple auch andere Großkonzerne wegen der Coronavirus-Epidemie in China ihre Geschäftsziele senken oder sich im Rahmen der Vorlage ihrer Zahlen vorsichtig zu den Aussichten äußeren.

Schlusskurse europäischer Indizes am vorangegangenen Handelstag      

Dax                                  13.681,19
Dax-Future                      13.740,00
EuroStoxx50                      3.836,54
EuroStoxx50-Future          3.850,00

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(Foto: picture alliance/dpa)

 

07:14 Uhr

Deutsche Telekom wächst vor Milliarden-Fusion deutlich

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 11,81

Die Deutsche Telekom steuert mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn im Rücken auf die milliardenschwere Fusion ihrer US-Tochter mit dem Rivalen Sprint zu. Im laufenden Jahr wollen die Bonner nun den operativen Ertrag (bereinigtes Ebitda ohne Leasingkosten) auf 25,5 Milliarden Euro steigern. Im Vorjahr erreichten sie hier 24,7 Milliarden Euro - rund 7,2 Prozent mehr als vor Jahresfrist, teilte der Konzern mit. Erneut erwies sich dabei die Tochter T-Mobile US als Zugpferd.

Dank florierender Geschäfte der US-Amerikaner stieg der Umsatz 2019 um 6,4 Prozent auf 80,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 3,9 (2,16) Milliarden Euro. Die Gewinnbeteiligung soll für 2019 bei 60 Cent je Aktie liegen - zehn Cent weniger Dividende je Aktie als im Jahr zuvor, hatten die Bonner bereits angekündigt.

06:52 Uhr

Tokioter Börse erholt sich von Apple-Schock

Nikkei
Nikkei 18.917,01

Die Börse in Tokio hat sich zunächst stärker gezeigt. Nach der Umsatzwarnung von Apple am Vortag in den USA und nachfolgenden Kursverlusten legten Zulieferer wie Murata zu. Investoren zeigten sich jedoch weiter besorgt, dass die Coronavirus-Epidemie der japanischen Wirtschaft einen zusätzlichen Schlag versetzen könnte nach der jüngsten Erhöhung der Mehrwertsteuer.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,7 Prozent höher bei 23.360 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,5 Prozent und lag bei 1675 Punkten. Die Börse in Shanghai lag faktisch unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 1,1 Prozent.

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(Foto: picture alliance/dpa)