Montag, 06. April 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:40 Uhr

Dax mit gewaltigem Satz über 10.000 - Autowerte sehr stark

Die europäischen Börsen haben sich heute von ihrer guten Seite gezeigt. Sie reagierten mit Kursanstiegen auf positive Nachrichten im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie. So sollen in Österreich ab 14. April die Geschäfte schrittweise wieder geöffnet werden. Italien meldete gestern die niedrigste Zunahme der Infektionen seit mehr als zwei Wochen. In Spanien ging die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle den dritten Tag in Folge zurück, während Frankreich den niedrigsten Anstieg seit einer Woche registrierte.

Auch der Dax witterte Morgenluft und sprang über die 10.000er-Marke. Am Ende legte der Leitindex um 5,8 Prozent auf 10.075 Punkte zu. Damit gewann er im Vergleich zum Freitag rund 550 Punkte - das Tageshoch lag bei 10.097 Stellen. Nach Einschätzung eines Händlers könnte die Luft für den Dax nun schnell wieder dünn werden. Viele Anleger dürften bei Kursen über 10.000 Punkten Angst haben, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Der Teilnehmer sieht den Dax weiter in einer Spanne zwischen rund 8500 und 10.000 Punkten. Charttechnisch würde der Dax ein positives Signal setzen, sollte es ihm gelingen, über das erste Erholungshoch bei 10.137 Punkten zu steigen.

Auch die anderen Indizes stiegen kräftig: Der MDax gewann 3,7 Prozent auf 21.101 Zähler, der TecDax 3,9 Prozent auf 2663 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 5,2 Prozent auf 2801 Punkte nach oben.

Konjunktursensible Aktien erholten sich - dazu gehörten auch die Autoaktien. Volkswagen schossen regelrecht hoch und verteuerten sich um 14,2 Prozent. Daimler gewannen 11,5 Prozent, Continental 10,9 Prozent und BMW 8,5 Prozent. Stark waren heute auch Lufthansa mit plus 8,8 Prozent und im MDax Thyssenkrupp mit plus 14,9 Prozent.

17:15 Uhr

Unruhe am Ölmarkt - Anleger hoffen auf steigende Preise

Der Ölpreis ist in Folge der Corona-Krise heftig gefallen. Aber war es tatsächlich nur die Corona-Krise? Zu Beginn der neuen Handelswoche scheint sich der Ölpreis nun wieder leicht zu erholen. Friedhelm Tilgen spricht mit Matthias Hüppe von der HSBC über die Lage am Ölmarkt.

16:58 Uhr

US-Präsidentenberater plädiert für Covid-"Kriegsanleihe"

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Larry Kudlow

(Foto: picture alliance/dpa)

Bekommen die USA nun sogenannte "Corona-Bonds"? Der Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, befürwortet jedenfalls die Ausgabe von gesonderten US-Staatsanleihen im Kampf gegen die Pandemie.

Das sei eine "großartige Idee", sagt Kudlow dem Sender CNBC. Er habe mit seinen Kollegen im Weißen Haus bereits über eine derartige Covid-"Kriegsanleihe" gesprochen.

16:52 Uhr

Allianz geht selbstbewusst durch die Krise - Dividende bleibt

Allianz
Allianz 192,00

Die Allianz will ihren Aktionären trotz Corona-Krise und gegen den Rat der europäischen Aufseher eine Dividende für 2019 auszahlen.

  • "Obwohl zu erwarten ist, dass sich das aktuelle Umfeld auch in unseren Ergebnissen niederschlagen wird, bleibt unsere Finanzkraft weiterhin sehr stark", teilte der Dax-Konzern mit.

Daher sollen die Anteilseigner bei der Hauptversammlung am 6. Mai wie geplant über eine Dividende von 9,60 Euro je Aktie abstimmen. Wegen der Coronavirus-Pandemie findet die Versammlung allerdings ohne persönliche Präsenz der Aktionäre in virtueller Form statt.

16:27 Uhr

Virus gibt Debenhams den Rest - schon wieder vor der Pleite

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(Foto: REUTERS)

Die traditionsreiche britische Kaufhauskette Debenhams steht erneut vor dem Aus. Man bereite den Antrag auf Gläubigerschutz und die Verwaltung durch Insolvenzanwälte vor, teilte das Unternehmen mit. Die Kaufhauskette hatte erst im April 2019 Insolvenz erklärt, die Gläubiger übernahmen damals das Unternehmen und investierten Millionen in einen Neustart.

Wegen der Coronavirus-Pandemie musste Debenhams im vergangenen Monat alle 142 Häuser schließen. Die mehr als 20.000 Beschäftigten bekommen Kurzarbeitergeld vom britischen Staat. Der Antrag auf Gläubigerschutz soll verhindern, dass während der Krise das gesamte Geld abfließt. Ziel sei, die Kaufhäuser wieder zu öffnen, sobald die Regierung dies wieder erlaube, erklärte das Unternehmen.

Debenhams gibt es bereits seit dem Jahr 1778. Der Kette macht die zunehmende Konkurrenz durch den Onlinehandel zu schaffen.

15:56 Uhr

BMW produziert nun anderthalb Monate lang nicht

Die Krise trifft BMW noch härter als erwartet. Wegen des Absatzeinbruchs in seiner größten Marktregion Europa unterbricht der Oberklassehersteller seine Autoproduktion auf dem Kontinent mindestens anderthalb Monate lang. Auch in den USA, wo BMW die Fertigung später als in Europa heruntergefahren hatte, wird der Produktionsstopp nun um fast zwei Wochen bis zum 30. April verlängert, wie der Münchner Dax-Konzern ankündigte.

Zur Begründung verwies BMW auf einen Absatzrückgang um ein Fünftel im ersten Quartal, vor allem infolge der Schließung zahlreicher Autohändler in mehreren Ländern. Daher werde es noch länger dauern, bis die Märkte sich wieder erholen, sagte ein Sprecher. Wegen der Pandemie sind BMW zufolge in Europa rund 80 Prozent der Verkaufsstellen geschlossen, in den USA rund 70 Prozent.

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(Foto: dpa)

 

15:36 Uhr

Wall Street startet fulminant - Rückenwind für den Dax

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(Foto: AP)

Auch die US-Börsen sind stark in die Karwoche gestartet. Der Dow Jones gewann 4,2 Prozent auf 21.936 Punkte. Der marktbreite S&P-500 legte um 3,8 Prozent auf 2539 Stellen zu. Störfeuer von konjunktureller Seite sind heute nicht zu erwarten, weil keine amerikanischen Daten anstehen.

Derweil wagte sich in Frankfurt der Dax weiter vor. Er notierte am Nachmittag bei 10.030 Zählern. Der EuroStoxx50 kletterte auf 2777 Stellen.

15:25 Uhr

Schweizer Goldschmelzen arbeiten teilweise wieder

In der Schweiz haben für den Goldhandel wichtige Unternehmen zur Verarbeitung des Edelmetalls ihren Betrieb teilweise wieder hochgefahren. Zuvor mussten die Firmen die Produktion wegen staatlicher Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einstellen. Die Goldraffinerien Argor-Heraeus in Mendrisio und Valcambi in Balerna würden ihren Betrieb teilweise wieder hochfahren, wie aus Unternehmensmitteilungen hervorgeht.

Die Schweiz ist ein führender Standort von Goldraffinerien, in denen das Edelmetall geschmolzen und in Barrenform oder in Form von Goldmünzen gebracht wird.

15:08 Uhr

Sicherheitsbedenken beenden Höhenflug von Video-App Zoom

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die wachsenden Sicherheitsbedenken versetzen dem US-Videokonferenzanbieter Zoom einen herben Dämpfer. Die Zoom-Aktien gab im vorbörslichen US-Handel 6,4 Prozent nach.

Der "Washington Post" zufolge haben einige US-Schulbezirke damit begonnen, die Zoom-App für Online-Lernangebote wegen des unzureichenden Datenschutzes zu verbannen. Die Corona-Krise hatte zuletzt die Zahl der täglichen Nutzer der App vervielfacht. Seit Jahresbeginn ist der Kurs der Zoom-Aktie um rund 88 Prozent nach oben geschossen.

15:00 Uhr

Punktlandung: Dax bei genau 10.000

Der deutsche Aktienmarkt ist heute im wahrsten Sinne des Wortes gut drauf. Gut eine halbe Stunde vor Handelsbeginn in den USA lag der Dax bei genau 10.000 Punkten - ein Plus von 4,9 Prozent. Der EuroStoxx50 gewann 4,2 Prozent und wies 2774 Stellen auf.

14:43 Uhr

Droht die Pleite? Easyjet hat ein ernstes Problem

Easyjet
Easyjet 891,20

Dem britischen Billigflieger Easyjet droht bis August oder noch früher wegen eines Airbus-Auftrags von 4,5 Milliarden Euro das Geld auszugehen. Zu dieser Einschätzung kam Konzerngründer Stelios Haji-Ioannou. Um dies zu verhindern, wolle er nun eine Ablösung von Finanzchef Andrew Findlay erreichen, sagte Haji-Ioannou. Das sei aus seiner Sicht der beste Weg, um die Zahlung an Airbus noch zu verhindern. Er werde kein frisches Geld nachschießen, solange "die Verbindlichkeit gegenüber Airbus besteht".

Haji-Ioannou sagte, seine Schätzung basiere auf einer Analyse von Credit Suisse, wonach die Airline bis September ein Liquiditätsdefizit von 164 Millionen Pfund aufweist. Selbst dies basiere auf der "optimistischen" Annahme, dass die Flotte von Easyjet im Juni wieder in die Luft gehen und in den Sommermonaten einen Umsatz von 1,5 Milliarden Pfund einfliegen werde, sagte er.

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14:21 Uhr

Zulassung für Coronatest: Co-Diagnostics-Kurs schießt hoch

Die Zulassung eines Covid-19-Tests für die Anwendung in Notfallsituationen durch die US-Arzneimittelbehörde FDA treibt die Anleger zur Co-Diagnostics-Aktie. Das Papier der Medizintechnikfirma verteuerte sich im vorbörslichen US-Geschäft um rund 37 Prozent. Die Genehmigung werde dem Coronavirus-Test mehr Türen öffnen, teilte Konzernchef Dwight Egan mit.

14:04 Uhr

Frankreich erwartet schlimmste Rezession seit 1945

Neben Italien und Spanien gehört Frankreich zu den vom Coronavirus am stärksten betroffenen Ländern Europas. Nun erwartet das Land, das nach Deutschland die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone hat, die schlimmste Rezession seit 1945. Die Wirtschaft sei 2009 wegen der damaligen Finanzkrise um 2,2 Prozent geschrumpft, dieser bis dahin schlechteste Wert seit Weltkriegsende dürfte laut Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire übertroffen werden.

In Frankreich gelten wegen der Covid-19 seit rund drei Wochen strenge Ausgangsbeschränkungen, viele Wirtschaftsbereiche arbeiten nur noch eingeschränkt. Le Maire warb erneut um sein Vorhaben, einen neuen europäischen Solidaritätsfonds zu schaffen. Der Streit über sogenannte Corona-Bonds - also gemeinsame europäische Anleihen - entzweit die EU-Staaten. Eine Gruppe, darunter Italien, Spanien, Frankreich, fordert sie vehement, Deutschland und andere Länder sind dagegen. Die Euro-Finanzminister beraten morgen erneut darüber.

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(Foto: picture alliance/dpa)

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13:55 Uhr

Ungemach für VW in Großbritannien

Rund 91.000 VW-Kunden in Großbritannien haben ein Anrecht auf Entschädigung. Das entschied ein Gericht in London. Der High Court sieht es als erwiesen an, dass VW illegale Software in Fahrzeuge einbaute, die in Großbritannien verkauft wurden, um den Schadstoffausstoß bei Emissionstests zu drücken. Wie hoch die Entschädigung ausfallen wird, muss die Justiz in einem gesonderten Verfahren entscheiden.

VW reagierte "enttäuscht". Man erwäge, in Berufung zu gehen, teilte der Dax-Konzern mit.

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13:41 Uhr

Rolls-Royce setzt Dividende aus und streicht Ausblick

Aufgrund des lahmenden Geschäfts mit Triebwerken für die zivile Luftfahrt im Zuge der Corona-Krise traut sich die Rolls-Royce keinen Ausblick mehr für das laufende Jahr zu. Wie das britische Unternehmen mitteilte, hat es die Prognose 2020 zurückgezogen. Außerdem wird die Schlussdividende 2019 von 7,9 Pence je Aktie vor dem Hintergrund der unsicheren Lage ausgesetzt.

Die Flugstunden mit Großraumfliegern sind laut Rolls-Royce im ersten Quartal um 25 Prozent eingebrochen, im März sogar um 50 Prozent. Im April wird mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Folglich geht Rolls-Royce von einer Belastung des Umsatzes aus dem Geschäft mit Triebwerken sowie deren Wartung, Reparatur und Überholung aus.

Der Konzern hat sich einen Kredit über 1,5 Milliarden Pfund gesichert, womit er über eine Liquidität von 6,7 Milliarden Pfund verfügt.

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(Foto: imago/Xinhua)

13:24 Uhr

Wird Germanwings schon bald geschlossen?

Nun doch: Die Lufthansa prüft in der Krisenzeit ihre Optionen für die Tochter Germanwings. Nach Angaben der Flugbegleitergewerkschaft Ufo gehen Arbeitnehmervertreter davon aus, dass noch in dieser Woche die Schließung der Lufthansa-Tochter verkündet werden soll. Davon betroffen wären 1400 Mitarbeiter.

Eine Konzernsprecherin sagte dazu, dass die Lufthansa zurzeit an einer Bewertung der Optionen für Germanwings arbeite. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden.

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13:04 Uhr

Rally an der Wall Street erwartet

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(Foto: REUTERS)

Auch die Wall Street wird heute wohl mit deutlichen Gewinnen in den Handel starten. Hoffnung machen erste Anzeichen, dass das Herunterfahren des öffentlichen Lebens zu einer allmählichen Verlangsamung bei der Coronavirus-Ausbreitung führt. Allerdings steht gerade den Amerikanern noch eine schwere Woche mit neuen Rekordständen bei den Infektionen bevor. Aktuell ist mindestens ein Viertel der US-Wirtschaft stillgelegt.

Im Blick bei den Einzelwerten stehen Fluggesellschaften, die am Freitag ihre Anträge auf Staatshilfen einreichten. Sie warnten dabei, dass die Finanzhilfen in vielen Fällen nicht reichen würden, um das Überleben der Unternehmen zu sichern. Daneben teilte die Fluggesellschaft United Airlines mit, dass sie die ursprünglich für April geplanten Kapazitäten um 80 Prozent kürzen werde.

12:43 Uhr

Von wegen Gewinner: Corona-Krise trifft auch Onlinehandel massiv

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(Foto: picture alliance/dpa)

Auch ein Großteil der Onlinehändler leidet massiv unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Insgesamt lagen die E-Commerce-Umsätze im März um fast 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) mitteilte. Die Behauptung, der Onlinehandel werde pauschal als Gewinner aus der Corona-Pandemie hervorgehen, sei "schlicht falsch", sagte der bevh-Präsident Gero Furchheim.

Drastische Umsatzeinbrüche gab es nach der Umfrage des Verbandes im März vor allem im Onlinehandel mit Mode, Schuhen, Elektronikartikeln, Computern und Büchern.

12:27 Uhr

Analyst erwartet wieder mehr Aufträge aus Asien

Licht am Ende des Tunnels? Die liechtensteinische VP Bank hofft, dass Deutschland über kurz oder lang wieder Bestellungen aus Asien erhalten wird. Chefvolkswirt Thomas Gitzel rechnet zwar damit, dass die Auftragseingänge in den kommenden Monaten wegen Produktionsstilllegungen und unterbrochenen Lieferketten deutlich fallen werden, - "da jedoch China mittlerweile wieder zurück im Normalmodus ist, könnten Neuaufträge aus Asien für eine gewisse Kompensation sorgen", schreibt er in einem Kommentar.

Würden die Einschränkungen im Mai sukzessive aufgehoben, bestünde auch Hoffnung, dass die Aufträge in den Sommermonaten möglicherweise wieder kräftig sprudeln könnten.

11:36 Uhr

Wird der Reiseveranstalter FTI ägyptisch?

Das Logo des Reiseveranstalters FTI-Touristik ist in München zu sehen. Foto: picture alliance / dpa / Archivbild

(Foto: picture alliance / dpa / Archivbild)

Der Münchner Reiseveranstalter FTI könnte den Besitzer wechseln. Der ägyptische Unternehmer und Minderheitsgesellschafter Samih Sawiris will einem Bericht der "Welt" zufolge die alleinige Kontrolle übernehmen. FTI wollte sich nicht zu etwaigen Plänen äußern. Sawiris' aktueller Anteil am Unternehmen betrage 33,6 Prozent, hieß es lediglich.

FTI ist, wie die gesamte Reisebranche, stark von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Vergangene Woche hatte das Unternehmen mitgeteilt, mit Hilfe staatlicher Bürgschaften des Bundes sowie der Länder Bayern, Thüringen und Berlin seine Finanzierung für die kommenden zwölf Monate gesichert zu haben. Zudem gebe es Sparmaßnahmen und Kurzarbeit.

11:24 Uhr

Dax erwischt gute Welle - Autowerte und Lufthansa stark

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(Foto: REUTERS)

Der von der Corona-Krise gebeutelte Dax hat im Verlauf des Vormittags seinen Erholungskurs beibehalten - der Leitindex notierte kurz vor Mittag 3,8 Prozent höher bei 9888 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 3,6 Prozent höher bei 2759 Zählern. Weltweit keimten am Wochenende Hoffnungen auf eine verlangsamte Ausbreitung des Coronavirus auf. Leicht sinkende Zahlen von Neuinfektionen und Todesfällen innerhalb der EU und im US-Bundesstaat New York wurden am Sonntag gemeldet.

An die Dax-Spitze setzten sich VW mit plus 7,6 Prozent. Insgesamt verzeichneten die Autowerte starke Zuwächse. Lufthansa verteuerten sich um 7,5 Prozent.

11:14 Uhr

Opel-Mutter PSA nimmt Milliardenkredit auf

PSA Peugeot Citroën
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Auch der französische Autoriese PSA hat nun auf die tiefe Krise reagiert. Der Opel-Mutterkonzern nahm einen Kredit in Höhe von 3 Milliarden Euro auf. Damit will sich PSA gegen die Folgen der Coronavirus-Pandemie absichern, wie Finanzdirektor Philippe de Rovira in Paris mitteilte. Den Angaben zufolge handelt es sich um einen Konsortialkredit bei mehreren Banken. Die Laufzeit beträgt 12 Monate, ist aber um bis zu 6 Monate verlängerbar.

Wie alle Autohersteller verbrennen die Franzosen derzeit Geld: Die Lohnkosten laufen weiter, wohingegen der Absatz drastisch eingebrochen ist. Die Neuzulassungen allein in Frankreich waren im März um mehr als 70 Prozent zurückgegangen. PSA verhandelt derzeit mit den Gewerkschaften über einen "Solidaritäts-Fonds", um die Folgen der Kurzarbeit zu lindern. Am Vormittag stieg der PSA-Aktienkurs um 7,7 Prozent.

10:53 Uhr

Ölkrieg: Russen und Saudis stehen wohl kurz vor Einigung

Bringen die Sanktionsdrohungen von US-Präsident Donald Trump Erfolg? Saudi-Arabien und Russland stehen nach Angaben eines russischen Unterhändlers unmittelbar vor einem Abkommen zur Kürzung der Öl-Fördermengen.

  • "Ich denke, der ganze Markt versteht, dass dieser Vertrag wichtig ist und eine Menge Stabilität bringen wird", sagte Kirill Dmitriew dem US-Sender CNBC.

Beide Staaten wollten ursprünglich heute über eine Kürzung der Fördermengen verhandeln. Diese Gespräche sind nun für kommenden Donnerstag terminiert. Russland und Saudi-Arabien liefern sich einen Ölpreiskrieg um Marktanteile. Als Folge ist der Ölpreis eingebrochen, zusätzlich bedingt durch die geringere Nachfrage im Zuge der Coronavirus-Pandemie.

Am Vormittag sank der Preis für ein Barrel Brent-Nordseeöl um 3,2 Prozent auf 33,02 US-Dollar. WTI notierte 1,1 Prozent tiefer bei 30,56 Dollar pro Barrel.

10:41 Uhr

Japan arbeitet an "beispiellosem" Konjunkturpaket

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Shinzo Abe

(Foto: picture alliance/dpa)

Japan wehrt sich mit aller Macht gegen die Krise: Das Land mit der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt will offenbar ein noch größeres Konjunkturpaket schnüren als in der Finanzkrise 2008/2009. Die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe will es am Dienstag beschließen und im Kampf gegen das Virus "alle Schritte" in der Haushalts-, Geld- und Steuerpolitik unternehmen, wie Reuters aus einem Entwurf zitiert.

Abe hatte bereits angekündigt, dass das nun anstehende Paket "beispiellos" sein werde. In dem Entwurf für das neue Paket wird jedoch der Umfang der neuen Konjunkturspritzen nicht beziffert. Allerdings wird die Pandemie in dem Papier als "größte Krise" für die Wirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet.

10:18 Uhr

China haut rein: BMW-Absatzvolumen rauscht kräftig runter

BMW hat infolge der Corona-Pandemie im ersten Quartal weltweit ein Fünftel weniger Autos verkauft als im vergangenen Jahr. Der Absatz des Münchner Dax-Konzerns brach um 20,6 Prozent auf 477.111 Fahrzeuge ein. Am stärksten war der Rückgang in China, wo die Pandemie ausgebrochen war und Teile der Wirtschaft als erstes lahmgelegt hatte. In dem weltweit größten Automarkt schrumpften die Verkaufszahl im Zeitraum Januar bis März um 30,9 Prozent. In Europa betrug der Rückgang 18,3 Prozent, in den USA 17,4 Prozent.

Lichtblicke machte BMW-Vertriebschef Pieter Nota in China und auf dem Markt für Elektrofahrzeuge aus. Die Trendwende im März deute auf eine nachhaltige Erholung des Marktes hin. Auch in Südkorea sei die Entwicklung positiv.

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(Foto: picture alliance/dpa)

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09:50 Uhr

Commerzbank meldet Erfolg in der Krise

Commerzbank
Commerzbank 4,38

Die Corona-Krise beschert der Commerzbank einen großen Zulauf an Privatkunden. Seit Jahresanfang hätten die Bank und ihre die Tochter Comdirect 130.000 neue Privatkunden gewonnen, hauptsächlich online, sagte Privatkundenvorstand Michael Mandel dem "Handelsblatt". Allein in der letzten Märzwoche seien 10.000 Kunden hinzugekommen. Er vermutete, dass die Menschen derzeit mehr Zeit besäßen, sich um ihre Geldangelegenheiten zu kümmern.

Bei den Firmenkunden liege der Fokus aber derzeit auf den Bestandskunden, sagte Firmenkundenvorstand Roland Boekhout der Zeitung. Das Mittelstandsgeschäft in Österreich, Italien und Frankreich solle schon weiter ausgebaut werden. An der strategischen Neuausrichtung will das MDax-Unternehmen trotz Corona-Pandemie festhalten. Derzeit habe es oberste Priorität, den Geschäftsbetrieb am Laufen zu halten und den Kunden durch die Krise zu helfen, sagte Mandel weiter.

09:30 Uhr

Ifo: Autoindustrie sieht Auslandsgeschäfte einbrechen

Die Aussichten für das Auslandsgeschäft der deutschen Autobranche sind laut Ifo-Institut auf den tiefsten Stand seit rund 11 Jahren gesunken. Das Barometer für die Exporterwartungen rutschte wegen der Coronavirus-Krise im März auf minus 42,7 Punkte, nach minus 17,3 im Februar, wie die Münchner Forscher mitteilten. Das ist der schlechteste Wert seit März 2009 und damit seit der Finanzkrise. Die gesamten Geschäftserwartungen für die nächsten Monate sackten auf minus 33,7 Punkte im März nach minus 19,7 Punkten im Februar.

Auch der Index der Produktionserwartungen fiel im März von 4,2 Punkten auf minus 35,9 Punkte. Kurzarbeit erwarteten 41,3 Prozent der befragten Betriebe im März, nach 19,7 Prozent im Dezember 2019. Die Lager mit unverkauften Autos wurden wieder größer: Der Saldo stieg auf plus 14,1 Punkte im März, nach plus 7,6 im Februar. Der Auftragsbestand sank von minus 7,2 Punkten im Februar auf minus 12,4 Punkte im März.

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09:11 Uhr

Dax macht kräftigen Satz nach oben - 10.000 in Sicht

Fulminanter Start in die Karwoche: Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete in den ersten Minuten einen kräftigen Zuwachs. Der Dax stieg um 4,1 Prozent auf 9912 Punkte. MDax und TecDax gewannen je 3,8 Prozent auf  21.112 beziehungsweise 2659 Zähler. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 3,4 Prozent auf 2754 Stellen hoch.

Grund sind starke Vorgaben aus Asien im Zuge der abnehmenden Zahl der Corona-Todesfälle. Alle Dax-Werte verteuerten sich. An der Indexspitze lagen Infineon mit plus 6,1 Prozent. Stark präsentierten sich auch  die Autowerte.

Dax
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08:55 Uhr

Kräftiges Plus in Japan, Australien und Südkorea

Rückläufige Fallzahlen in der Coronavirus-Epidemie in mehreren Ländern lassen Anleger in Fernost wieder etwas Zuversicht schöpfen. Analysten zufolge könnte dies anhalten, wenn die Todesraten abnehmen würden. Nach den Verlusten in der Vorwoche griffen Anleger in Japan bei Aktien wieder zu. Der Nikkei stieg 4,2 Prozent auf 18.576 Punkte. Die vergangene Woche hatte der Nikkei unterm Strich mit einem Minus von acht Prozent beendet.

In Australien zog der Index 4,3 Prozent an, in Südkorea ging es knapp vier Prozent nach oben. In China blieben die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte fast ein Prozent zu.

08:50 Uhr

Deutscher Industrie-Auftragseingang höher als erwartet

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(Foto: picture alliance / dpa)

Na, das ist doch mal eine positive Überraschung zum Wochenanfang: Der Auftragseingang der deutschen Industrie hat sich nämlich im Februar besser als erwartet entwickelt. Leider ändert diese Tatsache nichts an den durch die Corona-Pandemie schlechten Perspektiven für die deutsche Industrie. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) sanken die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent und lagen saisonbereinigt um 1,7 (Januar: minus 0,8) über dem Niveau des Vorjahresmonats. Volkswirte hatten einen monatlichen Rückgang um 3,0 Prozent prognostiziert.

Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen stiegen die Auftragseingänge um 1,1 Prozent. Den zunächst für Januar gemeldeten Anstieg der gesamten Auftragseingänge um 5,5 Prozent revidierten die Statistiker auf 4,8 Prozent. Die Auslandsaufträge sanken um 3,6 (plus 8,3) Prozent und die Inlandsaufträge stiegen um 1,7 (plus 0,2) Prozent.

08:27 Uhr

Förderländer verschieben Treffen - Ölpreis sackt ab

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Die Ölpreise sind angesichts eines Dämpfers für die Hoffnung auf ein Ende des Preiskriegs führender Ölstaaten gefallen. Ein für heute geplantes Treffen von Ölförderländern, die sich in der sogenannten Opec+ zusammengeschlossen haben, wurde auf Donnerstag verschoben. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni 33,48 US-Dollar und damit 63 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI mit Lieferung im Mai sank um 97 Cent auf 27,37 Dollar.

Für Belastung sorgten auch jüngste Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Nachdem der Präsident zuletzt noch angedeutet hatte, als Vermittler zwischen Saudi-Arabien und Russland auftreten zu können, drohte er am Wochenende mit Zöllen auf Rohölimporte. "Ich werde tun, was auch immer nötig ist", sagte Trump im Weißen Haus. Hintergrund ist der drastische Preisverfall am Rohölmarkt. Er geht zurück auf eine Doppelkrise, bestehend aus massivem Nachfrageeinbruch wegen der Corona-Pandemie und dem Preiskrieg am Ölmarkt. Besonders die US-Fracking-Industrie leidet unter den niedrigen Preisen.

08:16 Uhr

Dax-Anleger sind wieder etwas zuversichtlicher

Dax
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Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Die abnehmende Zahl der Todesfälle in der Coronavirus-Krise in mehreren Ländern lässt Anleger wieder etwas zuversichtlicher werden. Allerdings sorgt die Lage in den USA weiter für Unsicherheit. Experten der Regierung schätzen, dass zwischen 100.000 und 240.000 Amerikaner im Zuge der Pandemie sterben könnten. Die Ausbreitung des Virus in den USA sowie der drastische Stellenabbau in der weltgrößten Volkswirtschaft hatte Europas Anleger vor dem Wochenende vorsichtig gemacht. Der Dax ging am Freitag 0,5 Prozent schwächer bei 9525,77 Punkten aus dem Handel.

Auf der Konjunkturagenda stehen zum Wochenauftakt die Auftragseingänge der deutschen Industrie für Februar. Experten erwarten hier einen Rückgang um zwei Prozent, vor allem wegen der deutlich schwächeren Nachfrage aus China.

07:54 Uhr

Kursverlust beim Euro vorerst gestoppt

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

Der Euro hat die Kursverluste der vergangenen Woche vorerst gestoppt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0815 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,0785 (Donnerstag: 1,0906) Dollar festgesetzt. An den Börsen herrschte zu Beginn der neuen Handelswoche eine eher freundliche Stimmung. Die asiatischen Aktienmärkte konnten zulegen. Am Freitag hatte zudem die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) das Spitzenrating für die Kreditbewertung Deutschlands trotz der drohenden Rezession bestätigt.

Im Handelsverlauf stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm, die für Impulse am Devisenmarkt sorgen könnten. Am Vormittag dürften Investoren den Sentix-Konjunkturindikator im Blick haben. Der Index für das Investorenvertrauen gilt als einer der ersten Stimmungstests für den April, und es wird ein erneuter kräftiger Rückgang erwartet.

07:33 Uhr

Boeing verlängert Produktionsstopp - auf unbestimmte Zeit

Boeing
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Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing unterbricht die Arbeit in seinen Werken in der Region Puget Sound und Moses Lake im Bundesstaat Washington aufgrund der Coronavirus-Krise für unbestimmte Zeit. Dieser Schritt hänge unter anderem mit der Ausbreitung von Covid-19 in der Region und Unterbrechungen in den Lieferketten zusammen, teilte Boeing mit. Während der Schließung würden weitere Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter umgesetzt. Eigentlich hätten diese Boeing-Werke an diesem Dienstag wieder geöffnet werden sollen, nach der Schließung vor gut zwei Wochen. In der Puget-Sound-Region beschäftigt Boeing knapp die Hälfte aller seiner Mitarbeiter. Diese Region ist eines der Epizentren der Corona-Ausbreitung in den USA.

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07:11 Uhr

China braucht mehr eigene Rohstoffe - Engpässe bei Exporten?

Die Rohstoff-Großmacht China könnte wegen neuer politischer Vorgaben und der Folgen der Corona-Krise künftig deutlich geringere Mengen an Handelspartner wie Deutschland liefern. Dies zeigt eine Untersuchung der Deutschen Rohstoffagentur (DERA). Die aktuelle Strategie Pekings berge das Risiko, dass "kritische Rohstoffe verstärkt für die eigene industrielle Fertigung eingesetzt werden, um höherwertige Produkte herstellen zu können". Eine mögliche Folge wäre "eine Beeinträchtigung der Rohstoffversorgung für die deutschen Industrien und ein intensiverer Wettbewerb in der Herstellung von höherwertigen Materialien und Industriegütern".

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06:39 Uhr

Trump droht mit Zöllen auf Öl-Importe

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 39,56

US-Präsident Donald Trump schließt die Verhängung von Zöllen auf Öl-Importe nicht aus, sollten sich die Preise nicht stabilisieren. Wenn der Ölpreis auf dem derzeit niedrigen Niveau bleibe, würde er "sehr erhebliche Zölle" anordnen", sagte Trump vor Journalisten in Washington. "Aber ich denke nicht, dass ich das tun muss, weil Russland davon nicht profitieren würde und Saudi-Arabien auch nicht." Öl und Gas seine deren wichtigste Einnahmequellen. "Also wäre das offensichtlich sehr schlecht für sie."

Russland und Saudi-Arabien liefern sich einen Ölpreiskrieg um Marktanteile. Als Folge ist der Ölpreis eingebrochen, zusätzlich bedingt durch die geringere Nachfrage im Zuge der Coronavirus-Pandemie. Unter dem niedrigeren Preis leiden auch viele US-Konzerne. Trump hat erklärt, er gehe davon aus, dass die beiden Staaten ihre Produktion erheblich drosseln werden. Weder Russland noch Saudi-Arabien haben dies jedoch bislang ihrerseits offiziell zugesagt.

06:14 Uhr

Asiens Anleger greifen nach Talfahrt wieder zu

Nikkei
Nikkei 22.863,73

Nach den Verlusten in der Vorwoche greifen Anleger in Japan bei Aktien wieder zu. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte gegen Mittag in Tokio 2,4 Prozent höher bei 18.249 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 1,8 Prozent zu auf 1350 Punkte zu. Die vergangene Woche hatte der Nikkei unterm Strich mit einem Minus von acht Prozent beendet.

Einige Anleger waren offenbar auch ermutigt von Meldungen aus New York, wo die Behörden am Sonntag zwar fast 600 weitere Corona-Tote und mehr als 7300 Neuinfektionen meldeten. Erstmals seit einer Woche seien aber etwas weniger Menschen als am Vortag gestorben. "Wir beginnen, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen", sagte Präsident Donald Trump. Für Unsicherheit sorgte allerdings die Lage in Japan selbst, wo Medienberichten zufolge die Regierung wegen der Pandemie in Kürze den Ausnahmezustand ausrufen wird.

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06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht