Montag, 19. April 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger und Thomas Badtke
17:40 Uhr

Erst Rekord, dann ab ins Minus: Dax schließt auf Tagestiefniveau

Der Start in den Montagshandel gelingt fulminant: Der Dax schraubt sich über die 15.500-Punkte-Marke bis zum neuen Allzeithoch von 15.502 Zählern. Danach ist aber schlagartig die Luft raus, und der deutsche Börsenleitindex kommt zurück, pendelt lange über der 15.400. Nach einem verhaltenen Wall-Street-Auftakt rutscht der Dax sogar darunter, wenn auch nur leicht. Aus dem Handel verabschiedet er sich 0,6 Prozent schwächer mit einem Stand von 15.368 Punkten.

"Mit Schwung gestartet, dann durchgehangen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer den Handelsverlauf des Dax. "Weil die Berichtssaison in den USA in dieser Woche so richtig Fahrt aufnimmt, auch die Techkonzerne öffnen ihre Bücher, halten sich die Anleger zunächst zurück", erläutert er und versichert: "Da dürfte im Wochenverlauf noch einiges an Bewegung anstehen."

Dax
Dax 15.407,39

Bei den Einzelwerten nehmen Anleger im Autosektor erst einmal Gewinne mit, die Kurse von BMW, VW und Daimler schwächeln, verlieren zwischen 0,5 und knapp 2 Prozent. Covestro und Vonovia büßen mit mehr als vier und etwa drei Prozent noch deutlicher ein, die Titel werden aber jeweils mit Dividendenabschlag gehandelt. Auf der Gewinnerseite präsentieren sich Eon und Bayer mit einem Aufschlag von rund zwei Prozent an der Spitze.

Eon
Eon 10,55
Covestro
Covestro 55,44

17:09 Uhr

Goldman Sachs schieben Eon-Kurs an

Ein positiver Analystenkommentar von Goldman Sachs hievt Eon zeitweise an die Spitze des Dax. Die Aktien des Energieversorgers steigen rund zwei Prozent auf 10,05 Euro. Die Experten der US-Bank stuften die Titel auf "Buy" hoch und hoben das Kursziel um 14 Prozent auf zwölf Euro an. Sie trauen dem Unternehmen Einsparungen im Volumen von einer Milliarde Euro zu.

Eon
Eon 10,55

16:50 Uhr

"Britcoin": Großbritannien prüft Machbarkeit

Die britische Regierung will die Machbarkeit einer digitalen Version der Landeswährung Pfund ausloten. Finanzminister Rishi Sunak kündigt eine gemeinsame Arbeitsgruppe seines Ministeriums mit der britischen Notenbank an. Diese soll die Möglichkeit einer zentralbankgestützten Digitaldevise ausloten, eines "Britcoin", wie Sunak später in Anspielung auf die bekannte Cyberdevise Bitcoin twittert. "Wir richten eine neue Arbeitsgruppe des Finanzministeriums und der Bank von England ein, um die Erkundungsarbeiten zu einer möglichen digitalen Zentralbankwährung (CBDC) zu koordinieren", sagt der Minister auf einer Finanzkonferenz.

Eine solche Währung könne von Haushalten und Firmen genutzt werden und würde Bargeld ergänzen aber nicht ersetzen, teilt die Bank von England dazu mit. Noch habe aber weder die Regierung noch die Notenbank eine Entscheidung gefällt, ob es künftig eine digitale Version des Pfund geben werde. Bei einer solchen zentralbankgestützten Devise würden Experten zufolge Verbraucher und Firmen direkt bei der Notenbank ein Konto besitzen.

Rund um den Globus arbeiten immer mehr Zentralbanken an Digitalwährungen. Dahinter steht die um sich greifende Digitalisierung fast aller Bereiche im Zahlungsverkehr. Auch die drohende Konkurrenz durch Kryptowährungen großer Technologiekonzerne wie die geplante Facebook-Währung Diem ist ein treibender Faktor. 2020 war der Insel-Staat Bahamas weltweit das erste Land, das mit dem "Sand Dollar" eine digitale Version seiner Landeswährung eingeführt hat. Unter den großen Ländern ist China am weitesten in der Entwicklung digitaler Zentralbank-Währungen vorangeschritten. Die Europäische Zentralbank (EZB) will um die Jahresmitte herum entscheiden, ob sie ein formelles Projekt für einen digitalen Euro starten soll.

16:32 Uhr

Hochtourig: Anleger greifen bei Harley-Davidson zu

Eine nach oben geschraubte Umsatzprognose treibt Harley-Davidson an. Die Aktien des amerikanischen Motorradbauers legen rund zehn Prozent zu und steuern damit auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren zu. Harleys Fokus auf größere Tourenmotorräder kurbelte zuletzt die Nachfrage an.

Harley-Davidson
Harley-Davidson 47,69

16:15 Uhr

US-Anleger warten nach der jüngsten Rekordjagd ab

US-Anleger lassen an der Wall Street nach dem jüngsten Rekordlauf zum Wochenanfang Vorsicht walten. Der Dow-Jones-Index gibt zunächst 0,4 Prozent auf 34.055 Punkte nach. Der S&P-500 büßt 0,2 Prozent auf 4177 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notiert ebenfalls leicht schwächer bei 14.032 Punkten.

S&P 500
S&P 500 4.163,00

Investoren hielten nach Hinweisen Ausschau, ob sich die US-Firmen von den Folgen der Covid-19-Pandemie erholen. "Der Markt wartet darauf zu sehen, ob sich der Gewinnrausch bei den Banken auf andere Sektoren ausweitet", sagt Thomas Hayes, Vorsitzender von Great Hill Capital. Vergangene Woche hatten die großen US-Banken mit durchweg besser als erwartet ausgefallenen Bilanzen geglänzt und die Kurse auf neue Höchstmarken getrieben.

Im Fokus der Investoren stehen etwa die Anteilsscheine von Gamestop, die mehr als acht Prozent zulegen. Für Auftrieb sorgt ein Medienbericht über eine Anteilsaufstockung des als "Roaring Kitty" bekannten Investors Keith Gill. Zudem verlässt der Chef des US-Videospielehändlers, George Sherman, den Konzern bis zum 31. Juli, wie die Firma mitteilte. Gamestop war in diesem Jahr mehrfach in den Schlagzeilen, weil Kleinanleger mit konzertierten Käufen Hedgefonds dazu gezwungen hatten, ihre Wetten auf einen Kursverfall der Papiere aufzulösen. Dies bescherte der Aktie zeitweise astronomische Kursgewinne.

GameStop Corporation
GameStop Corporation 132,50

16:02 Uhr

Unternehmen erwarten gedämpfte Inflation

Firmen rechnen nach einer Umfrage der Bundesbank vor dem Hintergrund der Virus-Krise mit einer anhaltend gedämpften Inflationsrate. Im Durchschnitt erwarteten Firmen mit Blick auf die kommenden zwölf Monate eine Teuerungsrate von 1,5 Prozent, wie die Bundesbank mitteilt. Auch bezogen auf die zurückliegenden zwölf Monate schätzten sie die Inflation auf 1,5 Prozent. "Dies deutet darauf hin, dass die Inflationserwartungen der Unternehmen trotz des wirtschaftlichen Einbruchs fest verankert waren", erklärt die Bundesbank. Sie befragte von Oktober bis November 2020 online mehr als 12.000 Firmen.

Unternehmen gehen laut Bundesbank tendenziell von einem geringeren Anstieg der Verbraucherpreise aus als Privatpersonen. Zudem seien die Inflationseinschätzungen der Firmen insgesamt akkurater als die von Privatpersonen. Die Bundesbank befragte im September und Oktober 2020 auch eine Vielzahl von Haushalten online. Diese erwarteten der Erhebung zufolge auf Zwölfmonatssicht ein Teuerungsrate von 2,4 Prozent und schätzten die wahrgenommene Inflation der vergangenen zwölf Monate auf 2,7 Prozent.

Den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge waren zuletzt im März die Verbraucherpreise in Deutschland binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent gestiegen. Dahinter standen vor allem höhere Energiekosten. Denn noch zu Beginn der Virus-Krise im März 2020 waren die Ölpreise massiv gefallen.

15:42 Uhr

Goldpreis steigt auf Siebenwochenhoch

Anleger greifen bei Gold zu. Das Edelmetall verteuert sich um 0,6 Prozent auf 1788 Dollar je Feinunze. Das ist der höchste Stand seit rund sieben Wochen. Marktteilnehmer verweisen auf einen schwächeren Dollar als möglichen Grund.

Gold in USD
Gold in USD 1.850,00
Gold in Euro
Gold in Euro 1.521,79

14:53 Uhr

EZB: Großbanken weisen Risiken in den Bilanzen nicht genügend aus

Großbanken im Euroraum haben sich nach einer Untersuchung der EZB-Bankenaufsicht durch Nutzung eigener Kalkulationen ihre Bilanzrisiken zum Teil schöngerechnet. Durch Verwendung interner Modelle seien in den vergangenen Jahren riskante Vermögenswerte im Volumen von insgesamt 275 Milliarden Euro nicht angemessen ausgewiesen worden, teilt die Europäische Zentralbank (EZB) mit. Sie prüfte seit 2016 die Berechnungsmodelle der Geldhäuser. Dabei stellten die Aufseher mehr als 5.000 Mängel fest. Den Instituten wurden daraufhin Vorgaben gemacht, diese innerhalb festgelegter Fristen zu korrigieren.

Großbanken nutzen häufig statt Standardverfahren eigene, interne Modelle um risikogewichtete Aktiva in ihren Bilanzen festzulegen. Je stärker das Risiko eines Vermögenswertes ausfällt, umso mehr Eigenkapital muss ein Geldhaus dafür vorhalten. Daher ist das eine wichtige Kennzahl für die Institute. Laut den EZB-Aufsehern haben sie 65 Großbanken, die solche Modelle einsetzen, genau unter die Lupe genommen, darunter 14 Finanzinstitute aus Deutschland, acht aus Frankreich und sieben aus Italien.

Durch die Maßnahmen der Aufseher erhöhten sich laut EZB die risikogewichteten Aktiva, die mit den geprüften Modellen bestimmt wurden, in den vergangenen drei Jahren um rund zwölf Prozent. Das entspreche etwa 275 Milliarden Euro. Wegen des festgestellten höheren Risikos verringerte sich die harte Kernkapitalquote (CET 1) von Geldhäusern mit internen Modellen von 2018 bis 2021 im Schnitt um etwa 70 Basispunkte. Banken seien besser in der Lage, Krisen zu meistern und ihre Risiken zu steuern, wenn ihre Modelle den Vorschriften entsprechen, erklärten die Kontrolleure.

14:29 Uhr

US-Verbraucherschützer warnen vor Peloton-Laufband: Aktien unter Druck

Die Warnung der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC vor Gefahren bei dem Laufband "Tread+" schicken Peloton auf Talfahrt. Die Aktien des Fitnessgeräte-Anbieters fallen im vorbörslichen US-Geschäft um knapp sechs Prozent. Die Behörde untersucht nach eigenen Aussagen 39 Vorfälle, die zu Verletzungen und zu einem Todesfall geführt haben. Das Unternehmen bezeichnete die CPSC-Angaben als irreführend und inkorrekt.

Peloton
Peloton 79,65

14:10 Uhr

"Roaring Kitty" kauft wohl wieder: Gamestop im Plus

Ein Medienbericht über eine Anteilsaufstockung des als "Roaring Kitty" bekannten Investors Keith Gill gibt Gamestop Auftrieb. Die Papiere des Videospiele-Händlers steigen im vorbörslichen US-Geschäft um gut sechs Prozent. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge übte Gill eine Option zum Kauf weiterer 50.000 GameStop-Papiere aus.

GameStop Corporation
GameStop Corporation 132,50

13:54 Uhr

Analysten heben Prognosen für Berichtssaison an

Die Berichtssaison in Europa nimmt langsam Fahrt auf. Der Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, Ulrich Stephan, erwartet, dass die Unternehmen im Jahresverlauf mit ihrem Gewinnwachstum positiv überraschen und in der Folge mit fallenden Bewertungen zu rechnen ist. Die Analysten hätten ihre Quartalsprognosen angesichts der erfreulichen Konjunkturentwicklung zwischen Januar und April bereits sukzessive angehoben, insgesamt um 20 Prozent. Zum Vorjahr erwarteten sie nun im ersten Quartal ein Gewinnwachstum von über 50 Prozent, für 2021 liege die Prognose bei plus 37 Prozent. Die Anpassungen für das Gesamtjahr stiegen bei günstig bewerteten und zyklischen Sektoren wie Stahl und Bergbau mit plus 55 Prozent, Energie mit plus 35 Prozent, Automobile mit plus 17 Prozent und Banken mit plus 11 Prozent am stärksten.

13:09 Uhr

Wall Street steht nach Rekordhochs vor Gewinnmitnahmen

Zum Start in die neue Woche zeichnen sich an den US-Börsen kleinere Gewinnmitnahmen ab, nachdem die Kurse am Freitag auf neue Rekordhöhen geklettert waren. Die Futures auf die großen Aktienindizes deuten auf eine knapp behauptete Eröffnung am Kassamarkt hin.

Beobachter verweisen auf Probleme mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson. Es besteht der Verdacht, dass er Blutgerinsel verursachen könnte. Wie das Wall Street Journal berichtet, empfehlen die US-Gesundheitsbehörden daher, die Verabreichung des Impfstoffs zunächst auszusetzen. Es werde geprüft, die Zulassung des Mittels auf ältere Menschen zu beschränken. Eine Entscheidung könnte zwar noch Anfang der Woche getroffen werden, doch dürfte die Impfkampagne in den USA zunächst etwas ins Stocken geraten.

Ansonsten ist die Nachrichtenlage recht dürftig. Konjunkturdaten stehen nicht auf der Agenda. Geschäftszahlen wird vorbörslich Coca-Cola veröffentlichen, nach Börsenschluss werden Quartalsausweise von IBM und United Airlines erwartet.

IBM
IBM 119,25

12:57 Uhr

Evotec kooperiert mit Kazia Therapeutics bei Onkologie-Programm

Der Biotechkonzern Evotec kooperiert in der Onkologie mit dem australischen Wettbewerber Kazia Therapeutics. Die beiden Unternehmen haben eine Lizenzvereinbarung sowie einen Rahmenvertrag geschlossen, wie Evotec mitteilt. Im Rahmen dieser Vereinbarung vergibt Evotec eine exklusive, weltweite Lizenz für die Erforschung, Entwicklung und Kommerzialisierung ihres Onkologie-Programms EVT801 an Kazia, die schwerpunktmäßig in diesem Bereich tätig ist.

Evotec erhält eine geringe Abschlagszahlung sowie weitere Zahlungen für das Vorantreiben von EVT801 in die klinische Testphase und darüber hinaus, z. B. für die Entwicklung von Biomarkern. Darüber hinaus erhält Evotec Anspruch auf klinische und kommerzielle Meilensteinzahlungen von über 300 Millionen Euro sowie gestaffelte, einstellige Umsatzbeteiligungen am Nettoumsatz mit EVT801. Diese werden mit Sanofi, dem Forschungs- und Entwicklungspartner von EVT801, geteilt.

EVT801 ist ein präklinischer, oral verfügbarer niedermolekularer Inhibitor des lymphatischen Wachstumsfaktor-Rezeptors VEGFR3, der ursprünglich in einer Kooperation von Evotec und Sanofi entwickelt wurde. Kazia strebt den Angaben zufolge die klinische Entwicklung von EVT801 als Einzelwirkstoff und in Kombination mit einer Immuntherapie für eine Reihe spezifischer, onkologischer Indikationen an. Evotec wird die von Kazia finanzierte Phase-I-Studie leiten. Das australische Unternehmen wird die anschließende klinische Entwicklung und Vermarktung von EVT801 übernehmen. Evotec-Titel gewinnen knapp 0,7 Prozent.

Evotec
Evotec 34,27

12:35 Uhr

Biontech liefert weitere 100 Millionen Impfdosen: Kurs im Blick

Biontech-Aktien legen mehr als ein Prozent zu und stabilisieren sich nach dem Höhenflug in der Vorwoche im Bereich von 125 Euro. Marktteilnehmer verweisen auf Deal mit der EU: Die Europäische Union erhält weitere 100 Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffs Comirnaty. Die Kommission habe eine entsprechende Option aus dem am 17. Februar 2021 erweiterten Vertrag ausgeübt, teilen die Hersteller Biontech und Pfizer mit. Damit bekomme die EU nun insgesamt 600 Millionen Impfstoffdosen. Das reicht rein rechnerisch für etwa zwei Drittel der europäischen Bevölkerung. Alle Impfstofflieferungen seien für 2021 geplant.

"Bis heute haben wir alle unsere Lieferverpflichtungen gegenüber der Europäischen Kommission erfüllt, und wir planen, im zweiten Quartal 250 Millionen Dosen an die Europäische Union zu liefern", sagt Pfizer-Chef Albert Bourla. "Das sind viermal so viele Dosen wie im ersten Quartal." Der Impfstoff wird in Produktionsstätten in Europa hergestellt.

Pfizer
Pfizer 32,87
Biontech
Biontech 160,40

 

12:14 Uhr

Verkaufsgespräche geplatzt: Iveco-Mutter unter Druck

Die geplatzten Verhandlungen über den Verkauf des italienischen Lkw-Herstellers Iveco schicken dessen Mutter CNH auf Talfahrt. Die Aktien des Industriekonzerns, der zum Reich der Fiat-Gründerfamilie Agnelli gehört, fallen in Mailand mehr als drei Prozent. CNH will Iveco an die Börse bringen, nachdem die Gespräche mit dem chinesischen Autobauer FAW beendet wurden.

CNH Industrial
CNH Industrial 13,80

11:58 Uhr

Super-League-Pläne befeuern Juventus-Kurs

Für die Aktie des Juventus Football Club geht es um mehr als sieben Prozent nach oben. Positiv wird im Handel gewertet, dass Juve einer der zwölf Vereine ist, die in der geplanten Super League spielen sollen. Unter den "Gründungsmitgliedern" ist kein Verein aus Deutschland. Wie zu erwarten, kritisiert die UEFA die Pläne, die kurz vor der geplanten Aufstockung der Champions League bekannt wurden. Ob es sich lediglich um eine Drohkulisse der zwölf Vereine handele, bleibe abzuwarten, heißt es.

Juventus Turin
Juventus Turin ,70

 

10:58 Uhr

Nach Kurssturz vom Wochenende: Bitcoin stabilisiert sich

Die Talfahrt des Bitcoin ist vorerst beendet. Die älteste Cyber-Devise stabilisiert sich bei etwa 57.600 Dollar, nachdem ihr Kurs am Sonntag zeitweise um 14 Prozent oder knapp 10.000 Dollar eingebrochen war. Vergangene Woche hatte die Internet-Währung noch ein Rekordhoch von knapp 65.000 Dollar markiert.

Auslöser der jüngsten Verkäufe seien Spekulationen auf eine strengere Regulierung in den USA zur Bekämpfung von Geldwäsche, sagte Anlagestratege Rodrigo Catril von der National Australia Bank. Unabhängig davon verbot die türkische Zentralbank am Freitag Zahlungen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Der Branchendienst CoinMarketCap.com machte einen Stromausfall in der chinesischen Region Xinjiang für den Kursrutsch verantwortlich. Dort sitzen den Angaben zufolge zahlreiche Bitcoin-Schürfer. Sie stellen dem Kryptowährungsnetzwerk Rechnerkapazitäten zur Verfügung, um Transaktionen zu verifizieren und zu verschlüsseln. Dafür werden sie in Bitcoin entlohnt.

Bitcoin
Bitcoin 45.505,35

Die Spekulationen um eine strengere Regulierung hätten Investoren vor Augen geführt, dass dies die größte Gefahr für den Kurs von Bitcoin & Co ist, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Aber: "Die Landschaft hat sich gewandelt." Viele Firmen der Branche bemühten sich um die penible Einhaltung von Vorgaben, weil sie sich dadurch zusätzliches Kapital versprächen. Außerdem sei es nach dem erfolgreichen Börsengang der Kryptowährungs-Handelsplattform Coinbase nur noch eine Frage der Zeit, wann ein Bitcoin-ETF in den USA zugelassen wird. Dies werde die Tore für zusätzliche Gelder institutioneller Anlegern öffnen.

10:09 Uhr

Synlab will bis zu fünf Milliarden Euro wert sein

Der Börsengang von Europas größter Laborkette Synlab wird milliardenschwer. Abhängig von der Nachfrage sollen bis zu 71,5 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 18 und 23 Euro verkauft werden, wie das Unternehmen in München mitteilte. Das Emissionsvolumen summiert sich damit auf bis zu 1,48 Milliarden Euro. Insgesamt käme Synlab damit auf einen Börsenwert von bis zu fünf Milliarden Euro, bis zu 32 Prozent der Aktien sollen im Streubesitz landen. Einschließlich Schulden wird der Münchener Konzern mit bis zu 6,9 Milliarden Euro bewertet.

Synlab selbst fließen bei dem Börsengang 400 Millionen Euro zu, womit Schulden getilgt werden sollen. Der Rest geht an die Altaktionäre, den Finanzinvestor Cinven, Novo Holdings und den kanadischen Lehrer-Pensionsfonds OTPP.

Die Synlab-Aktien können von heute an bis zum 27. April gezeichnet werden, am 30. April sollen sie erstmals an der Frankfurter Börse gehandelt werden.

09:50 Uhr

Analysten sind bullish für Stahlwerte

Die Stahlwerte in Europa erfahren momentan einen Renaissance. Viele Analysten sind optimistisch für den Sektor. So heißt es von den Analysten der Citi, dass sie im ersten Quartal von den Herstellern von Edelstahl ein Rekordquartal erwarten, gefolgt von einer soliden Prognose für das zweite Quartal. Die anhaltende Volumenerholung werde durch ein starkes Preisniveau, insbesondere in Europa, unterstützt. Auf der anderen Seite seien die Aktien im Jahresvergleich um 30 bis 60 Prozent gestiegen, und die Bewertungen sähen mit den revidierten Prognosen weniger überzeugend aus als noch vor drei Monaten. Die Erholung der europäischen Preise habe die Arbitrage gegenüber chinesischen Preisen für rostfreien Stahl vergrößert, was die Citi als Hauptrisiko für einen erneuten Anstieg der Importe sieht, der die Preisdynamik unterbrechen könnte. Sie favorisieren Arcelormittal, SSAB und Thyssenkrupp. Letztere geben 1,2 Prozent nach.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 9,73

 

09:09 Uhr

Dax setzt Rekordjagd fort: 15.500 wackelt

Mit einem deutlichen Sprung über die 15.400er Marke hat der Dax die Vorwoche und seine Konsolidierungsphase beendet. Mit 15.460 Punkten ging der deutsche Börsenleitindex nur leicht unter seinem neuen Allzeithoch von 15.474 Zählern aus dem Handel. Zum Start in die neue Handelswoche geht die Rekordjagd erst einmal weiter: Der Dax gewinnt 0,2 Prozent auf 15.483 Punkte und nähert sich damit der 15.500er Marke an.

"Die Stimmung am Markt ist weiter positiv", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Anleger setzen auf eine starke Berichtssaison", erläutert sie, sagt aber auch: "Gewinnmitnahmen sind jederzeit möglich, auch vor dem Hintergrund der am Donnerstag stattfindenden EZB-Sitzung."

08:55 Uhr

Deutsche Industrie erreicht Rekordplus 

Die deutsche Industrie befindet sich ungeachtet der dritten Corona-Welle im Aufwind. Sie hat ihren Auftragsbestand im Februar bereits den neunten Monat in Folge erhöht. Er wuchs um 1,3 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein größeres Plus hat es bislang noch nicht gegeben.

Dabei nahmen die offenen Aufträge aus dem Inland mit 1,9 Prozent besonders stark zu, während die aus dem Ausland um 1,1 Prozent gesteigert wurden. Im Vergleich zum Februar 2020 - dem Monat vor Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen in Deutschland - ist der Bestand inzwischen saison- und kalenderbereinigt um 6,9 Prozent höher.

08:26 Uhr

E-Mobilität: Kampfansage von BMW 

BMW will bis 2025 ein Viertel seines Umsatzes mit dem Verkauf von Elektrowagen erzielen. Das kündigte BMW-China-Chef Jochen Goller auf der Shanghai Auto Show an. Im vergangenen Jahr lag der Anteil bei rund vier Prozent. BMW will bis 2023 zwölf verschiedene Elektroauto-Modelle anbieten.

Weltweit wollen die Münchner bis 2030 die Hälfte ihres Umsatzes mit vollelektrischen Wagen erzielen. Goller gab bekannt, eine Ausweitung der Produktion in China zu prüfen. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden.

BMW
BMW 84,32

08:04 Uhr

Anleger wetten auf Champions-League-Teilnahme des BVB

Gestiegene Chancen auf einen Einzug in die Champions League ermuntern Anleger zum Einstieg bei Borussia Dortmund. Die Aktien des Fußball-Bundesligisten steigen vorbörslich um 2,7 Prozent. Der Club hatte am Wochenende mit einem 4:1-Sieg gegen Bremen den Rückstand auf Eintracht Frankfurt, den direkten Rivalen um die Champions League-Teilnahme, verkürzt. Die Frankfurter hatten 0:4 gegen Mönchengladbach verloren.

BVB
BVB 6,45

07:49 Uhr

Rekordhoch in Reichweite

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Dabei liegt der deutsche Leitindex vorbörslich nur knapp unter dem am Freitag markierten Rekordhoch von 15.473 Punkten. Die Nachrichtenlage ist extrem dünn.

Nach einem verheißungsvollen Start in die Berichtssaison in der Vorwoche stehen im Wochenverlauf erneut eine Reihe von Quartalszahlen an. Zudem dürften auch einige Unternehmen vorläufige Zahlen bekannt geben. Volle Aufmerksamkeit dürfte die Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag erfahren.

Dax
Dax 15.407,16

07:27 Uhr

Deutsche Konzerne holen bei E-Autos auf

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REUTERS

Nach anfänglichem Zögern haben deutsche Autobauer bei der Elektromobilität aufgeholt. Zur Eröffnung der größten Automesse der Welt in Shanghai waren Experten voll des Lobes. "Sie sind schneller, entschlossener", sagte der deutsche Unternehmensberater Peter Hage von der in Peking ansässigen Districom Group. "Da ist viel Substanz - und damit auch mehr Wahrnehmung", sagte der langjährige Branchenkenner. "Geschwindigkeit wird immer wichtiger, aber die deutschen Marken haben ein unglaublich starkes Fundament und eine Historie, worauf sie aufbauen können."

Auf der "Auto China" erwarten rund 1000 Aussteller bis zum 28. April Hunderttausende Besucher. Da China das Coronavirus seit dem vergangenen Sommer weitgehend im Griff hat, ist es nach dem Branchentreffen in Peking im September schon die zweite große Automesse im Land binnen nur sieben Monaten. E-Mobilität und Konnektivität sind die großen Themen der Messe, die sich über zwölf Hallen erstreckt.

"Der Wandel der deutschen Autohersteller verlief ziemlich schnell", sagte auch der Direktor der Vereinigung der chinesischen Autohändler, Jia Xinguang. "Vor fünf Jahren hat Europa noch gedacht, dass die Entwicklung von Elektrofahrzeugen nicht realistisch ist", so der Experte. "Aber jetzt war die Wende bei den Unternehmen aus Deutschland schneller als bei jenen aus den USA oder selbst Japan und Südkorea." Er hob besonders den Volkswagen-Konzern hervor, der mit seinen Plattformen die Massenproduktion standardisiert habe. "Doch ein Defizit in Deutschland wie auch in Europa sind die Batterien."

"Der Volkswagen-Konzern hat einen sehr guten Job bei den Elektroautos gemacht", sagte der Direktor des Centers for Automotive Research, Ferdinand Dudenhöffer, in Duisburg. "Die China-Strategie bei VW-Audi-Porsche-Skoda stimmt." Auch Mercedes sei in Shanghai "schwungvoll" mit neuen Modellen gestartet. "Einzig BMW war in der Vergangenheit sehr zögerlich", sagte Dudenhöffer.

07:12 Uhr

Gute Laune in Fernost

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich heute in die Nähe der Höchststände der vergangenen zehn Tage bewegt. Die Investoren setzen darauf, dass die Notenbanken ihre lockere Geldpolitik beibehalten und die weltweiten Impfprogramme eine erneute Infektionswelle verhindern können, wie es hieß. "Die extrem unterstützenden geld- und fiskalpolitischen Rahmenbedingungen bieten weiterhin ein fruchtbares Umfeld für Risikoanlagen", sagte etwa Rodrigo Catril, Senior Devisenstratege bei der National Australia Bank.

Händler sprechen aber auch von einer insgesamt positiv verlaufenen Berichtsperiode der Unternehmen. Auch die Sorge weiter steigender Marktzinsen verfliege etwas.

Der 225 Werte umfassende japanische Nikkei-Index liegt im Verlauf 0,2 Prozent höher bei 29.748 Punkten. Der breiter gefasste Topix steigt um 0,2 Prozent und lag bei 1964 Punkten. Positive Signale sendet der japanische Handel aus, denn die Exporte sind im März sehr viel deutlicher gestiegen als prognostiziert. Unter den Einzelwerten fallen Toshiba um 4,5 Prozent. Laut einem Bericht will CVC Capital Partners die Vorlage eines formalen Übernahmegebots verschieben.

Die Börse in Shanghai liegt 1,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 2,2 Prozent. Im chinesischen Kernland stützt der Tourismussektor vor dem nahenden 1. Mai, den viele Chinesen zu einem Kurzurlaub nutzen werden. Analysten rechnen im zweiten Quartal mit einer Erholung des Sektors, da immer mehr Chinesen gegen das Coronavirus geimpft sind. Experten erwarten rund 200 Millionen Kurzurlauber während der fünftägigen Mai-Feierlichkeiten.

In Hongkong klettern Geely Automobile nach der Rally der Vorwoche um weitere 6,4 Prozent, nachdem der Automobilkonzern das erste Premium-E-Modell vorgestellt hatte.

In Südkorea zeigt sich der Kospi etwas fester - angeführt von Titeln aus den Sektoren Pharma und Schiffsbau. Samsung Biologics und SK Bioscience steigen um bis zu 5,3 Prozent, Celltrion um 0,2 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte einen Covid-19-Schnelltest zugelassen.

06:53 Uhr

Japan überrascht positiv

Japans Außenhandel hat im März dank steigender Exporte nach China, Europa und den USA das stärkste Wachstum seit mehr als drei Jahren verzeichnet. Die Exporte stiegen im Jahresvergleich um 16,1 Prozent, wie Daten des japanischen Finanzministeriums (MOF) zeigen. Ökonomen hatten im Schnitt mit einer Zunahme um 11,6 Prozent gerechnet. "Der beeindruckende Jahreswert ist auf Basiseffekte durch die Exportschwäche im März 2020 zurückzuführen", sagt Tom Learmouth, Ökonom bei Capital Economics. Die Erholung der Exporte habe sich im ersten Quartal deutlich verlangsamt und es sei unwahrscheinlich, dass die Auslandsnachfrage dem Wachstum in diesem Jahr viel Rückenwind verleihen werde.

Im Februar mussten die Exporte der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt noch einen Einbruch von 4,5 Prozent einstecken.

06:30 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Am Freitag ist der Knoten geplatzt: Nach acht Tagen, in denen der Dax im Konsolidierungsmodus unterwegs war, pulverisierte der deutsche Börsenleitindex seinen Rekordstand vom Dienstag nach Ostern von 15.312 Punkten. Er schraubte sein neues Allzeithoch auf mehr als 15.440 Zähler in die Höhe. Ausschlaggebend dafür waren gute Konjunkturdaten und starke Geschäftszahlen. Beides zeigt, dass die Hoffnungen der Anleger auf eine schnelle und nachhaltige Nach-Corona-Erholung der Konjunktur berichtigt sind. Bleibt die Frage: Wie geht es weiter?

Zum Start in die neue Handelswoche könnten sich die Kurse auf dem Rekordniveau stabilisieren. Konjunkturseitig steht nicht viel auf dem Programm, was für Kursbewegung sorgen könnte: In Deutschland sind es die Auftragseingänge der Industrie und der Monatsbericht der Bundesbank. Ähnlich sieht es von Unternehmensseite aus: Am Mittag veröffentlicht Coca-Cola Geschäftszahlen, nach Wall-Street-Schluss folgt bringt dann noch United Airlines Zahlen heraus. Vor allem auf Letztere dürften Lufthansa-Anleger ein besonderes Augenmerk legen.

Wie der Handel am Freitag verlaufen ist, was den Dax ausgebremst und befeuert hat, lesen Sie hier.

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