Montag, 21. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Dax mit verlustreichem Wochenstart - fast 600 Punkte weg

Es war ein Wochenstart mit Knall an den europäischen Börsen. Der ohnehin schon starke Kursabschwung hat sich am Nachmittag noch weiter beschleunigt. Auf die Stimmung drückte die Angst vor weiteren regionalen Lockdowns infolge der zweiten Pandemie-Welle, die immer mehr Länder und Regionen belastet.

Dax
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In Frankfurt fiel der Dax um 4,4 Prozent oder fast 600 Punkte und schloss bei 12.542 Stellen, sein Tagestief lag bei 12.505 Punkten. Der MDax verlor 3,7 Prozent auf 26.500 Zähler, der TecDax um 3,9 Prozent auf 2995 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um ebenfalls 3,9 Prozent auf 3154 Punkte abwärts.

Dokumente aus einem Datenleck des US-Finanzministeriums legen Berichten zufolge eine problematische Rolle von Banken bei der Geldwäschebekämpfung offen. Deutsche Bank sackten um 8,8 Prozent ab, Commerzbank um 5,4 Prozent.

Unter der zweiten Pandemiewelle leidet besonders der Reise- und Luftfahrtsektor. Die Aktie der Lufthansa verbilligte sich um 9,5 Prozent. Der MDax-Konzern will die Flotte nun noch stärker als bislang verkleinern und den Riesenflieger A380 ausmustern

Schwer belastet zeigen sich nach Prognosesenkungen die im TecDax notierten Aktien von United Internet und 1&1 Drillisch. United Internet brachen um 23,7 Prozent ein und 1&1 Drillisch um 27,8 Prozent.

17:22 Uhr

Sentix-Analysten äußern sich zu fallenden Kursen

Die Analysten von Sentix bewerten den Rückgang an den Märkten als kurzfristige Korrektur und nicht als Trendwende. Zumindest am US-Markt sei das Verhalten typisch für eine kurzfristige Korrektur. Das mittelfristige strategische Grundvertrauen sei zuletzt weiter gestiegen, die Marktteilnehmer hätten sich von den Kursrückgängen in der vergangenen Woche nicht verunsichern lassen. Mit Blick auf Erfahrungen aus der Vergangenheit verspreche die aktuelle Situation Kurschancen.

17:05 Uhr

Große Verunsicherung macht Euro deutlich weicher

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(Foto: REUTERS)

Die hohe Verunsicherung an den Finanzmärkten hat den Kurs des Euro deutlich belastet. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1740 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch bei 1,1872 Dollar notiert. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1787 (Freitag: 1,1833) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8484 (0,8451) Euro.

Neben dem Dollar profitierte der japanische Yen von der Verunsicherung wegen des Anstiegs der Infektionszahlen. Derweil setzte die türkische Lira ihre Talfahrt fort. Zum Euro und zum US-Dollar fiel sie zeitweise auf Rekordtiefststände.

16:48 Uhr

Drohende Restriktionen drücken Pub-Betreiber-Aktien

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Aussicht auf eine Verschärfung der Pandemie-Beschränkungen löst einen Ausverkauf bei britischen Pub-Ketten aus. Die Aktienkurse von Mitchells & Butler, Marston's und JD Wetherspoon fielen um bis zu 15 Prozent.

Dem britischen Gesundheitsminister Matt Hancock zufolge werden neue Regelungen zur Eindämmung der Virus-Pandemie bald bekanntgegeben. Deren Ausgestaltung sei aber noch nicht endgültig entschieden.

16:26 Uhr

Dax stürzt weiter ab - 12.500er-Marke kommt in Sicht

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(Foto: imago stock&people)

Der Sturzflug am deutschen Aktienmarkt ist unvermindert weitergegangen. Der Dax notierte nun 4,5 Prozent niediger bei 12.526 Punkten. Auch MDax, TecDax und EuroStoxx50 verloren massiv. Im Dax befanden sich alle 30 Werte im Minus.

Die Volumina am Markt sind gemessen an den starken Kursabschlägen bis zum Nachmittag eher niedrig. "Viele Anleger stehen ohnehin an der Seitenlinie, weil sie mit einem schwachen September gerechnet haben", sagte ein Händler. Wichtig sei nun der Dienstag: "Kommt es morgen zu einem kräftigen Rebound, wäre das ein gutes Zeichen."

15:41 Uhr

Wall Street zieht Dax noch weiter runter

Tiefroter Handelsbeginn an der Wall Street: Der Dow Jones verlor 2 Prozent auf 27.108 Punkte. Der marktbreite S&P-500 sackte um 1,8 Prozent auf 3259 Zähler ab.

Daraufhin vergrößerte auch der Dax seinen Verlust. Er fiel um nunmehr 3,7 Prozent auf 12.632 Stellen - das sind fast 500 Punkte weniger als am Freitag. Der MDax notierte 3,4 Prozent tiefer bei 26.577 Zähler. Der TecDax stürzte um 4,4 Prozent auf 2982 Stellen ab. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 3,3 Prozent auf 3175 Punkte nach unten.

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(Foto: AP)

15:18 Uhr

Lufthansa mustert A380 aus und spart noch mehr

Die Lufthansa muss in der Corona-Krise noch stärker schrumpfen als bislang geplant. Mindestens 150 Flugzeuge der einstmals 760 Jets umfassenden Konzernflotte werden dauerhaft nicht mehr abheben, teilte das MDax-Unternehmen mit. Auch die Zahl der wegfallenden Vollzeitstellen werde die bislang angekündigten 22.000 übersteigen. Zudem wird der Reisenflieger A380 ausgemustert.

Durch Krisenpakete mit den Gewerkschaften soll die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen begrenzt werden. Die Lufthansa-Aktie lag am Nachmittag mit 7,3 Prozent im Minus.

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14:52 Uhr

Rolls-Royce-Aktie im Sturzflug - MTU-Papier mit in Sippenhaft

Spekulationen auf eine milliardenschwere Kapitalerhöhung hat den Aktienkurs von Rolls-Royce auf den niedrigsten Stand seit mehr als 16 Jahren gedrückt. Die Titel des Triebwerksherstellers fielen in London zeitweise um gut 11 Prozent. In ihrem Sog rutschten die Papiere des deutschen Konkurrenten MTU um 5,4 Prozent ab.

Rolls-Royce denkt darüber nach, umgerechnet 2,7 Milliarden Euro bei Investoren einzusammeln, um Einbußen durch die Corona-Krise auszugleichen.

14:32 Uhr

Dax-Charttechnik trübt sich deutlich ein

Mit dem schwachen Start in die neue Handelswoche hat sich das charttechnische Bild für den Dax deutlich eingetrübt. Die Bewegung nach unten hatte sich bereits am Freitagmittag angedeutet, nachdem der große Verfalltermin an der Börse verhältnismäßig ruhig über die Bühne ging. Am Nachmittag notierte der Dax 3,2 Prozent tiefer bei 12.694 Punkten. Damit gab er im Vergleich zum Freitag mehr als 400 Punkte ab.

Die Prämien am Optionsmarkt haben der Ruhe an der Börse mit einem Dax von über 13.000 Punkten nicht getraut. Vielmehr haben sich die Profis am Terminmarkt das Risiko bezahlen lassen, der VDaxNew handelte als Gradmesser in der letzten Woche im Bereich von 25. Zum Start in die Woche springt der gerne auch als Angstbarometer titulierte VDaxNew um 20 Prozent in die Höhe und notiert mit knapp 30 nur unwesentlich unter der 200-Tageslinie bei 30,50. Sollte diese Marke überschritten werden, dürfte dem Aktienmarkt wohl weiteres Unbehagen bevorstehen.

14:10 Uhr

Europas Banken steckten riesige Summe in Staatsschulden

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(Foto: imago/Christian Ohde)

Die europäischen Banken haben seit Beginn der Corona-Pandemie für 210 Milliarden Euro Staatsanleihen erworben. Das ergab eine Erhebung der Ratingagentur S&P. Sie beurteilt die Situation aber anders als zu Beginn der Staatsschuldenkrise vor 10 Jahren und ist deshalb weniger alarmiert.

  • "Der Anstieg der Investitionen in Staatsanleihen in Europa ist unserer Ansicht nach eine vorübergehende Reaktion auf die überschüssige Marktliquidität", schrieb S&P-Kreditanalyst Cihan Duran in einem Bericht.
  • "Wir denken, dass es dieses Mal anders ist als im Vorfeld der europäischen Staatsschuldenkrise ab etwa 2011."

Sollte sich diese Einschätzung allerdings nicht bewahrheiten und der Trend zum Kauf von Staatsanleihen in Europa anhalten, dann könnten unterschätzte Risiken bei einzelnen Staaten in ferner Zukunft erneut einen "Teufelskreis" in Gang setzen, vor allem bei jenen Instituten, die extreme Positionen bei Staatsanleihen aufgebaut hätten, hieß es in dem Bericht weiter.

13:43 Uhr

Es wird nicht besser: Wall Street färbt sich dunkelrot

Mit massiven Verlusten muss auch an der Wall Street zum Start in die neue Handelswoche gerechnet werden. Der Terminkontrakt auf den Dow Jones brach vorbörslich um rund 2 Prozent ein, der auf den S&P-500 verlor 1,8 Prozent.

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(Foto: REUTERS)

Die Anleger zeigen sich angesichts der weltweit steigenden Corona-Infektionsfälle zunehmend um die globale Konjunktur besorgt. Zudem sorgt der an Schärfe gewinnende US-Präsidentschaftswahlkampf für Verunsicherung. Eine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten auf ein neues staatliches Stimulierungspaktes dürfte sich dadurch erheblich erschweren. Und die nun im Raum stehende Frage der Neubesetzung des Postens der verstorbenen Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg dürft die Gräben noch weiter vertiefen. US-Präsident Trump möchten eine Neubesetzung noch vor den Wahlen in rund sechs Wochen durchsetzen, trifft dabei aber selbst in den eigenen Reihen auf Widerstand.

Unter den Einzelwerten gewannen Oracle vorbörslich 4,7 Prozent. US-Präsident Trump hat am Wochenende im Grundsatz einer Vereinbarung zugestimmt, mit der die Videoplattform Tiktok des chinesischen Unternehmens Bytedance mit Oracle und Walmart eine Partnerschaft eingehen will. Für die Walmart-Aktie ging es um 1,2 Prozent nach vorne.

13:22 Uhr

Rendite von Bundesanleihe fällt auf Sechs-Wochen-Tief

Aus Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen einer erneuten Verschärfung der Corona-Restriktionen sind die Anleger in den "sicheren Hafen" Bundesanleihen geflüchtet. Dies drückt die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Sechs-Wochen-Tief von minus 0,525 Prozent.

12:59 Uhr

Lockdown-Sorge treibt Anleger in die Flucht

Die Angst vor einer zweiten Corona-Welle und ein Geldwäsche-Skandal drückt die Stimmung an den Börsen. Zahlreiche Werte rutschen ab, die Banken geraten unter Druck. ntv-Börsenreporterin Katja Dofel berichtet aus Frankfurt.

12:43 Uhr

ProsiebenSat.1 verkauft Hosting-Anbieter Myloc

ProSiebenSat.1
ProSiebenSat.1 11,06

ProsiebenSat.1 trennt sich von dem Hosting-Unternehmen Myloc. Wie der MDax-Konzern mitteilte, verkauft er das Geschäft, das 2019 einen Umsatz von 16 Millionen Euro und ein Ebit von 4 Millionen Euro erzielte, an den italienischen Cloud-Anbieter Wiit. Der Verkauf, zu dem fünf Rechenzentren mit über 2000 Quadratmetern Fläche in der Düsseldorfer Zentrale gehören, hat ein Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro.

Myloc, ein Infrastruktur-Anbieter, wird aus der Technologieholding Virtual Minds herausgelöst, die sich zukünftig noch stärker auf Adtech konzentrieren wird. Virtual Minds bietet Werbetreibenden ein Technologieangebot zur Buchung und Ausspielung von Werbung an. Der Verkauf ist Teil der Strategie des Konzerns, sich auf das Kerngeschäft Unterhaltung zu konzentrieren.

12:24 Uhr

"Kein Kaufgrund": Dax plumpst noch weiter runter

Heftiger Klatsch auf den Boden der Tatsachen: Der Dax hat kurz nach Mittag weiter nachgegeben. Der Leitindex verlor nunmehr 3,4 Prozent auf 12.674 Punkte. Auch der EuroStoxx50 befand sich ium Sturzflug: um 3,2 Prozent auf 3179 Stellen.

Im Handel wurde weiter auf die Sorge vor neuen Lockdowns verwiesen. Daneben seien die geopolitischen Risiken sehr groß mit den anstehenden US-Präsidentschaftswahlen und den im Sande verlaufenden Brexit-Verhandlungen. "Ich sehe aktuell keinen Kaufgrund", so ein Teilnehmer. Der Markt sei aber dank des Gelddruckens der Notenbanken weiter sehr hoch bewertet und werde dies auch bleiben.

12:07 Uhr

Kurs von polnischer Telekomaktie geht durch die Decke

Die 3,5 Milliarden Euro schwere Übernahmeofferte des französischen Telekom-Konzerns Iliad beschert Play den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Der Aktienkurs des polnischen Mobilfunkers stieg um fast 38 Prozent auf ein Rekordhoch von 38,66 Zloty.

In ihrem Windschatten gewinnen die Rivalen Orange Polska und Cyfrowy Polsat jeweils knapp 7 Prozent.

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(Foto: picture alliance / dpa)

11:42 Uhr

Zalando verkauft Second-Hand-Mode in Deutschland

Europas größter Online-Modehändler Zalando startet sein "Pre-owned" genanntes Second-Hand-Angebot in Deutschland und Spanien. Ab sofort könnten Kunden über die Plattform neuwertige gebrauchte Mode kaufen sowie eigene Second-Hand-Kleidungsstücke gegen eine Gutschrift eintauschen, kündigte das in Berlin ansässige Unternehmen an. Ab Oktober soll dies auch in Belgien, Frankreich, Polen und den Niederlanden möglich sein.

  • "Das Interesse für pre-owned Mode ist hoch und steigt kontinuierlich", begründete Zalando-Manager Torben Hansen den Einstieg in dieses Geschäft.
11:25 Uhr

Schwedens Regierung schnürt Konjunkturpaket

Die rot-grüne Minderheitsregierung in Schweden will die heimische Wirtschaft mit Rekordhilfen aus der Corona-Krise führen. Für 2021 soll ein Konjunkturpaket von 105 Milliarden Kronen (rund 10,1 Milliarden Euro) geschnürt werden, kündigte sie an.

Es sieht Steuersenkungen für Bürger und Unternehmen vor, aber auch staatliche Mehrausgaben - etwa für Soziales. Damit sollen 75.000 neue Jobs geschaffen und eine klimafreundlichere Wirtschaft gefördert werden.

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11:00 Uhr

Dax geht in die Tiefe - Banken mies - Wirbel auch im TecDax

Mit den europäischen Indizes ist es am Vormittag noch kräftiger runtergegangen. In Frankfurt brach der Dax um 2,8 Prozent auf 12.745 Punkte ein. Damit gab der Leitindex im Vergleich zum Freitag fast 400 Punkte ab. Der MDax verlor 2,4 Prozent auf 26.845 Punkte, der TecDax gar 3,1 Prozent auf 3022 Zähler. Der EuroStoxx50 notierte 2,7 Prozent tiefer bei 3196 Stellen.

Für Vorsicht und Verkaufsbereitschaft sorgten die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen und damit verbunden regionale Verschärfungen der Lockdowns. Am als vergleichsweise sicher geltenden Anleihemarkt zogen dazu passend die Kurse deutlicher an.

Geldwäschevorwürfe belasteten den Bankensektor, der um gut 4 Prozent nachgab. Dokumente aus einem Datenleck des US-Finanzministeriums legen Berichten zufolge eine problematische Rolle von Banken bei der Geldwäschebekämpfung offen. Deutsche Bank sackten um 6,2 Prozent ab, Commerzbank um 4,2 Prozent.

Schwer belastet zeigen sich nach Prognosesenkungen im TecDax die Aktien von United Internet und 1&1 Drillisch. United Internet verloren 24,9 und 1&1 Drillisch 27,4 Prozent.

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10:44 Uhr

Rolls-Royce plant Kapitalerhöhung

Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce will sich zur Stärkung seiner Bilanz möglicherweise an die Aktionäre wenden. Der Konzern erwäge eine Kapitalerhöhung von bis zu 2,5 Milliarden Pfund, wie der Konzern mitteilte. Das sei eine von mehreren Optionen, um Geld hereinzuholen. Eine endgültige Entscheidung gebe es noch nicht.

10:23 Uhr

Reisewerte unterirdisch - Corona-Angst wächst

Aus Furcht vor einer Verschärfung der Reisebeschränkungen wegen der sich wieder zuspitzenden Corona-Pandemie sind Anleger aus Luftfahrt- und Touristikwerten geflohen. Der europäische Branchenindex fiel um knapp 4 Prozent.

Schlusslicht ist die British-Airways-Mutter IAG. Ihre Aktien brechen um knapp 9 Prozent ein und sind mit 101 Pence so billig wie zuletzt vor acht Jahren. Die britische Regierung erwägt wegen steigender Corona-Infektionszahlen neue Pandemie-Beschränkungen. Tui verbilligten sich um 8,7 Prozent. An der Frankfurter Börse fielen Lufthansa um 7,1 Prozent.

09:39 Uhr

Grenke-Kurs stürzt ab - Firmengründer lässt Kontrollmandat ruhen

Weiter kräftig bergab ist es im MDax mit der Grenke-Aktie gegangen, sie verbilligte sich in der ersten Handelsstunde um 11,2 Prozent. Firmengründer Wolfgang Grenke legt sein Aufsichtsratsmandat bei der von dem britischen Investor Fraser Perring attackierten Leasingfirma vorerst nieder. Er lasse das Mandat mit sofortiger Wirkung ruhen, bis die Vorwürfe hinsichtlich etwaiger Interessenkonflikte vollständig ausgeräumt seien, erklärte das Unternehmen aus Baden-Baden. Dies gelte auch für seine Aufsichtsratsposten bei der Grenke Bank  und der Schweizer Grenkeleasing AG.

Intern habe die Grenke AG Beratungen zur Neuaufstellung des Franchise-Systems begonnen, hieß es weiter. Perring hat vergangene Woche in einem umfassenden Dokument schwere Anschuldigungen gegenüber Grenke gemacht. Seither steht die im MDax gelistete Firma an der Börse massiv unter Druck.

Grenke
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09:14 Uhr

Dax fällt unter 13.000 - Deutsche Bank ganz schwach

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Wachsende Corona-Sorgen setzen dem deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn massiv zu. Der Dax sackte unter die 13.000er-Marke und verlor 1,3 Prozent auf 12.941 Punkte. MDax und TecDax verringerten sich um je 1,1 Prozent. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 1,1 Prozent tiefer bei 3246 Punkten.

Außer Merck notierten alle Dax-Werte im negativen Bereich. Besonders kräftig verloren Deutsche Bank mit 3 Prozent. Medienberichten über Datenlecks bei der weltweiten Bekämpfung von Geldwäsche setzten auch Commerzbank zu: minus 2,4 Prozent.

09:33 Uhr

Welche Werte Anleger anziehen

Die US-Notenbank tagt, und prompt geraten die Kurse ins Wanken, so auch diese Woche, vor allem die im Technologie-Index Nasdaq. Langfristig schauen Anleger dennoch lieber auf US-Giganten wie das Tesla-Papier statt auf die Volkswagen-Aktie. Warum der Tech-Trend zieht und wann Anleger auf Dax-Schwergewichte umschwenken, darüber diskutiert Bianca Thomas mit Christian Köker von der HSBC und Tobias Kramer vom Fachmagazin "Der Zertifikateberater".

08:42 Uhr

Nikola-Gründer Milton nimmt seinen Hut

Wechsel an der Spitze von Nikola: Gründer Trevor Milton verlässt das Unternehmen. Den Chefsessel bei dem Fahrzeughersteller besetzt nun Stephen Girsky.

Shortseller Hindenburg Research hat mit einem umfangreichen Shortreport die Aktie massiv unter Druck gesetzt. Der Leerverkäufer wirft dem Unternehmen Betrug und Vetternwirtschaft vor. Es locke andere Autobauer wie General Motors mit falschen Versprechen in Partnerschaften.

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Trevor Milton

(Foto: REUTERS)

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08:35 Uhr

Ölpreise verbilligen sich zum Wochenstart

Die Ölpreise sind mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche gegangen. Im frühen Handel kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 42,95 US-Dollar. Das waren 20 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI sank um 19 Cent auf 41,13 Dollar.

Starke Marktimpulse gab es zunächst nicht. Händler begründeten die leichten Preisrückgänge mit der eher gedämpften Stimmung an den Aktienmärkten. Etwas Unterstützung kam dagegen vom US-Dollar, der zu vielen Währungen unter Druck stand.

08:27 Uhr

Dax niedriger erwartet - Corona-Sorgen belasten

Zum Auftakt der Börsenwoche wird der Dax allen Anzeichen zufolge niedriger starten. Der Leitindex notierte vorbörslich 0,6 Prozent tiefer bei 13.038 Punkten. Die steigenden Corona-Fallzahlen in vielen europäischen Ländern hatten den Dax am Freitag 0,7 Prozent ins Minus auf 13.116 Zähler gedrückt.

Die Furcht vor einer neuen Infektionswelle in der nahenden Winter- und Grippesaison bestimmt weiterhin das Handelsklima auf dem Börsenparkett. Relevante Konjunkturdaten stehen zum Wochenstart nicht an. In Japan blieb die Börse feiertagsbedingt geschlossen.

08:02 Uhr

"FinCEN Files" setzen Asiens Banken zu - HSBC auf 25-Jahres-Tief

Das Datenleck aus dem US-Finanzministerium zu Geldwäsche-Vorwürfen - die "FinCEN Files" - setzt den darin genannten Banken in Fernost zu. HSBC-Aktien fallen in Hongkong zunächst um bis zu 4,4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Mai 1995, während Standard-Chartered-Titel dort um 3,8 Prozent nachgeben. HSBC verweist in einem Brief an Reuters auf das Alter der Dokumente und auf konzernweite Schritte im Kampf gegen Finanzbetrug. StanChart erklärt ebenfalls, umfangreiche Maßnahmen ergriffen zu haben.

06:55 Uhr

China fährt mit angezogener Handbremse, Feiertag in Japan

Die Aktienmärkte in China haben sich am heutigen Montag schwächer gezeigt. Allgemein zeichnete sich in Asien zum Wochenauftakt angesichts der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie mit einem Anstieg von Fällen in Europa eine abwartende Haltung ab.

Die Handelsplätze in Japan blieben wegen eines Feiertags geschlossen. Dort öffnen die Aktienmärkte am Mittwoch wieder.

Die Börse in Shanghai lag zunächst 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,3 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der US-Dollar 0,2 Prozent auf 104,36 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,7613 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er ebenfalls 0,1 Prozent niedriger bei 0,9103 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1858 US-Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0795 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,3 Prozent auf 1,2951 US-Dollar.