Montag, 24. August 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax springt mühelos über 13.000 - Delivery Hero mit Minus

Dax
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Es war ein guter Wochenstart an der Frankfurter Börse. Stützend auf das Kursgeschehen wirkte, dass zunehmend Schwung in den Kampf gegen die Corona-Pandemie kommt. Verwiesen wurde auf die erweiterte US-Zulassung von Plasma von genesenen Patienten zur Behandlung gegen Covid-19. Daneben erwägt US-Präsident Donald Trump eine beschleunigte Zulassung des sich noch im Versuchsstadium befindlichen Corona-Impfstoffes von Astrazeneca noch vor den US-Präsidentschaftswahlen.

So gelang dem Dax wieder ein Sprung über die 13.000er-Marke, der Leitindex schloss 2,4 Prozent höher bei 13.067 Zählern. Der MDax stieg um 1,3 Prozent auf 27.630 Punkte, der TecDax um 1,0 Prozent auf 3118 Stellen. Für den EuroStoxx50 ging es um 2,2 Prozent auf 3333 Punkte nach oben.

Der Konjunkturkalender war heute nahezu leer. Marktteilnehmer warten daher bereits auf den deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex am Dienstag. Nach der herben Enttäuschung durch die Einkaufsmanagerindizes am Freitag sei er noch wichtiger als sonst, hieß es.

Erstmals im Dax wurde nach dem Abgang des insolventen Skandalunternehmens Wirecard die Aktie von Delivery Hero gehandelt, deren Debüt mit einem Minus von 0,7 Prozent nicht gerade erfolgreich verlief. Händler zeigten sich skeptisch über die kommende Kursentwicklung des Neulings. Nach der Dax-Aufnahme fallen Aktien oft, weil die Fantasie darauf bereits im Vorfeld eingepreist wurde.

Gesucht waren Techwerte: Infineon stiegen um 2,8 und SAP um 2,1 Prozent. Bei den Autowerten ging es für Daimler um 4,0 Prozent nach oben. Auch für VW: Für die Aktie ging es um 1,3 Prozent hoch. Das Thema Abgasmanipulation nimmt kein Ende. Laut "Bild am Sonntag" hat das Kraftfahrt-Bundesamt Ermittlungen gegen VW und Porsche eingeleitet.

Metro reagierten im MDax zunächst volatil auf den Abgang von Vorstandschef Olaf Koch. Der Abgang sei ein Erfolg für den aktivistischen Investor Daniel Kretinsky, der bereits knapp 30 Prozent der Metro-Aktien hält, hieß es im Handel. Am Ende verteuerte sich die Aktie um 0,9 Prozent.

17:15 Uhr

Warum Apple und Tesla ihre Aktien optisch billiger machen

Der Technologie-Index in den USA, der Nasdaq 100, eilt von einem Rekord zum nächsten. Er wird dabei vor allem von den Technologieaktien nach oben getrieben. Und weil die Aktien schon so teuer sind, splitten Apple und Tesla ihre Aktien jetzt auf und machen sie dadurch optisch billiger.  Was bedeutet das konkret für das eigene Depot, wenn es Apple- und Tesla-Aktien enthält? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.

16:34 Uhr

Videodienst bei Zoom geht teilweise nicht

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(Foto: picture alliance/dpa)

Probleme bei Zoom: Die Angebote des Videodienstleisters sind teilweise lahmgelegt. Auf der Internetseite des US-Unternehmens hieß es, mehrere Nutzer hätten sich darüber beschwert, an Videokonferenzen nicht teilnehmen zu können. Der Konzern arbeite daran, das Problem zu beheben. Die Nutzung von Telefon- und Chatdiensten sei weiterhin möglich.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie wächst Zoom rasant. Wegen Reisebeschränkungen und Abstandsregeln nutzen viel mehr  Menschen als sonst die Angebote zur Video-Telefonie. Zuvor war der Dienst auf Unternehmen fokussiert. Durch die steigenden Nutzerzahlen traten immer wieder auch Sicherheitslücken zu Tage. Das Unternehmen kündigte an, die Verschlüsselung zu überarbeiten.

16:20 Uhr

Wall Street auf Rekordjagd - Apple-Aktie über 500 Dollar

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(Foto: AP)

Die Notfallzulassung einer Blutplasma-Therapie für Corona-Kranke hat bei den Anlegern an der Wall Street Rekordlaune aufkommen lassen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,5 Prozent höher bei 28.065 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg mit 3424 Punkten in den Handel ein, das ist ein Plus von 0,8 Prozent und so viel wie nie zuvor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,2 Prozent auf 11.444 Zähler und markierte damit ebenfalls eine Bestmarke.

Die Aktien des Index-Schwergewichts Apple legten 3,5 Prozent zu und wurden erstmals mit mehr als 500 Dollar gehandelt. Spekulationen in Medien über das neue iPhone 12 hatten in Asien bereits die Kurse von Apple-Zulieferern steigen lassen. Der Marktwert des US-Konzerns war vergangene Woche erstmals auf über 2 Billionen Dollar geklettert.

Auch die Papiere des Elektroautopioniers Tesla markierten einen neuen Höchststand und notierten 3,7 Prozent fester bei rund 2120 Dollar. Die Experten des Brokerhauses Wedbusch verwiesen auf eine starke Nachfrage nach dem Model 3 in China. Vor einem Jahr waren die Papiere noch für rund 200 Dollar zu haben gewesen.

15:54 Uhr

Deutsche Stahlbranche leidet - nicht nur wegen Corona

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(Foto: dpa)

Die Stahlbranche bleibt weiter ein Sorgenkind in Deutschland. Die Produktion von Rohstahl ist auch zu Beginn des dritten Quartals abwärtsgerichtet geblieben. Im Juli sank die Erzeugung um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl mitteilte. Mit 2,4 Millionen Tonnen nähert sie sich zudem weiter den Tiefstwerten an, die im ersten Halbjahr 2009 während der Finanz- und Wirtschaftskrise verzeichnet wurden.

Die Branche leidet nicht nur unter den Nachfrageverlusten infolge der Corona-Pandemie. Auch die großen Mengen an staatlich subventioniertem Stahl aus China setzen die Branche unter Druck.

15:35 Uhr

Europäischer Milliardenregen für Italien

Das von der Corona-Krise schwer gebeutelte Italien bekommt nach den Worten seines Wirtschaftsministers Roberto Gualtieri 27,4 Milliarden Euro für den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit aus dem EU-Krisenprogramm. Das sei der größte Betrag, der einem europäischen Staat zugeteilt wurde, twitterte Gualtieri. Italien spare dadurch 5,5 Milliarden Euro an Zinsen.

Die Mittel stammen aus dem sogenannten Sure-Programm, das mit bis zu 100 Milliarden Euro gefüllt ist und mit dem ein Kurzarbeitsmodell nach deutschem Vorbild finanziert werden soll. Italien gehört zu den am schwersten von der Corona-Krise betroffenen Ländern.

15:08 Uhr

Rückschlag: Wirtschaftsindex der Chicago-Fed fällt im Juli

Die Corona-Krise ist mitnichten überstanden: Die Wirtschaftsaktivität in den USA hat sich im Juli abgeschwächt - nach einer deutlichen Erholung im Mai und Juni. Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) fiel auf einen Stand von plus 1,18, wie die Federal Reserve Bank of Chicago mitteilte. Für den Juni wurde der Indexstand auf plus 5,33 von zunächst plus 2,61 revidiert.

Für den Juni wurde ein revidierter Wert von minus 2,78 ausgewiesen, nachdem zuvor ein Stand von minus 6,65 gemeldet worden war. Im April war der Index wegen der Pandemie auf den niedrigsten Stand aller Zeiten eingebrochen, erholte sich jedoch im Mai und Juni stark, als die Einschränkungen zur Eindämmung des Virus nachließen.

14:48 Uhr

Bayer investiert in Firma für digitale Gesundheitsprodukte

Auch Bayer geht mit der Zeit: Der Pharma- und Agrarchemiekonzern will mit der US-Firma Informed Data Systems bei der Entwicklung digitaler Gesundheitsprodukte zusammenarbeiten. In einer Finanzierungsrunde von Informed Data Systems investiert der Dax-Konzern 34,7 Millionen Dollar in das Unternehmen und erhöht seine Beteiligung, wie eine Konzernsprecherin sagte. Angaben zur Höhe der Beteiligung machte sie nicht.

Insgesamt beläuft sich das Transaktionsvolumen zuzüglich der Kosten für die gemeinsame Entwicklung einer digitalen Gesundheitsplattform auf bis zu 98 Millionen Dollar. 2019 investierten die Leverkusener bereits 20 Millionen in die Gesellschaft. Die aus der Zusammenarbeit entstehenden Produkte sollen Patienten im Umgang mit bestimmten Erkrankungen digital unterstützen.

14:25 Uhr

Apple-Kurs steigt vorbörslich - 500-Dollar-Marke vor dem Fall

Apple, immer wieder Apple: Anleger greifen auch zum Wochenanfang weiter bei Aktien des US-Technologiegiganten zu. Vor Start der US-Börsen kletterten die Anteilsscheine des iPhone-Herstellers um 2,8 Prozent auf 511,50 Dollar. Damit steuert die Aktie darauf zu, beim Handelsstart erstmals über die Marke von 500 Dollar zu springen.

Der Marktwert des Konzerns war vergangene Woche erstmals auf über zwei Billionen Dollar geklettert. Seit Jahresbeginn haben die Titel rund 69 Prozent zugelegt. Apple plant zum 31. August einen Aktiensplit im Verhältnis von eins zu vier. Damit sollen die Papiere auch für Kleinanleger wieder erschwinglicher werden.

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(Foto: imago images/Future Image)

13:52 Uhr

Türkischer Erdgasfund lässt Lira kalt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Dass die Türkei im Schwarzen Meer Erdgasvorkommen im Umfang von 320 Milliarden Kubikmetern gefunden wurden, hilft der Landeswährung Lira nicht. Die Lira sei kein "Game Changer", befand Commerzbank-Devisenexperte Ulrich Leuchtmann. Deren Probleme lägen in der hohen Inflation und dem mangelnden Vertrauen in die Fähigkeit der Zentralbank, diese angemessen zu bekämpfen.

Zwar werde in absehbarer Zukunft das gefundene Gas die Leistungsbilanz verbessern, der Effekt sei aber marginal. Gas mache weniger als 1 Prozent der türkischen Warenimporte aus und das aktuelle Problem sei nicht die Bilanz des Güter- und Dienstleistungsverkehrs, sondern die Brutto-Fremdwährungs-Verbindlichkeiten von Unternehmen und Banken, sagte Leuchtmann weiter.

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13:28 Uhr

Lufthansa verschärft Maskenpflicht - auch für Konzerntöchter

Die Lufthansa verschärft zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Maskenpflicht an Bord von Flugzeugen der Konzern-Airlines, zu denen auch Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings gehören. Ausnahmen beim Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sind ab September nur noch mit ärztlichem Attest möglich, wie die Lufthansa mitteilte. Außerdem muss für eine Befreiung von der Maskenpflicht ein negativer Covid-19-Test vorgelegt werden.

Dem MDax-Konzern zufolge muss das ärztliche Attest auf einem von der Airline vorgegebenen Formblatt vorgelegt werden. Fluggäste können das Dokument demnach auf den Websites der Fluggesellschaften herunterladen. Der negative Covid-19-Test darf zum planmäßigen Start der Reise nicht älter als 48 Stunden sein.

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(Foto: imago images/Overstreet)

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13:11 Uhr

Wall Street freundlich und in Rekordlaune erwartet

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(Foto: REUTERS)

Auch an der Wall Street sieht es gut aus: Die Rally zum Wochenschluss dürfte sich heute fortsetzen. Der Aktienterminmarkt suggeriert einen freundlichen Auftakt am Kassamarkt. Anleger erwarten weitere Allzeithochs des S&P-500. Getragen wird die positive Stimmung von Hoffnungen auf potenzielle Mittel gegen Covid-19.

Angesichts der positiven Schlagzeilen in der Corona-Pandemie geraten belastenden Faktoren in den Hintergrund. Demokraten und Republikaner kommen bei den Verhandlungen über ein neues Corona-Hilfspaket weiterhin nicht voran. Und im Konflikt zwischen den USA und China gibt es noch keine echten Entspannungssignale. Zwar wollen beide Seiten in Kürze miteinander sprechen, doch US-Präsident Donald Trump hält auch ein Scheitern der Gespräche für denkbar.

12:45 Uhr

Mehrwertsteuersenkung sorgt für vollere Einkaufsstraßen

Die befristete Mehrwertsteuersenkung bringt also doch etwas. Einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge (IW) hat diese Maßnahme der Bundesregierung mehr potenzielle Käufer in Deutschlands Einkaufsstraßen gelockt. In ausgewählten deutschen Einkaufsstraßen waren im Juli 2020 mit 27,2 Millionen Passanten 4,2 Millionen mehr unterwegs als im Juni. Davon waren 1,7 Millionen aufgrund der Steuersenkung shoppen, zeigt die IW-Studie.

  • "Die Mehrwertsteuersenkung wirkt und hilft vor allem dem Einzelhandel dabei, die Krise zu überwinden", sagt IW-Direktor Michael Hüther.
12:21 Uhr

Zalando-Aktie macht sich auf zu neuen Höhen

Zalando
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Der heutige Handelstag tut bislang auch der Zalando-Aktie seht gut. Der Kurs des Papiers war erstmals mehr als 70 Euro wert. Zalando gewannen am Mittag 1,8 Prozent auf 70,90 Euro. Aus technischer Sicht setzte sich damit der Aufwärtstrend fort.

Der Umsatz entwickle sich gut, und der Ausblick auf das zweite Halbjahr sei besser als erwartet, sagten UBS-Analysten bereits in der vergangenen Woche. Wegen der Bewertung hatten sie allerdings lediglich die Einschätzung "Neutral" bekräftigt mit einem 65er-Kursziel.

11:58 Uhr

Covestro kämpft um Dax-Platz - Aktienkurs steigt weiter

Weiter bergauf ist des mit der Aktie von Covestro gegangen, ihr Kurs stieg um 1,9 Prozent und notierte damit erstmals seit Ende Februar über die Marke von 40 Euro. Damit verbesserten sich die Chancen der Leverkusener auf den Erhalt des Dax-Platzes weiter.

Die technische Lage habe sich bereits mit dem Anstieg über 38 Euro verbessert, hieß es in einer Einschätzung der technischen Analysten von HSBC Trinkaus. Das rechnerische Anschlusspotenzial aus dem Sprung über die 38er-Marke betrage etwa 6 Euro. Damit könnte die Aktie nun den langfristigen Baisse-Trend bei 43,88 Euro attackieren. Einen Stopp sollten Anleger bei 37,30 Euro einziehen.

Covestro
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11:32 Uhr

Dax gelingt der Durchbruch - 13.000 locker genommen

Kurz vor Mittag hat der deutsche Aktienmarkt ordentlich Fahrt aufgenommen. Der Dax durchbrach die 13.000er-Mauer und notierte 2,3 Prozent höher bei 13.054 Punkten. Auch MDax und TecDax legten kräftig zu. Der EuroStoxx50 stieg um 2,1 Prozent auf 3328 Stellen.

Im Dax lagen alle 30 Werte im grünen Bereich. Mehr als 3 Prozent stiegen Linde, Heidelbergcement, Fresenius und Infineon. Die Aktien des Dax-Neulings Delivery Hero verteuerten sich um 1,3 Prozent. Im MDax überzeugten K+S mit einem Aufschlag von 5 Prozent.

Dax
Dax 13.208,12

11:16 Uhr

Rückstau in Zulassungsstellen - Autoverbände sind sauer

Kfz-Zulassungsstelle in Berlin. Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa-tmn/Archivbild

(Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa-tmn/Archivbild)

Die Automobilwirtschaft hat vor einer zunehmenden wirtschaftlichen Belastung für die Branche durch zum Teil wochenlange Wartezeiten in den Kfz-Zulassungsstellen gewarnt. "Arbeitsplätze und Betriebe sind gefährdet", erklärten der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. Sie riefen Länder und Kommunen auf, kurzfristig und entschlossen gegenzusteuern - etwa durch eine rasche Einführung des digitalen Zulassungsverfahrens "i-Kfz".

  • "Als Folge der coronabedingten Einschränkungen in den Autohäusern und Zulassungsstellen stehen bei den Händlern derzeit Tausende Neu- und Gebrauchtwagen und können nicht an die Kunden übergeben werden", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller.
  • "Die Folge sind große wirtschaftliche Schäden für den Kfz-Handel und die Automobilindustrie und verärgerte Kunden."
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10:57 Uhr

Blackstone greift nach Ahnenforschungs-Plattform

In den USA steht wieder einmal ein Milliardendeal an: Der US-Finanzinvestor Blackstone will nämlich die Ahnenforschungs-Plattform Ancestry von den Private-Equity-Unternehmen Silver Lake, Spectrum Equity und Permira übernehmen. Blackstone will für Ancestry 4,7 Milliarden Dollar hinblättern.

Singapurs Staatsfonds GIC will nach eigenen Angaben weiterhin eine bedeutende Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen halten. Ancestry.com ist die weltweit größte Plattform, über die Kunden Ahnenforschung betreiben können. Sie hat mehr als 3 Millionen zahlenden Kunden in etwa 30 Ländern erzielt einen Jahresumsatz von mehr als 1 Milliarde Dollar.

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(Foto: imago/Levine-Roberts)

10:38 Uhr

Trump-Regierung sorgt für Astrazeneca-Kursanstieg

AstraZeneca
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Einen Auftrieb hat auch die Aktie von Astrazeneca zu verzeichnen. Ihr Kurs stieg um 2,2 Prozent. Wie es am Markt hieß, will die Trump-Administration den Corona-Impfstoff von Astrazenca möglicherweise noch vor den Präsidentschaftswahlen zulassen.

  • "Bei einem beschleunigten Zulassungsverfahren hätte Astrazeneca die Nase bei Impfstoffen weit vorn, das treibt den Kurs an", so ein Börsianer.
10:25 Uhr

Schafft der Dax den Ausbruch nach oben?

Die Hoffnung auf weitere Impfstoffe gegen das Coronavirus hat den Dax zurück an den Widerstand bei 13.000 Punkten getrieben. Erfolge in der Impfstoff-Forschung würden "immer wahrscheinlicher", sagt ein Börsianer. Allerdings seien die Erfolge nun auch schon eingepreist.

Der Leitindex könnte nun den Widerstandsbereich um 13.000 angreifen und dann nach oben ausbrechen, so Marktanalyst Marcel Mußler in den Mußler-Briefen. "Spätestens ab dann sind auch neue Nach-Crash-Hochs über 13.314 aufgerufen", zeigt er sich optimistisch. Am späten Vormittag notierte der Dax plus 1,7 Prozent höher bei 12.978 Punkten.

10:13 Uhr

Metro-Aktie reagiert negativ auf Koch-Ansage

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Olaf Koch

(Foto: dpa)

Entgegen der Erwartungen von Marktteilnehmern ist es mit der Metro-Aktie am Vormittag nach unten gegangen, sie verbilligte sich um 0,8 Prozent. Eigentlich war damit gerechnet worden, dass der Abgang von Vorstandschef Olaf Koch den Kurs antreibt. Der Abgang des Managers sei auch ein Erfolg für den aktivistischen Investor Daniel Kretinsky, der bereits knapp 30 Prozent der Metro-Aktien hält, sagte ein Analyst.

Der Aktienkurs des Handelskonzerns hat sich in diesem Jahr mit einem Minus von etwa 37 Prozent sehr schlecht entwickelt. Für den MDax ging es in der gleichen Zeit nur um knapp 4 Prozent nach unten.

Metro AG
Metro AG 8,75

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09:56 Uhr

Infineon-Aktie erklimmt die Dax-Spitze

Infineon
Infineon 24,25

Ganz Infineon präsentierte sich in der ersten Handelsstunde die Infineon-Aktie. Sie setzte sich mit plus 2,8 Prozent an die Dax-Spitze.

  • "Mittelfristig werden der 5G-Ausbau, die Digitalisierung der Autobranche und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Branche stützen", sagt Ulrich Stephan, Anlagestratege der Deutschen Bank.

Analysten rechnen für die Jahre 2020 bis 2024 mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum der Nachfrage nach Halbleitern in Höhe von 5 Prozent.

09:39 Uhr

Kleinanleger wagen sich wieder aufs Parkett

Die Pandemie offenbart neben den stark schwankenden Märkten einen weiteren Effekt. Motiviert von niedrigen Kursständen steigen viele Kleinanleger, neu oder wieder, in die Börsenwelt ein. Wer diese Anleger sind, wie sie sich verhalten und welche Ratschläge sie jetzt befolgen sollten, darüber spricht Bianca Thomas mit Christian Köker von der HSBC und Malte Rubruk von Gratisbroker.

09:14 Uhr

Fast 200 Punkte gutgemacht: Dax startet fulminant in die Woche

Dax
Dax 13.208,12

Na, das ist doch ein Wochenstart nach Maß: Der deutsche Aktienmarkt hat in den ersten Handelsminuten kräftige Zugewinne verzeichnet. Der Dax stieg um 1,5 Prozent auf 12.954 Punkte. Der MDax vermehrte sich um 0,8 Prozent auf 27.494 Zähler, der TecDax um 1,0 Prozent auf 3120 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,4 Prozent auf 3305 Punkte hoch. Wichtige Konjunkturdaten stehen heute nicht an.

Hoffnungen auf eine neue Behandlungsmöglichkeit für Coronavirus-Infektionen sorgten bereits an den asiatischen Börsen für Rückenwind. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte zuvor den Einsatz einer auf Blutplasma basierten Methode als Notfallbehandlung zugelassen.

Bei den Einzelwerten starteten Delivery Hero mit plus 1,5 Prozent ihr Dax-Dasein. Der Essenlieferant ist für den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard in den Leitindex gekommen.

08:54 Uhr

Frankreich erwartet für 2020 zweistelligen BIP-Einbruch

Corona schlägt tiefe Schneisen in Frankreichs Wirtschaft. Die Regierung in Paris rechnet ungeachtet der Erholung in den vergangenen Wochen weiter mit einem heftigen Konjunktureinbruch wegen der Corona-Krise. "Vorerst" gehe er weiterhin von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in diesem Jahr von 11 Prozent aus, sagte Finanzminister Bruno Le Maire. Es  blieben bis zum Jahresende noch viel Unsicherheiten - "insbesondere im Hinblick auf Brexit, die US-Wahlen und den neuen chinesischen Fünfjahresplan".

Das BIP der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone war im zweiten Quartal wegen der Corona-Krise im Rekordtempo von 13,8 Prozent eingebrochen. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft schrumpfte um 10,1 Prozent. Die Bundesregierung rechnet bislang für das Gesamtjahr mit einem Minus von 6,3 Prozent.

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(Foto: picture alliance/dpa)

08:45 Uhr

Debütanten an Chinas Technologiebörse nach Reform gefragt

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(Foto: imago/China Foto Press)

Investoren haben sich nach der Reform der chinesischen Technologiebörse Chinext um die Aktien der 18 Börsendebütanten gerissen. Zu den größten Gewinnern gehörten die Papiere des Autokabelherstellers Ningo KBE Electrical, die an ihrem ersten Handelstag um mehr als 500 Prozent in die Höhe sprangen. Damit dürfte der Handelsplatz in Shenzhen der Shanghaier Börse, an der bisher die meisten chinesischen Technologiekonzerne notiert sind, deutlich mehr Konkurrenz machen.

Die Reform der Chinext zielte darauf ab, Börsengänge weniger bürokratisch zu gestalten und Handelsbeschränkungen zu verringern. Sie gilt damit auch als Vehikel für chinesische Investoren, die es derzeit schwer in den USA haben, wo chinesischen Firmen genauer auf die Finger geschaut wird und sie angesichts der Drohungen von Präsident Donald Trump Sorge haben müssen, vom Handel an US-Börsen ausgeschlossen zu werden.

08:34 Uhr

Ölpreise etwas leichter - Hurrikan bedroht US-Südküste

Die Ölpreise haben sich am Morgen nach einem deutlichen Rückgang kurz vor dem Wochenende weitgehend stabil gezeigt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete im frühen Handel 44,30 US-Dollar. Das waren 5 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 8 Cent auf 42,26 Dollar.

Marktbeobachter verwiesen auf einen Rückgang der Ölförderung an der Südküste der USA. Wegen eines herannahenden Hurrikans wurde ein Teil der Förderung auf Ölplattformen im Golf von Mexiko vorübergehend ausgesetzt. Weiterhin gedrückt werden die Ölpreise durch die jüngste Entwicklung der Corona-Krise.

08:10 Uhr

Fintech-Schmiede startet mit Ex-Wirecard-Leuten neues Geschäft

Die Berliner Fintech-Schmiede Finleap baut mithilfe von früheren Wirecard-Mitarbeitern ein neues Standbein auf. Die Geschäftseinheit Finleap Forward werde Unternehmen bei der digitalen Transformation helfen, teilte Finleap mit, unter dessen Dach beispielsweise die Solarisbank und das Versicherungsportal Clark operieren. Das Angebot werde sich an Banken und Versicherungen aber auch den Mittelstand richten.

Das sechsköpfige neue Team habe zuvor für das Wirecard Innovation Labs gearbeitet und werde von dessen früherem Chef Jörn Leogrande geleitet. Inzwischen ist auch der erste Verkauf einer Sparte des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard über die Bühne gegangen. Am Freitag veräußerte Insolvenzverwalter Michael Jaffe die Brasilien-Tochter an die an der New Yorker Börse gelistete PagSeguro.

07:47 Uhr

Dax soll zum Wochenbeginn höher starten

Dax
Dax 13.208,12

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Maue Wirtschaftsindikatoren aus Deutschland und der Euro-Zone hatten die Börsen am Freitag belastet. Der Dax verlor ein halbes Prozent auf 12.764 Punkte. Im Blick der Anleger bleibt weiter die Entwicklung der Neuinfektionszahlen beim Coronavirus, die zuletzt angestiegen sind. Hoffnungen auf eine neue Behandlungsmöglichkeit für Coronavirus-Infektionen sorgten zum Wochenanfang für Rückenwind an den asiatischen Börsen.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte zuvor den Einsatz einer auf Blutplasma basierten Methode als Notfallbehandlung zugelassen. Bei den Einzelwerten gibt Delivery Hero als Nachfolger des Zahlungsdienstleisters Wirecard seinen Einstand im Dax. Im Blick haben Anleger auch Metro, nachdem der langjährige Vorstandschef des Konzerns, Olaf Koch, zum Jahresende aus dem Vorstand ausscheiden will. Thema dürfte auch die Deutsche Börse sein, die Insidern zufolge in den Bieterwettstreit um Italiens Börsengesellschaft eingestiegen ist.

06:47 Uhr

Covid-Plasma-Methode treibt Asiens Märkte an

Nikkei
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Die asiatischen Aktien sind heute durch die Hoffnungen auf eine neue Behandlungsmöglichkeit für Coronavirus-Infektionen gestiegen. Die US-Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA hat den Einsatz einer auf Blutplasma basierten Methode als Notfallbehandlung zugelassen. Laut einem Bericht der Zeitung "Financial Times" erwäge die US-Regierung auch, das Zulassungsverfahren für einen vielversprechenden Impfstoffkandidaten des Pharmakonzerns Astrazeneca für den Einsatz in Amerika zu beschleunigen, damit dieser noch vor den Wahlen am 3. November zur Verfügung stünde. Ein wirksamer Impfstoff könnte Trump die Wiederwahl sichern. "Die Märkte sind heute optimistisch, da die FDA die Verwendung von Blutplasma von genesenen Covid-19-Patienten zur Behandlung kranker Patienten genehmigt hat", sagte Stephen Innes, Chefstratege für globale Märkte bei AxiCorp. Es sei zwar nicht das, worauf die ganze Welt hoffe, aber es sei ein weiterer positiver Schritt, um den Krankheitsverlauf der Patienten zu verkürzen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent höher bei 22.997 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,2 Prozent und lag bei 1608 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,8 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1 Prozent.