Montag, 07. Oktober 2019Der Börsen-Tag

Mit Max Borowski
17:53 Uhr

Luftfahrtaktien trotzen Klimaaktivisten

Während die Aktivisten von Extinction Rebellion mit drastischen Maßnahmen für mehr Klimaschutz demonstrieren, fliegen ausgerechnet Lufthansa mit einem Plus von 4,2 Prozent Prozent an die Dax-Spitze. Grund waren hervorragende Zahlen des Wettbewerbers SAS, die die Luftfahrt-Aktien beflügelten.

Der deutsche Leitindex ging nach anfänglichen Verlusten mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent bei 12.097 Punkten aus dem Handel. Neue Sorgen um die Konjunktur aufgrund schwacher deutscher Auftragseingänge belasteten an dem ansonsten nachrichtenarmen Tag nicht. Im Handel war von einem gewissen Gewöhnungseffekt die Rede.

Der MDax stieg 0,3 Prozent auf 25.615 Punkte. Der TecDax gewann 0,5 Prozent auf 2785 Punkte.

An der Wall Street gibt es am Nachmittag kaum Bewegung. Der Dow Jones notiert nahezu unverändert bei 26.590 Punkten.

17:02 Uhr

Harley-Davidson bleibt auf E-Motorrädern sitzen

Großes Interesse allein reicht nicht: Harley-Davidson findet kaum neue Käufer für seine neuen Elektro-Motorräder. Nach Reuters-Informationen schrecken jüngere Kunden vor allen vor dem Preis für die "LiveWire"-Motorräder zurück.

An der Börse kam das nicht gut an: Die Aktien geben zeitweise 3,2 Prozent nach und gehörten damit zu den schwächsten Werten im entsprechenden Index.

Mit einem Preis von 29.799 Dollar kosten die Maschinen fast so viel wie ein Tesla Model 3. Harley-Chef Matt Levatich hatte gehofft, damit endlich jüngere Kunden anzuziehen - das 116 Jahre alte Unternehmen  kämpft seit längerem damit, dass seine Kunden immer älter werden.

Händler berichten jedoch, dass vor allem langjährige Harley-Fahrer das Elektromodell bestellten. "Das Interesse ist sehr groß", sagte ein Verkäufer aus New Jersey. "Aber sobald das Gespräch auf den Preis kommt, verschwindet es sofort." Harley verkauft mehr als die Hälfte seiner Motorräder in den USA. 2018 ging der Absatz auf dem Heimatmarkt so stark zurück wie seit vier Jahren nicht mehr, und auch für das laufende Jahr wird ein Minus erwartet.

16:46 Uhr

Blutige Unruhen im Irak lassen Ölpreis steigen

Während am Aktienmarkt eher Zweifel am Erfolg der anstehenden Handelsgespräche herrschen, blickt der Ölmarkt den Verhandlungen optimistischer entgegen.

Der Preis für ein Barrel US-Rohöl der Sorte WTI steigt um 1,0 Prozent auf 53,36 Dollar. Brent rückt um ebenfalls 1,0 Prozent auf 58,93 Dollar vor.

Beobachter nennen als Grund für den Preisanstieg auch die Unruhen im Irak, die das Ölangebot des zweitgrößten Produzenten innerhalb der Opec beeinträchtigen könnten.

16:34 Uhr

Manche Banken könnten massivem Geldabfluss nicht standhalten

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Horrorszenario: Bankrun in Berlin während der großen Wirtschaftskrise 1929.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Es ist das klassische Krisen-Szenario für Banken: Viele Anleger und Investoren wollen plötzlich ihre Gelder abziehen. Dafür sind allerdings nicht alle Kreditinstitute in der Euro-Zone laut EZB-Bankenaufsicht ausreichend gerüstet.

Nur rund die Hälfte der 103 Institute, die an einem entsprechenden Stresstest teilnahmen, könnten unter solchen Liquiditätsschocks mehr als sechs Monate mit vorhandenen Finanzmitteln überleben, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) mit. Unter einem extremen Belastungsszenario seien es lediglich mehr als vier Monate. Elf Banken würden in einer extremen Situation sogar nur weniger als zwei Monate geschäftsfähig bleiben. Und auch im schwächsten Szenario gebe es noch vier Geldhäuser, die weniger als sechs Monate durchhalten könnten.

Die Prüfung sollte unter anderem aufzeigen, wie verwundbar die Geldhäuser bei solchen Schocks sind. Die Aufseher hatten ihnen hypothetische Stressszenarien vorgegeben, in denen es etwa zu starken Geldabflüssen von Konten kommt oder sie in finanzielle Probleme geraten aufgrund von Bonitätsherabstufungen der Ratingagenturen.

16:13 Uhr

Anleger freuen sich über Sozialisten-Sieg

In Portugal bleibt nach der Wahl wohl alles beim Alten. Das heißt, die Sozialisten, die sich während und nach der Krise dem angeblich marktfreundlichen Spardogma widersetzt haben, regieren weiter. Und die Anleger freuen sich. Denn die linke Investitionspolitik hat sich aus ihrer Sicht ausgezahlt.

Investoren greifen bei portugiesischen Staatsanleihen zu, was die Rendite der zehnjährigen Titel auf 0,122 von 0,148 Prozent drückt.

15:59 Uhr

Wall Street startet mit kleinem Verlust

Mit kleinen Verlusten starten die US-Börsen in die neue Woche. Kurz nach Handelsbeginn verliert der Dow-Jones-Index 0,4 Prozent auf 26.474 Punkte. Der S&P-500 gibt um 0,4 Prozent nach und der Nasdaq-Composite um 0,3 Prozent.

SPDR S&P 500 ETF
SPDR S&P 500 ETF 281,80

Der Dax hat sich unterdessen etwas stabilisiert. Am Nachmittag etablierte sich der Leitindex über der 12.000er-Linie. Zuletzt gewann er 0,10 Prozent und 12.025,37 Punkte.

Unter den mittelgroßen deutschen Werten verblieb es jedoch bei einem Abschlag, ihr Index MDax fiel um 0,20 Prozent auf 25.481,54 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dagegen lag mit 3452,70 Zählern ähnlich leicht im Plus wie der Dax.

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15:26 Uhr

Juul-Gründer waren Milliardäre - für nur zehn Monate

Die gesamte Tabak-Industrie hatte auf die E-Zigaretten gesetzt und entsprechend investiert in Firmen wie Juul. Nach immer mehr Berichten über Todesfälle und Verletzte ist der Boom vorbei, bevor er richtig angefangen hatte.

Laut "Forbes" hat einer der Hauptinvestoren bei Juul die Bewertung des Unternehmens um mehr als ein Drittel nach unten korrigiert. Damit schrumpft auch das Vermögen der beiden Gründer, die geschätzt noch 1,75 Prozent an Juul halten. Nun, zehn Monate nach der Finanzierungsrunde, die Juul auf 38 Milliarden taxiert und sie zu Milliardären gemacht hatte, fallen Adam Bowen und James Monsees aus der "Forbes"-Milliardärsliste. (Noch) verfügen sie aber weiter über auskömmliche Vermögen von, "Forbes" zufolge, rund 900 Millionen Dollar.

15:22 Uhr

Altmaier plant Angriff auf Google, Facebook & Co.

Der deutsche Wirtschaftsminister macht ernst:

Peter Altmaier will die Wettbewerbsregeln für große Digitalkonzerne wie Google, Facebook und Amazon verschärfen und so deren Macht einschränken. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über den am Montag zuvor "Spiegel online" berichtete.

Konkret sollen Nutzer unter anderem künftig Zugang zu ihren eigenen Daten erhalten und diese auch zu anderen Anbietern mitnehmen können - etwa die Nachrichten beim Wechsel eines Messenger-Dienstes auf dem Handy. Internetriesen wie Amazon sollen Angebote von Wettbewerbern und ihre eigenen Angebote bei der Darstellung von Suchergebnissen gleich behandeln.

Außerdem soll das Bundeskartellamt schneller eingreifen können, um Monopole zu verhindern - denn der Markt verändere sich so rasant, dass man mit bestehenden Regeln nicht hinterherkomme.

14:30 Uhr

Eigentor im Währungskrieg: Billiger Yuan nützt Deutschland

Währungskriege sind etwas komplizierter, als Donald Trump sich das so vorstellt, wenn er gegen China wettert und fordert, dass die Fed den Dollar mittels Zinssenkungen billiger machen soll.

Renminbi Yuan / US-Dollar
Renminbi Yuan / US-Dollar ,14

Einer Studie des Ifo-Instituts zufolge würde eine Abwertung der chinesischen Währung im Zollkonflikt Europa, den USA und dem Rest der Welt mehr Wohlstand bringen. China hingegen würde verlieren. Bei einer zehnprozentigen Abwertung des Yuan würde Deutschland 413 Millionen Euro Realeinkommen gewinnen.

Für die USA hätte die Yuan Abwertung ebenfalls einen positiven Effekt: "Die Verluste der USA aus dem Zollkrieg mit China verringern sich durch die Yuan-Abwertung", sagte Marina Steininger, Ko-Autorin der Studie. "Wertet der Yuan um 10 Prozent ab, würde die US-Wirtschaft nur noch 397 Millionen Euro verlieren, bei 20 Prozent könnten die USA den Verlust sogar in einen Wohlstandsgewinn von 476 Millionen Euro drehen."

Für China fällt die Bilanz negativ aus. Bei einem Zollkonflikt und Abwertung um 10 Prozent verliert das Land 29,27 Milliarden Euro, bei 20 Prozent Abwertung sogar 33,79 Milliarden Euro.

Seit dem Frühjahr 2018 wertete der Yuan gegenüber dem US-Dollar um etwa 13 Prozent ab.

14:22 Uhr

Flugbegleiter bereiten Lufthansa-Streik vor

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo bleibt in der Auseinandersetzung mit dem Lufthansa-Konzern auf ihrem Kurs zu einem Streik der Flugbegleiter. Ihre Mitglieder will die Spartengewerkschaft in dieser Woche mit Informationsveranstaltungen vorbereiten.

Am kommenden Montag wolle man Details zu Zeit, Dauer und Ort der Streiks nennen, kündigte Ufo an. In Frage kämen Flüge der Konzern-Gesellschaften Lufthansa, Germanwings, Eurowings, Lufthansa CityLine und Sunexpress Deutschland.

Lufthansa lehnt Gespräche mit der Ufo seit Monaten ab, weil sie deren Vorstand für nicht rechtmäßig hält. In einem Arbeitsgerichtsverfahren wolle das Unternehmen laut Angaben eines Sprechers zudem überprüfen lassen, ob es sich bei der Ufo überhaupt noch um eine tariffähige Gewerkschaft handele. An dieser Position halte man fest.

Investoren schrecken die Streikpläne nicht. Lufthansa liegen inzwischen mit einem Plus von 3,5 Prozent an der Spitze des Dax.

14:12 Uhr

Industrie-Dino GE will Pensionen um Milliarden kürzen

Der angeschlagene US-Industriekonzern General Electric bereitet drastische Kürzungen bei seinen Pensionsverpflichtungen vor. Unter anderem sollen die Pläne für rund 20.000 US-Mitarbeiter mit Ansprüchen auf bestimmte Leistungen eingefroren werden.

General Electric
General Electric 11,55

Die Maßnahme, die am 1. Januar 2021 in Kraft tritt, betrifft nicht die Pensionäre, die bereits Zahlungen beziehen. GE teilte weiter mit, im vierten Quartal eine entsprechende Belastung zu verbuchen. Die Pensionspläne von GE sind schon seit 2012 für neue Mitglieder geschlossen.

Rund 100.000 ehemaligen Mitarbeitern, die noch keine monatlichen Pensionszahlungen kassieren, will GE die Option einer Pauschalzahlung anbieten.

Die Änderungen bei den Pensionen sind laut GE Teil des Plans, das Pensionsdefizit um 5 bis 8 Milliarden US-Dollar zu reduzieren und die Nettoverschuldung um 4 bis 6 Milliarden Dollar zu drücken.

13:54 Uhr

Blauer Diamant weckt Hoffnung auf Millionengewinn

Einen Ertragsschub erwarten die Analysten von Shore Capital durch den Verkauf eines blauen Diamanten aus der Cullinan-Mine mit 20,08 Karat für Petra Diamonds. Sie erwarten, dass dieser Stein einen Preis von 13 bis 15 Millionen Euro erzielen kann. Wenn dies der Fall sei, sollten die Gewinne im Geschäftsjahr 2020 deutlich anziehen.

Zum Vergleich: 2015 wurde ein blauer Diamant mit 29,6 Karat für 48,5 Millionen Dollar verkauft, 2016 einer mit 24,2 Karat für 25,4 Millionen Dollar. Für die Aktie von Petra Diamonds geht es bereits um 11,5 Prozent auf 7,04 Pence nach oben.

13:15 Uhr

100-Milliarden-Investor schämt sich für eigene Leistung

Uber, WeWork, ... Softbank-Chef Masayoshi Son musste als Investor zuletzt heftige Rückschläge hinnehmen. Er selbst hält seine Bilanz sogar für "beschämend". Wenn er auf das Wachstum von US-amerikanischen und chinesischen Firmen schaue, sei er überzeugt, dass seine Leistung nicht gut genug sei, sagte Son dem japanischen Magazin "Nikkei Business".

Der Softbank-Gründer konzentriert sich vor allem auf die Investmentaktivitäten des Konzerns rund um den etwa 100 Milliarden Dollar schweren Technologiefonds "Vision Fund". In den vergangenen Monaten hatte dieser eine Reihe von Rückschläge erlitten - der Börsengang des Bürovermieters WeWork scheiterte krachend, die Bewertungen von Beteiligungen wie dem Fahrdienstleister Uber brachen ein. "Ich schließe mich ein, wenn ich sage, dass es nicht die Zeit für japanische Unternehmer ist, Ausreden zu finden", sagte Son.

12:54 Uhr

Anleger zeigen keine Flugscham

Fluggesellschaften zeigen sich am Montagmittag europaweit erholt.

Lufthansa und Air France-KLM steigen 2,8 Prozent, International Consolidated Airlines um 1,4 Prozent und die skandinavische SAS sogar 4,5 Prozent. Letztere profitieren zudem von sehr guten Verkehrszahlen. Honoriert wird besonders, dass die Passagierzahlen zum Vorjahr um 3 Prozent stiegen, die Profitabilität aber noch stärker. Hier ging es bei den "Unit Revenues" um 4,4 Prozent nach oben.

13:00 Uhr

Wall Street dürfte mit Verlusten starten

Kaum Konjunktur- oder Firmenzahlen, die vom Konjunkturpessimismus ablenken könnten: Zum Start in die neue Woche zeichnen sich an den US-Börsen Verluste ab. Die Futures auf die wichtigen Aktienindizes tendieren vorbörslich etwas leichter.

Nachdem die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag die Gemüter beruhigt hatten, weil sie von einer guten Beschäftigungslage zeugten, ohne Hoffnungen auf eine neuerliche Zinssenkung der US-Notenbank zu dämpfen, rückt nun wie auch auf dem europäischen Markt wieder der Handelskonflikt zwischen USA und China in den Blick.

Die Streitparteien wollen ihre Gespräche in dieser Woche in Washington wieder aufnehmen. Allerdings sind die Hoffnungen auf eine Beilegung des Konflikts nicht sehr groß, nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg am Wochenende berichtet hat, dass chinesische Vertreter den Umfang der zu besprechenden Themen reduziert hätten.

Ansonsten ist die Nachrichtenlage dünn. Es stehen weder Konjunkturdaten von Rang noch wichtige Unternehmensereignisse auf der Agenda.

12:36 Uhr

Dax klammert sich an die 12.000

Der Dax hat sich nach seinem sehr schwachen Oktober-Auftakt zum Wochenstart etwas stabilisiert.

Dax
Dax 13.163,88

Der Leitindex schwankt wenig verändert um die 12.000 Punkte, die er am Freitag in einer kurzen Erholungsphase in letzter Minute zurückerobert hat. Gegen Mittag gibt der Leitindex knapp um 0,08 Prozent auf 12.003,71 Punkte nach.

Unter den mittelgroßen deutschen Werten war der Abschlag etwas größer, der MDax fiel um knapp ein halbes Prozent auf 25 414,20 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab mit 3444,55 Zählern ähnlich leicht nach wie der Dax.

11:42 Uhr

Mehr als 100 Tonnen: China kauft gigantische Goldmenge

In nur zehn Monaten hat China seine Goldreserven um mehr als 100 Tonnen aufgestockt. Das geht laut "Bloomberg" aus Angaben der Zentralbank der Volksrepublik Stand September hervor.

China hatte im Zuge des Handelskonflikts mit den USA im vergangenen Dezember begonnen, seine Währungsreserven zu diversifizieren, um die Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren. Auch andere Zentralbanken kaufen zuletzt massiv Gold.

Der Preis für eine Feinunze Gold liegt nahe seines Sechsjahreshochs bei 1502,70 Dollar.

11:31 Uhr

Angst vor Syrien-Invasion: Türkische Lira fällt

Die türkische Währung verzeichnet am Morgen ein Minus von gut einem Prozent gegenüber dem Dollar und ist damit die aktuell schwächste Schwellenländerwährung.

Als Grund geben Händler die Sorge vor einer unmittelbar bevorstehenden Militäraktion in Nordsyrien an. Eine Invasion der Türkei im Nachbarland werde "wohl kaum irgendwas Gutes bringen" aus wirtschaftlicher Sicht, zitiert "Bloomberg" den Schwellenländer-Strategen Christian Maggio von TD Securities. Die Frage sei, ob es "sehr schlimm oder neutral bis schlimm" werde.

11:25 Uhr

Mercedes liefert Rekordquartal ab

Neuer Manipulationsverdacht, Konjunktursorgen und technologischer Umbruch - alles Doom and Gloom bei den Autobauern. Mercedes-Benz zumindest liefert einen Lichtblick: Der Premiumhersteller hat gerade das beste dritte Quartal der Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Im vergangenen Monat stiegen die Verkäufe der Stammmarke um 10,4 Prozent auf 223.838 Einheiten, wie Daimler mitteilte. Im Quartal lag das Plus bei 12,2 Prozent auf 590.514 Fahrzeuge.

Daimler
Daimler 52,17

Dank des starken Wachstums der vergangenen Monate hat Mercedes-Benz nun auch den Absatz seit Jahresbeginn leicht gesteigert, per Ende September um 0,6 Prozent auf 1,725 Millionen Fahrzeuge. Per August lagen die Verkaufszahlen seit dem 1. Januar noch um 1 Prozent im Minus.

11:16 Uhr

Tesla-Manager soll StreetScooter der Post flottmachen

Die Deutsche-Post-Tochter StreetScooter setzt mit neuen Managern auf internationales Wachstum:

Der ehemalige Tesla-Manager Peter Bardenfleth-Hansen solle bei dem chronischen Verlustbringer des Post-Konzerns den Aufbau der internationalen Vertriebsorganisation vorantreiben. Vom US-Automobilriesen Ford kommt Ulrich Stuhec zu StreetScooter. Er soll als Chief Technology Officer die Produkt- und Technologieentwicklung bis hin zu autonomem Fahren betreuen. Stuhec soll zudem für das China-Geschäft verantwortlich zeichnen - StreetScooter kooperiert in der Volksrepublik mit dem Autobauer Chery.

StreetScooter produziert Elektro-Transporter für die Post und für Kunden außerhalb des Bonner Konzerns. Die Post sucht aber Partner für den Aachener Hersteller, sie sieht sich langfristig nicht als Auto-Produzent.

10:42 Uhr

Krisenstimmung bei Investoren - wie real ist die Crash-Gefahr?

Die Konjunktur in Deutschland trübt sich aus Sicht von Investoren immer stärker ein. Das Barometer für die aktuelle Lage sei im Oktober um 7,5 Zähler auf minus 18,0 Punkte eingebrochen, teilte die Investment-Beratungsfirma Sentix zu ihrer monatlichen Umfrage unter mehr als 950 Anlegern mit. Es ist der tiefste Wert seit November 2009, als die Welt noch in der großen Wirtschaftskrise steckte, und bereits der fünfte Rückgang in Folge. Das Wirtschaftsklima erodiere im Rekordtempo.

 

10:30 Uhr

"Sprinter" manipuliert? Betrugsverdacht gegen Daimler

Für die Papiere von Daimler geht es mehr als 0,5 Prozent nach unten.

DaxSector Automobil
DaxSector Automobil 1.457,87

Ein weiteres Dieselfahrzeug der Stuttgarter steht nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" im Verdacht, mit illegaler Abgastechnik zu fahren. Betroffen sind demzufolge 260.000 Transporter des Modells Sprinter in Europa, davon 100.000 in Deutschland. Ein Konzernsprecher in Stuttgart bestätigte auf Anfrage, dass das KBA in dieser Sache ein Anhörungsverfahren eröffnet habe.

Angesichts der Unsicherheiten rund um die internationalen Handelsstreitigkeiten gerieten auch europaweit die konjunktursensiblen Automobilwerte unter Druck. Am Dax-Ende büßten die Papiere des Zulieferers Continental mehr als 2 Prozent ein.

10:22 Uhr

Dialog kauft deutschen Chip-Entwickler für 80 Millionen Dollar

High-Tech-Übernahme made in Germany:

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Rhein-Romantik und High-Tech: Bingen.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Der britisch-deutsche Chip-Entwickler Dialog Semiconductor ist auf seiner Einkaufstour in Bingen bei Mainz fündig geworden. Mit der Übernahme des kleineren Rivalen Creative Chips will Dialog sich bei integrierten Schaltkreisen für industrielle Anwendungen verstärken, wie das Unternehmen mitteilte.

Dialog Semiconductor zahlt zunächst 80 Millionen Dollar für das 20 Jahre alte Unternehmen, bis zu 23 Millionen könnten dazukommen, wenn die Umsatzziele in den nächsten beiden Jahren erreicht werden.

10:06 Uhr

Kryptowährung Libra vor dem Aus? Neuer Einbruch für Bitcoin

Kryptowährungen bleiben die Anlage schlechthin für Investoren, die Geld übrig haben und den Nervenkitzel suchen:

Ein erneuter Rückschlag für Facebooks Digitalwährung Libra setzt Bitcoin weiter zu. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verbilligt sich um 5,1 Prozent auf 7767 Dollar.

Nach dem Ausstieg des Bezahldienstes Paypal stehe Libra wohl am Scheideweg, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research.

09:58 Uhr

Ölpreis bleibt nach Preissturz stabil

Die Ölpreise sind nahezu unverändert in die Handelswoche gestartet.

Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 58,34 US-Dollar. Das waren drei Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um vier Cent auf 52,85 Dollar.

Nach zuletzt deutlichen Verlusten haben sich die Ölpreise vorerst wieder stabilisiert. In der Vorwoche waren der US-Ölpreis und der Preis für Brent-Öl in der Spitze um jeweils mehr als fünf Prozent gefallen. Im Mittelpunkt des Interesses am Ölmarkt stehen die Handelsgespräche zwischen den USA und China, die in dieser Woche wieder aufgenommen werden sollen.

Jüngsten Medienberichten zufolge soll China einem umfassenden Handelsabkommen skeptisch gegenüberstehen. Der Handelskonflikt der beiden größten Volkswirtschaften der Welt ist eines der beherrschenden Themen am Ölmarkt und hat die Ölpreise in den vergangenen Monaten immer wieder belastet.

09:28 Uhr

Gescheiterte Übernahme: Investoren stoßen Osram ab

Nach dem vorläufigen Aus für die Übernahme durch AMS geht es für die Titel von Osram vier Prozent bergab.

Im Gegenzug verteuern sich AMS-Papiere in Zürich um 3,7 Prozent.

Osram-Aktien sollten allerdings nicht allzu aggressiv verkauft werden, sagte ein Börsianer. Schließlich sei unklar, wie es mit dem Leuchten-Konzern weitergehe. So sei nicht ausgeschlossen, dass die Finanzinvestoren Bain und Carlyle ihre Offerte nachbessern.

Der Dax erholt sich dagegen leicht von seinen Anfangsverlusten und klettert mit einem Plus von 0,2 Prozent wieder über die 12.000er Marke.

09:18 Uhr

Dax-Eröffnung: Anleger wetten auf Einigung in US-Glyphosat-Prozessen

Angesichts der nahenden Handelsgespräche zwischen den USA und China fassen Anleger deutsche Aktien nur mit spitzen Fingern an.

Bayer
Bayer 68,74

Der Dax notierte zur Eröffnung am Montag kaum verändert bei 12.009 Punkten. US-Präsident Donald Trump wolle zwar einen Deal, sagten Börsianer. Die Regierung in Peking sei hierzu aber nur bereit, wenn im Gegenzug die US-Strafzölle auf chinesische Waren gesenkt würden. Die Chancen auf eine Einigung seien daher gering.

Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt gehörte Bayer mit einem Kursplus von 2,9 Prozent. In den USA wurde ein weiterer Prozess um den Unkrautvernichter Glyphosat verschoben. Der Mediator Ken Feinberg versucht, eine außergerichtliche Einigung zwischen Bayer und US-Klägern zu erreichen.

09:03 Uhr

Die Rezession ist da

"Es geht also weiter abwärts", lautet das Fazit von LBBW-Ökonom Jens-Oliver Niklasch mit Blick auf den deutschen Auftragseingang, der im August um 0,6 Prozent gesunken ist. "Nach dem zweiten Quartal dürfte auch das dritte Quartal höchstwahrscheinlich einen leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung bringen", schreibt der Experte in einem Kommentar.

"Damit befände sich Deutschland in einer sogenannten technischen Rezession. Das pfeifen die Spatzen von den Dächern", fügt Niklasch hinzu. "Weil es am Arbeitsmarkt so gut läuft, fühlt es sich aber noch nicht wie eine echte Rezession an. Die Frage ist nun: Wie lange noch?"

08:57 Uhr

Aufträge für deutsche Wirtschaft gehen erneut zurück

Die Auftragsflaute der deutschen Industrie setzt sich fort. Das Neugeschäft schrumpfte im August um 0,6 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet. Im Juli hatte es einen Einbruch um 2,1 Prozent gegeben.

Während die Bestellungen aus dem Inland im August um 2,6 Prozent zurückgingen, erhöhten sich die Aufträge aus dem Ausland um 0,9 Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Euro-Zone um 1,5 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Bestellungen aus dem restlichen Ausland stiegen um 0,4 Prozent gegenüber Juli.

Die deutsche Industrie steckt derzeit in der Krise und zieht die gesamte Wirtschaft mit nach unten. Laut Prognose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute wird die hiesige Wirtschaft an einer Rezession vorbeischrammen.

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08:50 Uhr

Euro bewegt sich kaum

Still ruht der Devisenmarkt:

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,10

Der Kurs des Euro bewegt sich zunächst wenig. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0980 US-Dollar gehandelt und damit nahezu auf dem gleichen Niveau wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,0979 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Wochenauftakt am Devisenmarkt. Am Freitag hatte der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für September keine eindeutigen Signale geliefert, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Die Arbeitslosigkeit in den USA ist zwar auf den tiefsten Stand seit etwa 50 Jahren gesunken, dagegen war die Lohnentwicklung unerwartet schwach ausgefallen.

08:35 Uhr

Schon 3,5 Milliarden Euro Brexit-Schaden für Deutschland

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Brexit: Ein wichtiger Handelspartner fällt plötzlich fast weg.

(Foto: imago images/Winfried Rothermel)

Der Brexit wirft längst seinen Schatten voraus. Allein im ersten Halbjahr habe sich das deutsche Exportgeschäft mit Großbritannien in Höhe von über 3,5 Milliarden Euro in Luft "aufgelöst", sagte Außenhandelspräsident Holger Bingmann der "Rheinischen Post". "Großbritannien ist in der Rangfolge unserer Handelspartner von Platz fünf im Jahr 2016 auf aktuell Platz 13 abgerutscht und liegt hinter Polen."

Das wahre Schadensausmaß dürfte aber "noch deutlich größer sein und erst in einigen Monaten sichtbar werden", da viele Unternehmen ihre Lager im Vereinigten Königreich aufgefüllt hätten, um Unterbrechungen der Lieferkette vorzubeugen. Bingmann warnt die Bundesregierung und die übrigen EU-Staaten eindringlich vor einem harten Brexit Ende Oktober:  Es drohe ein "immenser Mehraufwand im Bereich Zoll und bei der Bewältigung von Bürokratie in den Bereichen Logistik, Transport, Datenschutz und Steuern, die sie nur schwer oder mit hohem Kosten- und Zeitaufwand bewältigen können".

08:14 Uhr

Gewerkschaften beklagen schwierige Tarifgespräche mit GM

Die Tarifgespräche zwischen General Motors (GM) und der Gewerkschaft UAW sind am Sonntagmorgen ins Stocken geraten. Vor dem Wochenende hatten die Verhandlungspartner einige Fortschritte bei Neueinstellungen, Arbeitsplatzsicherheit und anderen Themen gemacht, die immer noch umstritten sind.

General Motors (GM)
General Motors (GM) 35,33

Der Verhandlungsführer der United Auto Workers (UAW) bei GM, Terry Dittes, nannte als Grund dafür auch, dass GM einen zuvor abgelehnten Vorschlag mit nur geringfügigen Änderungen erneut auf den Tisch gelegt habe: "Es hat nichts dazu beigetragen, während der Laufzeit dieses Tarifvertrages einen sicheren Arbeitsplatz zu schaffen." Ein Sprecher des GM sagte: "Wir verhandeln weiterhin in gutem Glauben mit sehr guten Vorschlägen, die den Mitarbeitern heute zugutekommen und eine stärkere Zukunft für uns alle schaffen."

07:43 Uhr

HSBC könnte 10.000 Stellen streichen

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Das Renditeziel der Bank trifft viele ihre Mitarbeiter.

(Foto: REUTERS)

Die britische Bank HSBC plant laut einem Zeitungsbericht Maßnahmen zur Kostensenkung, die zur Streichung von bis zu 10.000 Stellen führen könnten. Der Arbeitsplatzabbau komme zusätzlich zu den rund 4.000 Arbeitsplätzen, deren Streichung die BC Holdings plc im August nach der überraschenden Ablösung ihres CEO John Flint angekündigt hatte, schreibt die "Financial Times".

Laut der Zeitung zielt die neueste Entlassungsrunde unter dem Interimschef Noel Quinn auf hochbezahlte Positionen innerhalb des Konzerns. Viele davon könnten das Geschäft in Europa betreffen.  HSBC hat sich zum Ziel gesetzt, den Gewinn mit Kostensenkungen und einem stärkeren Fokus auf das Wachstum in Asien zu steigern.

07:38 Uhr

Asien-Börsen starten ohne China uneinheitlich

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Die Märkte blicken auf die Handelsgespräche zwischen Washington und Peking.

(Foto: REUTERS)

Die asiatischen Börsen tendieren am Montag uneinheitlich, wobei die Börsen in Hongkong und Shanghai feiertagsbedingt geschlossen sind. Die starke Entwicklung an den US-Börsen am Freitag schlägt sich an den Märkten kaum durch. Eine überraschend niedrige Arbeitslosenquote in den USA hatte Rezessionsängste etwas vermindert, ohne die Hoffnung auf Zinssenkungen einzutrüben. Sollte sich der US-Arbeitsmarkt weiter positiv entwickeln, würde dies Konjunkturimpulse von der Konsumseite hervorrufen, was die US-Ökonomie im Gegensatz zu anderen Ländern weiter stärken würde.

Nun geraten die in dieser Woche anstehenden Handelsgespräche zwischen den USA und China in den Blick. Bereits leise Hinweise auf die Entwicklung der Gespräche dürften die Märkte in Bewegung bringen. In Japan sind frühe Gewinne bereits wieder abgeschmolzen, wobei der Dollar zum Yen nach einigem Auf und Ab mit 106,87 das Niveau des japanischen Handelsschlusses vom Freitag einnimmt.