Montag, 11. Januar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

Dax rauscht unter die 14.000er Marke

Nach dem fulminanten Start in das neue Börsenjahr in der Vorwoche schaltet der deutsche Aktienmarkt nun einen Gang zurück. Aus dem Montagshandel verabschiedet sich der Dax mit deutlichen Abschlägen, auch eine recht stabile Wall Street konnte nur zwischenzeitlich stützen. Der Dax verliert 0,8 Prozent auf 13.937 Punkte. In der Vorwoche war er bis auf ein Allzeithoch von 14.132 Zählern geklettert und mit 14.050 Punkten ins Wochenende gegangen.

"Es werden Gewinne mitgenommen, und es wird umgeschichtet", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Es ist eine kleine Schwächephase nach den zuletzt sehr gut gelaufenen Wochen", unterstreicht sie und erläutert: "Steigende Corona-Zahlen verunsichern die Anleger: Sie deuten auf eine mögliche Lockdown-Verlängerung hin - mit den entsprechend negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft."

Im Dax sind nennenswerte Gewinner zum Wochenstart Mangelware. Lediglich Merck und Linde können jeweils etwa ein Prozent zulegen. Dagegen ist die Verliererliste lang: Am deutlichsten geben Fresenius nach, etwa drei Prozent. Autowerte und Zulieferer gehören ebenfalls zu den größeren Verlierern. Und auch Delivery Hero fallen etwa zwei Prozent.

Dax
Dax 13.815,06

*Datenschutz

16:38 Uhr

Biontech will 2021 bis zu zwei Milliarden Impfdosen herstellen

Biontech geht 2021 von einer höheren Produktion von Corona-Impfstoff aus als bisher geplant. Wie aus einer Analysten-Präsentation hervorgeht, will das Unternehmen dieses Jahr bis zu zwei Milliarden Dosen des gemeinsam mit dem Pharmakonzern Pfizer entwickelten Impfstoffs herstellen. Das schließt nun ein, dass sechs Impfungen anstatt fünf Impfdosen pro Impfstoff-Ampulle verwendet werden können - wie kürzlich von den mehreren Arzneimittelzulassungsbehörden genehmigt -, Verbesserungen bei den Prozessen sowie Ausweitung der eigenen und vertraglich vereinbarten Herstellungskapazitäten. In einer Präsentation vom Dezember hatte Biontech noch bis zu 1,3 Milliarden Dosen des Covid-19-Impfstoffs bis Ende 2021 angepeilt, basierend auf weltweiten Vereinbarungen.  Laut Präsentation haben Biontech und Pfizer bereits für 2021 weltweit Vereinbarungen für den Verkauf von mehr als einer Milliarden Impfdosen.

Biontech
Biontech 85,69

16:23 Uhr

Twitter-Aktien stehen nach Sperrung von Trump-Konto unter Druck

Die Sperrung der Nutzerkonten des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf Twitter setzt dem Kurznachrichtendienst zu. Twitter-Aktien geben rund sieben Prozent nach, nachdem der Dienst am Freitagabend dauerhaft die Trump-Accounts gesperrt hatte. Mit dem Ausschluss verlor Trump kurz vor Ende seiner Amtszeit sein wichtigstes Kommunikationsmittel. Börsianer rechneten für Twitter mit einem negativen Einfluss.

"Erwarten Sie einen leichten Nutzerrückgang, obwohl die Erosion des Engagements eine größere Frage ist", schreiben die Analysten von Bernstein in einer Notiz. Rechtsextreme Gruppen setzen stark auf digitale Plattformen wie Parler, Gab, MeWe, Zello oder Telegram und könnten sich von den führenden Social-Media-Kanälen abkoppeln. Zudem könnten auf Twitter zusätzliche Kosten zukommen, wenn von Nutzern hochgeladene Inhalte stärker moderiert werden sollen. Dies könnte nach Ansicht der Bernstein-Analysten Facebook zugutekommen, da Facebook bereits deutlich mehr Mitarbeiter als Twitter zur Durchsicht von Beiträgen beschäftigt. Facebook hat Trumps Konto ebenfalls bis mindestens zum Ende seiner Amtszeit als Präsident gesperrt.

Twitter
Twitter 38,02

16:00 Uhr

Wall Street beendet Rekordjagd - vorerst

Nach dem jüngsten Höhenflug machen einige US-Anleger Kasse. Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 fallen zur Eröffnung um bis zu 1,3 Prozent. "Wir sehen Gewinnmitnahmen auf breiter Ebene", kommentiert ntv-Börsenexperte Markus Koch. Robert Pavlik, Chef-Anlagestratege beim Vermögensverwalter SlateStone, sagt: "Der steile Anstieg hat die Leute etwas nervös gemacht." Die anhaltend hohen Infektionszahlen bereiteten Investoren dagegen keine allzu großen Sorgen. "Denn früher oder später wird die Pandemie überwunden", unterstreicht er.

15:46 Uhr

Curevac-Impfstoff wirkt in präklinischer Studie

Curevacs Impfstoffkandidat gegen Covid-19 feiert einen Erfolg. Präklinische Daten zeigten bei Gabe einer nur geringen Dosis von acht Mikrogramm eine ausgeprägte Immunantwort bei nichtmenschlichen Primaten, wie das deutsche Unternehmen mitteilt. Darüber hinaus habe sich gezeigt, dass geimpfte Rhesusaffen nach einer Belastungsinfektion vor dem Virus geschützt gewesen seien. Diese Daten unterstützten die laufende internationale klinische Phase 2b/3-Wirksamkeitsstudie, in der Probanden mit einer größeren Dosis von 12 Mikrogramm getestet werden.

In der aktuellen Studie wurde der Impfstoff an Rhesusaffen im Rahmen von zwei Impfungen innerhalb von 28 Tagen mit 8 Mikrogramm pro Dosis getestet. Nach einer Belastungsinfektion hatten die geimpften Tiere eine verringerte virale Belastung in den oberen Atemwegen (Nase und Rachen). Die unteren Atemwege (Lunge) waren vollständig geschützt. In diesem Bereich war das Virus nicht nachweisbar.

An Curevac ist die Bundesregierung beteiligt. Das Unternehmen hat jedoch noch keinen zugelassenen Impfstoff gegen die Pandemie am Start. Curevac-Aktien notieren aktuell rund zwei Prozent im Minus.

CureVac
CureVac 83,89

15:30 Uhr

Sorge vor negativen Zinsen belastet Pfund

Das Pfund gerät zum Wochenstart mit dem stärkeren Dollar sowie der erhöhten Risiko-Aversion der Investoren und den daher fallenden Aktienmärkten unter Druck. Aktuell notiert die Devise bei 1,3468 Dollar, nach einem Tageshoch bei 1,3569 Dollar.

"Das Pfund dürfte anfällig bleiben für Diskussionen um negative Zinsen im Zusammenhang mit den Lockdowns", heißt es von der ING. Ein deutlicher Anstieg des Euro bis auf 0,91 Pfund sei daher nicht auszuschließen, so die Analysten. Aktuell steigt der Euro auf Tagessicht um 0,1 Prozent auf 0,9020 Pfund.

15:15 Uhr

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise sinken zum Wochenstart leicht. Der starke Preisanstieg seit dem Jahreswechsel ist damit vorerst gestoppt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostet 55,31 Dollar. Das sind 26 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt 58 Cent auf 51,66 Dollar.

Marktbeobachter verweisen auf Kursverluste an den asiatischen Aktienbörsen, die am Morgen die Risikofreude der Anleger dämpften und auch die Ölpreise mit nach unten zogen. Der Preis für US-Öl fiel deutlich unter 52 Dollar, nachdem am vergangenen Freitag bei 52,75 Dollar der höchste Stand seit März 2020 erreicht worden war. Zudem werden die Ölpreise durch die Kursentwicklung am Devisenmarkt ausgebremst. In den vergangenen Handelstagen konnte sich der US-Dollar von deutlichen Kursverlusten ein Stück weit erholen.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 55,93
Rohöl WTI
Rohöl WTI 53,34

 

14:42 Uhr

Erstes neues Grippemittel seit fast 20 Jahren zugelassen

Die Europäischen Kommission hat das Roche-Grippemittel Xofluza zugelassen. Es handle sich um die erste neue Grippe-Arznei seit fast 20 Jahren, die in Europa zugelassen werde, wie der Schweizer Pharmakonzern mitteilt. Xofluza sei als orale Einzeldosis zur Behandlung von Grippe-Patienten ab zwölf Jahren vorgesehen. Das Medikament könne auch präventiv bei Personen eingesetzt werden, die mit Grippe-Patienten in Kontakt gekommen seien. Roche-Titel ziehen etwa 1,5 Prozent an.

Roche
Roche 325,20

14:12 Uhr

Run auf Remdesivir beflügelt Gilead

Der US-Pharmakonzern Gilead Sciences hat wegen der hohen Nachfrage nach seinem Medikament Remdesivir zur Behandlung von Covid-19-Patienten seine Jahresprognose angehoben. Nunmehr werde ein Produktumsatz von insgesamt bis zu 24,35 Milliarden Dollar erwartet, teilt Gilead mit. Der bereinigte Gewinn je Aktie dürfte in der Spanne von 6,98 bis 7,08 Dollar liegen, nachdem das Management bislang 6,25 bis 6,60 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt hatte.

Gilead Sciences
Gilead Sciences 55,04

13:54 Uhr

Corona ist zurück in den Köpfen der US-Anleger

Nach der Rekordjagd zum Wochenschluss stehen die Zeichen an der Wall Street am Montag auf Gewinnmitnahmen. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Nach dem schwachen Arbeitsmarkt hatten Teilnehmer auf mehr konjunkturstimulierende Maßnahmen durch den designierten US-Präsident Joe Biden gesetzt. Doch nun wird ein Teil dieser Hoffnungen wieder ausgepreist. Denn das von führenden Demokraten angekündigte erneute Amtsenthebungsverfahren gegen den noch amtierenden Präsidenten Donald Trump wegen dessen Rolle beim Sturm auf das Kapitol könnte zu einer erneuten Konfrontation im Kongress zwischen Demokraten und Republikanern führen. Damit dürfte die Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei neuen Konjunkturmaßnahmen schwinden, so die Befürchtung unter Marktteilnehmern. Daran änderten auch die neuen Mehrheitsverhältnisse zugunsten der Demokraten zunächst nichts.

Zudem rückt die Coronavirus-Pandemie wieder stärker ins Bewusstsein. Experten warnen vor neuen Höchstständen bei Neuinfektionen, Krankenhausaufenthalten und Todesraten nach den Weihnachtsfeiern und Familienreisen im Dezember. "Alles läuft ein bisschen holpriger, als wir es vor einer Woche vermutet hatten. Es fühlt sich an, als sei 2020 noch nicht wirklich zu Ende. Wir befinden uns mitten in einer Pandemie, wir reden immer noch über die US-Politik und dies sogar mehr denn je. Die zugrundeliegende Geschichte ist immer noch so ziemlich die gleiche", sagt Chefstratege Luca Paolini von Pictet Asset Management.

13:16 Uhr

Corona-Profiteur Shop Apotheke wächst und wächst

Die deutsch-niederländische Online-Apotheke Shop Apotheke ist im abgelaufenen Jahr kräftig gewachsen. Der Umsatz sei 2020 um 38 Prozent auf 968,2 Millionen Euro gestiegen, teilt das MDax-Unternehmen mit. Zum Ziel gesetzt hatte sich Shop Apotheke ein Plus von mindestens 35 Prozent. Die Zahl der aktiven Kunden habe im abgelaufenen Jahr um 1,6 Millionen auf 6,3 Millionen zugenommen. Zum Ergebnis äußerte sich Shop Apotheke nicht. Die Aktien legen mehr als drei Prozent zu.

Shop Apotheke
Shop Apotheke 170,60

12:49 Uhr

Teamviewer steigert Einnahmen 2020 deutlich

Das Softwarehaus Teamviewer hat im vergangenen Jahr seine abgerechneten Umsätze (Billings) deutlich gesteigert. In der Corona-Krise seien die Einnahmen um 40 Prozent auf 456 Millionen Euro geklettert, teilt der Anbieter von Fernwartungssoftware unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit. Die eigenen Prognosen wurden damit leicht verfehlt. Werde der erste Firmenzukauf, der Augmented-Reality-Spezialist Ubimax, hinzugezählt, seien es rund 460 Millionen Euro. Das Plus lasse sich auf ein starkes Neugeschäft sowie ein breiteres Produktangebot und mehr Vertragsverlängerungen durch Bestandskunden zurückführen.

Im vierten Quartal wuchsen die Einnahmen währungsbereinigt noch um 32 Prozent. "Für 2021 sind wir weiterhin sehr zuversichtlich, unseren Wachstumskurs fortzusetzen", kündigt Finanzchef Stefan Gaiser an. Ende des Jahres zählte Teamviewer 584.000 Kunden, was einem Zuwachs von einem Viertel auf Jahressicht entspricht. Die Aktien des Unternehmens gaben leicht nach. Am 9. Februar will Teamviewer detaillierten Einblick in das Gesamtjahr geben und dann auch Gewinnzahlen veröffentlichen.

Teamviewer
Teamviewer 42,61

12:13 Uhr

Auftragsbücher der Maschinenbauer füllen sich endlich wieder

Die von der Corona-Krise gebeutelten Maschinenbauer haben im November erstmals wieder sowohl im Inland als auch im Ausland mehr Aufträge verbuchen können. Die Bestellungen seien gegenüber dem Vorjahresmonat insgesamt um fünf Prozent gestiegen, wie der Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) mitteilt. Die Aufträge aus dem Inland seien um ein Prozent gestiegen, die Bestellungen aus dem Ausland um sieben Prozent. "Das Ergebnis ist erfreulich, selbst wenn dazu die schwache Vorjahresbasis einen großen Beitrag leistet", sagt VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Jetzt komme es darauf an, ob sich der positive Trend der vergangenen Monate fortsetzen kann. Angesichts der Pandemie seien Rückschläge nicht ausgeschlossen.

11:48 Uhr

Flatexdegiro meldet "herausragendes" Schlussquartal

Für die Analysten von Jefferies hat der Onlinebroker Flatexdegiro ein weiteres "herausragendes" Quartal mit insgesamt 21 Millionen abgewickelten Transaktionen allein im vierten Quartal gemeldet. Insgesamt wurden im Jahr 2020 rund 75 Millionen Transaktionen abgewickelt und die Pro-forma-Kundenbasis wuchs dabei organisch um 56 Prozent auf nun insgesamt 1,25 Millionen Kunden.

Die Volumenprognose der Analysten von Jefferies für das Geschäftsjahr 2021 liegt am unteren Ende der nun vom Unternehmen veröffentlichten Prognosespanne. Das Votum für die Aktie bleibt bei "Kaufen", auch weil Jefferies weitere Ergebnisverbesserungen für wahrscheinlich hält. Für die Aktie geht es im frühen Handel gegen den Trend um 2 Prozent nach oben. Die Aktien gewinnen knapp zwei Prozent.

11:26 Uhr

Bitcoin-Euphorie erhält nächsten Dämpfer

Nach dem Bitcoin-Höhenflug der vergangenen Wochen nehmen Anleger Gewinne mit. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verbilligt sich zum Wochenauftakt um rund zwölf Prozent auf 35.390 Dollar, nachdem sie am Donnerstag erstmals die Marke von 40.000 Dollar übersprungen hatte. Auch andere Krypto-Währungen müssen Federn lassen. "Die ganz große Euphorie ist damit vorerst Geschichte", sagt Analyste Timo Emden von Emden Research. "Zu euphorische Anleger, welche mit pausenlos steigenden Kursen gerechnet hatten, werden spätestens jetzt eines Besseren belehrt."

Marktteilnehmer führen die Korrektur auch auf die Erholung des Dollars zurück. "Es ist nur eine andere Art, die Sicht auf den Dollar auszudrücken", sagt Chris Weston, Experte beim Brokerhaus Pepperstone in Melbourne. Steigende US-Renditen sorgen zuletzt für Auftrieb beim US-Dollar. Ein steigender Dollarkurs belaste andere als sicher geltende Anlagen wie etwa Gold oder mittlerweile auch Bitcoin. "Ich weiß, dass es auch ein Makro-Spiel ist, aber ich denke, dass Gold und Bitcoin in einer ziemlich ähnlichen Funktion verwendet wurden", so Weston. Der Rückgang beim Goldpreis fiel mit einem Minus von einem Prozent allerdings deutlich moderater aus.

Bitcoin
Bitcoin 35.359,25

10:57 Uhr

Kult-Schuhmarke Dr. Martens denkt an Börsengang

Die britische Schuhmarke Dr. Martens erwägt einen Börsengang in London. Dabei würden die Beteiligungsfirma Permira und andere Altaktionäre Anteile abgeben, teilt das durch seine charakteristischen Stiefel mit Gummisohle und gelben Nähten bekannte Unternehmen mit. Neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung sollten nicht verkauft werden. Am Ende solle das Unternehmen auf einen Streubesitz von mindestens 25 Prozent kommen. Permira hatte Dr. Martens 2014 für 380 Millionen Euro gekauft, zuletzt stiegen die Umsätze um jährlich 20 bis 30 Prozent. Im vergangenen Geschäftsjahr lag der Umsatz bei 672 Millionen Pfund - umgerechnet etwa 744 Millionen Euro.

10:14 Uhr

Technikprobleme lähmen Derivatehandel

Die europäische Mehrländerbörse Euronext kämpft erneut mit technischen Problemen. Betroffen sei der Handel mit Indexderivaten, etwa mit Future-Kontrakten auf den französischen Leitindex CAC 40, teilt die Euronext mit. Die Börse untersuche die Probleme.

Im Oktober hatte eine Technikpanne den Handel an der Euronext mehr als drei Stunden komplett zum Erliegen gebracht. Der Konzern betreibt unter anderem Börsen in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon. Im vergangenen Jahr hatte sich die Euronext im Bieterstreit um die Übernahme der Mailänder Börse gegen die Deutsche Börse und die Schweizer Börse SIX durchgesetzt.

09:56 Uhr

Chinas Google-Rivale Baidu kooperiert mit Geely

Das chinesische Google-Pendant Baidu kooperiert mit dem Auto-Hersteller Geely. Baidu teilte am Montag mit, dafür eine neue Tochter aufzusetzen. Sie solle zusammen mit Geely "intelligente Elektrowagen" entwickeln. Baidu tüftelt bereits seit 2017 an der Technologie für selbstfahrende Autos. Insider hatten Reuters zuletzt gesagt, Baidu werde bei dem Joint Venture mit dem chinesischen Autobauer Geely die Mehrheit haben.

Baidu
Baidu 206,00
Geely Automobile
Geely Automobile 3,50

 

09:34 Uhr

Minus 80 Prozent: Adler-Aktien brechen nach Pleite der Modekette ein

Um mehr als 80 Prozent geht es für die Aktien von Adler Modemärkte bergab. Sie fallen auf Kurse um 0,40 Euro. Der Grund: Der Billig-Modehändler rutscht in die Pleite. Das Unternehmen führte als Grund für die Insolvenz die erzwungene Schließung fast aller 171 Geschäfte in der Corona-Pandemie seit Dezember an. Das habe zu einem neuerlichen Umsatzeinbruch und einer Liquiditätslücke geführt, erklärte Adler am Sonntagabend. Es sei nicht gelungen, frisches Geld von Investoren oder Staatshilfen zu bekommen. "Die erneute Corona-bedingte Schließung fast aller Standorte hat uns leider keine andere Wahl gelassen", sagte Vorstandschef Thomas Freude. "Wir werden alles dafür tun, den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und Adler schnellstmöglich zu sanieren und wieder in eine positive Zukunft zu führen." Ende September beschäftigte Adler 3350 Mitarbeiter.

Adler plant eine Insolvenz in Eigenverwaltung, bei der der Vorstand im Amt bleibt und nur durch einen externen Sachwalter beaufsichtigt wird. Darüber entscheiden muss das Amtsgericht Aschaffenburg. Bei der Sanierung über einen Insolvenzplan helfen soll Christian Gerloff, der als Generalbevollmächtigter zu Adler kommt. Er hat viel Erfahrung mit Pleiten in der Textilbranche. Unter anderem fungierte Gerloff als Insolvenzverwalter bei Escada und Laurel. In der Coronakrise haben bereits mehrere Textilhändler und -hersteller Insolvenz angemeldet, darunter Galeria Karstadt Kaufhof, Hallhuber, Bonita und Appelrath-Cüpper.

Adler Modemärkte
Adler Modemärkte ,76

09:03 Uhr

Dax schenkt die 14.000er Marke her

Nach einem Gewinn in der ersten Handelswoche des Jahres beim Dax von mehr als zwei Prozent startet der deutsche Börsenleitindex am Montag schwächer - und wieder unterhalb der 14.000-Punkte-Marke. Er notiert, trotz positiver US-Vorgaben, 0,2 Prozent im Minus bei 13.994 Punkten. Am Freitag hatte er die Handelswoche mit einem Stand von 14.050 Zählern beendet, das Allzeithoch schraubte er auf 14.132 Punkte.

"Nach fulminantem Jahresstart legt der Dax nun zunächst erst einmal eine kleine Verschnaufpause ein", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Der Optimismus trägt aber weiter und so rechnen Marktteilnehmer damit, dass kleine Rücksetzer zum Einstieg genutzt werden könnten."

08:43 Uhr

Deutsche Telekom bereitet Verkauf von Tochter vor

Die Deutsche Telekom führt einem Zeitungsbericht zufolge Verhandlungen über den Verkauf von T-Mobile Netherlands. Es werde ein Verkauf an Finanzinvestoren angestrebt, meldet das niederländische "Financieele Dagblad" unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen. Der Preis für den Mobilfunker könne bei vier bis fünf Milliarden Euro liegen. Den Insidern zufolge wäre ein Verkauf an einen anderen Telekomkonzern in den Niederlanden - KPN oder das Joint-Venture VodafoneZiggo - wegen Wettbewerbsbedenken unmöglich. Der Bonner Dax-Konzern wollte sich bereits 2015 von dem Niederlande-Geschäft trennen, hatte dann die Sparte aber mit dem Zukauf der niederländischen Tele2 gestärkt.

07:27 Uhr

Asien-Börsen leicht im Minus

Nach den kräftigen Kursgewinnen am Freitag zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien überwiegend mit leichten Abgaben. Die positiven Vorgaben aus den USA, wo S&P-500 und Nasdaq-Composite erneut auf Rekordhochs gestiegen waren, beflügelten die Indizes in Asien zunächst, doch drehten diese im Verlauf mehrheitlich ins Minus. Teilnehmer verweisen auf verstärkte Gewinnmitnahmen nach den jüngsten deutlichen Aufschlägen. In Tokio findet wegen eines Feiertages kein Handel statt. Übergeordnet stützend wirkt weiterhin die Hoffnung auf ein neues Konjunkturpaket in den USA.

Kospi
Kospi 3.013,93

Der Schanghai-Composite reduziert sich um 0,2 Prozent auf 3.563 Punkte. Es könnte der Beginn einer Korrekturbewgung sein, denn immerhin habe der chinesische Markt seit Juni 2020 sehr kräftig zugelegt, heißt es von Bohai Securities. Die Analysten raten vor allem bei Sektoren mit einer mittlerweile hohen Bewertung zur Vorsicht.

Besonders heftig fallen die Bewegungen am Aktienmarkt in Seoul aus. Hier kletterte der Kospi mit den positiven Nasdaq-Vorgaben zunächst um über 3 Prozent nach oben, gab allerdings im Zuge von Gewinnmitnahmen die Aufschläge wieder ab und liegt aktuell 0,1 Prozent im Minus. Am Freitag hatte der Index bereits um 3,8 Prozent zugelegt.

In Sydney, wo der Handel bereits beendet ist, schloss der S&P/ASX 200 mit einem Abschlag von 0,9 Prozent. Hier zeigten sich vor allem die Technologiewerte mit deutlichen Abgaben

08:08 Uhr

Dax startet unter 14.000 in die Woche

Dax
Dax 13.815,06

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Überraschend schwache US-Arbeitsmarktdaten hatten die Börsen auf ihrer Rekordjagd am Freitag nicht aus dem Tritt gebracht, da Anleger auf weitere US-Konjunkturhilfen spekulierten. Der Dax war über der am Donnerstag frisch geknackten 14.000er Marke aus dem Handel gegangen und um 0,6 Prozent auf 14.049 Punkte gestiegen. Fest im Blick behalten Anleger die weiter grassierende Corona-Pandemie und eine mögliche Verlängerung des Lockdowns. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) rechnet damit, dass die Pandemie das Land "noch Monate beschäftigen" werde. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hält einen Lockdown bis Sommer indes für unmöglich.