Der Börsen-TagDeutsche Exportzahlen dürften Trumps Wut befeuern
Exportüberschussweltmeister Deutschland ist eines der Länder, die Trump immer wieder hervorhebt, wenn er davon spricht, dass die USA von ihren Handelspartnern seit Jahrzehnten "enorm ausgebeutet" werden.
Die neuesten deutschen Außenhandelszahlen scheinen das erneut zu bekräftigen - wenn man wie Trump fälschlicherweise den Außenhandelsaldo mit einem Gewinn oder Verlust für die Wirtschaft gleichsetzt.
Kalender- und saisonbereinigt ergab sich im Januar ein Außenhandelsüberschuss von 21,3 Milliarden Euro. In unbereinigter Rechnung schloss die Außenhandelsbilanz den Januar mit einem Überschuss von 17,4 Milliarden Euro ab.
Der Überschuss in der Leistungsbilanz betrug nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank 22,0 Milliarden Euro. Ökonomen hatten lediglich 16,4 Milliarden Euro erwartet.
Im Januar sanken die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 111,0 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 8,6 Prozent höher. Die Importe fielen um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 89,7 Milliarden Euro. Auf Jahressicht ergab sich ein Anstieg von 6,7 Prozent.