Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag"Deutsche Wirtschaft befindet sich im Abwärtssog"

08.09.2022, 10:00 Uhr

Rezession, Rekordinflation, Kaufkraftverlust: Wegen massiv steigender Energiepreise infolge der russischen Invasion in der Ukraine erwartet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) ein extrem schwieriges Jahr 2023 für Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt werde dann um 0,7 Prozent schrumpfen, so die Kieler Forscher. Für das laufende Jahr rechnet das IfW noch mit einem Wachstum, das jedoch mit 1,4 Prozent deutlich niedriger ausfallen soll als noch im Sommer angenommen. 2024 könnte es dann wieder zu einem Plus von 1,7 Prozent reichen. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Abwärtssog", fassen die Ökonominnen und Ökonomen ihre Prognose zusammen. "

Keine Entspannung erwartet das Institut bei der Teuerung. "Sofern die Preise für Strom und Gas für längere Zeit hoch bleiben – so wie es sich derzeit abzeichnet – wird die Inflation ausgehend von ihrem Rekordniveau von acht Prozent im laufenden Jahr voraussichtlich auf 8,7 Prozent im Jahr 2023 steigen", erwarten die Fachleute. Grund dafür sei, dass die Marktpreise für Strom und Gas erst verzögert bei den Verbrauchern ankämen. Erst 2024, wenn die Energiepreise wieder nachgeben, dürfte sich die Inflation beruhigen und auf 3,1 Prozent sinken.

Quelle: ntv.de