Der Börsen-Tag"Die Probleme müssen enorm groß sein"
"Die erste Erleichterung über die Entwicklung um die CS hat sich schnell gelegt", so ein Marktteilnehmer am Morgen. Der DAX-Future hat verglichen mit dem frühen Tageshoch etwa 150 Punkte abgegeben und deutet aktuell eine knapp behauptete Eröffnung im DAX an. "Die CS bleibt das einzige Thema", so der Marktteilnehmer. "Die Probleme müssen enorm groß sein", meint er mit Blick auf den Umfang der Maßnahmen, die am Wochenende eingefädelt wurden. Die UBS zahlt für die Übernahme der Credit Suisse (CS) lediglich 3 Milliarden Franken, der Staat garantiert "unter Bedingungen" für Risiken von 9 Milliarden, und die Notenbank stellt Liquiditätshilfen von bis zu 100 Milliarden Franken zur Verfügung. Dazu bieten verschiedene Notenbanken in einer koordinierten Aktion Dollar-Tender an.
Letztendlich dürfte damit die Risikoaversion der Anleger gerade gegenüber den Banken groß bleiben, so der Marktteilnehmer weiter. Er möchte noch nicht einmal ausschließen, dass die Risiken vollständig ausgeräumt sind: "Immerhin beträgt die Bilanzsumme der CS etwa 800 Milliarden Franken", sagt er. Zudem seien weitere Problemfälle in der Branche nicht auszuschließen. Die Risikoaversion dürfte auch gegenüber dem Gesamtmarkt gelten. Ein erneuter Test der 14.700er-Marke im DAX sollte somit nicht überraschen, so der Marktteilnehmer.