Der Börsen-TagDudenhöffer zu Porsches Batterie-Fiasko: "Das war extrem risikoreich"
Lange präsentierte sich Porsche als Elektrovorreiter. Nun vollzieht das Unternehmen eine scharfe Wende. Der Sportwagenbauer macht seine Batterieeinheit Cellforce fast komplett dicht. Das ist eine herbe Niederlage – nicht nur für Vorstandsboss Oliver Blume, sondern auch für Ex-Finanzchef Lutz Meschke, der einst als möglicher Nachfolger von Blume gehandelt wurde.
"Dass es ein schwieriges Ende wird, war zu erwarten", sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer gegenüber ntv.de. Porsche habe sich "total verrannt". Blume und Meschke hätten sich nicht mit Ruhm bekleckert. "Der David, der wenig Ahnung von Batterien hatte, wollte zum Champion der Zell-Chemie aufsteigen und die Elektro-Chemie neu erfinden. Das war extrem risikoreich."
Spannend wird aus Dudenhöffers Sicht, wie es mit Rivian läuft. Hier setzte Blume auf ein Startup, um die Software und Betriebssysteme für den Konzern neu aufzusetzen. "Nach der schwierigen Entwicklung von Cariad ist das nach meiner Einschätzung ebenso riskant. Manchmal sind es die Davids dieser Welt, die weit weg von der Realität sind, und das kann richtig Geld kosten."
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