Der Börsen-Tag"Ein Wendepunkt": Spritpreise beflügeln E-Auto-Absatz
Staatliche Förderprogramme und die hohen Benzinpreise lassen Europas Verbraucher zu Elektroautos greifen - auch in Ländern, in denen diese Fahrzeuge bislang kaum eine Rolle spielen. Online-Marktplatzbetreiber berichten nicht nur aus Deutschland, Frankreich und anderen Ländern über eine steigende Nachfrage, in denen Elektroautos schon länger zum Straßenbild gehören. Auch in Italien, Spanien oder Polen entscheiden sich immer mehr Autokäufer für ein derartiges Auto. Einige Branchenexperten gehen nun davon aus, dass die Technik ihren Durchbruch geschafft hat. "Das ist kein einmaliger Anstieg, das ist ein Wendepunkt", sagte Gurjeet Grewal, Chef von Octopus Electric Vehicles.
Nach Daten des Analysehauses New Automotive und des Branchenverbandes E-Mobility Europe, in dem Elektroautobauer, Zulieferer und Flottenbetreiber vertreten sind, legte der Absatz von Elektroautos im April in den 15 wichtigsten europäischen Staaten um gut ein Drittel zu. Insgesamt wurden im vergangenen Monat gut 200.000 Elektroautos neu zugelassen, das entspricht einem Anteil von mehr als einem Fünftel an den gesamten Neuzulassungen. Dabei bleibe Deutschland der absatzstärkste Markt, das stärkste Wachstum seit Jahresbeginn sei jedoch in Italien zu verzeichnen. Aber auch in Spanien und Polen entschieden sich mehr Käufer für ein E-Auto. "Die Zahlen von April zeigen, dass der europäische Elektroautomarkt ernsthaft Schwung aufnimmt", sagte Chris Heron, Generalsekretär bei E-Mobility Europe.