Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagEin herber Schlag ins Kontor

03.03.2026, 06:00 Uhr

Am Freitag hat sich der Dax noch mit 25.854 Punkten ins Wochenende verabschiedet, zwischenzeitlich lag er sogar nur etwa 100 Zähler von seinem Allzeithoch entfernt. Das war am Freitag. In die neue Handelswoche ist er dann mit einem Minus von 2,6 Prozent und einem gestrigen Schlusskurs von 24.638 Stellen gestartet. Der Grund für den Rücksetzer ist die Eskalation der Lage im Nahen Osten. Erst griffen die USA und Israel mit Luftschlägen an, dann reagierte das Regime in Teheran und attackierte US-Stützpunkte in den Nachbarstaaten. Der Ölpreis schoss zeitweise rund 15 Prozent in die Höhe, pegelte sich dann um die Marke von 80 Dollar je Barrel ein. Vorerst. DieAktiennotierungen in Asien gaben nach, es folgten Abschläge in Europa und schließlich auch an der Wall Street. Dort schlossen die Indizes aber wiederum nahezu unverändert, nachdem Marktteilnehmer die niedrigeren Kurse für einen Wiedereinstieg genutzt hatten.

Die Eskalation im Iran dürfte auch ein Thema beim US-Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz im Weißen Haus sein. Bei dem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump im Oval Office und einem anschließenden Mittagessen wird es dabei nun vor allem um den Iran-Krieg gehen. Merz will aber auch die Zolldifferenzen und den Ukraine-Krieg ansprechen.

Vom Nahost-Krieg wird auch die heute startende weltweit führenden Tourismusmesse ITB überschattet. Auf der Messe präsentieren bis Donnerstag fast 6000 Aussteller aus mehr als 160 Ländern Destinationen, Reisen sowie Dienstleistungen und Produkte. Ein zentrales Thema auf dem zeitgleich stattfindenden Kongress ist der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Reisegeschäft. Die ITB ist nur für Fachbesucher geöffnet.

Und wie ist es um den Euro-Preisauftrieb bestellt? Er dürfte sich im Februar stabilisiert haben. Experten gehen davon aus, dass die Teuerungsrate wie bereits im Januar bei 1,7 Prozent liegen wird. Die Inflation dürfte somit weiter unter dem Zielwert von 2,0 Prozent bleiben, den die Europäische Zentralbank als ideal für die Wirtschaft im Euroraum ansieht.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de