Der Börsen-TagEin neuer Kopf bringt frischen Wind
Nach drei Gewinntagen in Serie ist die Dax -Erfolgssträhne gestern gerissen. Der deutsche Börsenleitindex verlor 0,5 Prozent auf 24.607 Punkte. Zur Wochenmitte hatte er noch mit 24.737 Zählern geschlossen. Einmal mehr waren es die Nachrichten rund um den Nahostkonflikt, die belasteten. Während die Waffenruhe weiter hält, ist ein Ende des Krieges weiter nicht in Sicht.
Zum heutigen Wochenschluss stehen vor allem Konjunkturdaten im Fokus. So dürfte etwa die deutsche Wirtschaft mit etwas Schwung ins Jahr gestartet sein. Klarheit bringen die detaillierten Daten des Statistischen Bundesamtes. In einer vorläufigen Schätzung war ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal von 0,3 Prozent gemeldet worden. Die Bundesregierung rechnet allerdings im Frühjahr infolge des Iran-Kriegs mit einem Rückschlag für die Konjunktur.
Der Iran-Krieg und die gestiegenen Lebenshaltungskosten lasten wohl auch zu Beginn der zweiten Jahreshälfte auf der Verbraucherstimmung. Experten erwarten, dass der vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) ermittelte Indikator für Juni sinkt. Die Konsumenten blickten bereits im Vormonat skeptischer auf ihre künftige Finanzlage und die allgemeine Konjunktur.
Im Weißen Haus wird US-Präsident Donald Trump den neuen Chef der US-Notenbank Fed, Kevin Warsh, vereidigen. Der Senat hat der Personalie zugestimmt. Der 56-jährige Jurist und Finanzexperte Warsh löst Jerome Powell ab. Powell war von Trump lange kritisiert worden, weil er seiner Forderung nicht nachkam, die Zinsen kräftig zu senken und damit die Wirtschaft anzukurbeln. Wie aus dem Protokoll der letzten Zinssitzung hervorgeht, sprach sich eine wachsende Zahl von Währungshütern allerdings dafür aus, die Grundlagen für eine mögliche Zinserhöhung zu schaffen.
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