Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagEinbruch mit Ansage: Puma rutscht tief in Verlustzone

29.07.2020, 10:13 Uhr

Puma hatte schon vor drei Monaten gewarnt, das dritte Quartal würde noch schlimmer als das erste, als der Sportartikelhersteller zwar Einbußen hinnehmen musste, aber trotz Corona noch keinen Verlust auswies. Nun ist es so weit: Im zweiten Quartal ist Puma wegen coronabedingter Belastungen in die roten Zahlen gerutscht. Eine Prognose inklusive der Corona-Auswirkungen traut sich der Herzogenauracher Sportartikelhersteller weiterhin nicht zu. "Die mit dem Virus verbundene Unsicherheit und die Tatsache, dass die Zahl der Infektionen weltweit weiter ansteigt, machen es unmöglich, einen präzisen Finanzausblick auf das Gesamtjahr zu geben", sagte CEO Björn Gulden.

Das Jahr 2020 werde schwierig bleiben, das Ziel sei es, "zu überleben, sich zu erholen und dann wieder gestärkt und mit Wachstum aus der Krise hervorzugehen". Puma gehe weiterhin davon aus, dass sich die Märkte bis Ende 2020 erholen und 2021 wieder Wachstum erreichen. Puma sieht sich "gut positioniert, um sein Wachstum fortzusetzen, und für das Jahr 2021 werden wir weiterhin in vollständig neue Produktlinien investieren".

Im Dreimonatszeitraum April bis Juni ergab sich sowohl operativ als auch unter dem Strich ein Verlust. Der EBIT-Verlust betrug 114,8 Millionen Euro, nach einem EBIT-Gewinn von 80,3 Millionen im Vorjahreszeitraum. Nach Steuern und Dritten blieb für die Aktionäre ein Verlust von 95,6 Millionen (Vorjahr: Gewinn 49,7 Millionen) Euro. Je Aktie betrug der Verlust 0,64 Euro nach 0,33 Euro Gewinn. Der Umsatz sank auf 831,1 Millionen Euro von 1,227 Milliarden im Vorjahresquartal, währungsbereinigt ein Minus von 31 Prozent, nominal von 32,3 Prozent.

Quelle: ntv.de