Der Börsen-TagErinnerungen an Sars werden wach: Asiens Märkte im Minus
Die asiatischen Anleger werden weiterhin von der Angst vor den wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus in Schach gehalten. Die meisten Analysten haben die Auswirkungen der Ausbreitung des schweren akuten Atemwegssyndroms (Sars) in den Jahren 2002-2003 zurate gezogen, das damals vor allem die Tourismusbranche einbrechen ließ. "Der Sars-Ausbruch legt nahe, dass es zu großen Auswirkungen auf die Wirtschaftstätigkeit führen könnte, zumal der Angstfaktor die Mobilität der Menschen einschränken könnte", schrieben Analysten der Deutschen Bank. "Die Auswirkungen von China auf den Rest der Welt ist tendenziell nun viel größer als bei Sars, sowohl in Bezug auf einen Nachfrage- als auch auf einen Angebotsschock", fügten sie hinzu, denn Chinas Anteil an der Weltwirtschaft habe sich seither mehr als verdreifacht.
Die Börse in Tokio zeigte sich zunächst schwächer. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,9 Prozent tiefer bei 22.937 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,7 Prozent und lag bei 1671 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 2,8 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 3,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,6 Prozent.