Der Börsen-TagErnüchterung bei Asien-Anlegern
Nach den jüngsten Aufschlägen geht es an den asiatischen Aktienmärkten wieder nach unten. Es bestimmen weiterhin die Schlagzeilen rund um den Iran-Krieg das Sentiment. Hatten zuletzt Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Konflikts die Märkte nach oben getragen, kehrt nun wieder Ernüchterung ein. Das Weiße Haus hat dem Iran mit weiteren Angriffen für den Fall gedroht, dass Teheran nicht auf das Friedensangebot der USA eingehe. Der Iran hat den 15-Punkteplan aus Washington abgelehnt.
Hinter verschlossenen Türen zeigt sich der Iran in Sachen Friedensverhandlungen mit den USA allerdings wohl weniger unnachgiebig als in der Öffentlichkeit. Das berichten sowohl arabische Vermittler und auch andere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das mache Hoffnung, dass die diplomatische Initiative, die sie anstoßen wollten, nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt sei, so die Vermittler. Allerdings seien die Erfolgsaussichten gering, da der Iran und die USA Maximalforderungen stellten, die für die jeweils andere Seite inakzeptabel seien.
Das deutlichste Minus verzeichnet der Kospi in Seoul, für den es um 2,7 Prozent nach unten geht. Hier belasten zudem die Abgaben bei den Index-Schwergewichten Samsung Electronics und SK Hynix. Der Topix in Tokio reduziert sich um 0,8 Prozent. An den chinesischen Börsen verliert der Shanghai Composite 0,6 Prozent und der Hang-Seng-Index büßt 1,4 Prozent ein.