Der Börsen-TagErster Verlust nach fast 70 Jahren schockt Anleger
Schwindende Hoffnungen auf eine Lösung im Krieg zwischen den USA und Israel mit dem Iran und die damit verbundenen hohen Ölpreise belasten die Börsen in Asien. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans gibt um 0,5 Prozent nach. In Südkorea büßen die technologielastigen Aktien fast zwei Prozent ein und die Börse in Taiwan verlier ein Prozent. In China verliert der Shanghai Composite 0,2 Prozent auf 4120,14 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagniert bei 4686,51 Punkten.
In Tokio gibt der Nikkei-Index 1,2 Prozent auf 53.774,06 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 0,6 Prozent niedriger bei 3.629,47 Zählern. Die Aktien von Honda Motor brechen um 6,1 Prozent ein und verbuchen damit den größten prozentualen Tagesverlust seit Februar 2025. Japans zweitgrößter Autobauer hatte wegen massiver Restrukturierungskosten im Bereich Elektromobilität den ersten Jahresverlust seit fast 70 Jahren als börsennotiertes Unternehmen angekündigt.
"Angesichts der weiterhin hohen Wahrscheinlichkeit höherer Ölpreise sollten sich Anleger auf eine anhaltende Volatilität und möglicherweise weitere kurzfristige Abwärtsrisiken einstellen", sagt Vasu Menon, Geschäftsführer für Anlagestrategie bei OCBC in Singapur. Zudem veranlasst die Furcht vor steigender Inflation die Märkte dazu, ihre Erwartungen an die Zentralbanken neu zu bewerten.