Der Börsen-TagEskalation oder Deeskalation - das ist die Frage
Mehrheitlich mit Abgaben zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte. Marktteilnehmer verweisen auf die zunehmenden Sorgen in Bezug auf Grönland. US-Präsident Donald Trump hat seine Ansprüche zur Übernahme des Landes bekräftigt - eine Lösung zeichnet sich weiterhin nicht ab. Obwohl die Besorgnis über Trumps Rhetorik bezüglich der Grönland-Kontrolle zunehme, nähmen die Märkte die Dinge recht gelassen, meint Sally Auld, Chefvolkswirtin bei der National Australia Bank.
Sie setzten möglicherweise darauf, dass es bei den bevorstehenden Treffen in Davos zu einer Deeskalation kommen werde. Das Muster aus Eskalation und anschließender Deeskalation sei etwas, das die Märkte von der Trump-Regierung gewohnt seien, fügt sie hinzu. Sollte sich das Thema jedoch weiter verschärfen, wären die Auswirkungen für die Nato erheblich und die Märkte wären gezwungen, sich neu zu kalibrieren, ergänzt die Teilnehmerin.
Besonders deutlich geht es für den Nikkei in Tokio nach unten, der 1,1 Prozent verliert. Japans Premierministerin plant die Auflösung des Unterhauses am Freitag und hat Neuwahlen für den 8. Februar angesetzt - ein Schritt der erwartet worden war. Umfragen deuten darauf hin, dass die Premierministerin hohe Zustimmungsraten genießt. Sollte das Wagnis aufgehen, würde es der Regierungspartei helfen, ihre politische Basis zurückzugewinnen, heißt es. Zuvor hatten Niederlagen infolge von Skandalen dazu geführt, dass die Partei ihre Mehrheit in nicht nur einem, sondern beiden Häusern des Parlaments verloren hatte.
Wenig Bewegung gibt es dagegen an den chinesischen Märkten. Der Shanghai Composite büßt 0,3 Prozent ein, der Hang-Seng-Index in Hongkong zeigt sich wenig verändert. Der südkoreanische Kospi gewinnt weitere 0,6 Prozent. In Sydney schloss der S&P/ASX-200 mit einem Abschlag von 0,7 Prozent.