Der Börsen-TagEuro zieht verunsicherte Anleger an
Im Devisenhandel gewinnt der Euro weiter an Stärke. Der Kurs der Gemeinschaftswährung kann sich zum Start in den zweiten Handelstag der Woche deutlich über der Marke von 1,11 Dollar halten.
Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1144 Dollar und damit gut 0,4 Prozent über Vortagesniveau.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs zu Wochenbeginn mit 1,1122 (Freitag: 1,0977) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,8991 (0,9110) Euro.
Damit notiert der Euro zum ersten Mal seit Mitte Januar wieder über der Marke von 1,11 Dollar.
Die neue Stärke sehen Marktbeobachter auch vor dem Hintergrund der Coronavirus-Epidemie und der schwelenden Unsicherheit hinsichtlich der konjunkturellen Folgen. Der Euro sei - wie zuletzt öfter zu beobachten - als sichere Alternative gesucht, hieß es.
An den Finanzmärkten ergab sich zum Wochenstart keine nachhaltige Entspannung, obwohl die großen Notenbanken in der Coronavirus-Krise zunehmend versuchen, der nervösen Stimmung an den internationalen Finanzmärkten etwas entgegenzusetzen.
Nachdem die US-Notenbank Fed bereits am Freitag ihre geldpolitische Handlungsbereitschaft signalisiert hatte, zogen am Montag die Zentralbanken Japans sowie Großbritanniens und auch die EZB nach. Das britische Pfund geriet vor diesem Hintergrund zu allen wichtigen Währungen unter Druck.