Der Börsen-TagEuro zittert nach dem Zins-Ausblick

Der letzte Handelstag in der letzten vollen Juliwoche beginnt an den Devisenmärkten mit einer leichten Gegenbewegung beim Euro. Am Vortag war der Kurs der Gemeinschaftswährung nach dem EZB-Zinsentscheid deutlich unter Druck geraten.
Am Morgen nach Draghis Erläuterungen zur unveränderten Nullzins-Politik bis mindestens Sommer 2019 notiert der Euro leicht gefestigt bei 1,1650 Dollar.
Damit bewegt sich der Euro-Kurs weiter deutlich unter dem Niveau des frühen Vortages, als Devisenexperten noch auf die Aussagen der Euro-Währungshüter warteten. Am Donnerstagnachmittag rutschte die Gemeinschaftswährung dann bis auf ein Tagestief bei 1,1653 Dollar ab, nachdem sie am frühen Morgen noch bei 1,1744 Dollar gehandelt worden war.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag nach der regulären Juli-Sitzung in der Frankfurter EZB-Zentrale auf 1,1716 (Mittwoch: 1,1690) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8535 (0,8554) Euro.
Der entscheidende Impuls für den Handel mit dem Euro sei am frühen Nachmittag erfolgt, erklärten Marktbeobachter. EZB-Chef Draghi hatte energisch betont, dass die Zinsen noch lange Zeit auf einem extrem tiefen Niveau verharren werden.