Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagEx-Investmentbanker klagt gegen Deutsche Bank

03.07.2025, 14:37 Uhr

Die Deutsche Bank sieht sich mit einer millionenschweren Klage eines ehemaligen Investmentbankers konfrontiert. Im Zusammenhang mit früheren Geschäften des Dax-Konzerns mit der italienischen Banca Monte dei Paschi di Siena, die vor Gericht landeten, verlangt der Mann rund 152 Millionen Euro "für den durch das Strafverfahren in Italien und die erstinstanzliche Verurteilung erlittenen beruflichen Schaden", wie im jüngsten Deutsche-Bank-Geschäftsbericht zu lesen ist. Das Landgericht Frankfurt hat für den 4. Dezember eine mündliche Verhandlung angesetzt. Das Gericht bestätigte entsprechende "Spiegel"-Informationen.

Hintergrund des Rechtsstreits sind bestimmte Geschäfte, die die Deutsche Bank im Jahr 2008 mit der Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) und einer Tochtergesellschaft der MPS abgeschlossen hatte. 2019 wurden in diesem Zusammenhang fünf ehemalige und ein damals aktiver Mitarbeiter der Deutschen Bank in Italien wegen Beihilfe zur Bilanzfälschung in Tateinheit mit Marktmanipulation zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. In einem Berufungsverfahren gab es 2022 dann Freisprüche für alle Beklagten. Die Deutsche Bank hält die nun zu verhandelnde Klage ihres ehemaligen Investmentbankers für unbegründet. Die Klage "basiert auf unzutreffenden Behauptungen, gegen die sich die Bank im Gerichtsverfahren im Detail verteidigt hat und dies auch weiterhin tun wird", hieß es in einer aktuellen Stellungnahme.

Quelle: ntv.de