Der Börsen-TagExperten: Fusion von Fiat und PSA bringt Werke in Gefahr

Der Zusammenschluss von Fiat Chrysler und PSA zum weltweit viertgrößten Autokonzern bringt nicht nur die Kräfteverhältnisse in der Branche in Bewegung. Mit dem neuen Autoriesen steigt in Europa auch der Druck, die hohen Überkapazitäten anzugehen, unter denen die Industrie ächzt. Experten warnen schon seit Jahren, dass in einem gesättigten Markt zu viele Fahrzeuge gebaut und zu Preisen verkauft werden, die kaum auskömmlich sind.
"Zehn Prozent der Kapazitäten sind in Europa überflüssig", sagt Autoanalyst Frank Schwope von der NordLB.
"Gerade in Zeiten rückläufiger Nachfrage ist das zu viel."
Stefan Bratzel, Leiter des Centers of Automotive Management in Bergisch Gladbach, ist sich sicher, dass der Druck auf die Werke in den nächsten Jahren steigen werde.