Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagFrida Kahlos Erben drohen Barbie-Hersteller mit Klage

09.03.2018, 12:16 Uhr

Die Familie der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo hat dem Barbiepuppen-Hersteller Mattel vorgeworfen, die Bildrechte an der verstorbenen Malerin gestohlen zu haben. Der Spielzeugkonzern habe nicht die "Befugnis, das Bild von Frida Kahlo zu nutzen", heißt es in einer Stellungnahme, in der die Familie "notwendige Maßnahmen" androht. Die neue Frida-Kahlo-Puppe von Mattel stelle zudem nicht das dar, wofür die Künstlerin stehe, sagte Kahlos Großnichte Mara Romeo.

Mattel hatte am Mittwoch angekündigt, dass die vor allem für ihre Selbstporträts berühmte Künstlerin Teil der neuen Barbie-Kollektion "Inspirierende Frauen" sein würde. Andere Vorbilder für die Kollektion sind etwa die Flugpionierin Amelia Earhart oder die afro-amerikanische Mathematikerin Katherine Johnson.

Die US-Firma Frida Kahlo Corporation, die ebenfalls Anspruch auf die Bildrechte der Künstlerin erhebt, teilte mit, "in enger Zusammenarbeit" mit Mattel an der Entwicklung der Puppe mitgearbeitet zu haben.

Nach Angaben von Romeos Rechtsanwalt wurde die Frida Kahlo Corporation im Jahr 2005 von Kahlos Familie und der Firma Casablanca Distributors zusammen gegründet. Das Unternehmen habe allerdings gegen den inzwischen ausgelaufenen Vertrag verstoßen und ohnehin "nie die Rechte an Fridas Bild gehalten", sagte der Anwalt der Nachrichtenagentur AFP.