Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagFriedenshoffnungs-Rally endet abrupt

08.05.2026, 06:00 Uhr

Einen Tag runter, zwei Handelstage rauf, dann gestern wieder abwärts: Die Dax-Achterbahnfahrt dürfte auch zum Wochenschluss anhalten. Denn nach wie vor ist unklar, ob und wann es einen Frieden im Krieg zwischen dem Iran und den Gegnern USA und Israel geben wird – und wie ein solcher aussehen könnte. Gestern beendete der Dax das Geschäft 1 Prozent im Minus bei einem Stand von 24.664 Zählern.

Zum Wochenschluss drängen sich drei Termine in den Blick der Anleger. So dürfte etwa die deutsche Industrie im März unterschiedliche Signale aussenden. Die Produktion dürfte um 0,5 Prozent anziehen, die Exporte dagegen um 1,7 Prozent schrumpfen, sagen Ökonomen voraus. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Daten.

Der US-Arbeitsmarkt dürfte im April geschwächelt haben. Außerhalb der Landwirtschaft dürften nur 62.000 neue Jobs hinzugekommen sein, erwarten Ökonomen. Im März hatte das Stellenplus noch 178.000 betragen. Der offizielle Arbeitsmarktbericht wird vom Arbeitsministerium veröffentlicht.

Unternehmensseitig will Commerzbank-Vorstandschefin Bettina Orlopp ihre nachgeschärften Pläne vorstellen, wie sie das Geldhaus in den nächsten Jahren profitabler machen will. Dazu dürfte auch ein weiterer Stellenabbau gehören. Die Bank will damit zeigen, dass sie auch eigenständig, ohne eine Übernahme durch den italienischen Großaktionär UniCredit, langfristig reüssieren kann. UniCredit-Chef Andrea Orcel hatte am Dienstag bei der Vorlage seines feindlichen Übernahmeangebots erklärt, eine Fusion der Commerzbank mit seinem Haus könnte bis zu zwei Milliarden Euro zusätzlichen Wert schaffen.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de