Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagFür den Dax bleibt die Lage kompliziert

11.03.2026, 06:30 Uhr

Bei wieder gesunkenen Ölpreisen hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag mit Schwung erholt. Der Dax legte kräftig zu. Es stimmte die Anleger zuversichtlicher, dass US-Präsident Donald Trump ein baldiges Ende des Iran-Krieges ins Spiel gebracht hat. Der Krieg verlaufe "weit vor dem Zeitplan", sagte er CBS News. Die Aktienkurse deutscher Unternehmen bewegten sich im Fahrwasser steigender internationaler Börsen. 

Wie stark bremst der Nahost-Krieg die deutsche Wirtschaft? Als erstes der großen Forschungsinstitute seit Kriegsausbruch wird das Berliner DIW neue Konjunkturprognosen vorstellen. Dabei dürfte der Blick neben den Wachstumsraten auch auf die Inflation gehen, die von den zuletzt sprunghaft gestiegenen Energiepreisen angeheizt werden dürfte. Auch Lieferengpässe und neue Zölle belasten die Industrie. Zu all dem wird sich der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, äußern. Die deutsche Inflation in Deutschland dürfte im Februar gesunken sein. Klarheit bringen die detaillierten Daten des Statistischen Bundesamtes. In einer ersten Schätzzahl hat es eine Teuerungsrate von 1,9 Prozent ermittelt, nach 2,1 Prozent im Januar.

Dann wären noch Unternehmensdaten. Die weltweiten Krisen und Kriege spielen Rheinmetall in die Karten. Die Düsseldorfer legen Zahlen und einen Ausblick vor, die zeigen dürften, in welchem Umfang der Dax-Konzern von der Entwicklung profitiert. Analysten erwarten nach einer Vara-Umfrage im Mittel für das vergangene Jahr einen Umsatz von 10,1 Milliarden Euro, die operative Ebit-Marge dürfte danach auf 19 Prozent gestiegen sein. Bei der Dividende erwarten die Experten, dass diese bei 10,54 Euro je Aktie liegen wird.

Die Inflation in den USA dürfte sich zuletzt stabilisiert haben. Für Februar erwarten Experten eine Teuerungsrate von 2,4 Prozent und damit einen genauso hohen Preisauftrieb wie im Januar. Mit dem Ende Februar ausgebrochenen Iran-Krieg und dem kräftigen Anstieg der Ölpreise zieht jedoch neue Inflationsgefahr herauf. Die US-Notenbank Fed dürfte jedoch weiter stillhalten. Zwei Währungshüterinnen erklärten jüngst, es gebe keine dringende Notwendigkeit, an der Zinsschraube zu drehen. 

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de