Der Börsen-TagFurcht vor Syrien-Eskalation drückt türkische Lira

Die Furcht vor einer neuen Eskalation des Konflikts in Syrien hat die türkische Lira belastet. Ein US-Dollar kostete mit 6,0446 Lira 0,6 Prozent mehr als zum Wochenauftakt, das ist so viel wie seit Mai 2019 nicht mehr. Investoren befürchten, dass es zu einer Eskalation im Konflikt zwischen den türkischen und den syrischen Truppen in der Provinz Idlib kommt.
"Die jüngsten Entwicklungen bereiten Sorgen, dass die Spannungen weiter zunehmen", sagte Jason Tuvey, Schwellenländer-Spezialist beim Finanzdienstleister Capital Economics. Bemühungen der Regierung, die Landeswährung zu stützen, dürften sich als vergeblich herausstellen.
"Wenn man sich die niedrigen Devisenreserven der Türkei ansieht und ihre hohe Auslandsverschuldung, kann sie schlichtweg nicht lange durchhalten."
Im vergangenen Jahr haben staatliche türkische Banken mehrere Milliarden Dollar verkauft, um die Lira zu stützen.