Der Börsen-TagFutter für Zins-Spekulationen: Euro-Inflation bleibt bei 2,1 Prozent
Die Inflation in der Euro-Zone ist vor dem letzten Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) im zu Ende gehenden Jahr doch nicht gestiegen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im November erneut um durchschnittlich 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Eine frühere erste Schätzung hatte noch einen Anstieg auf 2,2 Prozent ergeben. Die EZB strebt für die 20-Länder-Gemeinschaft einen Wert von 2,0 Prozent an, den sie als optimal für die Wirtschaft im Währungsraum ansieht.
Ökonomen gehen übereinstimmend davon aus, dass die Währungshüter ihren Leitzins an diesem Donnerstag zum vierten Mal in Folge bei zwei Prozent belassen werden. Trotz des erwarteten Stillhaltens dürfte es jedoch hinter den Kulissen rege Diskussionen über den künftigen Inflationsausblick und die damit verbundenen Risiken geben. An den Finanzmärkten wird bereits über eine mögliche Zinserhöhung 2026 spekuliert, während einige Analysten dies für verfrüht halten.