Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagGas schickt Euro wieder in Richtung Dollar-Parität

26.07.2022, 16:01 Uhr

Der Euro gerät unter Druck. Die Gemeinschaftswährung sinkt mit der Gaskrise nach einem Tageshoch von 1,0250 auf aktuell 1,0148 US-Dollar. Die neuerliche Reduzierung der Gaslieferungen aus Russland über die Pipeline Nord Stream 1 ab Mittwoch treibt die Gaspreise nach oben und belastet den Euro. Die Devisen-Analysten der ING bringen eine vollständige Unterbrechung der russischen Gaslieferungen nach Europa ins Spiel. Eine solche dürfte möglicherweise einen neuerlichen Rückgang auf die Parität auslösen, so die ING. "Das gefühlte Risiko einer vollständigen Unterbrechung der russischen Gaslieferungen über die Nord-Stream-Pipeline ist wieder gestiegen", urteilen die Analysten. Ein solches Szenario sei zu einer konstanten und greifbaren Bedrohung geworden, die das Kaufinteresse an europäischen Währungen weiterhin begrenzen könnte.

Die EU-Staaten haben sich auf einen Gas-Notfallplan für diesen Winter geeinigt. Die EU-Energieminister hätten "eine politische Einigung zur Reduzierung der Gasnachfrage" erzielt, teilte der tschechische EU-Ratsvorsitz mit. Nach Angaben des luxemburgischen Energieministers Claude Turmes stimmte Ungarn als einziges Mitgliedsland gegen den Kompromiss. Der Plan sieht vor, dass die Mitgliedsländer auf freiwilliger Basis 15 Prozent Gas einsparen.

Euro / Dollar o

Quelle: ntv.de