Der Börsen-TagGericht: Chiphersteller Nexperia bleibt unter niederländischer Kontrolle
Im Konflikt um den Chip-Hersteller Nexperia mit Sitz in den Niederlanden hat das Wirtschaftsgericht in Amsterdam die Suspendierung der chinesischen Führung bekräftigt und eine umfassende Untersuchung angeordnet. Die im Oktober verhängten Kontrollmaßnahmen gegen das Unternehmen blieben bestehen, entschieden die Richter in Amsterdam.
Damit ist eine schnelle Lösung des Konflikts mit China um den Hersteller für Chips, die für die europäische Autoindustrie wichtig sind, nicht in Sicht. Peking hatte die Aufhebung der Maßnahmen gefordert.
IIm vergangenen Jahr gab es Berichte, dass der chinesische Eigentümer vom Mutterunternehmen Wingtech technologisches Wissen und Produktionskapazitäten nach China verlagern wollte. Daraufhin hatte zunächst das niederländische Wirtschaftsministerium in die Führung des Unternehmens eingegriffen. Diese Maßnahme wurde inzwischen ausgesetzt. Kurz darauf hatte das Wirtschaftsgericht im Oktober auf Initiative von Vorstandsmitgliedern den chinesischen Vorsitzenden suspendiert und einen Interims-Vorstand ernannt. Diese Maßnahmen bleiben nun aufrecht.
Die vom Gericht angeordnete Untersuchung kann mehrere Monate dauern.